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Finanzkrise ab 2007

Die Finanzkrise ab 2007 ist eine Bankenkrise, Finanzkrise und Wirtschaftskrise, die im FrĂŒhjahr 2007 mit der US-Immobilienkrise (auch Subprimekrise) begann. Die Krise war unter anderem Folge eines spekulativ aufgeblĂ€hten Wirtschaftswachstums und einer Immobilienblase in den USA. Auch in anderen LĂ€ndern, zum Beispiel in Spanien, brachte das Platzen einer Immobilienblase Banken in BedrĂ€ngnis. Die Krise Ă€ußerte sich weltweit zunĂ€chst in Verlusten und Insolvenzen bei Unternehmen der Finanzbranche. Ihren vorlĂ€ufigen Höhepunkt hatte die Krise im Zusammenbruch der US-amerikanischen Großbank Lehman Brothers im September 2008. Die Finanzkrise veranlasste mehrere Staaten, große Finanzdienstleister (unter anderem American International Group, Fannie Mae, Freddie Mac, UBS und die Commerzbank) durch riesige staatliche Fremdkapital- und Eigenkapitalspritzen am Leben zu erhalten. Auch wurden die DiskontsĂ€tze niedrig gehalten bzw. noch weiter gesenkt, um die Banken mit „billigem Geld“ zu versorgen.

Die Krise ĂŒbertrug sich in der Folge in Produktionssenkungen und UnternehmenszusammenbrĂŒchen auf die Realwirtschaft. Viele Unternehmen, wie der Autohersteller General Motors, meldeten Konkurs an und entließen Mitarbeiter. Die ohnehin hohe Staatsverschuldung vieler Staaten stieg krisenbedingt stark an.

Im April 2009 schÀtzte der Internationale WÀhrungsfonds (IWF) die weltweiten Wertpapierverluste infolge der Krise auf vier Billionen US-Dollar.[1][2]

Nachdem sich die FinanzmĂ€rkte wieder beruhigt hatten, wurde im Oktober 2009 eine Staatsschuldenkrise im Euroraum sichtbar, nachdem Griechenland seine wahre Finanzlage offenbarte und um Hilfspakete von IWF und EU bat, um die Staatsinsolvenz zu vermeiden. Es gibt Belege dafĂŒr, dass vor allem die gestiegenen Verschuldungen in einigen Staatshaushalten als Folge der Bankenrettungen Teilursache dafĂŒr waren, dass sich die Staatsschuldenkrise im Euroraum von Griechenland so leicht auf andere Eurozonen-Staaten ausbreiten konnte.[3]

Inhaltsverzeichnis

Entstehung und Verlauf

Übersicht ĂŒber die Entstehung der US-Immobilienkrise und ihre Auswirkungen
Platzen der Dotcom-Spekulationsblase im Jahr 2000. Viele US-Aktien stĂŒrzen ab. Geld wird dem Aktienmarkt entzogen.
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Die US-Zentralbank reagiert auf die Krise und vergibt Geld an US-Banken zu sehr niedrigen Zinsraten, um LiquiditÀt in die FinanzmÀrkte zu bringen. Nach dem Einbruch des Aktienmarktes wird nach neuen Anlagemöglichkeiten gesucht.
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Das billige Geld der US-Zentralbank fĂŒhrt zur Ausweitung der KreditgewĂ€hrung von Banken auch an Darlehensnehmer mit immer geringerer BonitĂ€t ("Subprime-Kredite"). Kontrolle der KreditwĂŒrdigkeit schwindet. US-Banken vergeben Verbrauchern Kreditkarten mit Niedrigzinskonditionen.
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Boom-Phase des US-Immobilienmarktes. HĂ€userkauf und Konsum von US-BĂŒrgern auf Kreditbasis. Bildung einer Immobilienpreisspirale. Das Kreditrisiko der US-Banken wird zunehmend an Dritte (auch auslĂ€ndische Anleger) ausgelagert ĂŒber Mortgage Backed Securities (MBS) und Collateralized Mortgage Obligations (CMOs).
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Platzen der kreditinduzierten Immobilienblase im Jahr 2007. US-BĂŒrgern fĂ€llt es schwer, ihre Kredite zu bedienen oder zurĂŒckzuzahlen. ZahlungsausfĂ€lle und Zahlungsstörungen im US-amerikanischen Hypothekenmarkt, insbesondere im Subprime-Segment.
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Verluste und negative RatingÀnderungen von forderungsbesicherten Wertpapieren und ABCP.
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IlliquiditĂ€t von ABCPs und forderungsbesicherten Wertpapieren sowie Ausweitung der Risikoaversion von Investoren gegenĂŒber kreditrisikobehafteten Anlageinstrumenten.
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Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers. KurseinbrĂŒche an den Börsen. Vertrauenskrise im Interbankenmarkt, GeldmarktliquiditĂ€tsengpĂ€sse.
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Refinanzierungsprobleme von Banken und hohe Neubewertungsverluste von kreditrisikobehafteten Anlageinstrumenten. Insolvenzen u. a. der Washington Mutual und Kaupthing Bank.
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Rezession mit Arbeitsplatzabbau in Unternehmen; Unternehmensinsolvenzen durch sinkende Kreditvergabe fĂŒr kreditrisikobehaftete Anlagen und wegen Deleveraging seitens der Banken.
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Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten erreicht höchsten Stand seit vierzig Jahren seit Beginn der statistischen Erfassung 1967.[4]
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Die US-Zentralbank vergibt Geld zu sehr niedrigen Zinsraten. Banken melden hohe Gewinne[5]. Nach der US-Immobilienkrise entwickelten sich dann die Staatsschuldenkrisen im Euroraum. Eine befĂŒrchtete WĂ€hrungskrise in der Eurozone hat sich jedoch nicht eingestellt. (Stand Dezember 2011)[6]

Ursachen

Niedrige ZinssÀtze nach dem Ende der Dotcom-Blase

Der Krise ging weltweit ein lĂ€ngerer Zeitraum vergleichsweise niedriger realer und nominaler ZinssĂ€tze voraus. Die US-Notenbank Fed betrieb nach der geplatzten Dotcom-Blase der New Economy - die Kurse an den US-Börsen waren niedrig - eine Niedrigzinspolitik, um die US-Konjunktur zu stimulieren (→Konjunkturpolitik). Dies ermöglichte eine erneute Preisblase, diesmal am Immobilienmarkt (→Immobilienblase), deren Platzen als der unmittelbare Anlass fĂŒr die 2007 offen ausbrechende Finanz- und Bankenkrise gilt.

Weltweit reichliche Ersparnisse suchten nach Rendite auf den FinanzmĂ€rkten und fĂŒhrten zu einer (aus heutiger Sicht) UnterschĂ€tzung der mit Krediten verbundenen Risiken („saving glut“ oder Sparschwemme).[7] Im Juni 2003 wurde die Federal Funds Rate auf 1 % abgesenkt. Dazu kommt, dass das Außenhandelsdefizit der USA durch Kapital finanziert wurde, das auf dem US-Kapitalmarkt angelegt wurde, was die ZinssĂ€tze in den USA niedrig hielt. So legte China seine Erlöse aus seinem ExportĂŒberschuss in den USA in US-Staatspapieren an, was die Effektivverzinsung von Staatspapieren senkte. Ein Anlagenotstand in Form von „relativ spĂ€rlicher werdenden Realinvestitionen“ trieb ebenfalls die Kurse nach oben und die Effektivverzinsung nach unten.

