Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Fernsehserie

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Eine Fernsehserie ist eine Abfolge filmischer Einheiten, die in jeweils spezifischer Weise miteinander verbunden sind. Diese Verbindung kann sowohl inhaltlich wie auch formal hergestellt werden, neben festen Figuren, Schauplätzen, Themen oder einer Kontinuität der Handlung, sind es üblicherweise vor allem ein fester Sendeplatz und die Regelmäßigkeit der Ausstrahlung, die eine Serie charakterisieren.[1]

Inhaltsverzeichnis

Definition

Formal gesehen können auch Angebote wie Nachrichtensendungen oder Shows als Fernsehserien definiert werden. Üblicherweise wird der Begriff aber nur auf „Medienangebote, in denen Fiktion präsentiert wird“ bezogen. Fernsehserien lassen sich typisieren und wenngleich keine vorherrschende Typologie existiert, ergeben sich doch häufige Überschneidungen.[1]

Klassifikation von Fernsehserien[1]
- Zahl der Folgen Intensität der Verknüpfung zwischen den Folgen Abgeschlossenheit der Serienhandlung Beispiel
Reihe unbestimmt gering keine zusammenhängende Serienhandlung Tatort
Miniserie wenige stark Serienhandlung insgesamt abgeschlossen Fackeln im Sturm
Episodenserie unbestimmt, aber begrenzt, oft Staffeln mittel unbestimmt, ob offen oder abgeschlossen Die Sopranos
Fortsetzungsserie viele, aber begrenzt stark Serienhandlung insgesamt abgeschlossen Die Sklavin Isaura
Endlosserie prinzipiell unbegrenzt stark Serienhandlung insgesamt offen Lindenstrasse

Merkmale

Bei den Privatsendern werden Serien für eine einstündige Ausstrahlung in der Regel mit einer Länge von etwa 44 Minuten, für halbstündige Ausstrahlung mit etwa 22 Minuten Länge, aufgezeichnet und mit Werbung auf die volle Länge gebracht. Im Pay-TV haben Comedy-Serien zumeist eine Länge von 28 Minuten. Bei Dramaserien sind es 58 Minuten.

Ob eine Serie produziert wird, entscheidet oft ein sogenannter Pilotfilm. Dies ist eine Folge einer Serie, bei welcher die wichtigsten Rollen und die Grundstruktur der Serie zur Geltung kommen. Häufig ist der Pilotfilm doppelt so lang wie eine normale Folge der jeweiligen Serie.

Im deutschsprachigen Fernsehen setzten die Sender zu unterschiedlichen Zeiten einmal auf Serien aus den Vereinigten Staaten (insbesondere in der Frühzeit der Ausstrahlung von Serien im deutschsprachigen Fernsehen), zu anderen Zeiten auf einheimische Produktionen. Diese wechselnden Trends folgen der Einsicht, dass man mit ausländischen Produktionen nur bestimmte Zielgruppen ansprechen kann. Nach dem Aufkommen des Privatfernsehens hat sich das Angebot ausdifferenziert: Während einige Sender auf US-amerikanische Serien setzen (zum Beispiel in Deutschland kabel eins und VOX), senden andere eine Mischung einheimischer und ausländischer Produktionen (zum Beispiel ProSieben oder RTL), wieder andere vorwiegend eigene oder Auftragsproduktionen (so etwa die öffentlich-rechtlichen Sender). Außerdem folgt die Entscheidung für ausländische bzw. einheimische Produktionen den Marktpreisen für Verwertungsrechte bzw. Produktionskosten. US-amerikanische Produktionsgesellschaften bieten oftmals auch Spielfilme und Serien in Paketen an, welche dann von einem Sender zusammen erworben werden müssen, wobei sich dann die Aufgabe stellt, zu kalkulieren, ob und gegebenenfalls auf welchem Sendeplatz man die Serie überhaupt ausstrahlt.

Eine Serie hat fast immer eine Reihe von festen Figuren. Allerdings kann die Abgeschlossenheit einer Folge stark variieren. Bei den meisten Serien erzählt jede Episode eine in sich abgeschlossene Geschichte, meistens entstehen aber im Laufe der Zeit Veränderungen, die auch über Folgen hinaus erhalten bleiben. Ein Beispiel hierfür wäre die Geburt eines neuen Kindes in einer Familien-Sitcom. Daneben gibt es auch Serien, die eine fortlaufende Geschichte erzählen (z. B. Lost, Prison Break oder 24). Auch Seifenopern sind fortlaufend. Bei derartigen Serien endet eine Folge häufig in einem besonders spannenden Moment, um die Zuschauer für die nächste Folge zu halten. Dies wird als Cliffhanger bezeichnet. Wird eine Serie eingestellt, was bei US-amerikanischen Serien meist im Mai[2] entschieden wird, können übergreifende Handlungsstränge unabgeschlossen und ohne Auflösung bleiben.

