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Euronews

Euronews
Senderlogo
Euronews-pure.svg
Allgemeine Informationen
Empfang: Kabel, Satellit, DVB-T (Berlin), Internet und Livestation
LĂ€nder: Europaische UnionEuropĂ€ische Union EuropĂ€ische Union
EigentĂŒmer: Verschiedene Sender der EuropĂ€ische Rundfunkunion
GeschĂ€ftsfĂŒhrer: Philippe Cayla
Sendebeginn: 1. Januar 1993
Rechtsform: Aktiengesellschaft
Programmtyp: Spartenprogramm (Information)
Website: de.euronews.net
Liste von Fernsehsendern
Vorstand von euronews auf einer Pressekonferenz 2011: v. l. n. r.: Lucian SĂąrb (Leiter der Redaktion und Programmdirektor seit 2009), Philippe Cayla (PrĂ€sident und Vorsitzender des Vorstandes seit 2003) und Michael Peters (GeschĂ€ftsfĂŒhrer und Vorstandsmitglied seit 2005)
Philippe Cayla, PrÀsident von euronews

Euronews (eigene Schreibweise: euronews) ist ein paneuropÀischer Fernsehsender mit Sitz in Lyon, der seit 1. Januar 1993 mit Schwerpunkt Nachrichten sendet.

Inhaltsverzeichnis

Programmaufbau

Zu jeder vollen und halben Stunde werden Nachrichten (news) ausgestrahlt, gefolgt von Sport- oder Wirtschaftsmeldungen (sport bzw. business). Darauf folgen diverse Magazinformate, wie beispielsweise:

  • Europa (Feststehende Ereignisse in Europa mit Ausblick)
  • Questions for Europe (Antworten auf aktuell hĂ€ufig gestellte Fragen, die mit der EU zusammenhĂ€ngen; ehemals f.a.q.)
  • Science (Wissenschaft)
  • Futuris (Forschung)
  • Hi-Tech (Technologie)
  • Reporter (Berichte)
  • Le Mag (Kultur)
    • fashion (Mode)
    • cinema (Kino)
    • photography (Fotografie)
    • exhibition (Ausstellungen)
    • arts (Kunst)
    • opera (Oper)
    • music (Musik)
  • Cinema (Kinofilme)
  • Interview (ein auf französisch gefĂŒhrtes und in die jeweilige Landessprache ĂŒbersetztes Interview mit einem bekannten Gast)
  • space (Raumfahrt, in Zusammenarbeit mit der esa)
  • perspective (Berichterstattung diverser europĂ€ischer Fernsehsender ĂŒber ein bestimmtes Ereignis)
  • you (Umfrage)
  • zoom (Reportage)
  • business agenda (Ausblick auf Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten in der kommenden Woche)
  • Rolex Minute (Golf, gesponsert von Rolex)
  • parlamento (Politik)
  • rendez-vous (Kulturtermine)
  • europeans (EuropĂ€er und in Leben in europĂ€ischen LĂ€ndern)
  • iTalk (Politik)

Wohl das bekannteste Format von Euronews ist No Comment (ohne Kommentar), das aktuelle Bilder aus aller Welt gĂ€nzlich ohne Kommentare prĂ€sentiert und dem Zuschauer somit ermöglicht, allein durch die Kraft der Bilder sein Urteil zu bilden. Dieses Format wird als No Comment Live bezeichnet, wenn es live gesendet wird. No Comment ist auch als Podcast verfĂŒgbar.

ErgĂ€nzt wird das Programm durch Börsenkurse (markets) und das Weltwetter kurz vor der halben und das Europawetter (meteo europe) vor der vollen Stunde. Außerdem gibt es das Format meteo international airport (nicht zu verwechseln mit meteo world), das das Wetter an internationalen FlughĂ€fen zeigt. Bei wichtigen Ereignissen wird das Programmschema kurzzeitig ausgesetzt (Breaking News).

Außerdem ĂŒbertrĂ€gt Euronews die Schließung der Wall Street ohne Kommentar, aber mit eingeblendeten Aktienindizes live um 21:59 (15:59 Ortszeit) (wall street live).

Empfang

Der Sender strahlt sein Programm gleichzeitig auf Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Russisch, Arabisch, TĂŒrkisch, Persisch und Ukrainisch aus und ist nach eigenen Angaben in rund 350 Millionen Haushalten in 155 LĂ€ndern zu empfangen. Außerdem gibt es ein Programmfenster bei dem rumĂ€nischen Sender TVR in RumĂ€nisch. Nach Aussagen der Senderleitung soll in den nĂ€chsten Jahren die Sprachenvielfalt auf 16 Sprachen erweitert werden.[1]

Euronews unterhĂ€lt BĂŒros in BrĂŒssel, Kairo, Doho, London, Paris, Kiew, Istanbul, Dubai, Washington und Peking (ab Ende 2011). Als neue BĂŒros sollten 2012 das deutsche in Berlin eröffnet werden sowie weitere in Madrid, Moskau und Shanghai.

