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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Main-Taunus-Kreis | |
| Höhe: | 138 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,14 km² | |
| Einwohner: |
20.811 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 1714 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 65760 | |
| Vorwahlen: | 06196, 06173 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MTK | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 36 003 | |
| LOCODE: | DE ESC | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausplatz 36 65760 Eschborn | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wilhelm Speckhardt (CDU) | |
| Lage der Stadt Eschborn im Main-Taunus-Kreis | ||
Eschborn ist eine Stadt im Main-Taunus-Kreis in Hessen.
Inhaltsverzeichnis |
Eschborn liegt im Rhein-Main-Gebiet am östlichen Rand des Main-Taunus-Kreises. Eschborn ist mit den Frankfurter Stadtteilen Sossenheim und Rödelheim benachbart und gehört zur Stadtregion Frankfurt. Die Frankfurter Innenstadt ist 7 km und der internationale Flughafen Frankfurt am Main ist 15 km entfernt. Zu Eschborn gehört der Stadtteil Niederhöchstadt, der im Norden an Eschborn angrenzt.
Eschborn grenzt im Norden an die Städte Kronberg im Taunus und Steinbach (Taunus) (beide Hochtaunuskreis), im Osten und Süden an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main sowie im Westen an die Stadt Schwalbach am Taunus (Main-Taunus-Kreis).
Die so genannten Freizeitparks liegen entlang des Westerbachs, dem einzigen fließenden Gewässer in Eschborn. Es handelt sich dabei um vorwiegend landwirtschaftliche genutzte Flächen, d. h. Ackerbau, Weiden, vereinzelt ein paar Streuobstwiesen. Für Fußgänger und Radfahrer führen durch diese Gebiete gern benutzte Wege als Verbindung zwischen den beiden Eschborner Stadtteilen bzw. zu den Nachbarstädten. Durch die Kirchwiesen (beginnend hinter der Grundschule in Niederhöchstadt) gelangt man zu Fuß in ca. einer Stunde nach Kronberg, durch die Unterwiesen (beginnend hinter dem Bauhof Eschborn) nach Frankfurt-Rödelheim. Die Oberwiesen liegen zwischen Niederhöchstadt und Eschborn, hier ist auch der beliebte Traktorspielplatz, dessen Hauptattraktion ein stillgelegter Traktor ist.
Das Arboretum Main-Taunus ist ein ca. 76 ha großer Baum- und Sträucherpark. Hier sind ca. 600 Baum- und Sträucherarten aus allen Teilen der Erde angepflanzt. Das Arboretum liegt zwischen den Gemeinden Schwalbach am Taunus, Sulzbach am Taunus und Eschborn. Durch das Arboretum führen mehrere Rad- und Wanderwege.
Die Skulpturenachse Eschborn ist eine Sammlung von acht Skulpturen im öffentlichen Raum in Eschborn. In den folgenden Abbildungen sind die sechs Einzelskulpturen Travel a Head, Hua, Phönix, Fulcrum, Drei Säulen, Versatzstück und die Doppelskulptur Adam und Eva zu sehen.
Noch ohne Abbildung ist die achte Skulptur Steine für Eschborn von Gisela Weber. Das Kunstwerk aus massigen Quadern aus Mainsandstein wurde 1992 an der Koordinate 50° 8′ 55″ N, 8° 33′ 46″ O50.1485838.562806 aufgestellt.
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Im Jahr 770 wurde Eschborn als Aschenbrunne in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch erstmals urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet soviel wie „Brunnen an der Esche“. Am 3. Juli 875 zerstörte eine Überschwemmung den Ort, wobei 88 Menschen und fast der gesamte Viehbestand getötet wurden. Die Eschborner Turmburg wurde im 11. Jahrhundert erbaut, sie wird mit den Ende des 12./Anfang des 13. Jhs. auftauchenden Herren von Eschborn in Verbindung gebracht, die ihren Hauptsitz kurz darauf nach Kronberg verlegten. Eschborn gehörte als Reichslehen den Herren von Kronberg, bis diese 1704 ausstarben und ihre Herrschaft an Kurmainz fiel.