Die Bank fĂŒr Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) stellt in ihrem Jahresbericht vom Juni 2008 fest, dass die Zentralbanken in den fortgeschrittenen LĂ€ndern angesichts ungewöhnlich niedriger Inflationsraten sehr lange die Leitzinsen niedrig hielten. Diese Politik niedriger Zinsen wurde in den USA auch damit begrĂŒndet, dass eine Deflation die inzwischen hoch verschuldeten Haushalte und Unternehmen stark belasten wĂŒrde.[8] Vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise schreibt dazu die BIZ: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Abbau der Kreditblase nach einer vorĂŒbergehend höheren Inflation in eine Deflation mĂŒndet, die – insbesondere angesichts des hohen nominalen Ausgangsniveaus an Schulden – schwer zu bewĂ€ltigen sein könnte. Aufgrund derartiger Überlegungen machen sich nicht zuletzt in den USA manche fĂŒr einen besonders energischen Einsatz der geldpolitischen Lockerung als ‚Versicherung‘ gegen eine solche wenig wahrscheinliche, aber sehr kostspielige Entwicklung stark.“[9]

Die niedrigen Zinsen hĂ€tten nicht zu einer Abwertung der WĂ€hrungen dieser fortgeschrittenen LĂ€nder gefĂŒhrt, weil die „aufstrebenden Volkswirtschaften“ gegen eine Aufwertung ihrer WĂ€hrungen intervenierten (Bretton-Woods-II-Regime). China kaufte 2007 460 Mrd. Dollar. Die WĂ€hrungsreserven Chinas und des Industriestaats Japan, der eine vergleichbare Strategie verfolgte, stiegen somit auf jeweils mindestens 1 Bio. US-Dollar.[10] Um seinen Export zu fördern, hĂ€lt Japan den Leitzins seit Jahren sehr niedrig, was den Kurs der japanischen WĂ€hrung niedrig hĂ€lt. Investoren nutzen dies, um in Japan billige Kredite aufzunehmen und damit in anderen WirtschaftsrĂ€umen Vermögenswerte aufzukaufen.[10] Insgesamt hat dies zusammen mit Finanzmarktinnovationen zu den hohen Vermögenspreisen gefĂŒhrt.[11] Hohe Vermögenspreise entsprechen einer niedrigen Effektivverzinsung, die langfristigen ZinssĂ€tze blieben niedrig. Als Mitte 2004 die US-Konjunktur so gefestigt war, dass die US-Zentralbank daran ging, den Leitzins anzuheben, fĂŒhrte dies aus diesen GrĂŒnden nicht, wie beabsichtigt, auch zu einem Anstieg der langfristigen ZinssĂ€tze, so dass sich die Immobilienhausse fortsetzte.[10]

Ausweitung der Kreditvergabe an Schuldner mit mĂ€ĂŸiger BonitĂ€t

Werbung eines Hypothekenmaklers fĂŒr Kreditnehmer mit geringer BonitĂ€t. Sinnhafte Übersetzung: „Kein Nachweis ĂŒber Einkommen erforderlich, Vergabe von Hypothekarkrediten auch bei schlechter KreditrĂŒckzahlung in der Vergangenheit.“

Wegen des niedrigen Zinsniveaus konnten sich untere Einkommensschichten ein Eigenheim leisten. Ermutigt durch den niedrigen Leitzins der US-Notenbank und durch die Politik (Kontroverse um Community Reinvestment Act) vergaben US-Banken Kredite mit variablem Zinssatz an Schuldner mit mĂ€ĂŸiger BonitĂ€t. Wegen des niedrigen Zinsniveaus waren die Raten zunĂ€chst niedrig. Das Risiko einer Zinserhöhung lag bei den Schuldnern, denen dies hĂ€ufig nicht bewusst war.[12]

Wegen der steigenden Nachfrage stiegen die Preise von Immobilien und damit deren Wert als Kreditsicherheit. Die Banken nutzten diese Entwicklung, um den Schuldnern Zusatzkredite zu verkaufen. DarĂŒber erhielten auch Kunden mit schlechter BonitĂ€t Kredite. Bei stetig steigenden Immobilienpreisen kann im Falle einer ZahlungsunfĂ€higkeit die Immobilie zu einem höheren Marktwert verkauft werden. Die Banken waren bei steigenden Preisen abgesichert und Schuldner glaubten daran, im Notfall ihr Haus mit Gewinn weiterverkaufen zu können. Einige Banken spezialisierten sich auf Subprime Loans (etwa: zweitklassige Hypothekenkredite).

Die Immobilien-Hausse fĂŒhrte zu einer Belebung der Bauindustrie und der Konsumnachfrage.[10] 2005 erreichten die Wohnungsbauinvestitionen in den USA einen Höchstwert von ĂŒber 6 % Anteil am Bruttoinlandsprodukt und ĂŒberboten so erstmals den Rekordwert des Jahres 1960. 1991 hatte dieser Anteil mit 3,5 % einen Tiefpunkt erreicht. Nach 2005 ging dieser Anteil dann wieder zurĂŒck.[13]

Verbriefung von US-Hypothekenkrediten

Um das notwendige Kapital fĂŒr neue Kredite zu beschaffen, wurden Kreditforderungen in großem Stil verbrieft. Hierbei verkauften die Kredit gebenden Banken die ZahlungsansprĂŒche aus den Hypothekenkrediten zusammen mit deren Kreditrisiken verbrieft an Investoren – andere Banken, Versicherungen, Hedgefonds, Vermögensverwalter – weltweit. Dies geschah, indem die AnsprĂŒche und Risiken aus ganzen Portfolien von Hypothekenkrediten in Zweckgesellschaften (auch Special Purpose Vehicle, Conduit) eingebracht wurden und dann als Mortgage Backed Securities (MBS), einer Form von forderungsbesichertem Wertpapier, verkauft wurden. Um die MBS bei Investoren platzieren zu können, ließen die VerkĂ€ufer diese Papiere von Ratingagenturen bezĂŒglich ihrer BonitĂ€t beurteilen. Die - fast immer von den verbriefenden Banken beauftragten - Agenturen arbeiteten dabei eng mit diesen zusammen mit dem Ziel, so die Verbriefung zu strukturieren und damit möglichst große Tranchen mit gutem Rating zu erhalten (siehe auch Credit Enhancement).[14]

FĂŒr die Investition in verbriefte Papiere mussten Finanzinstitutionen, die bankaufsichtlichen Eigenkapitalregeln unterliegen, weniger Eigenkapital halten als bei einer direkten Kreditvergabe.[14] Der SachverstĂ€ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beschreibt dies so, dass ĂŒber die Auslagerung dieser GeschĂ€fte aus den Bankbilanzen mit Hilfe der als „Schattenbanken“ bezeichneten Zweckgesellschaften bankaufsichtsrechtliche Regeln zur Risikostreuung und zur Absicherung durch Eigenkapital umgangen werden konnten.[15][16]

