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Fette

Dieser Artikel erlÀutert die Gruppe chemischer Verbindungen, zu anderen Bedeutungen siehe Fett (BegriffsklÀrung).
Verschiedene Fett-haltige Produkte im Supermarkt
Allgemeine chemische Struktur von Fetten (R1, R2 und R3 sind Alkyl- oder Alkenylreste mit einer meist ungeraden Anzahl von Kohlenstoffatomen.)

Fette und fette Öle (Neutralfette) sind Ester des dreiwertigen Alkohols Glycerin (Propan-1,2,3-triol) mit drei, meist verschiedenen, ĂŒberwiegend geradzahligen und unverzweigten aliphatischen MonocarbonsĂ€uren, den FettsĂ€uren. Verbindungen dieser Art werden auch Triglyceride genannt, die IUPAC empfiehlt jedoch als Name Triacylglycerine.

Je nachdem, ob ein Fett bei Raumtemperatur fest oder flĂŒssig ist, spricht man von Fett oder fettem Öl. Bekannteste Fette sind die namensgebenden Stoffgemische aus verschiedenen FettsĂ€uretriglyceriden, die aus Tieren gewonnen werden, der Ausdruck fettes Öl grenzt die (dĂŒnn)flĂŒssigen Fette von anderen Gruppen der Öle (allgemein unspezifisch diverse Gruppen flĂŒssiger organischer Verbindungen) ab.

Als Naturstoffe werden Fette den Lipiden zugeordnet und sind in lipophilen organischen Lösungsmitteln wie Petrolether, Ether und Benzol löslich. Fette sind mit einem Energieinhalt von 38,9 kJ (9,3 kcal) pro Gramm der wichtigste Energiespeicher fĂŒr Menschen, Tiere und auch einige Pflanzen. In Pflanzen findet man Fette vornehmlich in Samen oder Keimen, im tierischen Organismus im Fettgewebe. Fette und fette Öle finden Verwendung als Nahrungsmittel (Speisefette und Speiseöle) und werden auch technisch zum Beispiel als Schmierstoff (Schmierfette, Schmieröle) eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Gewinnung

Fette werden entweder aus tierischen Produkten oder aus Pflanzen (Nutzpflanzen), teilweise auch in der chemischen Industrie gewonnen. Tierische Fette werden entweder direkt aus Fettgewebe geschmolzen (Schmalz, Tran, Talg) oder aus Milch (Butter) gewonnen. FĂŒr Lebensmittel verwendeten pflanzlichen Öle und Fette werden aus Ölpflanzen oder Ölsaat durch Pressung oder Extraktion mit Dampf oder Lösungsmitteln gewonnen. Raffination und damit Entfernung unerwĂŒnschter Inhaltsstoffe macht die Fette fĂŒr den Menschen nutzbar. Margarine ist ursprĂŒnglich tierischer Herkunft gewesen, wird heutzutage aber durch Hydrierung (FetthĂ€rtung) der C=C-Doppelbindung(en) in den FettsĂ€ureresten pflanzlicher Öle (Sonnenblumenöl, Rapsöl) gewonnen. Dabei können sich auch trans-FettsĂ€uren bilden.

In Deutschland gab es im Jahr 2006 53 Betriebe, die mit der Fett-Gewinnung und -Raffination befasst waren. Mit 3445 Mitarbeitern wurde ein Gesamtumsatz von 131 Millionen Euro erreicht. Die Raffination von Fetten ist mit 82,7 Millionen Euro ein wichtiger Wirtschaftszweig.[1]

