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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Euskirchen | |
| Höhe: | 160 m ü. NN | |
| Fläche: | 139,5 km² | |
| Einwohner: |
55.620 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 399 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 53879 (Innenstadt), 53881 (Ortsteile) | |
| Vorwahlen: | 02251, 02255 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EU | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 66 016 | |
| LOCODE: | DE EUS | |
| NUTS: | DEA28 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Kölner Straße 75 53879 Euskirchen | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Uwe Friedl (CDU) | |
| Lage der Stadt Euskirchen im Kreis Euskirchen | ||
Euskirchen ist die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im südlichen Rheinland, Nordrhein-Westfalen (Deutschland).
Euskirchen erhielt die Stadtrechte im Jahr 1302 und wurde im Jahr 1827 Kreisstadt des gleichnamigen Kreises. Mit ihren über 55.000 Einwohnern ist sie Sitz zahlreicher zentraler Einrichtungen, die einer Mittelstadt gerecht werden, und damit Zentrum einer eigenen Region mit einem Versorgungsbereich von weit über 190.000[2] Menschen.
Teile der alten Stadtmauer sowie drei der Türme, die früher zur Stadtbefestigung gehörten, stehen neben moderner Architektur. Innerhalb des mittelalterlichen Stadtmauerrings erstreckt sich die Fußgängerzone. Muttersprache der original Euskirchener war und ist auch heute noch das Eifeler Plattdeutsch, welches einen anderen Charakter besitzt als das Kölner Plattdeutsch.
Inhaltsverzeichnis |
Euskirchen liegt in der Zülpicher Börde am Nordrand der Eifel, rund 25 km von Bonn und 35 km von Köln entfernt. Mitten durch das Stadtzentrum fließt der teilweise überdachte Veybach. Durch das gesamte Stadtgebiet und am Stadtrand von Euskirchen entlang fließt die Erft.
Das Stadtgebiet erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über 15 km, in Ost-West-Richtung über 14 km. Die Gesamtfläche beträgt 139,63 km² und die Stadtgrenze ist 85 km lang. Euskirchen liegt 50° 40′ 0" nördlicher Breite und 6° 46′ 60" östlicher Länge. Der niedrigste Punkt liegt 137 m ü. NN am nördlichen Rand des Stadtgebietes in der Erftniederung, der höchste Punkt 412 m ü. NN im Flamersheimer Wald, südöstlich der Steinbachtalsperre.
Neben den nachfolgenden, nach Flusslauf und Nebenflüssen geordneten Flüssen und Bächen kommen zahlreiche weitere Bachläufe, vor allem im südlichen Bereich des Stadtgebiets, im Münstereifeler Wald, auf dessen Höhenzügen sich die Wasserscheide zwischen Erft und Ahr befindet.
In Euskirchen existieren keine natürlichen Seen, sondern lediglich einige Weiher und künstlich angelegte Teiche. Die Steinbachtalsperre und die Madbachtalsperre auf dem Stadtgebiet wurden in den 1930er Jahren zur Brauchwasserversorgung der Euskirchener Tuchindustrie gebaut und befinden sich, nur wenige Kilometer voneinander entfernt, im Süden der Stadt, nahe Kirchheim.
