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Ernst Ewald Martin

Ernst Ewald Martin (* 19. Januar 1900 in Dresden; † 1. Juli 1934 ebendort) war ein deutscher Detektiv. Er wurde bekannt als eines der Opfer des so genannten Röhm-Putsches.

Martin leitete spätestens seit 1934 den persönlichen Nachrichtendienst des Reichsstatthalters in Sachsen Martin Mutschmann. In Mutschmanns Auftrag bespitzelte Martin mit seinen Mitarbeitern unter anderem den sächsischen Ministerpräsidenten Manfred von Killinger und andere Mitglieder der Landesregierung. Killinger zufolge ging Martin – in dem er eine der „schlimmsten Kreaturen“ Mutschmanns erblickte – bei seinen „Machenschaften“ so weit, zu versuchen, die Schreibtische von Regierungsmitgliedern zu erbrechen, um an vertrauliche Informationen zu gelangen.

Am 30. Juni 1934 wurde Martin im Zuge der als Röhm-Putsch bekannt gewordenen politischen Säuberungswelle der Nationalsozialisten vom Frühsommer 1934 verhaftet. In der Nacht zum 1. Juli wurde er zusammen mit einigen anderen Gefangenen aufgrund eines aus Berlin kommenden Befehls auf Veranlassung von Lothar Beutel von einem SS-Kommando erschossen. Seine Sterbeurkunde gibt seinen Todeszeitpunkt mit 4.00 Uhr morgens an. Die Leiche Martins wurde anschließend im Krematorium Dresden-Tolkewitz verbrannt.

Literatur

  • Otto Gritschneder: Der Führer hat Sie zum Tode verurteilt. Hitlers Röhm-Putsch-Morde vor Gericht, 1993.
  • Heinz Höhne: Mordsache Röhm, 1984.
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