Im Jahr 2007 wurden in Deutschland 2,4 Millionen Tonnen RĂŒböl, 685.300 Tonnen Sojaöl, 47.700 Tonnen Sonnenblumenöl, 1.961 Tonnen Leinöl hergestellt. Raffiniert wurden 2007 hauptsĂ€chlich Rapsöl (1,55 Millionen Tonnen), Sonnenblumenöl (195.000 Tonnen), Sojaöl (510.600 Tonnen), Palmöl (504.000 Tonnen). Ein Großteil der Produkte ist fĂŒr den Export bestimmt. Die Produktion von Margarine (2007: 430.000 Tonnen) und Butter (2007: 1,35 Millionen Tonnen) ist ebenfalls wichtig.[2]

Eigenschaften

Beispiel fĂŒr ein Triglycerid in Fetten und Ölen. Der blau markierte FettsĂ€urerest ist gesĂ€ttigt, der grĂŒn markierte ist einfach, der rot markierte dreifach ungesĂ€ttigt. Die Doppelbindungen sind cis-konfiguriert. Im Zentrum ist schwarz das dreifach acylierte Glycerin erkennbar. Öle enthalten einen höheren Anteil an essentiellen FettsĂ€ureresten (= ungesĂ€ttigte FettsĂ€urereste) als Fette.[3]
Pflanzenöl verbrennt an einem Docht mit leicht rußender Flamme

Die physikalischen Eigenschaften eines Fettes werden durch die KettenlĂ€ngen und besonders durch die HĂ€ufigkeit von C=C-Doppelbindungen – wie ungesĂ€ttigt sie sind – in den FettsĂ€ureresten beeinflusst. Doppelbindungen in natĂŒrlichen Fetten und Ölen besitzen fast ausschließlich cis-Konfiguration; enthĂ€lt eine FettsĂ€ure mehrere Doppelbindungen, so sind sie in der Regel durch eine Methylengruppe (-CH2-) voneinander getrennt. Die nebenstehende Abbildung zeigt ein typisches Beispiel fĂŒr ein TriglyceridmolekĂŒl, wie es in vielen pflanzlichen Fetten enthalten ist. Pflanzliche Fette enthalten viele ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren und liegen daher meist als Öle vor.

NatĂŒrliche Fette enthalten meist unterschiedliche FettsĂ€uren, stellen immer ein Gemisch verschiedener klar definierter Fette mit einheitlicher molekularer Struktur dar und weisen keinen scharfen Schmelzpunkt, sondern einen Schmelzbereich auf. Mit steigender KettenlĂ€nge und abnehmender Anzahl an Doppelbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen der Kette steigt die Schmelztemperatur. Die festen Produkte enthalten hohe Anteile langer und gesĂ€ttigter FettsĂ€uren, wohingegen die FettsĂ€uren in den flĂŒssigen Ölen ĂŒberwiegend einfach oder mehrfach ungesĂ€ttigt sind. Beim Erhitzen zersetzen sich Fette zum Teil bereits unterhalb ihres Siedepunktes.

Durch die relativ langen Ketten der FettsĂ€uren (4 bis 26, typischerweise 12 bis 22 Kohlenstoffatome, praktisch immer geradzahlige Anzahl) werden die Sauerstoffatome der Esterbindung abgeschirmt, so dass Fette hydrophob und damit kaum in Wasser löslich sind. Dadurch haben sie keinen Einfluss auf den osmotischen Zustand einer wĂ€ssrigen Phase wie zum Beispiel Zellsaft, ZwischenzellflĂŒssigkeit, Blut, Lymphe bei Tieren, Vakuole und TransportgefĂ€ĂŸe bei Pflanzen. Sie bilden somit als Depotfett eine geeignete Speicherform fĂŒr Energie - beim Menschen liegt die Menge dafĂŒr bei 10 Kilogramm und mehr.

