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Der Begriff Wanderhändler ist ein Oberbegriff für mobile Höker, also Händler ohne Ladengeschäft.
Für Wanderhändler auf Märkten gibt es auch die Bezeichnungen Markthändler, Marktfahrer oder (in Österreich) Fierant.
Als Wanderhändler werden und wurden bezeichnet
Im Zuge der Industrialisierung wurden viele Produkte flächendeckend hergestellt, die vorher vorwiegend in bestimmten Regionen hergestellt wurden. Deshalb und durch das Aufkommen der Eisenbahn und anderer Verkehrsmittel nahm die Bedeutung des Wanderhandels ab.
Für den Wanderhandel eigneten sich naturgemäß Waren, die einen hohen Preis pro Kilo erzielen konnten und die transportabel waren, z.B. Brüsseler Spitzenref>Die Flämische Straße. Wanderhandel von den Niederlanden und Westfalen und Russland, herausgegeben von Dexia Bank et al., Brüssel 2004</ref>, Uhren oder Sensen. Manchmal hatten die Händler Prospekte oder Warenmuster dabei. Wenn jemand etwas bestellte, wurde er bei der nächsten Reise des Wanderhändlers beliefert.
Am Anfang stand der Handel mit groben Holz-, Eisen- und Stahlwaren aus der engeren Region. Seit dem 18. Jahrhundert kam der Vertrieb von Holzwaren aus Wittgenstein und hochwertigen Eisen- und Stahlwaren aus der Grafschaft Mark und dem Bergischen Land hinzu. Im Sensenhandel hatten die Sauerländer Wanderhändler zeitweise fast eine Monopolstellung.
Eines Tages kam die Forderung auf, den Judensvchutz aufzuheben und die jüdische Bevölkerung aus Haigerloch zu vertreiben. Dagegen protestierten die unmliegenden Dörfer, weil sie vom Wanderhandel der Juden profitierten: sie wurden durch die Juden versorgt und konnten bei diesen auch in Naturalien wie Lebensmittel, Rohstoffe oder Gebrauchsgegenstände bezahlen (Tauschhandel). (Näheres im Artikel Haigerloch)