Verbriefungen zweiter Stufe der Subprime-Kredite

In einem weiteren Schritt wurden die so gebildeten MBS-Tranchen wiederum in Zweckgesellschaften eingebracht und erneut verbrieft (Collateralized Debt Obligation (CDO) – Verbriefungen zweiter Stufe) und die entstehenden Tranchen bewertet. Ein diversifiziertes Portfolio bspw. aus verschiedenen MBS-Tranchen mit einer eher schlechten Bewertung ("Rating") von „BBB“ konnte in Form einer Collateralized Debt Obligation (CDO) wiederverbrieft werden, wobei die höchstrangige Tranche der CDO eine erstklassige Bewertung von „AAA“ erhielt. Insbesondere fĂŒr europĂ€ische Banken waren Verbriefungen zweiter Stufe ein Mittel, am provisionstrĂ€chtigen VerbriefungsgeschĂ€ft teilzuhaben. Diese Banken hatten keinen guten Zugang zu amerikanischen Hypothekenkrediten. Deshalb griffen sie auf MBS zurĂŒck, um diese zu Paketen zu bĂŒndeln und in zweiter Stufe wiederzuverbriefen.[17] Außerdem wurden Programme aufgelegt, bei denen die in die Zweckgesellschaften eingebrachten Aktiva mit kĂŒrzerer Frist rollierend refinanziert wurden (ĂŒber die Emission kurzfristiger Asset Backed Commercial Paper ABCP). Über ABCP konnten auch Mittel der Investoren mobilisiert werden, die ihr Kapital nur kurzfristig zur VerfĂŒgung stellen konnten oder wollten, wie zum Beispiel Geldmarktfonds.[18] Da diese Fristentransformation die Gefahr barg, bei FĂ€lligkeit der Emission keine Anschlussrefinanzierung zu erhalten (LiquiditĂ€tsrisiko), mussten Banken Garantien in Form von LiquiditĂ€tslinien bereitstellen, die die ABCP-Investoren bei FĂ€lligkeit ihrer Papiere vor Verlusten schĂŒtzten und die fĂŒr die Garantiegeber zunĂ€chst eine Ertragsquelle darstellten (vgl. IKB Deutsche Industriebank, Sachsen LB). Diese Garantien wurden normalerweise rollierend mit einer Laufzeit von 364 Tagen gestellt, da die bankaufsichtlichen Regeln vor dem Inkrafttreten von Basel II fĂŒr solche außerbilanziellen Verpflichtungen mit einer Laufzeit unter einem Jahr kein Eigenkapital forderten. Es konnten also ErtrĂ€ge generiert werden, ohne dass bankaufsichtliches Eigenkapital dafĂŒr in Anspruch genommen wurde.

ZahlungsausfÀlle der Subprime-Kredite

Die wirtschaftliche AbschwĂ€chung in den USA etwa ab 2005, sinkende Wachstumsraten bei der ArbeitsproduktivitĂ€t in den USA und anderen LĂ€ndern, in den USA insbesondere in der Bauwirtschaft,[19][20] und der spĂ€tere Anstieg des US-Leitzinses auf bis zu 5,25 % im Juni 2006 löste eine Kettenreaktion aus. Einkommensschwache Schuldner konnten die gestiegenen Raten fĂŒr ihre variabel verzinslichen Kredite nicht mehr bezahlen und mussten ihr Haus verkaufen. Wegen der zunehmenden ImmobilienverkĂ€ufe brachen die Hauspreise ein (Höhepunkt war Juli 2006[21]) und durch den fallenden Wert der Immobilien hatten die Banken und Investoren zunehmend ungesicherte Kreditforderungen. Die ZahlungsunfĂ€higkeit von Schuldnern bescherte den Banken und den Investoren nun Verluste.

Im FrĂŒhjahr 2007 erreichten in den Vereinigten Staaten die ZahlungsausfĂ€lle auf Subprime-Kredite den höchsten Stand der letzten Jahre. Einige Immobilienfonds, die in strukturierte Finanzprodukte investiert hatten, setzten die Annahme von Fondsanteilen aus, weil sie sonst in finanzielle Schwierigkeiten geraten wĂ€ren.[22] Im Juni 2007 teilte Bear Stearns den Kunden zweier seiner Hedgefonds mit, dass die Einlagen, die Ende 2006 noch mit 1,5 Mrd. US-Dollar bewertet worden waren, jetzt fast nichts mehr wert seien.[23] Dutzende Baufinanzierer, die sich gerade auf diese Kredite spezialisiert hatten, mussten GlĂ€ubigerschutz beantragen.

Insgesamt schĂ€tzte der Internationale WĂ€hrungsfonds im Oktober 2008 den Wertverfall von Subprime-Hypotheken auf 500 Mrd. US-Dollar und den von Prime-Hypotheken auf weitere 80 Mrd. Dollar.[24] Der Wissenschaftliche Beirat des Bundesministeriums fĂŒr Wirtschaft und Technologie hĂ€lt diese Summe im Vergleich zur GrĂ¶ĂŸe des weltweiten Finanzmarktes fĂŒr nicht sehr groß. Auch sei der Wertverlust der hypothekenbesicherten Wertpapiere von 500 Mrd. US-Dollar, so die IWF-SchĂ€tzung vom Oktober 2008, deutlich höher, als tatsĂ€chlich an AusfĂ€llen bei den zugrunde liegenden Hypotheken zu erwarten sei. Der hohe Preisverfall der hypothekenbesicherten Wertpapiere sei daher gekommen, dass KĂ€ufer diese Papiere aus Vorsicht auch zu niedrigeren Preisen nicht mehr kaufen wollten. Zu dieser Vorsicht trug die KomplexitĂ€t und Intransparenz dieser Wertpapiere bei sowie die Tatsache, dass viele Papiere außerbörslich gehandelt wurden, so dass eine Marktpreisbildung und damit eine Bewertung der Papiere ĂŒberhaupt schwierig war.[25]

Die Wertverluste gingen dann unmittelbar in die Bankbilanzen ein und minderten das Eigenkapital der Banken. Um den Regulierungsanforderungen bzgl. Eigenkapitalreserven genĂŒgen zu können oder um ĂŒberhaupt das VerhĂ€ltnis von Eigenkapital zu Forderungen stabil zu halten, waren die Banken gezwungen, entweder neues Eigenkapital zu beschaffen oder andere Vermögenswerte zu verkaufen, was deren Preise senkte. Dieses Deleveraging – die Banken mussten bei Wertverlusten von Forderungen ein Vielfaches an Vermögenswerten abstoßen, um das alte VerhĂ€ltnis von Eigenkapital zu Forderungsvolumen wieder herzustellen – fĂŒhrte zur „Implosion des Finanzsystems seit August 2007“.[26]

Auswirkungen auf die FinanzmÀrkte

Vertrauenskrise des Interbankenmarktes

Unter den Investoren waren nicht nur risikobereite Hedgefonds, sondern auch eher konservative Investmentfonds vertreten. Da aber insbesondere Hedgefonds stark in die stĂ€rker risikobehafteten Wertpapiertranchen investiert hatten, kam es bei diesen zu Verlusten, die teilweise zur Schließung und Abwicklung der Hedgefonds fĂŒhrten.[27] Aber auch Investmentbanken waren betroffen.

Die Schließung von Hedgefonds und die Verluste bei den Investmentbanken fĂŒhrten zu einer Abnahme der Risikobereitschaft der Anleger. Diese zogen daraufhin in kurzer Zeit erhebliche BetrĂ€ge aus dem Kapitalmarkt ab oder hielten sich mit neuen Investitionen in risikoreiche Anlagen zurĂŒck. Die abnehmende Risikobereitschaft der Investoren brachte die Refinanzierung der von Banken gegrĂŒndeten Zweckgesellschaften zum Stillstand.

