Der FF USV Jena (vollständiger Name: Frauenfußball Universitätssportverein Jena e. V.) ist ein Frauenfußballverein aus Jena. Der Verein spaltete sich 2003 aus dem größten Sportverein Thüringens, dem USV Jena, ab. Die erste Mannschaft stieg 2008 in die Bundesliga auf.
Geschichte
1991 wurde der USV Jena letzter ostdeutscher Frauenfußballmeister und stieg in die Bundesliga auf. Dort hatte man allerdings keine Chance und stieg sofort wieder ab. Erst nach der Jahrtausendwende ging es wieder nach oben. 2003 wurde man Meister der Regionalliga Nordost. In der Aufstiegsrunde scheiterte man jedoch. Das entscheidende Spiel verlor man zuhause gegen den Hamburger SV. Ein Jahr später qualifizierte man sich für die neu gegründete 2. Bundesliga. Dort wurde man in die Südgruppe eingeteilt und belegte auf Anhieb Platz drei. In der Folgesaison konnte man den dritten Platz bestätigen. Nach der Vizemeisterschaft 2007 folgte ein Jahr später als Meister die Rückkehr ins Oberhaus.
Den bisher größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierte der Club mit der Teilnahme am DFB-Pokalfinale 2010. Vor mehr als 26.000 Zuschauern in Köln unterlag man dem deutlich favorisierten FCR 2001 Duisburg, der mit sechs deutschen Nationalspielerinnen antrat, nur knapp mit 0:1. Nach der Saison trat Cheftrainerin Heidi Vater zurück, ihr Nachfolger wurde Thorsten Zaunmüller, der jedoch in der Saison 2010/11 schon nach wenigen Monaten wegen anhaltender Erfolglosigkeit beurlaubt wurde. Daraufhin wurde die Mannschaft zunächst interimistisch von Torwarttrainer Daniel Kraus und dem erst kurz zuvor verpflichteten Assistenztrainer Michael Zahn übernommen.[1] Da weder Kraus noch Zahn die erforderliche Trainerlizenz besitzen, übernahm der ehemalige DDR-Nationalspieler Konrad Weise Anfang 2011 den Trainerposten beim USV. Kraus und Zahn wurden seine Assistenten.
Da der DFB diese Konstellation nur bis zum Saisonende duldete und für die neue Spielzeit einen Vollzeit-Trainer mit A-Lizenz verlangte, wurde zur Saison 2011/12 die ehemalige Nationalspielerin Martina Voss-Tecklenburg als Trainerin verpflichtet. Im Februar 2012 wurde der ehemalige Zweitliga-Profi des FC Carl Zeiss Jena Daniel Kraus zum neuen Trainer ernannt.[2]
Persönlichkeiten
Kader Saison 2011/12
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Abwehr
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Mittelfeld
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Angriff
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Zu- und Abgänge Saison 2011/12
Bekannte ehemalige Spielerinnen
Bekannte ehemalige Trainer
Erfolge
Jubel über den Bundesligaaufstieg 2008
- NOFV-Meister und Aufstieg in die Bundesliga 1991
- Meister 2. Bundesliga Süd und Aufstieg in die Bundesliga 2008
- Meister Regionalliga Nordost 2003, 2008 (zweite Mannschaft)
- Deutscher Pokalfinalist 2010
Junioren
Die B-Juniorinnen des FF USV Jena nehmen in der Saison 2010/2011 erstmals am Spielbetrieb der Jungen teil, sie treten in der Landesliga gegen um ein oder zwei Jahre jüngere C-Junioren an.
Mannschaften
- 1. Mannschaft: 1. Frauen-Bundesliga
- 2. Mannschaft: Regionalliga Nordost
- 3. Mannschaft: Verbandsliga Thüringen (= ehem. Landesliga)
- 5 Kinder- und Jugendmannschaften
Statistik
Einzelnachweise
- ↑ Markus Juchem: Jena trennt sich von Zaunmüller – Kraus wird Interimstrainer. womensoccer.de, 4. November 2010, abgerufen am 5. November 2010.
- ↑ Marcel Hilbert: Katja Greulich neue Co-Trainerin bei FF USV Jena. In: HTML & Print. Ostthüringer Zeitung, 17. Februar 2012, abgerufen am 17. Februar 2012 (deutsch).
Weblinks