| Landwirtschaft: | 75,0 km² | |
| Wald: | 35,8 km² | |
| Gebäude- und Freifläche: | 15,5 km² | |
| Verkehrsfläche: | 9,3 km² | |
| Erholungsfläche: | 1,3 km² | |
| Wasser: | 1,2 km² | |
| Betriebsfläche: | 0,6 km² | |
| Sonstiges: | 0,5 km² |
Die Stadt Euskirchen umfasst neben der Kernstadt mit den Stadtvierteln Altstadt, Ost-, West-, Nord- und Südstadt 22 weitere statistische Stadtteile. Gemeinsam mit Disternich und Rüdesheim wurde Kessenich bei Verleihung der Stadtrechte 1302 eingemeindet. Am 1. Juli 1969 folgten die ehemaligen Gemeinden Billig, Dom-Esch, Elsig, Euenheim, Flamersheim, Frauenberg, Großbüllesheim, Kirchheim, Kleinbüllesheim, Kreuzweingarten-Rheder, Kuchenheim, Niederkastenholz, Palmersheim, Roitzheim, Schweinheim, Stotzheim, Weidesheim, Wißkirchen und Wüschheim.[3]
Im Norden, Westen und Süden grenzt Euskirchen an Städte und Gemeinden des Kreises Euskirchen, im Osten liegt der Rhein-Sieg-Kreis. Nur wenige hundert Meter von der Grenze zwischen Euskirchen, Bad Münstereifel und Rheinbach, ganz im Südosten des Stadtgebiets, verläuft die Grenze zur Verbandsgemeinde Altenahr im Kreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz), zu der aber kein gemeinsamer Grenzverlauf existiert. Wenige Kilometer nördlich von Oberwichterich grenzt außerdem die Stadt Erftstadt an das Gebiet von Zülpich.
Nördlich der Stadtteile Großbüllesheim und Wüschheim liegt die Gemeinde Weilerswist. Im Westen verläuft die Grenze zur Stadt Zülpich entlang der A 1, mit Ausnahme der Stadtteile Oberwichterich und Frauenberg, die westlich der Autobahn liegen. Im Südwesten, westlich von Wisskirchen schließt sich die Stadt Mechernich an, deren Grenze südlich des Billiger Walds bis nach Kreuzweingarten verläuft. Südlich davon beginnt die Grenze zur Stadt Bad Münstereifel, die durch den Münstereifeler Wald um die Steinbachtalsperre herum bis zum Ort Berg in der Verbandsgemeinde Altenahr führt. Dort beginnt das Gebiet der Stadt Rheinbach im Rhein-Sieg-Kreis, die sich im Osten bis auf die Höhe von Palmersheim erstreckt. Dort grenzt dann nordöstlich die Gemeinde Swisttal, ebenfalls Rhein-Sieg-Kreis, an das Stadtgebiet und reicht bis östlich von Großbüllesheim.
| Weilerswist | Swisttal | |
| Zülpich | |
Rheinbach |
| Mechernich | Bad Münstereifel |
Funde von Werkzeugen belegen die Existenz von Menschen etwa 3000 bis 2000 v. Chr. auf dem heutigen Stadtgebiet. Keltische Siedlungen sind um 800 bis 500 v. Chr. nachgewiesen. 400 v. Chr. besiedelten Franken das Gebiet, was durch zahlreiche Funde, unter anderem drei Friedhöfe, nachgewiesen ist. In der Römerzeit um 38 v. Chr. besiedelten Eburonen und Ubier das Flussgebiet der Erft und legten ein Straßennetz an. In Billig (Belgica victus) entstand ein Straßenknotenpunkt und Handelsmittelpunkt.
Von 500 bis 800 n. Chr. befand sich in Nähe des heutigen Annaturmplatzes eine fränkische Hofsiedling. 870 wurde der Name Euskirchen erstmals überliefert. Damals sprach man unter anderem von Auelskirchen, Auskirchen, eben der „Kirche auf der Aue“, womit wohl die heute noch existierende Martinskirche im Herzen der Kreisstadt gemeint war, die auf einer Aue stand. Die Siedlungen Disternich, Rüdesheim und Kessenich schließen sich Euskirchen an. Um 1151 wurde die Martinskirche erweitert und die Hofeskirche St. Georg entsteht. Um 1270 wurde ein Wall und Gräben angelegt, der Ort wurde nach Osten und Südosten zum Mühlbach hin durch Müller und Gerber erweitert. 1280–1300 wurde das Viertel um die Martinskirche ausgebaut.
Euskirchen bekam am 1. August 1302 die Stadtrechte verliehen durch Walram VIII. (1277–1302) von Monschau-Falkenburg. Die Stadt Euskirchen war im Mittelalter ab 1325 von einer 1450 Meter langen Stadtmauer mit sieben Wehrtürmen und drei Stadttoren umgeben (siehe Altstadt).
