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| Federal Communications Commission</br>— FCC — | |
|---|---|
| Staatliche Ebene | Bundesbehörde |
| Stellung der Behörde | Unabhängige Behörden |
| Aufsichtsbehörde(n) | Handelsministerium der Vereinigten Staaten (Department of Commerce) |
| Gründung | 19. Juni 1934 |
| Hauptsitz | Washington, D.C. |
| Behördenleitung | Julius Genachowski, Chairman |
| Anzahl der Bediensteten | 1.899 |
| Website | www.fcc.gov |
Die Federal Communications Commission ist eine der unabhängigen Behörden der Vereinigten Staaten in Washington, D.C., die durch den Kongress geschaffen wurde. Sie regelt die Kommunikationswege Rundfunk, Satellit und Kabel. Die FCC ist für diverse Funkdienste (Amateurfunk usw.) zuständig sowie Zulassungsbehörde für Kommunikationsgeräte wie Radios, Fernseher und Computer. Sie prüft die Geräte auf Verträglichkeit mit den eigenen und anderen Normen (z. B. von ISA, ISO oder ITU).
Die Kommission wurde durch den Communications Act, ein US-Bundesgesetz von 1934, gegründet und agiert inneramerikanisch und international. Die Zuständigkeit der FCC umfasst die 50 Bundesstaaten der USA, den District of Columbia und US-Militärbasen. Die fünf Mitglieder der FCC („Commissioners“) werden für fünf Jahre vom US-Präsidenten ernannt und müssen vom Senat bestätigt werden. Nur drei der Commissioners dürfen derselben politischen Partei angehören.
Außerdem vergibt die Abteilung Office of Engineering and Technology des FCC Identifikationsnummern für Geräte die den Hochfrequenzbereich verwenden. Geräte ohne diese Nummer dürfen in den USA nicht vertrieben und auch nicht importiert werden. Vor allem auf Computerhardware finden sich diese Nummern, die eine eindeutige Identifizierung des Produkts und somit auch des Herstellers erlauben.
Inhaltsverzeichnis |
Die FCC ist auch verantwortlich für die Verhängung von Strafen für das Senden als obszön eingestufter Wörter, insbesondere „Fuck“, „Shit“, „Piss“, „Cunt“, „Cocksucker“, „Motherfucker“, und „Tits“ (vgl. „Sieben schmutzige Wörter“). Sofern solche Verstöße angezeigt und von der FCC nicht abgewiesen werden, können Strafen von bis zu $325.000 verhängt werden. Kritiker werfen der FCC daher übertriebene Zensurbestrebungen vor, weil für das Strafmaß kein Unterschied in Bezug auf die Größe und damit Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Senders gemacht wird, was fatale Auswirkungen auf kleinere Radiostationen wie College-Radios haben könnte.
2010 urteilte ein Berufungsgericht in New York, dass die von der FCC eingeführten Regeln „von einer gegen die Verfassung verstoßenden Unbestimmtheit“ seien und gegen die Freiheit der Meinungsäußerung verstießen.[1][2] Bereits 2006 hatte ein Gericht in erster Instanz festgestellt, dass die geltenden Zensurregeln „eine lähmende Wirkung“ bei der Gestaltung von Rundfunkprogrammen hätten. Bisher mussten solche Worte durch einen elektronischen Piepton überlagert werden.
Die Behörde kündigte an, dass sie die Entscheidung des Gerichts prüfen werde, ihr bliebe eine Berufung vor dem Supreme Court.[3]
Die FCC-Datenbank der Sendetürme[4] ist ein sehr nützliches Hilfsmittel um an Informationen bezüglich der Höhe und des Baujahrs von Sendetürmen in den USA zu gelangen. Allerdings enthält diese Datenbank keine Informationen bezüglich der Bauweise von Sendetürmen. Die FCC-Datenbank enthält auch keine Informationen über Sendetürme von Nicht-Rundfunksendeanlagen wie NDBs, LORAN-C-Sendern oder VLF-Sendern der US Navy oder von hohen Bauwerken, die keinen funktechnischen Zwecken dienen, wie zum Beispiel der BREN-Tower.
Eine Behörde wie die FCC gibt es in Europa nicht. Stattdessen regeln Rahmenabkommen der Europäischen Kommission mit den nationalen Regulationsbehörden, die sich in der European Regulators Group (ERG) organisiert haben, Standards in Europa.[5]
Die FCC, besonders ihre oft übertriebene Zensur, wird oft in Fernsehserien und Filmen parodiert: