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FannyAnn Eddy

FannyAnn Eddy (* 1974; † 28. September 2004) war eine Lesben- und Schwulenaktivistin aus Sierra Leone, die auch in anderen Ländern Afrikas aktiv war.

Sie gründete mit der Sierra Leone Lesbian and Gay Association (SLLGA) Sierra Leones ersten Lesben- und Schwulenverband und sprach vor den Vereinten Nationen und anderen internationalen Gruppen über die Menschenrechte von Lesben und Schwulen.

Silence creates vulnerability. You, members of the Commission on Human Rights, can break the silence. You can acknowledge that we exist, throughout Africa and on every continent, and that human rights violations based on sexual orientation or gender identity are committed every day. You can help us combat those violations and achieve our full rights and freedoms, in every society, including my beloved Sierra Leone.

FannyAnn Eddys Rede vor der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen

Übersetzung:
Schweigen erzeugt Verletzbarkeit. Sie, die Mitglieder der Menschenrechtskommission, können das Schweigen durchbrechen. Sie können unsere Existenz in Afrika und auf allen Kontinenten anerkennen, und bestätigen, dass jeden Tag wegen sexueller Orientierung und geschlechtsspezifischer Identität Menschenrechtsverletzungen begangen werden. Sie können uns bei der Bekämpfung dieser Verstöße unterstützen und uns helfen, unsere Rechte und unsere Freiheiten in allen Gesellschaften, einschließlich meines geliebten Sierra Leone, zu erlangen.

Außerhalb ihres Landes war sie Mitglied der Kommission der All Africa Rights Initiative (AARI) und der namibischen Coalition of African Lesbians (CAL).

Eddy wurde am 28. September 2004 ermordet, kurz nachdem sie eine Rede über Gewalt gegen Lesben und Schwule in Sierra Leone gehalten hatte. Eine Gruppe von mindestens drei Männern brach in ihr Büro ein, vergewaltigte sie, schlug sie und brach ihr das Genick. Eddy hinterließ einen neun Jahre alten Sohn und ihre Partnerin Esther.

Nachruhm

Ihr und Magnus Hirschfeld zu Ehren wurde eine im Juni 2007 gegründete Stiftung Hirschfeld-Eddy-Stiftung genannt. Dies soll zum Ausdruck bringen, dass der Kampf für die Menschenrechte sexueller Minderheiten in Europa begonnen hat, heute aber auf allen Kontinenten stattfindet. Die Stiftung will international Menschenrechtsarbeit und Menschenrechtsverteidiger unterstützen.

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