Der Auslöser fĂŒr die Krise war, dass im Juli und August 2007 die Inhaber der Commercial Papers nicht mehr bereit waren, diese nach FĂ€lligkeit erneut zu erwerben. Die kurzfristigen Kredite wurden nicht weiter verlĂ€ngert. Dadurch gerieten die Zweckgesellschaften unter Druck. Sie konnten aber auch die strukturierten Wertpapiere nicht mehr verkaufen, da sich dafĂŒr auch keine KĂ€ufer mehr fanden. Deshalb mussten die Zweckgesellschaften jetzt auf die Kreditzusagen der Banken zurĂŒckgreifen.[28] In der zeitlichen Einteilung des SVR begann damit die „Phase I“ der Finanzkrise.[29]

Dies trug zur Vertrauenskrise zwischen den Banken bei, die sich am Geldmarkt durch einen Anstieg der Geldmarktzinsen widerspiegelte.[30] Am 9. August 2007 – dieser Tag gilt inzwischen als der Beginn der eigentlichen Finanzkrise[31] – stiegen die AufschlĂ€ge fĂŒr Interbankkredite im Vergleich zum Zentralbankleitzins weltweit, vor allem in den USA, sprunghaft an.[32] Mit der Insolvenz von Lehman Brothers am 15. September 2008, nachdem eine staatliche Rettung ausgeblieben war, kam der Interbankenmarkt weltweit zum Erliegen.[33] Kurzfristig ĂŒberschĂŒssige LiquiditĂ€t wurde nicht mehr bei anderen Banken, sondern unter Inanspruchnahme der EinlagefazilitĂ€t bei den Zentralbanken angelegt. In der zeitlichen Einteilung des SVR begann damit die „Phase II“ der Finanzkrise.[29]

Zunahme der RisikoaufschlÀge bei Staatsanleihen

Im Verlaufe der Krise stieg die Staatsverschuldung vieler Staaten weiter an, etwa wegen Maßnahmen zur Stabilisierung der Banken und Konjunkturprogrammen („Phase III“[29]). Die RisikoaufschlĂ€ge verschiedener europĂ€ischer Staaten gegenĂŒber deutschen Bundesanleihen stiegen. Mehrere LĂ€nder der Eurozone konnten ihre ZahlungsfĂ€higkeit nur durch internationale Hilfskredite aufrechterhalten (Staatsschuldenkrise im Euroraum). Im Rahmen des EuropĂ€ischen Stabilisierungsmechanismus wurde ein gemeinsames Kreditpaket von EU, EurolĂ€ndern und IWF mit der Gesamtsumme von 750 Milliarden Euro beschlossen[34][35]. Die EuropĂ€ische Zentralbank kĂŒndigte zudem an, im Notfall Staatsanleihen der Euro-LĂ€nder aufzukaufen.

Auswirkungen auf die Realwirtschaft

Der IWF schĂ€tzte im April 2009 die Gesamtverluste auf 4,1 Billionen US-Dollar (ca. 3 Billionen Euro). Davon liegen die Verluste bei „giftigen“ US-Papieren bei etwa 2,7 Billionen US-Dollar, die Verluste aus europĂ€ischen Papieren werden mit etwa 1,2 Billionen US-Dollar beziffert, die japanischen Papiere mit 150 Mrd. US$.[1] Im August 2009 erhöhte der IWF seine Kalkulationen auf 11,9 Billionen US-Dollar, was fast einer Verdreifachung entspricht.[36] Eine Studie der Deutsche Bank Research bezifferte die krisenbedingte Minderung des Welt-BIPs auf vier Billionen US-Dollar.[37]

Im Verlauf des Jahres 2008 hat sich die Finanzkrise zunehmend auf die Realwirtschaft ausgewirkt. Effekte waren zunĂ€chst in den USA, dann in Westeuropa und in Japan sowie seit Herbst 2008 auf der ganzen Welt zu erkennen. In Folge verzeichneten die Aktienkurse weltweit ab Oktober 2008 nach einem ersten Einbruch aufgrund der Finanzkrise einen zweiten starken RĂŒckgang aus Angst vor Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Auch auf den RohstoffmĂ€rkten kam es vor allem ab Beginn des vierten Quartals 2008 zu starken PreisrĂŒckgĂ€ngen. Die meisten Automobilhersteller in den IndustrielĂ€ndern haben Ende Oktober/Anfang November deutliche ProduktionskĂŒrzungen angekĂŒndigt, um auf AbsatzeinbrĂŒche in zweistelliger GrĂ¶ĂŸenordnung zu reagieren. Nach Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes befand sich Deutschland nach zwei Quartalen mit negativen Wachstumsraten gegenĂŒber den entsprechenden Vorjahresquartalen zwischen Oktober 2008 und dem 2. Quartal 2009 in einer Rezession.[38][39] Nach Statistiken von Eurostat ging die Industrieproduktion in der Eurozone von ihrem Höhepunkt im FrĂŒhjahr 2008 bis zum FrĂŒhjahr 2009 um mehr als 20 % zurĂŒck.[40] Der RĂŒckgang der Industrieproduktion ist somit vergleichbar mit dem im ersten Jahr der Weltwirtschaftskrise 1930 in Deutschland und den USA.[41]

Auch hatte die Finanzkrise deutliche Auswirkungen auf die PrognosefĂ€higkeit von Unternehmen. Aufgrund der Unvorhersehbarkeit der MĂ€rkte hatten viele börsennotierte Unternehmen Schwierigkeiten, die fĂŒr Ihre GeschĂ€ftsberichte im Lagebericht nach § 289 HGB erforderlichen Prognosen fĂŒr das kommende GeschĂ€ftsjahr zu formulieren. Die Unternehmen mussten hier eine Gratwanderung vollziehen. Auf der einen Seite musste eine Prognose abgegeben werden, um die Anleger entsprechend den rechtlichen Vorschriften zu informieren, auf der anderen Seiten waren quantitative Ziele schwierig zu beziffern. Der Trend ging damit hin zu Prognosen, die auf verschiedenen Szenarien beruhten sowie vorwiegend von qualitativer Beschaffenheit waren.[42] Unternehmen, die auch weiterhin quantitative Daten in ihren Prognosen kommunizierten, wurde vom Kapitalmarkt die Angabe von grĂ¶ĂŸeren Spannen von bis zu 20% zugestanden.[43]

EinschĂ€tzung von Dauer und Ausmaß der Krise

Ausmaß der Krise im Zeitraum 2007 bis 2008
  • LĂ€nder mit offizieller Rezession (zwei stagnierende Quartale)</li>
  • LĂ€nder mit inoffizieller Rezession (ein Quartal)</li>
  • LĂ€nder mit einem wirtschaftlichen Abschwung von mehr als 1,0%</li>
  • LĂ€nder mit einem wirtschaftlichen Abschwung von mehr als 0,5%</li>
  • LĂ€nder mit einem wirtschaftlichen Abschwung von mehr als 0,1%</li>
  • LĂ€nder mit positiver wirtschaftlicher Entwicklung</li>
  • N/A</li> AbschĂ€tzung des IWF (Dezember 2008)
  • Am 9. Dezember 2008 senkte die Weltbank ihre Prognose fĂŒr das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2009. Sie erwartete nur noch ein globales Wachstum von 0,9 Prozent, im Gegensatz zu 2,5 Prozent im Jahr 2008. Am 11. Juni 2009 senkte sie ihre Prognose abermals, von zuvor −1,75 % auf −3 %.[44] Die jĂŒngste Konjunkturprognose fĂ€llt damit noch negativer aus als die der Schwesterorganisation IWF: Man rechne mit der schlimmsten Krise seit der Großen Depression in den 1930er Jahren. Neben einem RĂŒckgang des weltweiten Handelsvolumens seien vor allem die Exportmöglichkeiten fĂŒr EntwicklungslĂ€nder in die reicheren Staaten betroffen.[45] Die EU-Kommission rechnete nach einer am 3. November 2008 veröffentlichten Prognose fĂŒr 2009 bei den LĂ€ndern der Eurozone nur noch mit einem ganz geringen Wirtschaftswachstum von 0,1 %.[46] Am 19. Januar 2009 verschĂ€rfte sie ihre Prognose auf −1,8 % fĂŒr die LĂ€nder der EU insgesamt.[47] Der IWF erwartet in seiner Prognose von Anfang November 2008 fĂŒr 2009 die erste weltweite Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg.[48][49] Am 23. April 2009 veröffentlichte die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose ihre mittelfristige Prognose bis 2013. Demnach erwarten diese Institute fĂŒr 2009 einen RĂŒckgang des BIP von 6 % und fĂŒr 2010 von 0,5 % und bis 2013 wird das BIP in etwa das Niveau von 2008 wieder erreicht haben.