Seltener sind sogenannte „Anthologieserien“. Diese erzählen vollkommen voneinander unabhängige Geschichten, manchmal auch mehrere in einer Folge, wobei es auch keine feste Besetzung gibt. Meistens passen die Geschichten aber thematisch zusammen, etwa in der Handlung von übernatürlichen Ereignissen wie in den Fernsehserien Twilight Zone oder Outer Limits. Manchmal gibt es auch einen (gleichbleibenden) Moderator, der die Geschichten ankündigt (z.B. X-Factor).

Genres

Zu den wichtigsten Serienarten gehören :


In der Abenteuerserie werden die Abenteuer der Hauptfigur/en geschildert.

Die Actionserie (von englisch action: Tat, Handlung) ist eine Seriengattung der kommerziellen Fernsehunterhaltung, in der die Handlung von zumeist spektakulär inszenierten Kampf- und Gewaltszenen vorangetrieben wird. Hauptbestandteile von Actionserien sind daher meist aufwendig gedrehte Stunts, wüste Schießereien, gewaltige Explosionen und rasante Verfolgungsjagden.

Eine Dramaserie beschäftigt sich mit den emotionalen und innerseelischen Konflikten der Charaktere und der Unaufhebbarkeit der Lebens-Widersprüche. (siehe Melodram (Film))

Die Dramedy-Serie ist ein Format, dessen Inhalt sich durch einen ausgewogenen Anteil von Humor und Seriosität kennzeichnet. Dramedy ist ein englisches Kunstwort aus den Begriffen Drama und Comedy.

Der Begriff Fantasy-Serie umfasst, ähnlich dem Fantasyfilm (Phantastischer Film) im weitesten Sinne sämtliche Serien, deren Handlung Elemente enthält, welche nur in der menschlichen Fantasie existieren und in der Realität eigentlich so nicht vorstellbar sind.

Eine Familienserie ist eine besondere Form der Fernsehserie. Die Handlung ist dabei immer so abgestimmt, dass sich eine ganze Familie, also alle Altersgruppen in ihr wiederfinden und sich für die Thematik interessieren.

Jugendserie bezeichnet eine vornehmlich für jugendliches Publikum entwickelte Serie. Speziell an Jugendlichen orientierte Fernsehserien handeln meist von einer Gruppe Jugendlicher und ihrem langsamen Erwachsenwerden. Die Konzentration auf diese Jugendgruppe führt dazu, dass im Zentrum der Folgen zumeist alterstypische Probleme stehen wie Liebe, Freundschaft, Schule, Ausbildung, Selbstfindung, Anpassungsdruck oder die Pubertät. Die Zielgruppe ist meistens im Alter der Figuren und wird mit ihnen älter.

Die Kinderserie bezeichnet eine vornehmlich für kindliches Publikum entwickelte Serie. Sendungen für Kinder behandeln mitunter spezifisch kindliche Erfahrungen. Diese Serien handeln dann von Gleichaltrigen und ihren alterstypischen Problemen. Dies reicht von Versuchen, die sie umgebende Umwelt zu erkunden, Freunde zu gewinnen bis hin zur Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit.

Eine Krimiserie ist eine Fernsehserie, in der Verbrechen und ihre Aufklärung im Mittelpunkt stehen.

Krankenhausserie sind Fernsehserien die, meist periodisch am selben Tag zur selben Uhrzeit im Fernsehen ausgestrahlt, sowohl den Alltag der im Krankenhaus Beschäftigten Ärzte und Krankenpfleger als auch der Patienten darstellen. Typisch für Krankenhausserien ist eine klar geregelte Rangordnung unter den diensthabenden Ärzten, die Verwendung medizinischer Fachtermini und einem Augenmerk auf zwischenmenschliche Konflikte zwischen dem Krankenhauspersonal und den Patienten sowie privaten Problemen der Protagonisten.

Mystery-Serien betreffen geheimnisvolle, schaurige Darstellungen von mysteriösen, meist nicht mit natürlichen Phänomenen erklärbaren Verbrechen

Die Science-Fiction-Serie entwirft – häufig in der Zukunft verortete, teilweise auch räumlich entfernte – Konstellationen des Möglichen, beschreibt deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Menschen und reichert reale wissenschaftliche und technische Möglichkeiten mit fiktionalen Spekulationen an.

