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Erwin Staudt (* 25. Februar 1948 in Leonberg) ist ein deutscher Manager und war von 2003 bis 2011 hauptamtlicher Präsident des VfB Stuttgart.
Staudt studierte Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Hohenheim und Freiburg im Breisgau. Sein Examen als Diplom-Volkswirt legte er 1973 ab.
Inhaltsverzeichnis |
Staudt trat 1973 in die IBM Deutschland ein. 1982 übernahm er in Stuttgart seine erste Aufgabe als Führungskraft, wo er als Vertriebsleiter zuständig für die baden-württembergischen Kunden in den Bereichen Finanzverwaltung, Sozialversicherungen und Energieversorgung war. Später bekleidete er die Positionen Leiter Marketingprojekte in der Hauptverwaltung sowie Assistent beim Geschäftsführer Marketing und Services.
1986 wurde Staudt Leiter der Berliner Niederlassung der IBM, 1989 übernahm er als Generalbevollmächtigter die Leitung des Bereichs Kommunikation/Öffentlichkeitsarbeit in der Hauptverwaltung der IBM Deutschland. Ab Juli 1992 war er für das gesamte deutsche PC-Geschäft verantwortlich. 1994 wechselte Staudt auf den Posten des Vertriebsleiters und wurde in dieser Aufgabe zum Geschäftsführer der IBM Deutschland Informationssysteme GmbH bestellt.
Im Oktober 1994 ging Staudt zunächst als General Manager für Competitive Marketing, dann als Vice President Marketing in die europäische Zentrale der IBM nach Paris. Von Juli 1995 bis Oktober 1998 war er weltweit verantwortlich für die Geschäftsbereiche „Grundstoffindustrie“ und „Petroleum“. Vom 1. November 1998 bis zum 14. Januar 2003 war Erwin Staudt Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland .
Am 26. Juni 2003 wählten die Mitglieder des VfB Stuttgart Erwin Staudt zum Präsidenten des Vereins. Staudt war bereits seit seiner Kindheit Fan des VfB und seit Jahren Mitglied im Verein. Seit dem 22. September 2003 ist Staudt hauptamtlicher Präsident des VfB Stuttgart. Zum Ende seiner ersten Amtszeit wurde der VfB 2007 Deutscher Meister. Im Rahmen der Mitgliederversammlung am 23. Juli 2007 wurde Erwin Staudt für weitere vier Jahre als Präsident des VfB Stuttgart bestätigt. In seiner zweiten Amtszeit verwirklichte er durch Gespräche mit Mercedes-Benz und der Stadt Stuttgart mit dem Umbau der Mercedes-Benz Arena zu einer reinen Fußballarena ein Projekt, an dem seine Vorgänger gescheitert waren. Am 20. Mai 2011 gab Staudt bekannt, dass er sich auf der Mitgliederversammlung im Sommer des Jahres bei der Wahl des Präsidenten nicht mehr zur Verfügung stellt.
Am 4. August 2011 wurde Staudt zum Ehrenpräsidenten des VfB Stuttgart ernannt.[1]
Staudt gilt als überzeugter Wirtschaftsliberaler. Seit 1999 ist Staudt Ehrenpräsident der Initiative D21. Ferner ist er Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Er ist Aufsichtsratsmitglied der USU Software AG, der Grenke Leasing AG; der PROFI Engineering Systems AG und der USU AG. Als Mitglied des Beirats fungiert er bei der Deutsche Bank AG, der Hamburg-Mannheimer und the campus[2]. Ferner sitzt Staudt im Verwaltungsrat der Hahn Verwaltungs-GmbH.
Der ehemalige Linksaußen und Vorsitzende des TSV Eltingen engagierte sich lange Jahre über ehrenamtlich im Amateurfußball. 2004, 2009 sowie 2010 wurde er von der SPD Baden-Württemberg zur Bundesversammlung entsandt. Er ist aktives Mitglied der SPD und war Fraktionsvorsitzender der Partei im Leonberger Gemeinderat.
Staudt ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt im Leonberger Stadtteil Silberberg.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Staudt, Erwin |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Manager und Präsident des VfB Stuttgart |
| GEBURTSDATUM | 25. Februar 1948 |
| GEBURTSORT | Leonberg |