    Auf nationalstaatlicher Ebene haben viele Regierungen im Laufe der Jahre 2008/2009 Konjunkturprogramme erarbeitet. Allgemein verzeichnet mit FrĂŒhjahr 2009 der auslösende Sektor des Geldwesens schon wieder positive Kennzahlen, seit Juli zeigen auch die „Wirtschaftsmotoren“ der Realwirtschaft (im Besonderen Automobilindustrie und Bauwesen in Europa) Anzeichen der Entspannung, es gilt – zumindest eine erste – Talsohle der Wirtschaftskrise durchschritten. DafĂŒr verlagern sich die Probleme in den Industrienationen zum einen in den TertiĂ€r- (Dienstleistung) und QuartĂ€rsektor (etwa die Tourismusbranche), zum anderen wirkt sich die Flaute zeitverzögert erst seit dem FrĂŒhjahr auch auf die BeschĂ€ftigtenzahlen und auf die Kenndaten des Konsums im Allgemeinen aus (um Weihnachten 2008, als die Bankenkrise schon in vollen Ausmaß wirksam wurde, zeigten die Konsumdaten noch Rekordwerte, und die Fremdenverkehrs-Wintersaison 2008/2009 gilt noch als durchwegs positiv). Die US-Notenbank Fed rechnete durch die Finanzkrise mit einer Arbeitslosenquote mit bis zu 9,6 % fĂŒr Ende 2009 in den USA,[50] in der EU waren im Juli mit 9,5 % Arbeitslosenquote der höchste Stand seit zehn Jahren erreicht.[51] FĂŒr Jahresende 2011 sah die Fed in ihren Berechnungen von Mai 2009 eine Arbeitslosenquote von bis zu 8,5 % voraus.[50] Die steigende Arbeitslosigkeit verschĂ€rfte in den USA die Folgen der Krise. Die Sparquote der U.S.-Amerikaner stieg, die Konsumneigung fiel. Ab August 2009 fiel der Index des Konsumentenklimas der UniversitĂ€t Michigan, der im FrĂŒhjahr 2009 bereits gestiegen war, wieder.[52] Ende August gab die OECD – wenn auch nur als „Zwischenbericht“ zum fundierteren Halbjahresbericht – das Minus des Wirtschaftswachstums fĂŒr die G-7 mit 3,7 % (statt 4,1 % im Juli), fĂŒr die Eurozone mit 3,9 % (statt 4,8 % – die EZB gab gleichzeitig 4,1 % statt zuletzt 4,6 %),[53] fĂŒr die USA unverĂ€ndert 2,8 %.[54] Inzwischen (Januar 2010) scheint die Finanzkrise abzuflauen, aber langsamer als von vielen vorhergesagt. Am 21. Januar 2010 prognostizierte der Chefökonom der Weltbank in einer "Globalen Wirtschaftsprognose 2010", dass in den IndustrielĂ€ndern das Bruttonationalprodukt im Jahre 2010 wieder um +1,8 % steigen werde (2011: um +2,3 %; im letzten Jahr war es um -3,3 % zurĂŒckgegangen).[55]

    Internationale Gegenmaßnahmen

    Koordinierung der Zentralbanken

    Leitzinsen der EZB (rot) und des Federal Reserve Systems der USA (blau)

    Seit Dezember 2007 stellt die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) in Absprache mit der US-amerikanischen Federal Reserve den Banken US-Dollar zur VerfĂŒgung und nimmt dafĂŒr auf Euro lautende Wertpapiere als Sicherheit an, um die Lage auf dem Geldmarkt zu entspannen.[56] Die EZB ĂŒbernimmt insoweit Wechselkursrisiken der privaten Banken.

    Am 18. September 2008 haben die Zentralbanken weltweit konzertiert mehr als 180 Milliarden US-Dollar angeboten, um Spannungen auf dem Geldmarkt zu lindern. Bei der EuropĂ€ischen Zentralbank konnten die Banken am Donnerstag, 18. September 2008, bis zu 40 Milliarden US-Dollar fĂŒr einen Tag aufnehmen, hinzu kommt ein Euro-Schnelltender mit einem offen gelassenen Volumen. Die Bank of Japan bietet erstmals US-Dollar an.[57]

    Ab Oktober 2008 senkten in einer konzertierten Aktion sieben der fĂŒhrenden Notenbanken,[58] darunter die Federal Reserve (Fed), die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB),[59] die Bank of England (BoE)[60] und die Schweizerische Nationalbank (SNB),[58] weltweit die Leitzinsen. Seither erfolgten weitere Zinssenkungen, die die Leitzinsen auf ein seit Jahrzehnten nicht mehr erreichtes niedriges Niveau, teilweise den historischen Tiefstand gebracht haben.

    Am 6. April 2009 stellte die EZB der Fed eine Swap-Linie in Höhe von 80 Mrd. US-Dollar in Euro bereit, die britische Notenbank gewĂ€hrt 60 Mrd. Pfund, die Schweizer Notenbank stellt 40 Mrd. Franken und die japanische Zentralbank 10 Bio. Yen zur VerfĂŒgung. US-amerikanische Kreditinstitute können so zukĂŒnftig ĂŒber die Fed auf Kredite in AuslandswĂ€hrungen zurĂŒckgreifen. Die Maßnahme der Notenbanken ergĂ€nzt die Maßnahmen vom 18. September 2008 in umgekehrter Richtung. Damals hatte die Fed auslĂ€ndischen Notenbanken Swaplinien von insgesamt 300 Mrd. US-Dollar eingerĂ€umt.[61]

    Am 30. November 2011 haben die EuropĂ€ische Zentralbank, die US-Notenbank Federal Reserve, die Notenbanken Kanadas, Japans, Grossbritanniens sowie die Schweizerische Nationalbank zur Abwehr der Schuldenkrise und um die Realwirtschaft zu stĂŒtzen den globalen FinanzmĂ€rkten mehr Geld zur VerfĂŒgung gestellt. Die Zentralbanken verstĂ€ndigten sich darauf, die Kosten bestehender Dollar-Swaps ab dem 5. Dezember 2011 um 50 Basispunkte zu vermindern. Sie vereinbarten zudem TauschgeschĂ€fte, um jederzeit die von Banken benötigte WĂ€hrung bereitstellen zu können. Die Zentralbanken garantieren so den GeschĂ€ftsbanken, dass sie auch in anderen WĂ€hrungen flĂŒssig sind.[62] Gleichzeitig lockerte die chinesische Zentralbank ihre Geldpolitik.[63]

    Konjunkturprogramme

    In vielen LĂ€ndern wurden im Rahmen der Finanzkrise umfangreiche Konjunkturprogramme und Finanzmarktstabilisierungsgesetze aufgelegt. In den USA sind es der Economic Stimulus Act of 2008 (Umfang des ESA: 150 Milliarden US-Dollar), der Emergency Economic Stabilization Act of 2008 (Umfang des EESA: 700 Mrd. US-Dollar) und der American Recovery and Reinvestment Act of 2009 (Umfang des ARRA: 787 Mrd. US-Dollar). In Deutschland sind es das Finanzmarktstabilisierungsgesetz (Umfang des FMStG: 400 Mrd. Euro), das Maßnahmenpaket „BeschĂ€ftigungssicherung durch WachstumsstĂ€rkung“ (Umfang des Konjunkturpaketes I: 50 Mrd. Euro) und das Konjunkturprogramm „Entschlossen in der Krise, stark fĂŒr den nĂ€chsten Aufschwung“ (Umfang des Konjunkturpaketes II: 14 Mrd. Euro). Zur Stabilisierung der BeschĂ€ftigung wurden insbesondere die Möglichkeiten zur Kurzarbeit ausgeweitet. In Österreich wurden die Konjunkturpakete I und II und die Steuerreform 2009 (insgesamt knapp 12 Mrd. Euro) eingefĂŒhrt.