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts fuhr eine Schmalspurbahn, die Euskirchener Kreisbahn, im Volksmund „Flutsch“ genannt, von Erftstadt-Liblar in Richtung Euskirchen. Noch heute erinnert die Kneipe „In de Flutsch“ an die stillgelegte Bahnstrecke.
Nach Änderung der nordrhein-westfälischen Gemeindeordnung ist seit 1999 der Bürgermeister nicht nur Repräsentant der Stadt, sondern zugleich auch Chef der Verwaltung (vormals: Stadtdirektor). Außerdem wird der Bürgermeister seitdem unmittelbar von der Bevölkerung in einer Direktwahl gewählt. Der derzeitige Bürgermeister Dr. Uwe Friedl wurde 1999, 2004 und 2009 jeweils mit absoluter Mehrheit zum Bürgermeister gewählt.
Im August 2009 wurde der Stadtrat neu gewählt. In der aktuellen Legislaturperiode stellt die CDU mit 22 Sitzen die meisten der insgesamt 50 Stadtverordneten. Die SPD kommt auf 11 Sitze, die FDP stellt 7 Stadtratsmitglieder, Bündnis 90/Die Grünen 6 und die Unabhängige Wählervereinigung 3. Außerdem gehört noch eine parteilose Stadtverordnete dem Rat an.
Blasonierung: „In Rot ein goldenes schwebendes Stadttor (Burg) mit halbgezogenem Fallgatter und zwei Zinnenaufsatztürmen, beseitet von zwei Schildchen, vorne in Silber ein linksgewendeter doppelschwänziger goldbekrönter roter Löwe, hinten in Gold ein schwarzer Löwe.“ Wappenerklärung: Der zweischwänzige rote Löwe mit goldener Krone in silbernem Feld ist das Wappen der Herzöge von Limburg und der Edelherren von Heinsberg-Falkenburg, der schwarze Löwe in goldenem Feld das Wappen der Herzöge von Jülich. Bis zum 650-jährigen Stadtjubiläum 1952 befanden sich rechts und links des (wachsenden) Stadttors mit Flankentürmen zwei zugewandte goldene Löwen, das Tor haltend[4].
Von 1974 bis 2002 wurde ein Logo verwendet, das den Schriftzug „Stadt Euskirchen“ in moderner Schriftart beinhaltete, sowie ein vierblättriges Kleeblatt, das aus dem Anfangsbuchstaben 'E' zusammengesetzt war. Später wurde das Logo auch ohne den Schriftzug „Stadt“ verwendet und bekam als Untertitel „Stadt zwischen Rhein und Erft“.
2002 wurde ein neues Logo eingeführt. Die Anfangsbuchstaben 'Eu' bilden darin ein Gesicht und unter dem Schriftzug „euskirchen“ ist der Slogan „stadt mit gesicht“ verewigt.
Euskirchen ist traditionell katholisch geprägt. In einem Visitationsbericht von 1698 heißt es: „In Euskirchen keine Andersgläubigen, alle katholisch.“ Vor- und nachher waren aber immer andere Konfessionen vertreten, hauptsächlich Protestanten und Juden. Der erste jüdische Friedhof wurde 1467 angelegt.
Die Kirchen gehören zum Dekanat Euskirchen im Erzbistum Köln und bilden drei Seelsorgebereiche.[7]
Seelsorgebereich St. Martin:
Seelsorgebereich Erftmühlenbach:
Seelsorgebereich Bleibach / Hardt:
→ Jüdischer Friedhof (Euskirchen, Alter Friedhof) → Jüdischer Friedhof (Euskirchen, Kölner Straße) → Jüdischer Friedhof Frauenberger Straße (Euskirchen)
Die Sankt-Martin-Kirche an der Kirchstraße ist schon im 7. Jahrhundert errichtet worden. Die neugotische Herz-Jesu-Kirche stammt hingegen aus dem 20. Jahrhundert.
