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| Das Soccer City beim Länderspiel Südafrika gegen Kolumbien, 27. Mai 2010 | |
| Daten | |
|---|---|
| Ort | |
| Koordinaten | 26° 14′ 5,3″ S, 27° 58′ 56,6″ O-26.234805555627.9823777778Koordinaten: 26° 14′ 5,3″ S, 27° 58′ 56,6″ O |
| Eigentümer | The Stadia and Soccer Development Trust[1] der Stadt Johannesburg[2] |
| Eröffnung | 7. Oktober 1989[3] |
| Renovierungen | 2007–2009 |
| Oberfläche | Naturrasen |
| Kosten | Umbau: 3,2 Milliarden R[4] (rund 321 Millionen €[5] |
| Architekt | Boogertman + Partner |
| Kapazität | Insgesamt: 94.700 Plätze,[6] Während der WM 2010: 84.490[7] |
| Verein(e) | |
| Veranstaltungen | |
Das FNB-Stadion, auch als Soccer City (Afrikaans: Sokkerstad) bekannt, ist das größte Fußballstadion Afrikas. Das frühere Nationalstadion Südafrikas liegt im Südwesten Johannesburgs nahe dem Messezentrum Expo Centre Johannesburg und der Township Soweto. Die Heimspiele des südafrikanischen Fußballvereins Kaizer Chiefs finden in dem weiten Rund statt.
Inhaltsverzeichnis |
Vor dem 7. Juli 2004 hieß das Stadion National Stadium South Africa (Nationalstadion Südafrikas) und wurde allgemein Soccer City (deutsch: Fußballstadt) genannt. Seit diesem Zeitpunkt besitzt die Bankengruppe FirstRand die Namensrechte für zehn Jahre. Sie benannte das Stadion nach der First National Bank of South Africa offiziell FNB-Stadion oder First-National-Bank-Stadion.[8] Zur Erfüllung der FIFA-Anforderungen stimmte die First National Bank 2007 der Vereinbarung zu, dass das Stadion für drei Monate vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2010, während dieser und für eine Woche nach dem Turnier den ursprünglichen Namen Soccer City tragen darf, da Sponsorennamen bei Weltmeisterschaftsstadien nicht erlaubt sind.[8]
Soccer City gilt als „Herz des südafrikanischen Fußballs“.[9] Nachdem es 1989 als erstes für internationale Fußballspiele geeignetes Stadion in Südafrika eröffnet worden war, fand in dem Stadion 1990 die erste Massenkundgebung Nelson Mandelas nach seiner Freilassung statt.[9] Nach der Ermordung Chris Hanis war Soccer City auch der Ort der öffentlichen Trauerfeier für den ANC-Politiker.[9]
Die Südafrikanische Fußballnationalmannschaft gewann die Fußball-Afrikameisterschaft 1996 in Soccer City durch einen Finalsieg gegen Tunesien.[9]
Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 wurde das FNB-Stadion komplett umgebaut. Unter dem Namen Soccer City ist es Austragungsort des Eröffnungsspieles, vier weiterer Vorrundenbegegnungen, eines Achtelfinalspiels, einer Viertelfinalpartie und des Finales der Fußball-Weltmeisterschaft.[9] Als reines Fußballstadion bietet die Arena Platz für 94.700 Zuschauer.[6][5] Es ist mit 117 Logen, über 6.000 Business-Seats,[5] einem Restaurant für 300 Gäste, einem Fußball-Museum, acht TV-Studios und einem modernen Sendezentrum ausgestattet.[10]
Architekt für den Umbau war das südafrikanische Architekturbüro Boogertman + Partner, das durch HOK Sport unterstützt wurde. Der vormals offene Bau wurde rundum überdacht. Die Dachkonstruktion entwarf das Ingenieurbüro Schlaich, Bergermann und Partner, sie wurde in Europa gefertigt.[10]
Der Bau wird von einer Fassadenform geprägt, die an das traditionelle afrikanische Trinkgefäß, die Kalebasse, erinnern soll.[9] Dabei wird in Kolbermoor gefertigter Glasfaserbeton mit dem Handelsnahmen fibreC eingesetzt, der eine erdige Farbe hat. Die gesamte Fassade wurde von Rieder Projects aus Maishofen gemeinsam mit südafrikanischen Partnerunternehmen gefertigt.[11] Die Umbau-Kosten betrugen 3,2 Milliarden Südafrikanische Rand, umgerechnet über 300 Millionen Euro.[5] Das Stadion, das früher dem südafrikanischen Fußballverband gehörte, ist heute Eigentum der Stadt Johannesburg.[2]
Direkt am Stadion wurde die Zentrale des Südafrikanischen Fußballverbandes gebaut. Während der WM beherbergte es auch die Leitstelle der FIFA.[7]
1930 Montevideo | 1934 Rom | 1938 Colombes | 1950 Rio de Janeiro | 1954 Bern | 1958 Stockholm | 1962 Santiago de Chile | 1966 London | 1970 Mexiko-Stadt | 1974 München | 1978 Buenos Aires | 1982 Madrid | 1986 Mexiko-Stadt | 1990 Rom | 1994 Pasadena | 1998 Saint-Denis | 2002 Yokohama | 2006 Berlin | 2010 Johannesburg | 2014 Rio de Janeiro | 2018 Moskau | 2022 Lusail