Es wurden Hinweise gefunden, nach denen ein Fettgeschmack – neben den bereits bekannten Geschmacksrichtungen salzig, sauer, sĂŒĂŸ, bitter und umami – eine weitere QualitĂ€t des Geschmackssinns darstellen könnte: In MĂ€usen fĂŒhren in der Nahrung enthaltene FettsĂ€uren wie LinolsĂ€ure zu einer Aktivierung von Geschmackssinneszellen und Nervenzellen in den geschmacksrelevanten Bereichen des Gehirns.[4][5]

Fette sind jedoch meist geruchs- und geschmacklos, wirken aber als AromatrĂ€ger. Der bei ranzigem Fett auftretende intensive Geruch stammt von kurzkettigen, freigesetzten FettsĂ€uren wie zum Beispiel ButtersĂ€ure oder von Keto- oder Hydroxy-FettsĂ€uren, die fĂŒr den menschlichen Organismus giftig sind.

Geschichte der Fettchemie

Michel EugĂšne Chevreul hat um 1823 die erste grundlegende Arbeit zur AufklĂ€rung der chemischen Struktur von Fetten und FettsĂ€uren geleistet. In spĂ€teren Jahren folgten Arbeiten von Heintz ĂŒber die Palmitin- und StearinsĂ€ure.[6]

Zusammensetzung einiger Fette und Öle

Anzahl C-Atome cis-Doppelbindung an Name Butter Olivenöl Kokosfett Leinöl Sonnenblumenöl
4
6
8
10
- ButtersÀure,
CapronsÀure,
CaprylsÀure,
CaprinsÀure
9 % 0 % 16 % 0 % 0 %
12 - LaurinsĂ€ure 3 % 1 % 48 % 0 % 0 %
14 - MyristinsĂ€ure 8 % 1 % 16 % 0 % 0 %
16 - PalmitinsĂ€ure 22 % 10 % 9 % 5 % 8 %
18 - StearinsĂ€ure 10 % 2 % 3 % 4 % 8 %
18 9 ÖlsĂ€ure 37 % 78 % 6 % 22 % 27 %
18 9, 12 LinolsĂ€ure 10 % 9 % 2 % 17 % 57 %
18 9, 12, 15 LinolensĂ€ure 0 % 0 % 0 % 50 % 0 %
20 5, 8, 11, 14 ArachidonsĂ€ure 0 % 0 % 0 % 0 % 0 %

Physiologie

Fette und Öle gehören zu den GrundnĂ€hrstoffen des Menschen. Sie werden im menschlichen Körper unter anderem benötigt als

Fette als Energiespeicher

Fette sind neben den Kohlenhydraten (Zucker, Glykogen) die wichtigsten Energiespeicher der Zellen. Der physiologische Brennwert liegt mit ca. 39 kJ/g Fett mehr als doppelt so hoch wie bei Kohlenhydraten und Eiweiß (17,2 kJ/g).

Das Depotfett als Energiespeicher im menschlichen Körper stammt aus dem mit der Nahrung aufgenommenen Fett oder aus in anderer Form dem Körper zugefĂŒhrter Energie (Zucker und Eiweiß), die in Fett umgewandelt wurde. Es ist umstritten, in welchem Umfang die Umwandlung der Hauptnahrungsbestandteile Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß unmittelbar zur Bildung von Fettgewebe beitrĂ€gt. Insbesondere aus Sicht der Kalorienlehre wird ein solcher Zusammenhang hergestellt. Andere SĂ€ugetiere können gut aus einem EnergieĂŒberschuss in der Nahrung Depotfette bilden.

Die Dichte des menschlichen Fettgewebes liegt bei 0,94 kg/l, der physiologische Brennwert (Energiegehalt) bei rund 29.000 kJ/kg (7.000 kcal/kg). Die Differenz zu 39.000 kJ/kg von Fett ergibt sich daraus, dass das Fettgewebe nicht aus reinem Fett besteht. Im Blut des Menschen werden die Gesamttriglyceride bestimmt und zĂ€hlen als solche neben dem Cholesterinwert zu den Blutfetten. Der Normalwert der Triglyceride im Blut betrĂ€gt 70 bis 170 mg/dl.

