|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Ein Fanghaken ist eine Vorrichtung am Flugzeug zum Abbremsen mittels einer Hakenfanganlage. Zur Anwendung kommt dieses Verfahren bei Landungen auf Flugzeugträgern aufgrund der geringen verfügbaren Landestrecke oder in Notfällen bei Nutzung von Flugplätzen mit entsprechenden Vorrichtungen auf der Start-/Landebahn.
Der Fanghaken ist an der Unterseite des Flugzeug-Hecks angebracht und hat die Form eines gekrümmten Zeigefingers. Er wird durch den Piloten bei Bedarf ausgelöst, fällt herab oder wird ausgefahren und hakt sich in ein rechtwinklig zur Flugrichtung auf dem Flugdeck oder der Start-/Landebahn gespanntes Fangseil ein.
Inhaltsverzeichnis |
Eugene Burton Ely war der erste Pilot, der auf einem Schiff landete, wobei er das Fanghaken-System von Hugh Robinson nutzte. Am 18. Januar 1911 landete er sein Flugzeug auf einer Plattform auf dem schweren Kreuzer USS Pennsylvania, der in San Francisco vor Anker lag.
Die meisten westlichen Kampfflugzeuge sind mit einem Fanghaken ausgestattet. Das gilt auch für Muster, die nie für einen Trägereinsatz vorgesehen waren, zum Beispiel F-104, Tornado, F-16, Eurofighter, F-22. Der Fanghaken kann in Notfällen ausgefahren werden, wenn der entsprechende Flugplatz über eine Hakenfanganlage, also ein Stahlseilsystem am Anfang und/oder Ende der Start-/Landebahn, verfügt. Bei Nutzung einer Fanganlage sind unter anderem die Einrollgeschwindigkeit und das Einrollgewicht limitierende Faktoren. Hierfür sind Maximalwerte für die Strukturen der Fanganlage und des Flugzeugs festgelegt
Mögliche Einsätze bei Notfällen sind:
Darüber hinaus wird der Fanghaken in weiteren Fällen genutzt, zum Beispiel beim Rückwärts-Ziehen in den Flugzeugschutzbau oder als Halteeinrichtung bei Bremsläufen.
Eine F/A-18E Super Hornet der VFA-115 "Eagles" fängt bei einer Übungslandung das Bremsseil der USS John C. Stennis (CVN-74)