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Fernmeldeturm Münster

Fernmeldeturm Münster
Fernmeldeturm Muenster2.jpg
Basisdaten
Ort: Münster
Verwendung: Fernsehturm
Bauzeit: 1985–1986
Betreiber: Deutsche Funkturm GmbH
Technische Daten
Gesamthöhe: 229,5 m
Aussichtsplattformen: 108 m
Baustoff: Stahl, Beton

Der Fernmeldeturm Münster ist ein in den Jahren 1985/86 vom Bauunternehmen Oevermann erbauter Fernmeldeturm in Stahlbetonbauweise im westfälischen Münster. Er ist ein Nachbau des 1975 fertiggestellten Fernmeldeturmes Kiel. Der Turm hat eine Gesamthöhe von 229,5 Metern. Der Betriebsraum des 14.000 Tonnen schweren Turms hat einen Durchmesser von 40 Metern und befindet sich in einer Höhe von 108 Metern.

Inhaltsverzeichnis

Nutzung

Mittlerweile wird der von der Deutschen Bundespost erbaute Turm mit der offiziellen Bezeichnung „Münster 42“ von der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm (DFMG) betrieben. Auf dem Turm befinden sich unter anderem mehrere Radio-Sendeanlagen, Sprechfunkumsetzer für den BOS-Funk und Basisstationen für Mobilfunkanwendungen.

Zudem wurden diverse Richtfunkstrecken für Telefoniedienste unterhalten, die jedoch mehr und mehr von Glasfaserverbindungen abgelöst wurden. Derzeit gibt es nur noch drei wichtige Richtfunkstrecken von Münster aus nach Bielefeld, Schwerte und Haltern. Weiterhin beheimatet der Funkturm die automatisch arbeitenden Relaisfunkstellen DBØHH und DBØOVM des Amateurfunkverbandes VFDB-Z14.

DVB-T-Bouquets

Seit dem Morgen des 12. Juni 2007 wird vom Fernmeldeturm Münster DVB-T mit einer Sendeleistung von 5 kW abgestrahlt. Dazu wurde am 27. April 2007 per Lastenhubschrauber eine Kupplung für eine neue Antennenkonstruktion auf die Spitze des Turms aufgesetzt. Mit der neuen Antenne, die am 15. Mai 2007 aufgesetzt wurde, erhöhte sich der Turm von seiner ursprünglichen Höhe von 222,5 m auf 229,5 m. Ausgestrahlt werden nur öffentlich-rechtliche Sender. Die Anzahl der zu empfangenden Sender beträgt zwölf[1].

Bouquet Programme Kanal Frequenz ERP / Polarisation
ARD Das Erste, Arte, Phoenix, Einsfestival 21 474 MHz 5 kW, vertikal
Regional WDR Münsterland, WDR Dortmund, MDR Sachsen-Anhalt, NDR Niedersachsen, SWR Rheinland-Pfalz 45 666 MHz 5 kW, vertikal
ZDF ZDF, 3sat, ZDFinfo, KI.KA/ZDFneo 59 778 MHz 5 kW, vertikal

UKW Hörfunk[2]

Sender Frequenz
Antenne Münster 95,4
Deutschlandfunk DLF 104,5
Deutschlandradio Kultur 97,5

DAB (Digitalradio)[3]

Im Januar 2010 wurde die Ausstrahlung des WDR-Multiplexes auf Kanal 12D (229,072 MHz) eingestellt. Die Sendeleistung betrug 0,25kW.

Technische Daten

Fernmeldeturm Münster beim Sonnenaufgang
Turmkorb mit Antennenplattformen

Erbaut: 1985 bis 1986

Höhen:

  • Höhe des Fußpunktes über NN: 62 m
  • Höhe des Turmschaftes über Grund: 207,5 m
  • Höhe des obersten Antennenträgers: 15,0 m
  • Gesamthöhe über Grund: 229,5 m

Fundament:

  • Gründungstiefe: 8,3 m
  • Außendurchmesser: 22,0 m
  • Rauminhalt: 1.400 m³
  • Masse: 3.500 t
  • Bewehrungsstahl: 423 t

Turmschaft:

  • Außendurchmesser am Fuß: 13,5 m
  • Wanddicke am Fuß: 0,8 m
  • Außendurchmesser in Höhe der Kanzel: 7,0 m
  • Wanddicke in Höhe der Kanzel: 0,67 m
  • Betonmenge der Außenwand: 2.007 m³
  • Masse: 5.017 t
  • Bewehrungsstahl: 423 t

Oberster Antennenträger:

  • Außendurchmesser: 2,0 m
  • Wanddicke: 0,25 m
  • Betonmenge: 22 m³
  • Bewehrungsstahl: 2,5 t

Turmkanzel:

  • Außendurchmesser an der Kegelschale: 37,12 m
  • Außendurchmesser an der Brüstung: 38,2 m
  • Betonmasse der Kegelschale: 709 m³
  • Hubmasse der Kegelschale: 1.200 t
  • Endmasse der Kegelschale: 1.600 t
  • Außendurchmesser der 1. Antennenplattform: 40,12 m
  • Außendurchmesser der 2. Antennenplattform: 24,96 m
  • Außendurchmesser der 3. Antennenplattform: 21,96 m
  • Außendurchmesser der 4. Antennenplattform: 18,96 m

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Münsterland: DVB-T Programmbelegung & technische Parameter. 5. März 2007.
  2. http://www.ukwtv.de/sender-tabelle/UKW/Deutschland/Nordrhein-Westfalen.htm
  3. http://www.ukwtv.de/sender-tabelle/DAB/Deutschland/Nordrhein-Westfalen.htm

Weblinks

51.94991666677.66630555556Koordinaten: 51° 57′ 0″ N, 7° 39′ 59″ O

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