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Ernst Ludwig Gerber (* 29. September 1746 in Sondershausen; † 30. Juni 1819 ebenda) war ein deutscher Komponist, der als Autor von Komponisten-Lexika bekannt geworden ist.
Inhaltsverzeichnis |
Ernst Ludwig erhielt ersten Musikunterricht von seinem Vater, Heinrich Nicolaus Gerber. 1765 begann er sein Jurastudium in Leipzig, widmete sich jedoch vorrangig der Komposition. 1768 wurde erstmals eines seiner Werke öffentlich aufgeführt. Im selben Jahr kehrte er nach Sondershausen zurück, wo er Musiklehrer der fürstlichen Kinder wurde. 1775 übernahm er das Amt des Hoforganisten von seinem Vater. In der Folgezeit beschäftigte er sich mit dem Studium der Musikgeschichte und veröffentlichte schließlich sein Historisch-biographisches Lexikon der Tonkünstler, das er später durch eine verbesserte und erweiterte Ausgabe ersetzte. Daneben veröffentlichte er Artikel in mehreren Musikzeitschriften. 1794 wurde er für seine Verdienste zum Hofsekretär des Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen ernannt. Er starb 1819 unverheiratet in seinem Heimatort.
Gerbers Schriften sind als Quelle auch für die moderne Musikforschung von Bedeutung. Vor allem zu deutschen Komponisten finden sich in seinen Lexika detaillierte Informationen. Das Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, an die Gerber seine reichhaltige Bibliothek verkaufte, beherbergt zahlreiche seiner Schriften.
Lexika:
Kompositionen (Auswahl):
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gerber, Ernst Ludwig |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Komponist und Biograph |
| GEBURTSDATUM | 29. September 1746 |
| GEBURTSORT | Sondershausen |
| STERBEDATUM | 30. Juni 1819 |
| STERBEORT | Sondershausen |