Als Doku-Soap (deutsch Dokumentar-Seifenoper) bezeichnet man eine Form des Reality-TV (deutsch Wirklichkeits-Fernsehen), in der die gezeigten ("dokumentierten") Personen in dramatisch inszenierter, unterhaltender Weise dargestellt werden.[1] Im strengen Sinne handelt es sich um eine Art Dokumentarfilm, die Familien in außergewöhnlichen Situationen begleitet wie einem Umzug ins Ausland, oder jede Folge unterschiedliche Personen zeigt bei einem gleichbleibenden Grundthema wie Erziehung, finanzielle Schieflage oder Renovierung. Die Fernsehsender bezeichnen allerdings auch so genannte „Scripted Reality“ (frei: „Realität nach Drehbuch“) als „Doku-Soap“, die große Ähnlichkeit zu klassischen Doku-Soaps aufweist, jedoch einem Drehbuch folgt und von Laiendarstellern inszeniert wird.


Die Sitcom (kurz für situation comedy „Situationskomödie“, siehe auch: Comedy) ist eine Unterhaltungssendung, die auf die US-amerikanischen Comedy-Shows im Hörfunk der 1930er und 1940er Jahre (Amos ’n’ Andy, The Goldbergs) zurückgeht. Das Fernsehen adaptierte das Genre, wobei es – wie früher im Radio – meist als Serie ausgestrahlt wird.

Die Telenovela (spanisch telenovela [ˌtelenoˈβela], Fernsehroman, in brasilianischem Portugiesisch Novela[1]) ist eine spezielle Form der Fernsehserie, welche aus Lateinamerika stammt. Seit den 1980er Jahren sind Telenovelas auch in anderen Regionen der Welt bekannt – vor allem in Osteuropa, auf dem Balkan, in Nordafrika, China und den USA.

Thriller-Serie: Charakteristisch für Thriller ist Spannung, die nicht nur in kurzen Passagen, sondern fast während des gesamten Handlungsverlaufs präsent ist. Häufig anzutreffen sind weitläufige Spannungsbögen, Cliffhanger und Red Herrings. Thriller-Serien überschneiden sich mit dem Mystery-Genre sowie dem Kriminalserie, unterscheiden sich hiervon jedoch anhand ihrer Handlungen und Spannungskurven. In Thrillern muss sich der Held meist gegen moralische, seelische oder physische Gewalteinwirkung durch seinen Gegenspieler behaupten, während dies in Kriminalgeschichten viel weniger der Fall ist. Auch ist in der Kriminalserie meist die Aufklärung des Verbrechens der Höhepunkt, während im Thriller erst der darauf folgende, oft sehr knappe, aber endgültige, Sieg über den Widersacher den Höhepunkt darstellt, mit dem der Held sich selbst und womöglich auch andere rettet. In Thrillern, die durch Film noir oder Tragödien beeinflusst wurden, stirbt der Held oft auch beim Besiegen seines Gegners.

Die Westernserie ist ein Genre, in dessen Mittelpunkt der zentrale US-amerikanische Mythos der Eroberung des (wilden) Westens der Vereinigten Staaten im neunzehnten Jahrhundert steht.

Weblinks

Literatur

  •  Thomas Hruska, Jovan Evermann: Der neue Serienguide. Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2003, ISBN 3896025139 (vier Bände, 3500 Seiten, gebunden).</span>
  •  Michael Reufsteck, Stefan Niggemeier: Das Fernsehlexikon. Goldmann-Verlag, 2005, ISBN 3442301246.</span>
  • Karin Lenzhofer: Chicks Rule! Die schönen neuen Heldinnen in US-amerikanischen Fernsehserien (Broschiert), Bielefeld: Transcript, 2006, ISBN 3899424336
  • Gunther Eschke, Rudolf Bohne: Bleiben Sie dran! Dramaturgie von TV Serien, Konstanz: UVK, 2010, ISBN 978-3-86764-176-0

Siehe auch

Nachweise

Referenz-Fehler: Ungültige <references>-Verwendung: Es ist kein zusätzlicher Text erlaubt, verwende ausschließlich <references />.


Referenz-Fehler: Einzelnachweisfehler: „<ref>-Tags existieren, jedoch wurde kein <references />-Tag gefunden.“

Hinweis: Hierzu kann es auch kommen, wenn eine Referenz nicht korrekt geschlossen wurde – also ein </ref> oder der schließende Schrägstrich in einem Verweis auf eine benannte Referenz (<ref name="xxx" />) fehlt.
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.