1389 fand die Schlacht bei Eschborn statt. Im Rahmen des Krieges des rheinischen Städtebundes gegen den Pfalzgrafen zog die Stadt Frankfurt gegen die Ritter von Kronberg zu Felde. Die Kronberger und ihre zu Hilfe geeilten Verbündeten (der Pfalzgraf und die Hanauer) siegten und nahmen zahlreiche Gefangene, unter anderem auch den Bürgermeister von Frankfurt, die sie erst gegen eine Zahlung von 73.000 Goldgulden Lösegeld freigaben. Bei einem Gefecht bei Höchst 1622 zwischen General Tilly und Christian von Braunschweig während des Dreißigjährigen Kriegs wurden die alte Burganlage und nahezu der gesamte Ort zerstört (siehe dazu Näheres unter Schlacht bei Höchst).
Durch den Frieden von Lunéville 1801 gelangte der Fürst von Nassau-Usingen in den Besitz der Herrschaft Kronberg, sodass Eschborn und Niederhöchstadt zum Herzogtum Nassau gehörten. Nach der Annektierung des Herzogtums durch Preußen fielen Eschborn und Niederhöchstadt 65 Jahre später an Preußen. Mit der Gründung des Deutsches Kaiserreichs gehörte Eschborn ab 1871 zum Deutschen Reich. Mit der Eröffnung der Bahnstrecke Rödelheim-Kronberg der Kronberger Bahn am 19. August 1874 erhielt Eschborn den ersten Eisenbahnanschluss.
Am 1. Januar 1939 startete der Bau des Militärflugplatzes Frankfurt-Sossenheim (späterer Name: Eschborn), der nie vollendet wurde. Der Militärflugplatz, den die Deutschen Ende der 1930er Jahren unter dem Tarnnamen „Schafweide“ errichteten, bestand zunächst nur aus einer großen Wiesenfläche und wenigen Baracken. Er diente der Reichsluftwaffe zur Ausbildung an Lastenseglern. Es entstanden mehrere große aus Stein gebaute Hangars, von denen heute noch einer steht. Die Kommandantur sowie die Mehrzahl der übrigen Gebäude wurden nur als Baracken gebaut. Der Flugplatz war unter der Bezeichnung Eschborn während des gesamten Krieges im Einsatz. Insbesondere wurden dort Flieger auf Lastenseglern ausgebildet. Ab April 1945 bis Kriegsende (Mai 1945) waren auf dem Platz, der unter deutscher Verwaltung keine befestigte Start- und Landebahn hatte, amerikanische Jägereinheiten stationiert, die von dort aus Einsätze gegen das Reich flogen. Nach Kriegsende kam dem Flugplatz Eschborn große Bedeutung als Ausweichflugplatz für den noch nicht wiederhergestellten Flughafen Frankfurt am Main zu. Mit der Wiederinbetriebnahme des Frankfurter Flughafens wurde der Flugbetrieb in Eschborn eingestellt. Auf dem Gelände, welches zu einem Teil auf der Gemarkung von Schwalbach liegt, verblieb bis 1992 die US-Kaserne Camp Eschborn, wo amerikanischen Streitkräfte (Pioniereinheit mit schwerem Gerät) stationiert waren. Das Gebiet wurde nach dem Abzug von der Stadt aufgekauft und zum Gewerbegebiet Camp Phönix Park umgebaut.
Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) nahm unter seinem ersten Intendanten Karl Holzamer am 1. April 1963 seinen Betrieb in Eschborn auf, zog aber bereits 1964 nach Wiesbaden und 1974 nach Mainz.[2]
Zur 1200-Jahrfeier 1970 wurde Eschborn das Stadtrecht verliehen. Im Zuge der Gebietsreform wurde die Nachbargemeinde Niederhöchstadt freiwillig durch den Eingemeindungsvertrag vom 15. September 1971 zu Eschborn am 1. Januar 1972 eingemeindet. 2009 entstand das Rechenzentrum der Deutschen Börse in Eschborn, die 2010 nach Eschborn umgezogen ist.
(jeweils zum 31. Dezember)
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Ursache für den hohen Anstieg der Einwohnerzahl im Jahr 1972 war die Eingemeindung des Stadtteils Niederhöchstadt.
