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FĂĽrstenberg/Havel

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt FĂĽrstenberg/Havel
FĂĽrstenberg/Havel
Deutschlandkarte, Position der Stadt FĂĽrstenberg/Havel hervorgehoben
53.18527777777813.14555555555655Koordinaten: 53° 11′ N, 13° 9′ O{{#coordinates:53,185277777778|13,145555555556|primary
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Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oberhavel
Höhe: 55 m ĂĽ. NHN
Fläche: 212,61 km²
Einwohner: {{#invoke:FormatNum|format|5972 |format=dewiki}} (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16798
Vorwahl: 033093
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GemeindeschlĂĽssel: 12 0 65 084
Stadtgliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
16798 FĂĽrstenberg/Havel
Webpräsenz: www.fuerstenberg-havel.de
BĂĽrgermeister: Robert Philipp (parteilos)
Lage der Stadt FĂĽrstenberg/Havel im Landkreis Oberhavel
Fürstenberg/HavelZehdenickLiebenwaldeOranienburgMühlenbecker LandGlienicke/NordbahnBirkenwerderHohen NeuendorfHohen NeuendorfHennigsdorfLeegebruchVeltenOberkrämerKremmenLöwenberger LandGranseeGranseeSchönermarkSonnenbergGroßwoltersdorfStechlinGroßwoltersdorfBerlinMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

FĂĽrstenberg/Havel ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel im Norden des Landes Brandenburg. Seit dem 19. Juli 2013 fĂĽhrt die Stadt die Bezeichnung „Wasserstadt“ vor ihrem Namen.[2]

Bis 1950 gehörte Fürstenberg zu Mecklenburg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Stadt liegt am südlichen Rand der Mecklenburgischen Seenplatte und wird vom Baalensee, Röblinsee und Schwedtsee umschlossen. Die Havel durchfließt die Stadt in vier (früher drei) Läufen. Der südliche Schifffahrtskanal und der „Iserdiek“ genannte nördliche Havellauf begrenzen das Große Werder, eine zentrale Insel, auf der die ursprüngliche Stadtsiedlung entstand.

Ortsteile

Fürstenberg besteht aus dem eigentlichen Stadtgebiet und acht Ortsteilen[3], neun bewohnten Gemeindeteilen und 14 Wohnplätzen[4]: Ehemalige Gutsanlage in Blumenow

Die weiteren Wohnplätze gehören zur Kernstadt Fürstenberg/Havel: Drögen, Forsthaus Altthymen, Neuthymen, Ravensbrück, Röblinsee-Siedlung und Tiefenbrunn Die Brandenburger Straße mit Kirchturm Die Wasserburg in Fürstenberg (2006) Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück Marktplatz mit Wasserskulptur und Rathaus

Geschichte

Das Zentrum der heutigen Stadt Fürstenberg war bereits vor rund 3000 Jahren besiedelt; dies zeigen Keramikscherben, die im Jahre 2008 bei archäologischen Grabungen im Bereich der Burg gefunden wurden. Slawische Funde im Stadtgebiet sowie südöstlich der Stadt auf dem Siggelkamp verweisen auf eine vordeutsche, slawische Besiedlung dieses siedlungstopographisch günstigen Geländes.

Fürstenberg selbst wurde erstmals 1287 in Zusammenhang mit einer Stiftung für die Kirche und 1318 als Stadt erwähnt. Die askanischen Markgrafen von Brandenburg nahmen in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts das Fürstenberger Gebiet in Besitz. Sie ließen eine Burg, die 1333 zum ersten Mal erwähnt wurde, als vorgeschobenen Stützpunkt errichten. In deren Schutz entstand eine deutsche Ansiedlung, die 1305 den Namen „Vorstenberge“ und 1318 „Vorstenberch“ erhielt. Die mittelniederdeutsche Form „vörste“/„vürste“ bedeutet nicht nur „Fürst“ im heutigen Sinne, sondern allgemein „Herrscher“, aber auch „vorderste“. Insofern ist der vorgeschobene Stützpunkt die „vorderste Burg“.