    Weltweit betrĂ€gt laut einer Studie von Deutsche Bank Research das gesamte, auf mehrere Jahre verteilte Volumen der Konjunkturprogramme etwa 2000 Mrd. US-Dollar. Ohne die Programme wĂ€re laut DB Research der RĂŒckgang an Bruttoinlandsprodukt erheblich stĂ€rker gewesen. Die krisenbedingte Minderung des BIPs beziffert die Studie mit „4000 Mrd.“ US-Dollar.[37] Schließlich kann der Bankensektor nur langsam saniert werden.

    Maßnahmen zur Stabilisierung des Bankensystems

    Im Rahmen der Krise wurden in den USA und Europa (temporĂ€re) Notverstaatlichungen durchgefĂŒhrt und sogenannte Bad-Bank-Konzepte (Abwicklungsbanken) eingefĂŒhrt. In Deutschland wurde mit dem Finanzmarktstabilisierungsfortentwicklungsgesetz im Jahr 2009 die Möglichkeit geschaffen, dezentral fĂŒr einzelne Kreditinstitute eine Bad Bank einzurichten.[64] Diese soll problembehaftete strukturierte Wertpapiere aufnehmen oder auch ganze defizitĂ€re GeschĂ€ftsbereiche sanierungsbedĂŒrftiger Banken abwickeln. StĂŒtzungsmaßnahmen zugunsten von Finanzinstitutionen erhöhten den staatlichen Bruttoschuldenstand 2008 und 2009 insgesamt um 98 Mrd. Euro. Da es sich ĂŒberwiegend um Kredite handelt, stehen dem entsprechende Forderungen an die Finanzinstitutionen gegenĂŒber.[65][66]

    Seit Oktober 2008 werden Bankschuldverschreibungen weltweit zunehmend vom Staat garantiert. Bis zum Oktober 2009 hat das Volumen staatsgarantierter Bankschuldverschreibungen rund 800 Mrd. US-Dollar erreicht. Über 450 Mrd. US-Dollar entfallen auf Westeuropa, der Rest zum großen Teil auf die USA.[67]

    Um das Bankensystem in der Eurozone zu stabilisieren legte die EuropĂ€ische Zentralbank ein Ankaufprogramm fĂŒr Pfandbriefe auf, das „Programm zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen“, englisch abgekĂŒrzt CBPP, und erwarb so bis Juni 2010 Wertpapiere im Wert von 60 Mrd. Euro.[68]

    Nach Joaquín Almunia, VizeprÀsident der EU-Kommission, erhielten die Banken von Oktober 2008 bis MÀrz 2010 etwa 4 Bio. Euro Staatshilfen, davon drei Viertel in der Form von staatlichen Garantien. Die Banken nahmen von den Staatsgarantien tatsÀchlich 994 Mrd. Euro in Anspruch.[69]

    Laut Deutscher Bundesbank nahm in Deutschland die Bruttoverschuldung des Staates (Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen einschließlich der zuzurechnenden Extrahaushalte) nach vorlĂ€ufigen Berechnungen zum Jahresende 2010 in Abgrenzung des Maastricht-Vertrages auf 83,2 % des BIP zu oder um fast 10 Prozentpunkte. Darin wĂŒrden sich umfangreiche Maßnahmen zur Finanzmarktstabilisierung in Höhe von 241 Mrd € widerspiegeln, die vor allem im Zusammenhang mit der Hypo Real Estate und der WestLB standen. Seit 2008 sei im Zuge dieser FinanzmarktstĂŒtzungsmaßnahmen der staatliche Schuldenstand um 335 Mrd €, das entsprĂ€che 13,4 % des Bruttoinlandsprodukts, gestiegen. Soweit sich die ĂŒbernommenen Risikoaktiva zukĂŒnftig verwerten ließen, wĂŒrde der Schuldenstand wieder sinken.[70]

    Nach JoaquĂ­n Almunia setzten Regierungen der EuropĂ€ischen Union zwischen 2008 und 2010 1,6 Billionen Euro, was 13 % des BIP entsprĂ€che, ein, um ihre Banken zu retten. Drei Viertel oder fast 1,2 Billionen Euro dieser Hilfen wurden fĂŒr Garantien oder LiquiditĂ€tshilfen verwendet, die restlichen 400 Mrd. Euro fĂŒr Kapitalhilfen und erforderliche Abschreibungen.[71]

    ReformvorschlÀge der G-20-Staaten

    Gipfeltreffen im November 2008

    Unter dem akuten Eindruck der Finanzkrise fand vom 14. bis 16. November 2008 ein Treffen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten (zuzĂŒglich Niederlande und Spanien) in Washington statt, um die Grundlagen einer Reform der internationalen FinanzmĂ€rkte zu beraten und umzusetzen. Dieses hochrangige Treffen wurde in der deutschsprachigen Presse auch Weltfinanzgipfel genannt. Ziel war die Vereinbarung von internationalen Regelungen, um die Wiederholung einer Finanzkrise zu vermeiden. Ein Katalog mit knapp 50 Einzelmaßnahmen wurde verabschiedet.[72] 28 dieser EinzelvorschlĂ€ge sollten bis 31. MĂ€rz 2009 umgesetzt werden, die weiteren Punkte mittelfristig. Die Teilnehmer gaben Tendenzen zum Protektionismus eine klare Absage, sie bekannten sich ausdrĂŒcklich zu den Prinzipien eines freien Marktes und eines offenen Handels. Zudem wurden eine effektivere Regulierung der FinanzmĂ€rkte gefordert. Unter anderem wurden folgende Maßnahmen vereinbart:

    • eine grĂ¶ĂŸere Überwachung der Ratingagenturen,
    • eine stĂ€rkere Reglementierung von spekulativen Hedgefonds sowie anderer bislang unregulierter Finanzprodukte,
    • Festlegung von BewertungsmaßstĂ€ben fĂŒr komplexe Finanzprodukte,
    • Erhöhung der Eigenkapitalpuffer von Finanzinstitutionen,
    • Harmonisierung und Überarbeitung von Bilanzierungsregeln,
    • Orientierung der Anreizsysteme von Managern an mittelfristigen Zielen,
    • Schutz vor unfairem Wettbewerb durch Steueroasen,
    • StĂ€rkung des Internationalen WĂ€hrungsfonds,
    • ein besserer Schutz der Verbraucher durch transparentere Informationen.

    Jedes Teilnehmerland verpflichtet sich, die Maßnahmen in nationales Recht umzusetzen.