Laut der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) ist eine Fettzufuhr von 60 bis 80 g pro Tag fĂŒr einen erwachsenen Menschen ausreichend, was 25 Prozent der zugefĂŒhrten Kalorien entspricht. Dabei kann es durchaus zu kleinen Überschreitungen kommen, sofern in den folgenden Tagen die Fettzufuhr ausgeglichen wird. Maximal sollten Frauen wöchentlich ca. 420 g und MĂ€nner ca. 560 g Fett zu sich nehmen.

Trans-FettsĂ€uren können den Körper belasten, da sie GefĂ€ĂŸschĂ€digungen fördern.

Biosynthese der Fette

Der Aufbau der Triacylglycerine erfolgt aus den Bestandteilen Glycerin und FettsÀuren in mehreren Reaktionsschritten.

ZunĂ€chst wird die FettsĂ€ure mithilfe einer von mehreren FettsĂ€ure-CoA-Ligasen und Glycerin mittels einer der Glycerinkinasen aktiviert. Die Endprodukte Acyl-CoA und Glycerin-3-phosphat reagieren zur LysophosphatidsĂ€ure, katalysiert vom Enzym Glycerinphosphat-O-Acyltransferase. Ein weiteres FettsĂ€uremolekĂŒl wird von der Acylglycerin-3-phosphat-O-Acyltransferase ĂŒbertragen, es entsteht PhosphatidsĂ€ure. Eine der Phosphatidat-Phosphatasen spaltet Phosphat ab, wobei Diacylglycerol ĂŒbrig bleibt. Schließlich ĂŒbertrĂ€gt die Diacylglycerol-O-Acyltransferase ein drittes FettsĂ€uremolekĂŒl zum Triacylglycerin.[7]

Abbau der Fette

In Fettzellen werden Triacylglycerine mit einer HĂŒlle aus dem Proteinkomplex Perilipin:CGI-58 umgeben, der je nach Phosphorylierungsgrad den Abbau der Fette durch Hydrolyse verhindert. FĂŒr den Beginn des Abbaus ist das Enzym Hormonsensitive Lipase (HSL) zustĂ€ndig, die sowohl einer positiven (Katecholamine, ACTH, Glucagon) als auch einer negativen Regulation (Insulin) unterworfen ist.

Der Abbau der Triacylglycerine erfolgt in zwölf Schritten: nach Phosphorylierung der HSL und ihrer Dimerisierung wird die Proteinschicht um die Lipide mit Katecholaminen oder Glucagon aufgebrochen, Perilipin trennt sich von CGI-58 und wird von Proteinkinase A phosphoryliert und spĂ€ter mit Proteinphosphatase 1 recycliert. HSL gelangt in die NĂ€he der Lipide; ihre HydrolyseaktivitĂ€t wird durch Komplexierung mit FAB4 noch verstĂ€rkt. So entstehen aus Cholesterinestern FettsĂ€uren und Cholesterin und aus Triacylglycerin Glycerin und drei MolekĂŒle FettsĂ€ure. Dephosphorylierung der HSL beendet den Prozess, wobei die IdentitĂ€t der Phosphatase, die diese Reaktion katalysiert, unbekannt ist. Der Ablauf des gesamten Stoffwechselwegs wurde aus Ratten- und MĂ€usezellen erschlossen.[8]

