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Ewald von Demandowsky (* 21. Oktober 1906 in Berlin; † 7. Oktober 1946 ebenda) war deutscher Reichsfilmdramaturg und Produktionschef der Tobis zur Zeit des Nationalsozialismus.
Inhaltsverzeichnis |
Bereits 1930 trat Demandowsky in die NSDAP ein und machte Karriere als kulturpolitischer Redakteur beim Völkischen Beobachter.
Demandowsky wurde 1937 Reichsfilmdramaturg und 1939 Produktionschef der Filmfirma Tobis.[1] Die machtvolle Position als Produktionschef, die er durch seinen Kontakt zu Joseph Goebbels hatte, brachte ihm 70.000 Reichsmark Jahresgehalt (entspricht heute etwa 296.000 Euro).[2][3]
Demandowsky war unter anderem Produzent des NS-Hetzfilms Ohm Krüger und dem Euthanasiepropagandafilm Ich klage an.[1]
Noch verheiratet und Vater zweier Kinder, fing er 1944 eine Affäre mit der damals unbekannten Nachwuchsschauspielerin Hildegard Knef an. Das Ehepaar lebte zu dieser Zeit seit über einem Jahr getrennt. Im April 1945 zum Volkssturm zur Verteidigung der Reichshauptstadt eingezogen, kam er im Mai 1945 in polnische[4] Kriegsgefangenschaft, aus der er nach kurzer Zeit entlassen wurde. Er kehrte nach Berlin zurück.
1946 wurde er von der US-amerikanischen Militärpolizei verhaftet und der sowjetischen Militäradministration übergeben. Von einem Militärtribunal wurde er zum Tod verurteilt und am 7. Oktober 1946 in Berlin-Lichtenberg erschossen. (Urteil gemäß Artikel 58-2 StGB der RSFSR des Militärtribunals der Garnison des sowjetischen Sektors von Berlin). Anfang der 1990er Jahre wurde Demandowsky von der Generalstaatsanwaltschaft der russischen Föderation (Militärhauptstaatsanwaltschaft) gemäß Artikel 3 Buchstabe a des Gesetzes der russischen Föderation Über die Rehabilitierung der Opfer politischer Verfolgungen vom 18. Oktober 1991 rehabilitiert.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Demandowsky, Ewald von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Reichsfilmdramaturg |
| GEBURTSDATUM | 21. Oktober 1906 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 7. Oktober 1946 |
| STERBEORT | Berlin |