    Nachfolgende Gipfeltreffen

    Eine Folgekonferenz fand am 1./2. April 2009 in London statt. Neben der Konkretisierung verschiedener Punkte des ersten Treffens wurden ergĂ€nzend Maßnahmen zur Konjunkturbelebung verabschiedet:[73][74]

    • Die G20-LĂ€nder beschlossen ein Programm von 1,1 Billionen US-Dollar zur Belebung der Weltkonjunktur, insbesondere des Welthandels sowie zur Verbesserung der Situation in den EntwicklungslĂ€ndern. Im Einzelnen:
      • Die Mittel fĂŒr den IWF sollen auf 750 Mrd. US-Dollar erhöht werden.
      • An neuen Sonderziehungsrechten sollen 250 Mrd. US-Dollar zugeteilt werden.
      • Über Multilaterale Entwicklungsbanken sollen zusĂ€tzlich mindestens 100 Mrd. US-Dollar gewĂ€hrt werden.
    • Bis Ende 2010 sollte eine fiskalpolitische Ausweitung von 5 Bio. US-Dollar erfolgen, welche der Weltproduktion laut G20 einen Impuls von 4 % erteilen sollte.[75] Kritiker argumentierten jedoch, dass es sich bei dieser Summe lediglich um Gelder handelte, die von den Teilnehmern bereits vor der Konferenz freigegeben worden waren.[76] Andere sprachen von einer „Bestandsaufnahme“ und hielten die Zahl zudem fĂŒr ĂŒbertrieben.[77] Laut IWF hat sich das nicht preisbereinigte weltweite Bruttoinlandsprodukt von 2009 bis 2010 um 5,1 % erhöht.[78]
    • Zur BekĂ€mpfung von Steueroasen und GeldwĂ€sche hat die OECD eine schwarze Liste (Costa Rica, Malaysia, Philippinen, Uruguay) sowie eine graue LĂ€nderliste veröffentlicht.
    • Reformen und eine StĂ€rkung der internationalen Finanzinstitutionen, insbesondere IWF und Weltbank, wurden beschlossen.
    • Maßnahmen zur systematischen Regulierung und Überwachung von Hedge-Fonds und Ă€hnlichen Finanzanlagekonstruktionen wurden konkretisiert.
    • Das bereits im November erklĂ€rte Ziel, die Eigenkapitalbasis von Kreditinstituten zu stĂ€rken, wurde durch Maßnahmen ergĂ€nzt.
    • Es wurde das Ziel vereinbart, dass sich ManagervergĂŒtungen nicht an kurzfristigen Erfolgen, sondern an langfristigen Zielen orientieren sollen.
    • Das Bekenntnis zum Freihandel wurde erneut bekrĂ€ftigt.

    Bei den weiteren G20-Treffen am 24./25. September 2009 in Pittsburgh[79] und am 26./27. Juni 2010 in Toronto[80] waren die Schwerpunkte unverÀndert eine Reform und StÀrkung der Finanzsysteme sowie das Wiedererreichen eines starken Wirtschaftswachstums, hinzu kam die Forderung nach Nachhaltigkeit und Ausgewogenheit bei der Erreichung der Wachstumsziele.

    Dokumentation

    • Inside Job, Dokumentarfilm von Charles H. Ferguson, USA 2010.