Verwendung

Die Verwendung von Fetten und fetten Ölen (letztere werden umgangssprachlich meist kurz Öle genannt) als Nahrungsmittel und in der Nahrungsmittel-Zubereitung sowie in der -Konservierung ist weit verbreitet. Neuerdings werden erhebliche Mengen pflanzlicher Öle (Rapsöl, Palmöl) chemisch zu Biodiesel umgesetzt. Dazu werden die Öle einer Umesterung mit Methanol in Gegenwart saurer heterogener Katalysatoren unterworfen. Dabei entstehen FettsĂ€uremethylester (FAME) und Glycerin. FettsĂ€uremethylester werden direkt als Biodiesel verkauft, viel grĂ¶ĂŸere Mengen werden jedoch herkömmlichem Diesel-Kraftstoff bereits in den Raffinerien der Mineralöl-Industrie beigemischt. Dazu hat der Gesetzgeber Vorschriften erlassen, demnach ist eine Beimischung von bis zu 5 Volumen-% FettsĂ€uremethylester ohne Kennzeichnung des Kraftstoffs zulĂ€ssig und wird auch breit praktiziert. Der FettsĂ€uremethylester muss bestimmte genau definierte QualitĂ€tsparameter erfĂŒllen, die in der Norm DIN EN 14214 definiert sind.

Die direkte Verbrennung von aufgeschmolzenen Fetten und fetten Ölen in Lkw-Dieselmotoren ist verbreitet. Allerdings mĂŒssen die Fahrzeuge dafĂŒr zuvor speziell umgebaut werden.

Durch Verseifung (Esterspaltung mit Alkalihydroxiden) werden aus Fetten oder fetten Ölen die Alkalisalze von FettsĂ€uren (= Seife) hergestellt. Dabei fĂ€llt auch Glycerin an.

Analytik

Der Fettgehalt von Lebensmitteln wird in der Regel durch Extraktion mit lipophilen Lösemitteln bestimmt. Die FDA definiert Fett als den verseifbaren Anteil eines Lebensmittels. Damit fallen Nichtacylglyceride, wie Sterine oder Phosphatide, nicht unter die FDA-Definition von Fett.

Zur Fettcharakterisierung werden titrationsanalytische Kennzahlen wie Iodzahl, Reichert-Meißl-Zahl, Verseifungszahl, Peroxidzahl oder SĂ€urezahl bestimmt.[9] Zur qualitativen und quantitativen Bestimmung einzelner Fettbestandteile werden bevorzugt chromatographische Verfahren eingesetzt. So kann die FettsĂ€ureverteilung mittels Gaschromatographie ermittelt werden. Fettbegleitsubstanzen wie Zoo- oder Phytosterine oder lipophile Vitamine werden ebenfalls gaschromatographisch oder durch HPLC bestimmt.[10][11] FĂŒr die zuverlĂ€ssige Identifizierung einzelner Komponenten der Fette wird die Massenspektrometrie meist in der Kopplung mit der Gaschromatographie oder mit der HPLC eingesetzt.[12] Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Fettwissenschaft definierte bereits mehr als 400 Analyseverfahren, darunter Methoden zur Echtheitserkennung von nativem Olivenöl oder der Bestimmung von Abbauprodukten in benutzten Fritteusefetten.

Fettbegleitstoffe

Zu den Fettbegleitstoffen zÀhlen:

Fettverderb

Fette sind verderblich, insbesondere durch Licht, höhere Temperaturen, Luftsauerstoff, Wasser und Mikroben können sie sich chemisch verĂ€ndern. In der Regel sind beim Verderb die Doppelbindungen oder die Esterbinden betroffen, wobei sie ranzig und daher giftig werden. Vorteilhaft schĂŒtzt man Fette durch kĂŒhle, trockene, luftunzugĂ€ngliche Lagerung.

Verwandte Themen

Ölfarben

Öle spielen kunstgeschichtlich eine sehr wichtige Rolle als Bindemittel. Mit Farbpigmenten vermengt waren diese Ölfarben von entscheidender Bedeutung fĂŒr die Entwicklung der Malerei (siehe auch: Ölmalerei). Auch als Firnis (Schutzanstrich nach AusfĂŒhrung der Malerei) werden Pflanzenfette verwendet.

Fett in der Kunst

Des Weiteren war Fett ein vom KĂŒnstler Joseph Beuys hĂ€ufiger eingesetztes Material, um innerhalb eines kĂŒnstlerischen Objektes oder einer Rauminstallation gespeicherte Energie zu symbolisieren. Bekannteste Objekte: die „Fettecke“ und der „Fettstuhl“.