Mit dieser gĂĽnstig am schiffbaren Oberlauf der Havel gelegenen Siedlung schlossen die Markgrafen zum einen die geographische LĂĽcke zwischen ihrer Anfang des 12. Jahrhunderts erworbenen Herrschaft Stargard und Ländereien auf dem Barnim, die sie gleichzeitig mit einer Nord-SĂĽd gerichteten StraĂźe verbanden; zum anderen fassten sie damit im ursprĂĽnglich slawisch besiedelten FĂĽrstenberg FuĂź. Die Entstehungszeit der Burg mit Grenzschutzfunktion ist bis heute ebenso wenig geklärt wie die Entstehungszeit der Stadt oder die Anlage der Stadtbefestigung. Die Stadtbefestigung umschlieĂźt dabei die Siedlung am FuĂź der am Nordausgang der Stadt gelegenen Burg und zieht mit einem kreisförmigen Grundriss von etwa 400 Metern Durchmesser entlang einer Nord-SĂĽd gerichteten HauptstraĂźe; das ĂĽbliche Gitterschema der Kolonisationsstädte ist dabei nicht streng eingehalten. Die Lage der im 19. Jahrhundert beräumten Stadtmauer ist noch in den Flurbezeichnungen „In den Wällen“, „WallstraĂźe“ und „Wallgasse“ bezeugt. Die ursprĂĽnglichen zwei Stadteingänge, das im Norden in Richtung Strelitz gelegene „Strelitzer Tor“ und das im SĂĽden in Richtung Zehdenick (bzw. Berlin) gelegene „Zehdenicker Tor“ (bzw. „Berliner Tor“) sind nicht mehr erhalten. Die militärtopographisch gĂĽnstige Lage der Stadt â€“ an drei Seiten von Seen und der Havel umgeben â€“ erlaubte die Absicherung im Westen lediglich ĂĽber einen Palisadenzaun, der in Höhe der BahnhofstraĂźe mit einem Schlagbaum – dem „MĂĽhlentor“ – versehen war. Gesicherte archäologische Erkenntnisse zur Stadtbefestigung und deren Bebauungsumfeld liegen bisher nicht vor. Bei beiden Toren â€“ dem „Strelitzer Tor“ und dem „Zehdenicker Tor“ â€“ handelte es sich um in Fachwerkbauweise mit Ăśberhaus gefertigte Tore, die u. a. als Zollstation dienten.

Mit dem Land Stargard kam Fürstenberg um 1300 in die Hände der Herren von (später: Herzöge zu) Mecklenburg. Durch den Hamburger Vergleich von 1701 wurde Fürstenberg Teil von Mecklenburg-Strelitz.

Im DreiĂźigjährigen Krieg fanden um FĂĽrstenberg Kämpfe unter Beteiligung schwedischer Truppen statt. Bei 2008 im Umfeld der Burg FĂĽrstenberg vorgenommenen archäologischen Grabungen wurde ein auf das Jahr 1638 datierter, aus MĂĽnzen und Schmuck bestehender Goldschatz gefunden. Die MĂĽnzen, deren jĂĽngste eine Prägung von 1633 war, stammen aus Pommern, Holland, England, Spanien, Venedig und aus dem arabischen Raum. 1638 stellte dieser Goldschatz den Gegenwert eines Rittergutes dar – auf die heutige Zeit umgerechnet, betrĂĽge sein Wert etwa 600.000 â‚¬.

Im 20. Jahrhundert erlebte FĂĽrstenberg einen industriellen Aufschwung. Aufgrund der landschaftlich reizvollen Lage und in Verbindung mit dem zunehmenden Fremdenverkehr entwickelte sich die Stadt zum Luftkurort.

Im Jahre 1938 wurde von der SS im heutigen Ortsteil Ravensbrück ein Konzentrationslager für Frauen, das KZ Ravensbrück, errichtet. 1942 kam das KZ Uckermark als Mädchen-Internierungslager (Jugendschutzhaftlager) hinzu, später noch ein Männerlager. Bis zur Befreiung am 30. April 1945 kamen hier etwa 20.000 bis 30.000 Menschen ums Leben. In den Jahren 1941/42 wurde in dem Dorf Drögen vor den Toren Fürstenbergs eine Sicherheitspolizeischule erbaut, in der künftige Angehörige von Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD ausgebildet wurden, die nach dem Vorrücken der Wehrmacht politische Gegner und Juden in den besetzten Gebieten verfolgen und deportieren bzw. ermorden sollten. Zu den Ausbildern gehörten Beamte der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) und Führer des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS (SD). Nach Bombardierungen verlagerte das Gestapo-Hauptquartier in Berlin einen Teil seiner Aktenbestände nach Drögen. Rassenbiologische Experimente und Hinrichtungen wurden dort durchgeführt.

