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KEP-Dienste (Kurier, Express und Paketdienste, manchmal auch Kurier, Express und Postdienste) sind Logistik- und Postunternehmen. Die Abgrenzungskriterien zu anderen Märkten sind unter anderem das Gewicht und Volumen der Sendungen, die Geschwindigkeit des Güterversandes und die angebotenen Dienstleistungen.
Inhaltsverzeichnis |
Die KEP-Dienste grenzen sich durch ein breites Serviceangebot von den speditionellen Angeboten ab. Diese zusätzlichen Dienstleistungen werden durch ein höheres Beförderungsentgelt vergütet und können meist je nach Bedarf vom Kunden zusätzlich bestellt werden.
Physische Dienstleistung:
Informationsdienstleistungen:
Im Gegensatz zu Speditionen, die auf standardisierte Schnittstellen wie EDIFACT/EANCOM und NVE setzten, aber auch auf individuelle Wünsche der Kunden eingehen, geben KEP-Dienstleister die Form der Datenkommunikation in der Regel fest vor. Das Regelwerk dazu ist proprietär und somit auch von KEP-Dienstleister zu KEP-Dienstleister sehr unterschiedlich. Nur das Prinzip ist bei allen gleich. Der KEP-Dienstleister übermittelt an seine Kunden regelmäßig die sogenannten Routings (eine Tabelle, in der zu jeder Postleitzahl eine Kennung – in der Regel für Niederlassung, die ein Paket für diese Postleitzahl an den Empfänger weiterleiten soll – genannt ist), die der Kunde in seinem System benutzen muss, um das Routing auf dem von ihm gedruckten Paketlabel mit auszugeben. Auf diesem Paketlabel muss sich auch ein Strichcode befinden, der in der Regel alle für den KEP-Dienstleister wichtigen Informationen enthält. Auf eine Datenübertragung pro Paket o. ä. wird nach Möglichkeit verzichtet. KEP-Dienstleister unterhalten oft Sortieranlagen, die die Strichcodes einlesen, die Pakete automatisch zu dem richtigen Lkw befördern und die abrechnungsrelevanten Daten an die Finanzbuchhaltung weiterleiten. Auf diese Weise soll dem im KEP-Bereich höheren Durchsatzbedarf Rechnung getragen werden. Viele KEP-Dienste bieten ihren Kunden eine entsprechende fertige Softwarelösung an.
Einige KEP-Dienste bieten rudimentäre Schnittstellen für vorhandene ERP-Softwarepakete wie z. B. SAP (XSI = eXpress Shipper Interface als Teil von LE = Logistics Execution) an.
Nach einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney stieg 2010 in Europa die Zahl der Sendungen um 6 Prozent auf 5 Milliarden Stück. Der Umsatz der Branche stieg 2010 um 4 Prozent auf 42,1 Milliarden Euro.[1]
Im Dezember 2010 waren bei Post-, Kurier- und Expressdienste 208.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und 128.000 ausschließlich geringfügigig Beschäftigte registriert. 24.400 Beschäftigte erhielten zum Erwerbseinkommen zudem Arbeitslosengeld II („Hartz IV“).[2]
In Deutschland existieren zwei Ausbildungsberufe: die zweijährige Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen sowie der dreijährige Kaufmann für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen.
Einige Arbeitgeber sind im Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste (BdKEP) vertreten, darunter u.a. Der Kurier, DHL, Dynamic Parcel Distribution (DPD), FedEX, General Logistics Systems (GLS), General Overnight (GO!), Hermes Europe, ILONEXS, TNT, trans-o-flex und United Parcel Service (UPS).
Andere Arbeitgeber sind im Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK) vertreten, darunter Dynamic Parcel Distribution (DPD), FedEX, General Overnight (GO!), Hermes Europe, Sovereign Speed, TNT und United Parcel Service (UPS).