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| Ester |
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| CarbonsÀureester |
| Monoester der PhosphorsÀure |
| Monoester der SchwefelsÀure |
| SalpetersÀureester |
| Ester der Salpetrigen SĂ€ure |
| BorsÀuretriester |
Ester bilden in der Chemie eine Stoffgruppe chemischer Verbindungen, die formal oder tatsÀchlich durch die Reaktion einer SauerstoffsÀure und eines Alkohols unter Abspaltung von Wasser (eine Kondensationsreaktion) entstehen. Es gibt Ester von organischen SÀuren (z. B. CarbonsÀuren wie EssigsÀure, SulfonsÀuren) und solche von anorganischen SÀuren (z. B. PhosphorsÀure, SchwefelsÀure, BorsÀure, KohlensÀure).
Die Bezeichnung Ester wurde von dem Chemiker Leopold Gmelin im Jahre 1850 aus dem (heute veralteten) Begriff "EssigĂ€ther", einem historischen Namen fĂŒr Ethylacetat, gebildet. Ester wurden zu dieser Zeit ebenfalls als "Ăther" bezeichnet (anderes Beispiel: "SalpetersĂ€ureĂ€thylĂ€ther"). "Ăther" wiederum bedeutet (auch heute noch) etwas leicht FlĂŒchtiges (vgl. auch Ă€therische Ăle, Petrolether).
Die Darstellung von Estern wird als Veresterung oder Esterbildung bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis |
CarbonsĂ€ureester sind Ester der CarbonsĂ€uren mit der funktionellen Gruppe âCOOR. Sie setzen sich aus einem SĂ€ureteil und einem Alkoholteil zusammen.
CarbonsÀureester sind eine in der Organischen Chemie hÀufig anzutreffende Stoffgruppe.
Biologisch bedeutende Ester sind die Triglyceride (auch âGlycerol-Triesterâ, seltener veraltet âNeutralfetteâ). Sie sind fast alle schlecht wasserlöslich, obwohl sie polar sind, denn sie besitzen (bis auf wenige Ausnahmen) drei hydrophobe Alkylgruppen. Je langkettiger die Alkylgruppen sind, desto schlechter ist die Löslichkeit des Esters in Wasser.
PhosphorsÀureester sind Ester der ortho-PhosphorsÀure, die formal oder tatsÀchlich durch die Reaktion der SÀure und Alkoholen unter Abspaltung von Wasser entstehen. NukleinsÀuren sind (als Teil ihrer Struktur) Ester der PhosphorsÀure mit der Alkoholfunktion von Zuckern (z. B. Ribose oder Desoxyribose). In der Struktur unterscheidet man zwischen Monoester, Diester und Triester der ortho-PhosphorsÀure. Unter den Estern der PhosphorsÀure und ihren Derivaten sind Verbindungen als potente Insektengifte bekannt (z. B. E605). Unter den Derivaten finden sich auch hochtoxische Verbindungen, wie beispielsweise die chemischen Kampfstoffe Sarin, Tabun und Soman.
SchwefelsĂ€ureester oder Alkylsulfate sind Ester der SchwefelsĂ€ure. Sie sind in der Natur breit vertreten. (Beispiele: Carrageen, Heparin oder die so genannten Sulfatide als Bestandteile der Hirnsubstanz). Salze von langkettigen MonoalkylschwefelsĂ€ureestern, hĂ€ufig bezeichnet als Fettalkoholsulfate, finden Verwendung in kosmetischen Produkten als anionische Tenside (Beispiel: Natriumlaurylsulfat). Dimethylsulfat und Diethylsulfat werden als kraftvolle Reagenzien in der Chemie verwendet, um Methyl- oder Ethylgruppen auf andere MolekĂŒle zu ĂŒbertragen, sind aber giftig und karzinogen.
Es gibt sogar Ester von SĂ€uren, die als freie SĂ€uren instabil sind und nur als Derivate existieren können (z. B. OrthokohlensĂ€ureester). Auf der anderen Seite kommt es auch vor, dass die Alkoholkomponente eines Esters als freie Verbindung nicht existiert, da sie sich umlagern wĂŒrde, und nur durch die Esterverbindung mit einer SĂ€ure stabilisiert wird (z. B. Vinylacetat).
Im folgenden sind nur beispielhafte FĂ€lle genannt, da die Estergruppe in einer Vielzahl von MolekĂŒlen vorkommt.