1945 wurde Fürstenberg von der Roten Armee eingenommen und gehörte fortan zur Sowjetischen Besatzungszone und seit 1949 zur Deutschen Demokratischen Republik. 1950 wurden Fürstenberg und einige umliegende Dörfer im Zuge einer Gebietsbereinigung zugunsten des Landes Brandenburg von Mecklenburg abgetrennt. Seit der Verwaltungsreform von 1952 gehörte die Stadt zum Kreis Gransee im Bezirk Potsdam. Fürstenberg war Standort der 2. Garde-Panzerarmee der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. 1958 stationierte die Sowjetunion hier für kurze Zeit zwei Abschussrampen mit sechs nuklearen Mittelstreckenraketen des Typs R-5.

Seit der Neubildung der Länder in der DDR im Jahre 1990 gehört Fürstenberg wieder zum Land Brandenburg und ist seit 1993 Teil des neugebildeten Landkreises Oberhavel. Die nunmehr russischen Militäreinheiten wurden 1994 in ihre Heimat abgezogen.

Eingemeindungen

Seit dem 15. Oktober 1950 gehört Ravensbrück zu Fürstenberg/Havel.[5] Am 26. Oktober 2003 wurden das Amt Fürstenberg aufgelöst und die acht umliegenden Gemeinden Altthymen, Barsdorf, Blumenow, Bredereiche, Himmelpfort, Steinförde, Tornow und Zootzen nach Fürstenberg eingemeindet.[6]

Bevölkerungsentwicklung

Quellen: Die detaillierten Quellen des Amtes fĂĽr Statistik Berlin-Brandenburg und des brandenburgischen Landesamtes fĂĽr Bauen und Verkehr sowie der Bertelsmann-Stiftung finden sich unter Population Projection Brandenburg in den Wikimedia Commons

FĂĽrstenberg/Havel:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen <small/>(2013)</small>
Jahr Einwohner
1875 4 896
1890 5 389
1910 5 780
1925 7 710
1933 8 799
1939 9 510
1946 12 557
1950 12 796
1964 10 041
1971 9 621
Jahr Einwohner
1981 8 545
1985 8 311
1989 7 990
1990 7 860
1991 7 716
1992 7 654
1993 7 647
1994 7 607
1995 7 630
1996 7 531
Jahr Einwohner
1997 7 473
1998 7 403
1999 7 348
2000 7 220
2001 7 117
2002 6 966
2003 6 870
2004 6 792
2005 6 716
2006 6 623
Jahr Einwohner
2007 6 517
2008 6 442
2009 6 356
2010 6 257
2011 6 054
2012 5 972

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[7].

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Stadtverordnetenversammlung hat 19 Mitglieder (18 Stadtverordnete und der BĂĽrgermeister)(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)[8]:

  • AFO: 3 Sitze (2003: 0)
  • Die Linke: 3 Sitze (2003: 1)
  • RB: 3 Sitze (2003: 6)
  • CDU: 2 Sitze (2003: 4)
  • Pro: 2 Sitze (2003: 0)
  • SPD: 2 Sitze (2003: 3)
  • NPD: 1 Sitz (2003: 0)
  • Einzelmandatsträger: 2 Sitze (2003: 3)
  • Freie Demokratische Partei: nicht mehr vertreten (2003: 1)

Am 11. September 2011 gewann Robert Philipp die BĂĽrgermeisterwahl mit 79 % der Stimmen. Es ist bereits die 2. Amtszeit des Lokalpolitikers.

Städtepartnerschaft

Partnerstadt von FĂĽrstenberg ist Geldern in Nordrhein-Westfalen.

Kultur und SehenswĂĽrdigkeiten

Das FĂĽrstenberger Schloss In der Liste der Baudenkmale in FĂĽrstenberg/Havel sowie in der Liste der Bodendenkmale in FĂĽrstenberg/Havel stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale bzw. Bodendenkmale.

Auf einer Insel nördlich des Altstadtkerns befindet sich das barocke Schloss Fürstenberg, das zwischen 1741 und 1752 nach Plänen des Baumeisters Christoph Julius Löwe als Witwensitz für eine mecklenburgische Herzogin errichtet wurde. Später diente es unter anderem als Sanatorium, Krankenhaus und Pflegeheim. Künftig soll es ein Hotel beherbergen.