Sehenswert ist der historische Alter Markt im Stadtzentrum, der heute Teil der Fußgängerzone ist. Bis 1973 stand hier noch das Hotel Joisten, das einem modernen Büro- und Geschäftshaus mit Ladenlokalen und Einkaufspassage weichen musste.
Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung inklusive einiger Stadttürme sind erhalten geblieben. Auf dem Stadtgebiet befinden sich insgesamt zwölf Burgen, die auf der 45 Kilometer langen Euskirchener Burgenrunde besichtigt werden können.
Die „Burg Palmersheim“ war nie eine Burg, sondern ein befestigter Gutshof.
In der Annaturmstraße wurde im Jahr 1816 eine Synagoge errichtet, die bei einem Stadtbrand am 19. Mai 1886 zunächst abbrannte, aber sofort wieder aufgebaut wurde. Bei der „Reichspogromnacht“ am 9. November 1938 wurde sie dann abgebrannt. Seit 1981 steht dort ein Gedenkstein, der als Mahnung an das Pogrom fungiert.
siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Euskirchen
In den 1990er Jahren entstand zwischen Basingstoker Ring und Georgstraße entlang des Veybachs die Anlage Auelsburg mit einer großen Spielanlage sowie einem Skatepark. Dieser Skatepark wird von den ortsansässigen Jugendlichen auch die Pipe genannt.
Entlang der Stadtmauer mit dem Fresenturm befindet sich mitten in der Innenstadt die Grünanlage Disternicher Torwall.
Bereits 1896 entstanden beidseitig der Erft die Erftanlagen zwischen Kölner Straße und Erftstraße, die 1907 bis nach Kessenich verlängert wurden. In den 1970er Jahren wurde die Grünanlage entlang des Veybachs bis zur Gansweide hin erweitert. Die Erftanlagen sind heute die ausgedehnteste Grünanlage der Stadt. Sie beinhalteten bis 2006 bzw. 2007 ein Hallen- und Freibad, das inzwischen ersatzlos abgerissen wurde. Seit 1975 fand in den Erftanlagen die Rheinische Woche statt. Heute dient die Anlage sowohl als Freizeitpark als auch als Messepark.
Ende der 1920er Jahre entstand in der Südstadt nahe vom ehemaligen Disternich der Schillerpark. Mit seinem kleinen See und den Mitbachanlagen ist der Park bis heute ein idyllisches Kleinod nahe der Innenstadt.
Am Kreisverkehr Wilhelmstraße/Alleestraße zwischen Bahndamm und der ehemaligen Tuchfabrik Schiffmann liegt der Stadt- oder Ruhrpark. Mit seinem Bestand an großen Bäumen, einem zentralen Brunnen und seiner Innenstadtlage lädt der Park zum Verweilen ein.
Der Stadtwald wurde 1900 als Parkanlage mit Wegen und Bänken umgebaut und erhielt 1905 zum 100. Jahrestag des Todes von Friedrich Schiller ein zentrales Rondell mit dem nach dem Dichter benannten „Schillerstein“. 1907 wurde das heutige Stadtwaldrestaurant eröffnet. Der Stadtwald, gelegen am südlichen Rand der Südstadt, unmittelbar am Marienhospital, ist auch über 100 Jahre später noch ein beliebter Anlaufpunkt, insbesondere für sportliche Aktivitäten. Er bietet eine Tennisanlage, einen Trimm-Dich-Pfad und wird allgemein gerne von Joggern und Spaziergängern genutzt.
Euskirchen ist eine Hochburg des rheinischen Karnevals. Jährlich findet ein großer Rosenmontagszug statt.
Die vier großen Karnevalsgesellschaften wechseln sich jährlich mit dem Prinzen ab, der vom Festausschuß Euskirchener Karneval e. V. (FEuKa) gewählt wird. Anlässlich des Millenniums gab es 2000 ein Dreigestirn. Der Küfer (Kinderprinz) wird ebenfalls im Wechsel der vier vaterstädtischen Karnevalsgesellschaften gestellt. Prinz und Küfer werden vom Bürgermeister proklamiert.
