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Nach der KronenhĂśhe werden bei Säugetieren nieder- bis hochkronige Zähne unterschieden. Zähne mit hoher Krone werden weiter in solche mit sich spät schlieĂender Wurzel und wurzellose Zähne mit sich gar nicht schlieĂender Wurzel und unbegrenztem Wachstum unterteilt. Die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Formen sind dabei flieĂend.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Niederkronige oder brachy(o)donte Zähne (von altgriechisch βĎÎąĎĎĎ brachĂ˝s âkurzâ und á˝Î´ĎνĎÎżĎ odĂłntos âZähneâ) haben gut entwickelte Wurzeln, die sich bei kurzfristigem Wachstum der Zähne frĂźhzeitig ausbilden.[2] Ihre Krone liegt vollständig auĂerhalb des Zahnfachs und ist gegenĂźber den Wurzeln niedrig.[1] Die meisten Säugetierzähne sind niederkronig.[3]
Hochkronige, hypsodonte oder hypselodonte Zähne (von altgriechisch á˝ĎÎżĎ hĂ˝psos âHĂśheâ oder á˝ĎÎˇÎťÎżĎ hypselos âhochâ und á˝Î´ĎνĎÎżĎ odĂłntos âZähneâ) haben Wurzeln, die sich spät oder gar nicht schlieĂen, so dass die Zähne entsprechend lange wachsen.[2] Die begriffliche Trennung zwischen hypsodont und hypselodont wird unterschiedlich und gegensätzlich gehandhabt, so dass Ălvaro Mones (1982) stattdessen die Verwendung der unmissverständlichen Begriffe protohypsodont und euhypsodont empfiehlt.[4]
Als Anpassung an kieselsäurehaltige Nahrung wie Gräser[2] haben sich hochkronige Backenzähne vielfach unabhängig voneinander bei kÜrner- und pflanzenfressenden Säugetieren entwickelt. Sie halten dem erhÜhten Abrieb beim Kauen länger stand als niederkronige Zähne.[5] Hochkronige Zähne sind bei der Anlage vollständig von Zement umhßllt. Durch die unterschiedlich starke Abnutzung von Zement, Dentin und Zahnschmelz werden auf der Krone freigelegt, zwischen denen Zementstreifen (Karies und Zahnstein) stehen bleiben. Die HÜcker und Leisten wachsen stark in die HÜhe und es kann sich ein kompliziertes Leisten- und Schlingenmuster mit scharfen Schmelzkanten bilden.[2][6]
Im Hintergebiss benÜtigen die Zahnfächer hochkroniger Zähne viel Platz und es kommt zu einer Umgestaltung des Schädels. So wird bei Paarhufern und Unpaarhufern die AugenhÜhle nach hinten verlagert[7] und bei Nagetieren geht der Platzbedarf meist auf Kosten der hinteren Nasenkapsel sowie der AugenhÜhle.[8]
Protohypsodonte Zähne (von altgriechisch ĎĎáżśĎÎżĎ prĂ´tos âersterâ, á˝ĎÎżĎ hĂ˝psos âHĂśheâ und á˝Î´ĎνĎÎżĎ odĂłntos âZähneâ) haben ein begrenztes Wachstum und ihre Wurzeln schlieĂen sich spät.[2]
Wurzellose oder euhypsodonte Zähne (von altgriechisch Îľá˝ eu âgutâ, á˝ĎÎżĎ hĂ˝psos âHĂśheâ und á˝Î´ĎνĎÎżĎ odĂłntos âZähneâ) haben ein unbegrenztes Wachstum und ihre Wurzeln schlieĂen sich gar nicht.[2]
Wurzellose Backenzähne finden sich bei Hasenartigen, vielen Nagetieren, Pferden, vielen Paarhufern, RĂźsseltieren und einigen Schliefern.[6][9] Daneben kĂśnnen auch Schneide- und Eckzähne wie die Nagezähne der Nagetiere und Hasenartigen, die StoĂzähne der Elefanten und entsprechende Zähne bei Schweinen, Flusspferden und Walrossen als wurzellose Zähne ausgebildet sein.[10]
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