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Erwin Oberländer

Erwin Oberländer (* 1937) ist ein deutscher Historiker und emeritierter Universitätsprofessor.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Oberländer studierte ab 1956 die Fächer Geschichte und Slavistik an den Universitäten in München, Wien und Köln. Er promovierte 1963 zum Dr. phil. an der Universität Köln zum Thema Tolstoj und die revolutionäre Bewegung. Zwischen 1963 und 1974 war er wissenschaftlicher Referent am Bundesinstitut für Ostwissenschaftliche und Internationale Studien in Köln und wurde 1973 zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Köln ernannt.

In den Jahren 1974 bis 1975 war Oberländer Wissenschaftlicher Oberrat im Bundesministerium des Innern. 1975 wurde er an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster als Professor für Neuere und Neueste Geschichte Ost- und Südosteuropas berufen, bevor er 1985 eine Professur an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz erhielt, die er bis zu seiner Pensionierung 2002 innehielt.

Oberländer ist mit der Geschichtswissenschaft Lettlands und Rigas verbunden, ist dort Mitherausgeber verschiedener historischer Zeitschriften und seit 2008 Mitglied der Akademie der Wissenschaften Lettlands.

Oberländer ist Sohn des Politikers und früheren Bundesministers Theodor Oberländer.

Preise und Auszeichnungen

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • 1965: Tolstoj und die revolutionäre Bewegung. Pustet, München/Salzburg/Wien.
  • 1967: Sowjetpatriotismus und Geschichte. Dokumente zum Studium des Kommunismus, Band 4. Köln.
  • 1967: zusammen mit Fritz Kool: Arbeiterdemokratie oder Parteidiktatur. Dokumente der Weltrevolution, Band 2.Walter, Olten/Freiburg im Breisgau.
  • 1971: Die Antizionismuskampagne in der UDSSR. Bundesinstitut für Ostforschung und Internationale Studien, Köln.
  • 1972: Der Anarchismus. Dokumente der Weltrevolution Band 4. Walter, Olten/Freiburg im Breisgau, ISBN 3-530-16784-3.
  • 1976: Die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik 1969. Bundesinstitut für Ostforschung und Internationale Studien, Köln.
Sammelbände
  • 1989: Hitler-Stalin-Pakt 1939. Das Ende Ostmitteleuropas?. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-596-24434-X.
  • 1991: Geschichte Osteuropas. Zur Entwicklung einer historischen Disziplin in Deutschland, Österreich und der Schweiz 1945 bis 1990. Quellen und Studien zur Geschichte des östlichen Europa, Band 35. Steiner, Stuttgart, ISBN 3-515-06024-3.
  • 1993: Genossenschaften in Osteuropa - Alternative zur Planwirtschaft?. Deutscher Genossenschafts-Verlag, Wiesbaden 1993.
  • 1993: Polen nach dem Kommunismus. Steiner, Stuttgart, ISBN 3-515-06213-0.
  • 2001: mit Rolf Ahmann: Autoritäre Regime in Ostmittel- und Südosteuropa 1919-1944. Schöningh, Paderborn, ISBN 3-506-76186-2.
  • 2001: Das Herzogtum Kurland. 1861 - 1795. Verfassung, Wirtschaft, Gesellschaft, Band 2. Verlag Nordostdeutsches Kulturwerk, Lüneburg. Band 1: 1993, ISBN 3-922296-72-6; Band 2: 2001, ISBN 3-932267-33-8.
  • 2004: mit Kristine Wohlfahrt: Riga. Porträt einer Vielvölkerstadt am Rande des Zarenreichs 1857-1914. Schöningh, Paderborn, ISBN 3-506-71738-3.
  • 2008: mit Volker Keller u.a.: Kurland. Vom polnisch-litauischen Lehnsherzogtum zur Russischen Provinz. Dokumente zur Verfassungsgeschichte. Schöningh, Paderborn, ISBN 978-3-506-76536-9.

Weblinks

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