Die vier großen traditionellen Karnevalsgesellschaften in Euskirchen sind:
Außerdem gibt es in Euskirchen zwei Karnevalistische Interessengemeinschaften:
Im Süden des Stadtgebietes beim Ortsteil Kirchheim liegt die Steinbachtalsperre, die auch einen Teil zum öffentlichen Schwimmen nutzbar macht (Waldschwimmbad). In Gebiet der Kernstadt Euskirchen gibt es kein öffentliches Schwimmbad mehr. Das am Keltenring gelegene Hallenbad wurde geschlossen und 2008 abgerissen.[8].
Das unterhalb des Hallenbades gelegene Freibad war erst vor wenigen Jahren modernisiert worden. Dennoch hat die Stadt Euskirchen beschlossen, im Zuge der Schließung des Hallenbades auch das Freibad stillzulegen.
Entlang der Erft und des Erft-Mühlenbaches existiert ein Mühlenwanderweg. Hier kann man sehen, wie bedeutsam das kleine Gewässer früher für die Industrie war.
Die Stadt Euskirchen ist an eine Reihe von Radwanderwegen angeschlossen:
Euskirchen verfügt über eine vielfältige und ausgewogene Wirtschaftsstruktur. Dadurch bietet die Stadt viele Arbeitsplätze auch für ein weites Einzugsgebiet. Euskirchen ist eine ländliche Stadt mit großen weiten Feldern, die der Ackerbebauung dienen und somit Nutzland sind für die vielen Landwirte aus Euskirchen und Umgebung. Es werden vor allem Zuckerrüben angebaut. Euskirchen ist bereits seit 1879 Sitz einer Zuckerfabrik. Als weiterer wichtiger Industriezweig galt bis vor wenigen Jahrzehnten die Tuchherstellung, die sich aber auf Grund der Konkurrenz von internationalen Großunternehmen nicht halten konnte.
Die beiden größten Industrie- und Gewerbegebiete in Euskirchen mit 21.000 Arbeitsplätzen sind:
Im IPAS, in den Ortsteilen Wüschheim/Großbüllesheim, hat der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble eine Produktionsstätte sowie ein Lager.
Im EURO-Park haben die deutsche Nestlé Purina PetCare (Tiernahrung) sowie der T-Versand der Deutschen Telekom ihren Hauptsitz, die Zuckerfabrik Pfeifer & Langen liegt im EURO-Park und dort wurde die Baustoffkette Mobau (Moderner Baubedarf) gegründet, die heute in Eurobaustoff (Eurobaustoff) aufgegangen ist.
Direkt neben dem Industriepark IPAS befindet sich die „PrimeSite Rhine Region“, eine Ansiedlungsfläche exklusiv für Großinvestoren.[9] Mit einer Gesamtfläche von 205 Hektar, was in etwa der Fläche von 300 Fußballfeldern entspricht, ist die „PrimeSite Rhine Region“ bislang die erste unbebaute und verfügbare Industrie- und Gewerbefläche dieser Größe in Nordrhein-Westfalen.[10] Sie befindet sich zu etwa 85 % (177 ha) auf dem Gebiet der Stadt Euskirchen und zu rund 15 % (28 ha) im Gemeindegebiet Weilerswist. Die bereits gut erschlossene Großfläche wird bis 2019 für flächenintensive Großprojekte ab 80 Hektar Bedarf reserviert.[11] Sie wird von der landeseigenen Ansiedlungsgesellschaft NRW.INVEST international vermarktet.[12]
Geldinstitut siehe Kreissparkasse Euskirchen.
| Wirtschaftsbereiche | |
|---|---|
| Land- und Forstwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei | 0,7 % |
| Bauwesen | 7,9 % |
| Verarbeitendes Gewerbe | 23,3 % |
| Handel, Gastgewerbe und Verkehrswesen | 27,4 % |
| Sonstige Dienstleistungen | 40,7 % |
Der Einzelhandel in Euskirchen konzentriert sich auf die Innenstadt mit der 1974 entstandenen Fußgängerzone und das Gewerbegebiet EURO-Park am Stadtrand. Es existiert eine große Auswahl an Waren- und Kaufhäusern sowie spezialisierten Einzelhandelsgeschäften. Die Hauptbereiche der Fußgängerzone erstrecken sich von der Veybachstraße über die Bahnhof- und Neustraße bis zum Alter Markt und auf der Berliner Straße. Vier Parkhäuser und zahlreiche Parkplätze sowie der nahe gelegene Bahnhof und eine gute Anbindung an den Öffentlicher Personennahverkehr bieten eine umfassende Infrastruktur.
