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Felix Mottl

Felix Mottl um 1900

Felix Josef von Mottl (* 24. August 1856 in Unter Sankt Veit bei Wien; ÔÇá 2. Juli 1911 in M├╝nchen) war ein ├Âsterreichischer Dirigent und Komponist.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Mottl studierte unter anderem bei Anton Bruckner, wurde als begabter Dirigent der Opern Richard Wagners bekannt und 1876 auf Vermittlung von Hans Richter als Assistent zu den Bayreuther Festspielen eingeladen, wo er die Urauff├╝hrung des Ring des Nibelungen mit vorbereitete. Von 1880 bis 1903 war er Hofkapellmeister der Gro├čherzoglich Badischen Hofkapelle Karlsruhe. Seit 1886 dirigierte er regelm├Ą├čig in Bayreuth: in elf Festspielperioden zwischen 1886 und 1906 leitete er insgesamt 69 Auff├╝hrungen, au├čerdem war er Lehrer des Wagnersohns Siegfried Wagner. Von 1898 bis 1900 leitete er die englischen Auff├╝hrungen der Opern Wagners im Londoner Royal Opera House Covent Garden. Im Jahr 1903 bereitete er an der Metropolitan Opera in New York die US-amerikanische Erstauff├╝hrung des Parsifal vor, trat von der Leitung aber im letzten Augenblick zur├╝ck. In der Spielzeit 1903/04 leitete er an der Metropolitan Opera 62 Auff├╝hrungen und Konzerte. Ebenfalls 1903 ging er an die Hofoper nach M├╝nchen, zun├Ąchst als 1. Kapellmeister, und ab 1907 bis zu seinem Tod als Generalmusikdirektor. Mottl komponierte auch selbst einige Opern sowie zahlreiche Lieder und Instrumentalwerke. 1907 nahm er einige Klavierrollen f├╝r Welte-Mignon auf, darunter seine eigenen Transkriptionen f├╝r Klavier aus Wagners Oper Tristan und Isolde.

Im Einklang mit Cosima Wagner setzte sich Felix Mottl daf├╝r ein, bei den Bayreuther Festspielen j├╝dische S├Ąnger und Musiker nach M├Âglichkeit von der aktiven Mitwirkung auszuschlie├čen.

Auf Grund seiner Verdienste um die Musik wurde er in den pers├Ânlichen Adelsstand erhoben. Mottl erlitt mitten in seiner 100. Auff├╝hrung von Tristan und Isolde am 21. Juni 1911 einen Zusammenbruch, wie auch Joseph Keilberth 1968. Er verstarb am 2. Juli, nachdem er sich noch am 26. Juni mit der S├Ąngerin Zdenka Fa├čbender im Krankenhaus verheiratet hatte. Aus seiner ersten Ehe entstammte der 1894 geborene und 1962 in Schrobenhausen-Sandizell verstorbene Sohn Wolfgang Mottl, der als Pionier der Kartoffelzucht in ganz Europa bekannt und ber├╝hmt wurde. Dessen Sohn Wolfgang Mottl jun. wanderte 1952 nach Kanada aus, w├Ąhrend sein j├╝ngster Sohn Dr. Felix Mottl als Oberstaatsanwalt beim Bayrischen Obersten Landesgericht ebenso bekannt war wie als langj├Ąhriger Pr├Ąsident der Deutschen Verkehrswacht.

Im Jahr 1911 wurde in Wien D├Âbling (19. Bezirk) die Felix-Mottl-Stra├če nach ihm benannt.

Werke

B├╝hnenwerke

Sonstige Werke

  • Streichquartett fis-Moll (1904)
  • Lieder
  • ├ľsterreichische T├Ąnze f├╝r Klavier vierh├Ąndig

Literatur

Weblinks

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