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Ernst Voß

Ernst Voß (* 23. Februar 1886 in Doberan; † 19. März 1936 in Rostock) war ein deutscher evangelischer Geistlicher und Bibelübersetzer.

Leben

Nach dem Studium der Theologie in Erlangen und Rostock von 1904 bis 1907 wurde er 1910 Rektor der Stadtschule in Rehna. Am 12. April 1912 Eheschließung mit Hildegard Bruns. Von 1923 bis 1936 war er Schriftleiter des Mecklenburgischen Hauskalenders. In diese Zeit fällt auch die von 1925 bis 1929 von ihm vorgenommene Übersetzung des Neuen Testaments in die plattdeutsche Sprache. 1929 erschien die Übersetzung unter dem Titel: Dat Ni Testament för plattdütsch Lüd in ehr Muddersprak äwerdragen. Am 2. Juli 1930 erfolgte die Verleihung von Würde, Titel und Rechten eines Lizentiaten ehrenhalber durch die Theologische Fakultät der Universität Rostock. Als Auszeichnung für die Verdienste um die plattdeutsche Sprache und die niederdeutsche Volkskunde erhielt er am 1. Juli 1932 den John-Brinckmann-Preis. 1933/34 wirkt er als Pastor in Kirch Jesar bei Hagenow, schließt sich für einige Zeit den Deutschen Christen an und wird am 15. Juni 1934 in das Amt des Landessuperintendenten nach Ludwigslust berufen. Nach Konflikten 1935 während des Kirchenkampfs erfolgte die Abkehr von den Deutschen Christen. Im selben Jahr erschien die zweite Auflage von Dat Ni Testament.

Im August 1935 erkrankte Pastor Voß. Er starb am 19. März in Rostock.

Literatur

  • Aktuelle Ausgabe der Voßschen Übersetzung: Dat Ni Testament för plattdütsch Lüd in ehr Muddersprak oewerdragen, Evangelische Haupt-Bibelgesllschaft zu Berlin und Altenburg; 1. Aufl. 1986, ISBN 3-7461-0006-2

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