Der Bahnhof Euskirchen ist ein Bahnknotenpunkt an der bis Gerolstein weitgehend zweigleisigen und im weiteren Verlauf bis Ehrang eingleisigen Eifelbahn Köln–Euskirchen–Gerolstein–Trier (KBS 474), von der in Euskirchen die Voreifelbahn (KBS 475) nach Bonn und die Erfttalbahn (KBS 475) nach Bad Münstereifel abzweigen. Auf der hier ebenfalls abzweigenden Bördebahn nach Düren findet vor allem Güterverkehr, an Sonn- und Feiertagen zeitweise auch wieder Personenverkehr statt.
Fünf weitere Bahnhöfe und Haltepunkte liegen im Stadtgebiet: Zuckerfabrik (Bedarfshalt), Kuchenheim, Stotzheim, Kreuzweingarten und Großbüllesheim.
Im Schienenpersonennahverkehr verkehren die Regional-Express-Linien RE12 Köln–Euskirchen–Gerolstein–Trier (Eifel-Mosel-Express) im täglichen Zweistundentakt, sowie die Linie RE22 Köln–Euskirchen–Gerolstein (Eifel-Express, mit Durchbindung nach Trier als RB 83) im täglichen Zweistundentakt mit Verdichtungen im Berufsverkehr. Die Regionalbahn-Linie RB 24 (Eifel-Bahn) stellt zudem eine Verbindung auf der Relation Köln–Euskirchen–Kall/Gerolstein im täglichen Stundentakt zwischen Köln und Kall her. Ferner besteht mit der RB 23 (Voreifel-Bahn) eine Verbindung nach Bonn und Bad Münstereifel im täglichen Stundentakt, welcher nach Bonn an Werktagen auf einen Halbstundentakt verdichtet wird.
Das Netz der Stadtverkehr Euskirchen GmbH besteht aus 11 Linien 860, 869 und 870 – 878, auf denen 2006 über 4,8 Millionen Fahrgäste befördert wurden[13]. Die Buslinien decken nahezu das gesamte Stadtgebiet ab und verkehren während der HVZ alle 20 Minuten, zu den sonstigen Zeiten im 30-Minuten-Takt. Samstags und Sonntags wird ein Stundentakt angeboten. Als Besonderheit wird während der Sommerzeit das Ausflugsgebiet Steinbachtalsperre durch die Linie 870 angefahren. Hier sind auch Tickets in Kombination mit einer Eintrittskarte zum Waldfreibad gültig. In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag sowie vor Wochenfeiertagen wird ein Nachtverkehr im Stundentakt angeboten.
Darüber hinaus existieren sechs innerstädtische Schulbuslinien. Zahlreiche Linien der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) ermöglichen die Verbindung zu außerstädtischen Zielen.
Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
Durch Euskirchen verläuft die A 1 (Heiligenhafen-Saarbrücken), die nördlich über das Kreuz Bliesheim zur A 61 (Kaldenkirchen-Hockenheim) führt. Nach Bonn ist Euskirchen über die B 56 angeschlossen, die in westlicher Richtung nach Düren führt und zwischen Euskirchen und Zülpich als B 56n einen Teil der geplanten Autobahn A 56 darstellt. Die B 51, die heute teilweise auf der A 1 verläuft, verbindet Euskirchen nach Köln und in die Eifel. Die B 266 von Simmerath in der Eifel nach Linz am Rhein führt ebenfalls durch Euskirchen.
