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| Fédération Cynologique Internationale (FCI) | |
|---|---|
| Zweck: | Dachverband von nationalen kynologischen Dachverbänden |
| Vorsitz: | Hans Müller |
| Gründungsdatum: | 22. Mai 1911 |
| Mitgliederzahl: | 86 Mitglieds- und Partnerländer |
| Sitz: | Thuin (Belgien) |
| Website: | http://www.fci.be |
Die Fédération Cynologique Internationale, kurz FCI, ist der größte kynologische Dachverband. Ihr Sitz ist Thuin (Belgien).[1]
Ursprünglich gegründet am 22. Mai 1911 in Paris (Gründungsmitglieder waren Verbände aus Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Österreich) und 1921 nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wiederbelebt[2], umfasst sie per Februar 2011 86 Mitglieds- und Partnerländer.[3]
Die FCI dient gemäß ihren Statuten dem Zweck, die Zucht und Verwendung von Rassehunden sowie die Kynologie und das Wohlergehen der Hunde weltweit zu fördern. Sie veröffentlicht Rassebeschreibungen in ihren Arbeitssprachen: Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch. Ihre Reglements sehen die ausschließliche gegenseitige Anerkennung der Zuchtbücher ihrer Mitglieds- und Partnerverbände vor.
Die drei anderen großen Dachverbände neben der FCI sind der britische Kennel Club (KC), der American Kennel Club (AKC) sowie der Canadian Kennel Club (CKC). Diese vier Verbände erkennen ihre Registrierungen gegenseitig an, soweit die entsprechenden Rassen anerkannt sind, und haben Kooperationsabkommen geschlossen.[4][5][6]
Der grösste nicht der FCI angeschlossene oder mit ihr kooperierende kynologische Dachverband ist der vor allem in Nordamerika tätige United Kennel Club (UKC).
Inhaltsverzeichnis |
Auf nationaler Ebene delegiert die FCI die Aufzeichnung der Zuchtbücher und die Erstellung der Zuchtrichtlinien an die angeschlossenen Vereine. Die Mitgliedsländer der FCI führen internationale Hundeausstellungen und Arbeitsprüfungen durch, bilden Richter aus (Zuchtrichter und Leistungsrichter) und erstellen Ahnentafeln (Pedigrees). Die FCI-Verbände erkennen die Ahnentafeln und Richter gegenseitig an.[7]
Der FCI obliegt[8] unter anderem
Die internationalen Ausstellungen sowie die internationalen Prüfungen und Wettbewerbe für diese Titel finden in den jeweiligen Mitgliedsländern statt. Es sind nur von der FCI anerkannte Rassen teilnahmeberechtigt.
Die FCI bezeichnet die kynologische Idealbeschreibung einer Rasse als Rassestandard.[10] Sie genehmigt internationale Rassestandards auf der Basis des jeweiligen Rassestandards des Ursprungslandes oder des Patronatslandes. In ihrem Statut hat die FCI festgelegt, dabei dem Wohl der Hunde oberste Priorität einzuräumen.[11] In ihrer Erklärung zu den Werten der FCI anlässlich des einhundertjährigen Bestehens der FCI 2011 heißt es: „DIE FCI erachtet die Gesundheit, das Wesen und das Verhalten als wichtigste Merkmale für Hunde und für deren Rassestandards.“[12] Die Anerkennung von Rassestandards geschieht in zwei Etappen. Erst nach einer vorläufigen Anerkennung erfolgt die endgültige Anerkennung durch die Generalversammlung der FCI und die Veröffentlichung des Standards. Im Rahmen des Verfahrens gibt es auch Standards, die auf eine vorläufige Anerkennung warten.[13] Die FCI nummeriert die Rassestandards und gliedert die Rassen in Gruppen und Sektionen.
Hauptartikel: Hunderassen in der Systematik der FCI
Die FCI nimmt nur einen Mitgliedsverband pro Staat auf. Dieser muss alle von der FCI anerkannten Rassen vertreten.[14] Eine Liste aller Mitglieder wurde von der FCI in ihrem Rundschreiben 18/2011 veröffentlicht. Diese Liste enthält sowohl die Vollmitglieder und assoziierten Mitglieder nach Artikel 5 des FCI-Statuts als auch die Vertragspartner nach Artikel 6 des FCI-Status.[3] Demnach unterteilen sich die 86 FCI-Mitglieder per 17. Februar 2011 wie folgt:
| Mitglieder | assoziierte Mitglieder | Vertragspartner | |
|---|---|---|---|
| Europa | 36 | 7 | 5 |
| Lateinamerika/Karibik | 18 | 1 | 1 |
| Asien-Pazifik | 6 | 7 | 3 |
| Naher Osten | 1 | ||
| Afrika | 1 | ||
| Gesamt | 61 | 16 | 9 |
Die FCI-Mitglieder im deutschsprachigen Raum sind:
Weitere Mitglieder mit Wikipedia-Artikeln sind: