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Esmeralda ist ein Traditionsname für Schiffe der chilenischen Kriegsmarine und Schiffsname etlicher weiterer Schiffe.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Das Schiff (Esmeralda II) hatte einen Mischantrieb aus Besegelung und Dampfmaschine. Es nahm am Salpeterkrieg gegen Peru und Bolivien teil und wurde beim Seegefecht bei Iquique am 21. Mai 1879 von dem peruanischen Kriegsschiff Huáscar unter Admiral Miguel Grau Seminario versenkt.
Das Schiff (Esmeralda III), auch als Panzerdeckschiff bezeichnet, wurde 1882 nach Plänen von George Rendel auf der britischen Werft Armstrong gebaut. Er war das Typschiff der sogenannten Armstrong-Rendel-Kreuzer.
1894 wurde das Schiff zum Verkauf angeboten, daraufhin interessierten sich Ekuador und Japan für das Schiff. Da Japan sich im Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg befand, fiel es als Käufer für das neutrale Chile aus. Das Schiff wurde an Ekuador für 220.000 Pfund verkauft und nahe der Galapagos Inseln übergeben. Monate später tauchte jedoch ein ähnliches Schiff in der japanischen Marine auf. China protestierte gegen Chile und Ekuador.[2]
Das Schiff (Esmeralda VI) wurde als Don Juan de Austria im Auftrag der spanischen Marine auf Kiel gelegt, und sollte seine Jungfernfahrt als spanisches Segelschulschiff absolvieren. Durch einen Brandschaden auf der Werft wurde das Schiff vollständig zerstört, die Werft war somit Bankrott und die Spanische Regierung übernahm die Finanzierung des Wiederaufbaus. Schließlich wurde sie für die chilenische Marine als Esmeralda fertig gebaut und in Dienst gestellt, weil Spanien die angehäuften Schulden für Salpeterlieferungen aus Chile nicht zurückbezahlen konnte, und dafür Warenlieferungen als Kompensation vorschlug. Das Schiff ist das sechste Schiff der chilenischen Marine dieses Namens (nach einer Fregatte, einer Korvette (s.o., zwei Kreuzern, einer weiteren Fregatte). Sie unternahm zahlreiche Ausbildungsfahrten (span. "Cruceros de Instrucción"), die es zu Häfen in allen Erdteilen führte (2008: Nummer 53). Außerdem nahm die Esmeralda auch an mehreren Großseglerregatten teil.
Nach dem Militärputsch von 1973 gegen die Regierung von Salvador Allende wurde das Segelschulschiff von der Marineführung im Hafen Valparaíso als Gefängnisschiff für Regimegegner gebraucht. Später wurde das Schiff von der Pinochet-Regierung wieder in Fahrt gebracht. Auf Grund der Verwendung als Gefängnisschiff, auf dem auch gefoltert und getötet wurde, verweigerten zahlreiche Regierungen dem Schiff in der Folge das Befahren ihrer Hoheitsgewässer. Seit dem Ende der Militärdiktatur in Chile ist dieser Boykott gegen die Esmeralda beendet.
Sie ist das Schwesterschiff des spanischen Viermasttoppsegelschoners Juan Sebastián de Elcano. Im Unterschied zu diesem, der vier Großgaffelsegel führt, hat die Esmeralda seit ~1970 am Fockmast nur Rah- und Stagsegel, kein Schonergaffelsegel mehr, weswegen sie als Viermastbarkentine zu bezeichnen ist, obgleich der Fockmast mit den drei Rahtoppsegeln und dem Breitfock eher an den eines Rahschoners erinnert, der sie einmal war.