Die Kommunalwahlen am 27. März 2011 und am 26. März 2006 lieferten folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
</div> | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 38,4 | 14 | 41,6 | 15 | 40,6 | 15 | |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 20,5 | 7 | 23,2 | 9 | 32,6 | 12 | |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 15,2 | 6 | 10,3 | 4 | 10,1 | 4 | |
| FWE | Freie Wähler Eschborn-Niederhöchstadt | 10,2 | 4 | — | — | — | — | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 7,2 | 3 | 13,5 | 5 | 8,4 | 3 | |
| DIE LINKE | Die Linke.Eschborn | 4,5 | 2 | 4,3 | 2 | — | — | |
| BÜRGERLICHE | DIE BÜRGERLICHEN | 3,9 | 1 | 4,1 | 1 | 3,9 | 1 | |
| BGE | BürgerGemeinschaft Eschborn | — | — | 1,7 | 1 | 1,8 | 1 | |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Eschborn/Ts. e.V. | — | — | 1,3 | 0 | 2,6 | 1 | |
| Gesamt | 37 | 37 | 37 | |||||
| Wahlbeteiligung in % | 54,9 | 49,1 | 56,7 | |||||
| Regiert wird die Stadt von einer Koalition aus CDU und Grünen. | ||||||||
Amtierender Bürgermeister ist seit 2001 Wilhelm Speckhardt (CDU).
Die Bürgermeisterwahl am 2. September 2007 hatte folgendes Ergebnis:
| Kandidat | Partei | Stimmen | % |
| Wilhelm Speckhardt | CDU | 4.505 | 59,0 |
| Reinhard Birkert | SPD | 2.523 | 33,0 |
| Thomas Matthes | Die Linke | 630 | 8,0 |
Die Wahlbeteiligung lag bei 51,3 Prozent (2001: 50,1). Gemeindekennziffer: 436003[3]
Die Vorgänger waren u. a. Edwin Mämpel (SPD) die Jahre 1945/46, Heinrich Graf (SPD) von 1946 bis 1961, danach Hans Georg Wehrheim (SPD) von 1962 bis 1979, Herr Jochen Riebel (CDU) von 1979 bis 1984, Manfred Tomala (CDU) 1984 bis 1990 und Martin Herkströter (CDU) von 1990 bis 2001. Noch ein Blick nach Niederhöchstadt: Bürgermeister zum Zeitpunkt der Eingemeindung war Heinz Henrich, der 1966 auf Helmut Neumann folgte. Erster Nachkriegsbürgermeister war Wilhelm Bauer (1945 bis 1964).
Das Wappen enthält auf rotem Grund zwei aus einer goldenen Krone wachsende silberne Adlerflügel, die jeweils mit vier blauen Eisenhütchen belegt sind. Das aktuelle Wappen wurde der Gemeinde in dieser Form am 8. Februar 1937 vom Oberpräsidenten der preußischen Provinz Hessen-Nassau verliehen. Bis längstens zu diesem Termin galt ein Vorgängerwappen.
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Seit 1985 unterhält Eschborn eine Partnerschaft mit dem französischen Montgeron, das ca. 17 km von Paris entfernt liegt. Im Jahr 2001 unterzeichneten die vier Städte Eschborn (D), Montgeron (F), Póvoa de Varzim (PT) und Żabbar (MLT) einen Freundschaftsvertrag. Im Mai 2010 hat Eschborn mit Póvoa de Varzim und Żabbar eine offizielle Städtepartnerschaft besiegelt. |
Aufgrund seiner direkten Nachbarschaft zu Frankfurt ist Eschborn eine finanziell wohlhabende Stadt im sogenannten Frankfurter "Speckgürtel", was sich nicht zuletzt in vielen Bauvorhaben widerspiegelt. Weiterhin finanziert die Stadt Eschborn annähernd die Hälfte der Kreisumlage des Main-Taunus-Kreises.
Einer der erfolgreichsten Vereine in Eschborn ist der seit Januar 2006 in Insolvenz befindliche Fußballverein 1. FC Eschborn 1930.