Den Stadtkern Euskirchen umschließt eine Ringstraße, die bereits 1904 geplant und erst im Jahre 2003 vollständig geschlossen wurde und einen erheblichen Teil des Stadtverkehrs aufnimmt. Vierspurige Straßen führen zur B 56 nach Bonn, zur B 51 nach Köln und Bad Münstereifel sowie zur A 1. In Bau bzw. Planung befinden sich nördliche und südliche Umgehungsstraßen von der B 56/B 266 westlich von Kuchenheim zur B 56n/A 1 und zur B 266 in Euenheim.
Die nächstgelegenen Flugplätze sind die Verkehrsflughäfen Köln/Bonn (50 km) und Düsseldorf (97 km) sowie die Verkehrslandeplätze Bonn/Hangelar (34 km) und Dahlemer Binz (42 km)
Euskirchen ist Sitz des Fraunhofer-Instituts für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen (INT).
In Euskirchen sendet seit August 1997 der Radiosender Radio Euskirchen unter anderem auf der Frequenz 99,7 MHz im Ultrakurzwellen Bereich teils das Programm der NRW-Lokalradios aus Oberhausen, teils aus Euenheim ausgestrahlte Programmschemata.
Seit Juli 2002 sendet Radio 700 – Das Europaradio „die wahren Schlager und Oldies der 60er bis 80er Jahre“ aus dem Funkhaus in der Kuchenheimer Straße. Das Programm ist in den Kabelnetzen von ish im nördlichen Bereich der Region Euskirchen auf 96,00 MHz und im Netz der KabelBW in Baden-Württemberg auf 738 MHz, sowie über Antenne auf 92,0 MHz (Nordstadt) und 107,6 MHz (Kuchenheim) zu empfangen. Außerdem wird als Live-Stream im Internet und via UMTS gesendet. Ebenfalls startete man die Verbreitung auf Kurzwelle 6005 kHz.
Auch die Presse ist vor Ort ansässig. Die Kölnische Rundschau sowie der Kölner Stadt-Anzeiger haben eigene Lokalredaktionen, aus denen täglich Informationen an die Bewohner heran getragen werden und aus dem Kreise berichten. Einmal wöchentlich werden zudem die Wochenzeitungen Blickpunkt am Sonntag (sonntags) und Wochenspiegel (mittwochs), die ebenfalls eigene Redaktionen in Euskirchen unterhalten, kostenlos an alle Haushalte verteilt.
In Euskirchen wurde gegenüber dem Bahnhof das Parkhotel Euskirchen gebaut, welches am 28. Oktober 2005 eröffnet wurde. Bis Ende November 2011 war das Parkhotel Euskirchen Teil der US-amerikanischen West Paces Hotel Group. Seit dem 1. Dezember 2011 gehört das Hotel zu den Ameron Hotels, welche vom deutschen Hotelier Thomas H. Althoff im Jahre 2008 gegründet wurden. Das Hotel ist mit Vier Sterne Superior klassifiziert. Ein weiteres Vier-Sterne-Hotel ist das Design Hotel Eifel, des Weiteren gibt es noch das Drei-Sterne-Hotel Rothkopf und das Zwei-Sterne-Hotel Regent, die beide im Zentrum der Stadt liegen.
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Euskirchen
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Als „Stadt der Schulen“ verfügt Euskirchen über eine umfangreiche Bildungsinfrastruktur.
Grundschulen
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Hauptschulen
Realschulen
Gymnasien
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Förderschulen
Berufsschulen
Sonstige Einrichtungen
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Altstadt | Billig | Disternich | Dom-Esch | Elsig | Euenheim | Euskirchen | Flamersheim | Frauenberg | Großbüllesheim | Kessenich | Kirchheim | Kleinbüllesheim | Kreuzweingarten | Kuchenheim | Niederkastenholz | Nordstadt | Oberwichterich | Palmersheim | Rheder | Roitzheim | Rüdesheim | Schweinheim | Stotzheim | Südstadt | Weidesheim | Wißkirchen | Wüschheim
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