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Ernst Beyeler (* 16. Juli 1921 in Basel; † 25. Februar 2010 in Riehen) war ein Schweizer Galerist, Kunstsammler und Museumsgründer. Er war eine der bekanntesten Persönlichkeiten des internationalen Kunsthandels in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Inhaltsverzeichnis |
Neben seinem Studium der Nationalökonomie und Kunstgeschichte an der Universität Basel war er schon 1940 als Aushilfe beim Antiquariat Schloss in Basel beschäftigt. 1945 konnte er das Antiquariat (Bücher, aber auch Grafik) übernehmen. 1947 stellte er erstmals Kunst in diesen Räumen aus, japanische Holzschnitte. Dies gilt als Beginn seiner Galerietätigkeit. Seit 1951 gab es dort durchgehend Ausstellungen mit Schwerpunkt auf der Klassischen Moderne – mehr als 200 bis zum 60-Jahr-Jubiläum der Galerie im Jahr 2007. Mit vielen Künstlern, deren Werke er zeigte und verkaufte, war Beyeler freundschaftlich verbunden, besonders mit Pablo Picasso, der ihm 1966 freie Auswahl aus seinen Atelierbeständen für 29 Arbeiten gewährte.
1970 war Beyeler Mitbegründer und bis 1992 auch Mitorganisator der Internationalen Kunstmesse Art Basel. Er wurde Verwalter des künstlerischen Nachlasses von Wassily Kandinsky.
1984 errichtete er zusammen mit seiner Frau Hildy (1922–2008) die Beyeler-Stiftung, deren Ziel die Pflege und Präsentation der eigenen Sammlungen von Werken der klassischen Moderne sowie von afrikanischer und ozeanischer Kunst ist. Die Sammlung wird seit 1997 im Museum der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel gezeigt. Mit dessen Bau war 1994 begonnen worden, inzwischen gilt es wegen seiner Architektur von Renzo Piano, der Präsentation der Werke und seiner Einbindung in die umgebende Landschaft als eines der schönsten Museen der Welt. 2009 gab Ernst Beyeler das Präsidium des Stiftungsrats an Hansjörg Wyss ab, Georg Krayer wurde Präsident des Verwaltungsrats und Sam Keller Direktor des Museums.
Beyeler kümmerte sich aber nicht nur um sein Museum, sondern regte im Lauf der Jahre auch sehr beachtete Ausstellungen in anderen Häusern an, unter anderem im Kunstmuseum Basel und im Museum of Modern Art New York. 2001 gründete er gemeinsam mit seiner Frau die Stiftung Kunst für den Tropenwald.
1985 wurde Beyeler mit dem französischen Orden Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres ausgezeichnet, 1987 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Basel und 1998 den französischen Orden Chevalier de la Légion d'Honneur.
Am 12. Januar 2008 gewann er den SwissAward in der Kategorie Kultur.
Ernst Beyeler verstarb im Alter von 89 Jahren am 25. Februar 2010.[1] Die Galerie Beyeler in Basel wurde 2011 geschlossen, die Werke wurden im Juni 2011 bei Christie’s in London versteigert. Der Erlös aus der Auktion kam der Fondation Beyeler zugute.[2]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Beyeler, Ernst |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Galerist, Kunstsammler und Museumsgründer |
| GEBURTSDATUM | 16. Juli 1921 |
| GEBURTSORT | Basel |
| STERBEDATUM | 25. Februar 2010 |
| STERBEORT | Riehen |