Die Stadtkirche in FĂĽrstenberg Weitere SehenswĂĽrdigkeiten sind:

  • Mahn- und Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen KZ RavensbrĂĽck
  • Ruine des Klosters Himmelpfort mit Dorfkirche und Brauhaus (2010 abgebrannt)[9]
  • Evangelische Stadtkirche am Marktplatz, 1845 von Friedrich Wilhelm Buttel erbaut
  • Wasserburg FĂĽrstenberg, ältestes Bauwerk der Stadt, das ursprĂĽnglich an allen Seiten von Wasser umgeben war. Von den alten Gebäuden der Burg sind nur noch der OstflĂĽgel, der SĂĽdflĂĽgel und teilweise der WestflĂĽgel erhalten. Das derzeit leerstehende Gebäude ist baulich in einem schlechten Zustand und nicht zu besichtigen.
  • Wasserskulptur: Vereisen – Schieben – Tauen – FlieĂźen – Versickern, 2000 (ein Denkmal fĂĽr die landschaftsprägende Kraft der Eiszeit) von Hans-Oiseau Kalkmann und Jens Kalkmann im Rahmen der 41. Kontakt-Kunst-Aktion vor dem Rathaus mit Beteiligung der Bevölkerung erstellt.
  • Brandenburgisches Forstmuseum FĂĽrstenberg, RathenaustraĂźe 16. Forsthistorische Sammlung. Ständig wechselnde Ausstellungen, Vorträge, Lesungen, FilmvorfĂĽhrungen und Podiumsdiskussionen zu aktuellen Themen der Natur und der Umwelt sowie der Geschichte der Region. Zentrum fĂĽr kulturelle Aktivitäten. (Träger des Museums: Verein fĂĽr Forstgeschichte, Regionalgeschichte und Umweltbildung e. V.)
    Minkowski-Gedenkstein im Stadtpark
  • Kriegerdenkmal fĂĽr die Gefallenen des Ersten Weltkrieges mit Figur des Bildhauers Hans Dammann
  • Sowjetisches Ehrenmal im Park am Bahnhof
  • Technisches Denkmal Eisenbahnfähre FĂĽrstenberg, Zehdenicker StraĂźe. Einzige selbstfahrende Eisenbahnflussfähre Deutschlands und Europas im Fährbecken SĂĽd mit Gleisanlage, Lokschuppen und Fähr-Diesellokomotive sowie gegenĂĽber liegendem Fährbecken Nord. Die Fähre ist nicht in Betrieb. Die Besichtigung und das Betreten des Fährgeländes ist jederzeit möglich.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Schleuse im Ortsteil Himmelpfort Durch FĂĽrstenberg fĂĽhrt in Nord-SĂĽd-Richtung die BundesstraĂźe 96. Der Bau einer Ortsumfahrung wird vom Bund als vordringlicher Bedarf im Bundesverkehrswegeplan eingestuft. Bisher hat das Land Brandenburg dafĂĽr jedoch keine Planungsmittel freigegeben.

Die Stadt liegt an der Oberen Havel-Wasserstraße. Als „Tor zur Mecklenburger Seenplatte“ bietet sie vielfältige Ausflugsmöglichkeiten auf der Havelwasserstraße, den abzweigenden Nebenwasserstraßen sowie auf den an ihnen liegenden zahlreichen Seen.

FĂĽrstenberg besitzt einen Bahnhof an der Hauptstrecke Berlin–Stralsund (Berliner Nordbahn). Der Regional-Express der Linie RE 5 verkehrt hier im Stundentakt ganztägig von und nach Berlin. Die Fahrzeit wurde seit der Eröffnung des neuen Berliner Hauptbahnhofs im Jahr 2006 auf etwa eine Stunde verkĂĽrzt. In den nächsten Jahren ist eine umfangreiche Modernisierung des Bahnhofsumfelds vorgesehen. Ă–stlich der Gleise entsteht eine Park & Ride-Anlage mit 115 Autostellplätzen, vor dem Empfangsgebäude wird ein neuer Busbahnhof errichtet. Mehr als 900.000 Euro werden aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union hierfĂĽr investiert. DarĂĽber hinaus wird die Deutsche Bahn in den kommenden Jahren den Personentunnel erneuern und einen Aufzug zum Mittelbahnsteig bauen. Um einen barrierefreien Zugang zu allen Bahnsteigen zu ermöglichen, ist weiterhin der Bau einer Rampe vom Bahnhofsvorplatz in Richtung Tunnel vorgesehen.[10]

Die 1996 von der Deutschen Bahn stillgelegte Nebenbahn nach Templin wird als Fahrraddraisinenstrecke genutzt. Sie war 1996 damit zugleich die erste ihrer Art in Deutschland.

Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen durchquert die Stadt auf der Strecke Bredereiche–Himmelpfort–Ravensbrück–Fürstenberg–Steinförde.

Tourismus

Der Baalensee bei Fürstenberg In Fürstenberg und seiner seen- und waldreichen Umgebung spielt der Tourismus seit über 100 Jahren eine wichtige Rolle. Seine Entwicklung setzte vor allem durch den Bau der Berliner Nordbahn Ende des 19. Jahrhunderts ein, wodurch viele Berliner Sommerfrischler den Weg in die Gegend fanden. Aus dieser Zeit stammen einige baulich herausragende Ferienheime im Röblinseeviertel, die heute zum Teil noch als Ruinen stehen oder inzwischen durch neue Besitzer wieder hergerichtet worden sind.

Von erheblicher Bedeutung für den Besucherverkehr ist die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. In den während des NS-Regimes von den KZ-Aufseherinnen bewohnten Gebäuden wurden eine Jugendbegegnungsstätte und eine Jugendherberge eingerichtet.

Das „Brandenburgische Forstmuseum“ in Fürstenberg, Rathenaustraße 16, bietet neben der Dauerausstellung „Waldwege“ laufend wechselnde Ausstellungen zu unterschiedlichen kunst- und kulturgeschichtlichen Themen, Buchlesungen, Waldwanderungen, Filmvorführungen zu unterschiedlichen Fachgebieten sowie heimatkundliche Vorträge an, außerdem angepasste, thematisierte Veranstaltungen, besonders auch während der Ferien für Schüler. Zum Bildungsangebot des Forstmuseums gehören für interessierte Besucher jeweils dienstags Begehungen im Wald unter forstfachlicher Anleitung.

Persönlichkeiten

Gedenktafel fĂĽr Heinrich Schliemann

Söhne und Töchter der Stadt und heutiger Ortsteile

FĂĽrstenberg/Havel

Zoozen (Oberhavel)

Persönlichkeiten, die in Fürstenberg wirkten

  • Theodor HĂĽckstädt (1812–1872), Kaufmann, Lehrherr Heinrich Schliemanns, FĂĽhrer der 1848er Reformbewegung in FĂĽrstenberg
  • Adam Probsthahn (1792–1882), Theologe, LĂĽtzowscher Jäger, zuletzt der vermutlich letzte lebende mecklenburgische Veteran der Befreiungskriege 1813/15
  • Heinrich Schliemann (1822–1890), absolvierte hier 1836–1841 seine Kaufmannslehre

Belege

Literatur

  • Literatur ĂĽber FĂĽrstenberg/Havel in der Landesbibliographie MV
  • Florian von Buttlar, Stefanie Endlich, Annette Leo: FĂĽrstenberg-Drögen – Schichten eines verlassenen Ortes, Reihe Deutsche Vergangenheit, Band 106, 221 Seiten, Edition Hentrich 1994, ISBN 3-89468-116-0
  • Birgit Haupt, Hanne Walter, Waltraut Meinow (Hrsg.): FĂĽrstenberg an der Havel – Wasserstadt mit Geschichte(n): Von der besetzten Garnisonstadt zur Touristenidylle. Regia, (erschienen: 2005), ISBN 3-937899-51-0
  • Kurt Neis: FĂĽrstenberg/Havel. Eine Perle ohne Glanz? – Erinnerungen und Betrachtungen aus der Zeit von 1946 bis zur Gegenwart 2012. Text- und Bildband. 896 Seiten. aktual. Auflage 2012. Druck: Lebenshilfe e. V. Märkisch Oderland, Strausberg, Selbstverlag.
  • Wolfgang Jacobeit, Wolfgang Stegemann (Hg.): FĂĽrstenberg/Havel – RavensbrĂĽck.
Band 1: Von den Anfängen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin, 1998, ISBN 978-3-933471-13-0
Band 2: Wechselnde Machtverhältnisse im 20. Jahrhundert. Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin, 2004, ISBN 978-3-933471-42-0
Band 3: Auf dem Weg ins 21. Jahrhundert. Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin, 2011, ISBN 978-3-941450-26-4
  • Das Rheinsberg-FĂĽrstenberger Seengebiet (= Werte unserer Heimat. Band 25). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1974.

Einzelnachweise

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Weblinks

 Commons: FĂĽrstenberg/Havel â€“ Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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