Der Sender strahlt sein Programm ĂŒber Antenne, Kabel, Satellit und Internet via Livestream sowie ĂŒber die Plattform Livestation aus. Daneben strahlen noch 25 Sender aus 17 LĂ€ndern nationale Sendefenster von Euronews aus, wodurch sich die Zahl der Zuschauer deutlich erhöht.[2]

Beteiligungen

An Euronews sind folgende Sender, die zur EuropÀischen Rundfunkunion gehören, jedoch nicht ARD, ZDF oder ORF, beteiligt[3]:

Euronews versucht, auch Deutschland fĂŒr eine Beteiligung zu gewinnen. Dies war bisher vor allem an der komplizierten Rechtslage gescheitert. In Deutschland ist der Rundfunk in der Verantwortung der BundeslĂ€nder, so dass die LĂ€nderregierungen von einem Einstieg ĂŒberzeugt werden mĂŒssen. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung wirbt hierfĂŒr und ist zuversichtlich, dass sich ĂŒber kurz oder lang auch Deutschland an EuroNews beteiligen wird.

NeutralitÀt in der Kritik

Der Sender gibt seine Berichterstattung in politischen, religiösen oder nationalen Themen als neutral an. Es gebe demnach keine persönlichen Meinungen von Moderatoren und keine sichtbaren Nachrichtensprecher. Ein regelmĂ€ĂŸiger Programmpunkt ist selbsterklĂ€rendes Bildmaterial ohne Begleitkommentar, das unter dem Titel „No Comment“ ausgestrahlt wird.

Ein Vertrag zwischen EuropĂ€ischer Kommission und EuroNews sieht die Ausstrahlung EU-relevanter BeitrĂ€ge in den Mitgliedstaaten und Beitrittskandidaten der EU sowie in einigen DrittlĂ€ndern vor. Im Gegenzug wird Euronews mit jĂ€hrlich 15 Mio. Euro von der EuropĂ€ischen Union unterstĂŒtzt.[4] Aus diesem Grund ist der Sender einer gewissen Kritik ausgesetzt, nicht neutral zu senden, sondern die EU in ein positives Licht zu rĂŒcken und BeitrĂ€ge im Sinne der EU zu senden. Seit 2011 werden außerdem im Rahmen der Sendung iTalk politische FĂŒhrer aus der EU vorgestellt und ausgesuchten Fragen der Zuschauer gegenĂŒber gestellt.

Ein weiterer Grund fĂŒr Kritik ist, dass es sich bei Euronews um eine Aktiengesellschaft und nicht um eine Anstalt des öffentlichen Rechts handelt. Daher wurden schon Bedenken laut, Euronews könnte sich im Zweifel kommerziellen Interessen und nicht der journalistischen QualitĂ€t verpflichtet sehen. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung weist dies zurĂŒck, mit dem Hinweis darauf, dass alle Gesellschafter öffentliche Rundfunkanstalten seien.

Sonstiges

Am 4. Juni 2008 wurde Euronews komplett neu gestartet. Über die Details zum Neustart hielt sich der Sender bis zuletzt bedeckt. Allerdings wurde von einschlĂ€gigen Mediendiensten schon im Vorfeld außer einem neuen Logo auch die Umstellung auf das 16:9-Breitbild-Format erwartet; Letzteres erfolgte offenbar provisorisch durch eingeblendete Balken am oberen und unteren Rand des Bildschirms. Seit dem 11. Januar 2011 sendet man im korrekten 16:9-Breitbild-Format, mit der Umstellung bekam der Sender auch einen neuen On-Air-Auftritt.

Seit 2011 wird erstmals eine moderierte Sendung unter dem Namen iTalk gesendet. Es handelt sich dabei um ein interaktives Format, das Zuschauern die Möglichkeit gibt Fragen zu Europa zu stellen. Die fĂŒnf besten Fragen werden ausgesucht und von GĂ€sten aus der EuropĂ€ischen Regierung beantwortet. Die Sendung wird in einem Studio, das sich im EuropĂ€ischen Parlament befindet, aufgezeichnet und von Alex Taylor moderiert.

Euronews nutzt in erster Linie Agenturmeldungen der Firma dapd Nachrichtenagentur.

Einzelnachweise

  1. ↑ FTD: Wie Euronews den Durchbruch plant vom 2. November 2007.
  2. ↑ http://www.euronews.net/feedback/ge/3Distrib.pdf
  3. ↑ http://www.euronews.net/feedback/en/EuroNews_2006_MP_en.pdf
  4. ↑ http://ec.europa.eu/avservices/about/euronews_en.cfm

Weblinks

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