Fettabscheider

Typischerweise werden Fettabscheider in Metzgereien, Schlachthöfen, Frittier- und GroßkĂŒchen eingesetzt. Sie werden immer dann eingesetzt, wenn Fette und Öle organischen Ursprungs aus dem Schmutzwasser zurĂŒckgehalten werden sollen. Über eine integrierte Prallplatte wird das Schmutzwasser in den Fettabscheider gefĂŒhrt, was zu einer Verringerung der Strömungsgeschwindigkeit und einer gleichförmigen Strömungsverteilung fĂŒhrt. Die Trennung der abscheidbaren Leichtstoffe (Fett) und Sinkstoffe (Schlamm) von Schmutzwasser wird alleine durch die Wirkung der Schwerkraft erreicht. Mit einem Koaleszenzabscheider können auch feiner verteilte Öle und Fette abgeschieden werden.

Nachschlagewerke

  • F.D. Gunstone, J.L. Harwood, F.B. Padley: The Lipid Handbook; Chapman and Hall, London New - York (1986), ISBN 0-412-24480-2
  • M. Bockisch: Nahrungsfette und -öle - Handbuch der Lebensmitteltechnologie; Verlag E. Ulmer, Stuttgart (1993), ISBN 3-8001-5817-5

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Fett â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: Fett â€“ Zitate
Wikibooks Wikibooks: Organische Chemie fĂŒr SchĂŒler/ Fette â€“ Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise

  1. ↑ Stat. Bundesamt, Wiesbaden, Produzierendes Gewerbe, Fachserie 4, Reihe 4.1.1, Januar 2008.
  2. ↑ Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Produzierendes Gewerbe 2007, Fachserie 4, Reihe 3.1.
  3. ↑ Siegfried Hauptmann: Organische Chemie, 2. durchgesehene Auflage, VEB Deutscher Verlag fĂŒr Grundstoffindustrie, Leipzig, 1985, S. 653−654, ISBN 3-342-00280-8.
  4. ↑ F. Laugerette et al.: CD36 involvement in orosensory detection of dietary lipids, spontaneous fat preference, and digestive secretions. In: J Clin Invest. 115, Nr. 11, 2005, ISSN 0021-9738, S. 3177–3184 (PDF; 0,7 MB).
  5. ↑ A. El-Yassimi et al.: Linoleic Acid Induces Calcium Signaling, Src Kinase Phosphorylation, and Neurotransmitter Release in Mouse CD36-positive Gustatory Cells.. In: J Biol Chem. 283, Nr. 19, 2008, ISSN 1083-351X, S. 12949–12959 ([1]).
  6. ↑ Journ. pr. Chem. 68, 1
  7. ↑ reactome.org: Triacylglyceride biosynthesis doi:10.3180/REACT_1190.2
  8. ↑ D'Eustachio/reactome.org: Hormone-sensitive lipase (HSL)-mediated triacylglycerol hydrolysis, doi:10.3180/REACT_494.1.
  9. ↑ H. Pardun: Analyse der Nahrungsfette, Paul Parey Verlag Berlin, Hamburg (1976), ISBN 3-489-78814-1.
  10. ↑ W. Christie: Lipid Analysis 2. Ed.; Pergamon Press, Oxford UK (1982), ISBN 0-08-023791-6.
  11. ↑ Takayuki Shibamoto (Editor): Lpid Chromatographic Analysis - Chromatographic Science Series Vol. 65, Marcel Dekker Inc. New York, Basel, Hong Kong (1994), ISBN 0-8247-8941-5.
  12. ↑ Robert C, Murphy: Mass Spectrometry of Lipids - Handbook of Lipid Research Vol. 7, Pergamon Press, New York, London (1993), ISBN 0-306-44361-9.
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