Ein weiterer, sehr erfolgreicher Eschborner Verein ist der Tennisclub "tennis 65 eschborn", der neben vielen Mannschaften in den Regionalligen, Landesligen, Bezirksklassen und den Kreisligen auch einen deutschen Meister hat. Die Mannschaft Herren 55+ wurde 2010 und 2011 Deutscher Mannschaftsmeister.
Zu den größten Vereinen in der Stadt zählen u.a. die TuRa Niederhöchstadt und der Turnverein Eschborn 1888. Zahlreiche weitere Vereine ergänzen ein breites, insbesondere sportliches Angebot.
Zwischen den Stadtteilen befindet sich seit Anfang 1970er ein Hallen- und Freibad. Das sog. Wiesenbad wurde am 1. September 2001 nach einer einjährigen Sanierung und Renovierung wieder eröffnet und bietet Sauna-Bereich und Hallen-Bad, sowie ein Freibad je mit 25-m-Bahn.
Zudem wird in Eschborn jährlich zum 1. Mai (im Jahr 2011 zum fünfzigsten Mal) ein international bekanntes Radrennen gestartet, das bis 2008 als "Rund um den Henninger Turm" bekannt war. Seitdem wechselt der Name abhängig von den Sponsoren, enthält aber über „Eschborn-Frankfurt City Loop“ zu „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ den Namen Eschborns; außer Radprofis starten in separaten Wertungen auch Amateure und Nicht-Organisierte, zuletzt aber nicht mehr von Eschborn aus.
Eschborn bietet u.a. aufgrund seiner Nähe zu Frankfurt a.M. und seiner guten Erreichbarkeit zirka 30.000 Arbeitsplätze (Stand: 2011). Sie konzentrieren sich vor allem im Gewerbegebiet Süd sowie in den Groß- und Einzelhandelsunternehmen im Osten und Westen der Stadt. Knapp 90 Prozent sind im Dienstleistungsbereich angesiedelt, u. a. bei den Unternehmen Vodafone D2 (ehem. Arcor), Deutsche Bank, Deutsche Börse, VR LEASING, Siemens, Deutsche Telekom, Ernst & Young, IBM und Randstad Deutschland,
sowie bei folgenden Behörden und Verbänden:
und zahlreichen weitere Consulting-, Marketing- und Softwareunternehmen. Das Möbelunternehmen Mann Mobilia unterhält außerdem eine große Filiale in Eschborn. Eurest ist ein 1974 gegründeter Betreiber von Betriebsrestaurants.
Der angekündigte Umzug eines Großteils der Mitarbeiter der Deutschen Börse von Frankfurt am Main in ein Übergangsgebäude im Eschborner Gewerbegebiet Süd sorgte 2008 für viel Aufsehen in der Regionalpresse. Bereits 2010 bezogen die meisten Mitarbeiter der Deutschen Börse ein neu errichtetes Gebäude in Eschborn. Der Grund für den Ortswechsel sind die finanziellen Vorteile, vor allem der deutlich geringere Gewerbesteuerhebesatz mit nur 280 %[4] gegenüber dem benachbarten Frankfurt am Main mit 460%[5]. Offizieller Firmensitz der Deutschen Börse bleibt jedoch Frankfurt am Main.
Bekannte Unternehmen mit ehemaligem Sitz in Eschborn sind u.a.: Unternehmensgruppe Georg von Opel, Arthur Andersen.
Es existieren in Eschborn zwei Print-Medien, die ausschließlich oder vorwiegend in Eschborn erscheinen. Alle zwei Wochen werden die Eschborner Nachrichten[6], jede Woche der Eschborner Stadtspiegel[7] herausgegeben. Unabhängig von diesen Verlagen existieren zwei lokale Online-Medien, die Eschborner Zeitung und das Eschborner Stadtmagazin. Ergänzt werden die vier Medien durch die regionale Presse Höchster Kreisblatt, Frankfurter Rundschau sowie Frankfurter Allgemeine Zeitung.
In Eschborn gibt es vier Schulen:
Die nächsten Autobahnanschlüsse zur A 66 und A 5 sind etwa 1,5 km entfernt, die S-Bahn-Linien S3 und S4 fahren durch Eschborn (Haltepunkte Eschborn Süd, Eschborn und Niederhöchstadt) und bieten eine Direktverbindung in die Frankfurter Innenstadt.