    Literatur

    Weblinks

    Einzelnachweise

    1. ↑ a b  Vier Billionen Dollar Schaden durch Krise. In: Salzburger Nachrichten. 22. April 2009, S. 15 (Artikelarchiv).</span>
    2. ↑ IMW: International Financial Stability Report, April 2009, Chapter 1: Stabilizing the Global Financial System and Mitigating Spillover Risks, Tabelle 1.3.
    3. ↑ ECB: The Janus-Headed Salvation, December 2009, Working Paper Series No 1127
    4. ↑ USA: Höchste Arbeitslosenzahl seit 1967 tagesanzeiger.ch, 29. Januar 2009 (abgerufen am 18. Oktober 2010)
    5. ↑ Banken-Erfolge: Auch Wells Fargo und Morgan Stanley melden hohe Gewinne spiegel.de, 21. Oktober 2009 (abgerufen am 18. Oktober 2010)
    6. ↑ WĂ€hrungschaos: Die Stunde des IWF ist gekommen wirtschaftsblatt.at, 16. Oktober 2010 (abgerufen am 18. Oktober 2010)
    7. ↑ Annual Report of the Council of Economic Advisers. United States Government, Washington D.C. (March 2009). Abgerufen am 5. Juni 2009., S. 63 f.
    8. ↑ Ben S. Bernanke: Deflation – making sure „it“ doesn’t happen here, Rede vor dem National Economists Club, Washington D.C., 21. November 2002 (BIS-Review 68/2002, S. 1–8).
    9. ↑ VIII. Schlussbemerkungen: Die schwierige Aufgabe der Schadensbegrenzung, (PDF) BIZ, 78. Jahresbericht, 30. Juni 2008, S. 159–174 (S. 167 f.).
    10. ↑ a b c d Benedikt Fehr: Der Weg in die Krise, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. MĂ€rz 2008.
    11. ↑ I. Einleitung: Das Ende einer unhaltbaren Situation, (PDF) BIZ, 78. Jahresbericht, 30. Juni 2008, S. 3–12 (S. 8 f.).
    12. ↑ arte, Themenabend Krepierte Kredite, explodierende Preise. 1. Juli 2008.
    13. ↑ Errechnet nach Angaben der ameco-Datenbank.
    14. ↑ a b Markus K. Brunnermeier: Deciphering the Liquidity and Credit Crunch. In: Journal of Economic Perspectivest, Bd. 23, Nr. 1, Winter 2009, S. 77–100 (PDF, S. 81).
    15. ↑ Die Finanzkrise meistern – WachstumskrĂ€fte stĂ€rken. Jahresgutachten 2008/2009 des SachverstĂ€ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Ziffer 174.
    16. ↑ Vgl. zum Schattenbankensystem auch CESifo-Group MĂŒnchen: The EEAG Report on the European Community 2009, passim, ISSN 1865-4568.
    17. ↑ Hartmann-Wendels, Hellwig, HĂŒther, JĂ€ger:Arbeitsweise der Bankenaufsicht vor dem Hintergrund der Finanzkrise. Studie des IdW Köln, 2009. S. 28.
    18. ↑ Markus K. Brunnermeier: Deciphering the Liquidity and Credit Crunch. S. 79.
    19. ↑ OECD: Recently released data confirm productivity slowdown ahead of crisis. Abgerufen 14. Mai 2009.
    20. ↑ Nach Hans-Werner Sinn (Kasinokapitalismus 2009, S. 226) stieß die Finanzkrise auf einen bereits lĂ€nger andauernden realwirtschaftlichen Abschwung
    21. ↑ The Economist, 25.–31. Oktober 2008, Abb. S. 82
    22. ↑ BIZ: I. Einleitung: Das Ende einer unhaltbaren Situation. 78. Jahresbericht, 30. Juni 2008, S. 3–12 (PDF, S. 3): „Die Turbulenzen brachen aus, als einige wenige Fonds mit Anlagen in strukturierte Finanzprodukte, die mit jĂŒngeren US-„Subprime“-Hypotheken unterlegt waren, die RĂŒcknahme von Anteilen aussetzten.“
    23. ↑ Gretchen Morgenson: Bear Stearns Says Battered Hedge Funds Are Worth Little. The New York Times, 18. Juni 2007.
    24. ↑ IWF: Global Financial Stability Report. Oktober 2008. (PDF)
    25. ↑ Jahresbericht der EuropĂ€ischen Zentralbank, S. 37 (PDF).
    26. ↑ BMWi: Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, Monatsbericht MĂ€rz 2009. Brief des Wissenschaftlichen Beirates beim Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Technologie an Bundesminister Michael Glos vom 23. Januar 2009. (PDF)
    27. ↑ Floyd Norris: High & Low Finance; Market Shock: AAA Rating May Be Junk. New York Times, 20. Juli 2007.
    28. ↑ SachverstĂ€ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR): Die Finanzkrise meistern – WachstumskrĂ€fte stĂ€rken, Jahresgutachten 2008/2009, S. 120.
    29. ↑ a b c SachverstĂ€ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Jahresgutachten 2011/2012, Zweites Kapitel „I. Weltwirtschaft: Die Krise ist noch nicht ausgestanden“
    30. ↑ Siehe Abbildung 7 in IWF: The Global Economy and Financial Crisis.
    31. ↑ Schweizerische Nationalbank: Bericht zur FinanzstabilitĂ€t. Juni 2008 (PDF), S. 12.
    32. ↑ Schweizerische Nationalbank: Bericht zur FinanzstabilitĂ€t. Juni 2008 (PDF), S. 12, 19.
    33. ↑ Dorothea SchĂ€fer: Agenda fĂŒr eine neue Finanzmarktarchitektur. In: DIW: Wochenbericht, 17. Dezember 2008.
    34. ↑ Die Gesamtheit der finanzpolitisch relevanten EU-BeschlĂŒsse zur Griechenland- und zur Eurokrise, d.h. in den Tagen und NĂ€chten vom 7. bis einschließlich zum 9. Mai, wird erkennbar aus verschiedenen öffentlich einsehbaren Archiven, z. B. aus den archivierten Nachrichten des Deutschlandfunks, siehe zum Beispiel den zweiten Abschnitt in http://www.dradio.de/nachrichten/20100509080000 .
    35. ↑ Details: siehe z. B. [1] (Spiegel Online vom 10. Mai 2010, abgerufen am 30. Mai 2010).
    36. ↑ IWF erhöht Prognose ĂŒber Kosten der Finanzkrise auf 11,9 Billionen US-Dollar
    37. ↑ a b Bernhard Graf und Stefan Schneider: „Wie bedrohlich sind die mittelfristigen Inflationsriiken?“ In: Deutsche Bank Research 30. April 2009 (PDF)
    38. ↑ Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts
    39. ↑ Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts
    40. ↑ Eurostat RĂŒckgang der Industrieproduktion ĂŒber 20 % (PDF)
    41. ↑ UniversitĂ€t MĂŒnster, Pfister, Folie Nr. 5 (PDF)
    42. ↑ PriceWaterhouseCoopers: Lageberichterstattung vor dem Hintergrund der Finanzkrise, S. 12 (PDF)
    43. ↑ cometis AG: Guidance 2010 – Prognosen in Krisenzeiten, S. 7 (PDF)
    44. ↑ Spiegel Online: Weltbank sagt Absturz der globalen Wirtschaft voraus, abgerufen am 11. Juni 2009
    45. ↑ vgl. Weltbank warnt vor schwerster Rezession seit 30er Jahren (nicht mehr online verfĂŒgbar) bei tagesschau.de, 9. Dezember 2008 (aufgerufen am 10. Dezember 2008).
    46. ↑ Prognose der EU vom 3. November 2008: FĂŒr Deutschland, Frankreich und Italien 2009 ist mit einem Nullwachstum zu rechnen, wĂ€hrend in England, Irland und Spanien sogar eine negative Zahl erwartet wird. Genaue Zahlen siehe im Artikel Wirtschaftswachstum: Europa.
    47. ↑ Nachrichten des Deutschlandfunks vom 19. Januar 2009.
    48. ↑ IWF: Deutsche Wirtschaft schrumpft 2009. Abgerufen am 6. November 2008.
    49. ↑ Bericht des IWF. Abgerufen am 6. November 2008.
    50. ↑ a b Dow Jones: US-Notenbank sieht tieferen Abschwung und höhere Arbeitslosigkeit bei focus.de, 21. Mai 2009. Aufgerufen am 23. Mai 2009.
    51. ↑  Fast 300.000 ohne Arbeit. In: Salzburger Nachrichten. 2. September 2009, Wirtschaft, S. 14 (Artikelarchiv).</span>
    52. ↑ UniversitĂ€t Michigan
    53. ↑  EZB hebt Prognose an und teilt mehr Geld zu. In: Salzburger Nachrichten. 4. September 2009, Börsen/Anzeigen, S. 13.</span>
    54. ↑  OECD verbreitet Zuversicht. In: Salzburger Nachrichten. 4. September 2009, Börsen/Anzeigen, S. 13.</span>
    55. ↑ Zur Prognose der Weltbank siehe zum Beispiel den Spiegel-online-Artikel vom 21. Januar 2010, oder die (archivierten) Nachrichten des Deutschlandfunks vom 21. Januar, 3 Uhr, abgerufen am 23. Januar 2010
    56. ↑ Banken buhlen um Dollar-Kredite der EZB. Financial Times Deutschland, 11. September 2008.
    57. ↑ Gemeinsame Aktion – Notenbanken verleihen abermals Milliarden. FAZ.net, 18. September 2008.
    58. ↑ a b Sieben Notenbanken senken gemeinsam den Leitzins, NZZ Online, 8. Oktober 2008 (abgerufen am 1. Mai 2009).
    59. ↑ EZB: Monetary policy decisions. 6. November 2008.
    60. ↑ Bank of England Reduces Bank Rate by 1.0 Percentage Points to 2.0 %. bankofengland.co.uk, 4. Dezember 2008 (abgerufen am 1. Mai 2009); Meldung der Bank of England vom 6. November 2008.
    61. ↑ US-Bankensystem erhĂ€lt Hilfe von der EZB – Konzertierte Aktion von Notenbanken sichert US-Instituten Zugang zu LiquiditĂ€t in Euro, Yen, Pfund und Schweizer Franken. Handelsblatt, 7. April 2009.
    62. ↑ „Grosse Notenbanken versorgen Banken mit LiquiditĂ€t - Kursfeuerwerk an den Börsen – auch SNB beteiligt“ NZZ Online
    63. ↑ Bettina Schulz, Patrick Welter, Stefan Ruhkamp: „Schuldenkrise - Notenbankallianz löst Kursrally aus.“ FAZOnline 30. November 2011
    64. ↑ BMF zur deutschen Bad Bank-Lösung
    65. ↑ [ http://www.bundesbank.de/download/presse/pressenotizen/2010/20100419.maastrich.php Bundesbankpressenotiz 19. April 2010 - Maastricht-Schuldenstand 2009]
    66. ↑ Pressemeldung des Bundestages vom 11. Mai 2010
    67. ↑ Deutsche Bundesbank: FinanzstabilitĂ€tsbericht 2009, Schaubild 1.1.4.
    68. ↑ Tim Oliver Berg, Kai Carstensen: „Baldige RĂŒckkehr zur alten Rolle erforderlich!“ Wirtschaftsdienst 2012/2
    69. ↑ Pressemeldung der EU-Kommission vom 27. Mai 2010
    70. ↑ Pressemitteilung der Deutschen Bundesbank 13. April 2011
    71. ↑ Joaquín Almunia Vice President of the European Commission responsible for Competition Policy Restructuring EU banks: The role of State aid control CEPS Lunchtime Meeting Brussels, 24 February 2012
    72. ↑ AbschlusserklĂ€rung im Wortlaut; Veröffentlichung der AbschlusserklĂ€rung auf der Seite der Bundesregierung von Deutschland
    73. ↑ Handelsblatt: „Das hat der G20-Gipfel beschlossen“
    74. ↑ Zu den CommuniquĂ©s der G20-Gruppe
    75. ↑ G20 - top ten outcomes. Archiviert vom Original am 25. Januar 2010, abgerufen am 19. Dezember 2011.
    76. ↑ Andreas Oldag: G-20-Gipfel - Der Billionen-Trick, SĂŒddeutsche Zeitung, 4. April 2009, Zugriff am 19. Dezember 2011
    77. ↑ Carsten Volkery, : G-20-Gipfel in London: Industriestaaten feiern Billionen-Kompromiss, Spiegel online, 2. April 2009, Zugriff am 19. Dezember 2011
    78. ↑ imf.org: Vergleich der Bruttoinlandsprodukte von 2009 und 2010, Zugriff am 19. Dezember 2011
    79. ↑ Abschlussdokument des G20-Gipfeltreffens in Pittsburgh
    80. ↑ Abschlussdokument des G20-Gipfeltreffens in Toronto
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