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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Main-Taunus-Kreis | |
| Höhe: | 90 m ü. NN | |
| Fläche: | 22,95 km² | |
| Einwohner: |
20.338 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 886 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 65439 | |
| Vorwahl: | 06145 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MTK | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 36 004 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Bahnhofstraße 12 65439 Flörsheim am Main | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Michael Antenbrink (SPD) | |
| Lage der Stadt Flörsheim am Main im Main-Taunus-Kreis | ||
Flörsheim am Main ist eine Stadt im Main-Taunus-Kreis in Hessen (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Flörsheim grenzt im Norden an die Stadt Hofheim am Taunus, im Osten an die Stadt Hattersheim am Main, im Süden an die Städte Raunheim und Rüsselsheim (beide Kreis Groß-Gerau) sowie im Westen an die Stadt Hochheim am Main.
Die Stadt ist in die Stadtteile Stadtmitte (12.039 Einwohner), Weilbach (3815 Einwohner), Wicker (3526 Einwohner), Keramag/Falkenberg (713 Einwohner) unterteilt (Stand: 30. November 2008).[2] Bad Weilbach ist ein Ortsteil des Stadtteiles Weilbach.[3]
Jedes Jahr am letzten Montag im August feiert die Stadt den „Verlobten Tag“. Dieser hat seinen Ursprung im Jahr 1666, als in Flörsheim die Pest wütete. Nachdem innerhalb kürzester Zeit mehr als 200 Einwohner gestorben waren und der kleinen Gemeinde die völlige Ausrottung drohte, beteten der Überlieferung nach die Überlebenden in höchster Not um Rettung. Als die Pest dann tatsächlich endete, gelobten die Flörsheimer zusammen mit dem Initiator Pfarrer Johannes Laurentius Münch „solange in Flörsheim Stein auf Stein steht, eine Dankprozession zum Lobpreis des Allerhöchsten alljährlich durchzuführen“. Dieses Gelöbnis wurde bisher strikt eingehalten; auch in Kriegszeiten und trotz zeitweisem Verbot dieser Veranstaltung. 2011 wurde der „Verlobte Tag“ deshalb zum 345. Mal gefeiert.[4]
Jeweils im Oktober findet jedes Jahr entlang des Mainufers die Flörsheimer „Kerb“ statt. Diese Kirmesveranstaltung entstand aus dem Kirchweihfest der St. Gallus-Kirche. Seit den 1970er Jahren gibt es außerdem an einem Juli-Wochenende das „Flörsheimer Open Air“, ein kleines Pop- und Rock-Musikfestival mit freiem Eintritt auf den Wiesen unter der Mainbrücke nach Rüsselsheim. Überregional bekannt ist der Flörsheimer „Fassenachtsumzug“ mit zum Teil über 3.500 Teilnehmern (um die 160 Nummern), der jeweils am Fastnachtssonntag um 13.31 Uhr beginnt und regelmäßig rund 35.000 Zuschauer hat. 2007 waren es laut Polizeischätzungen sogar rund 80.000. Dies liegt aber auch daran, dass in den anliegenden Nachbargemeinden in den unrunden Jahren am Sonntag keine Fastnachtsumzüge stattfinden.[5]
Flörsheim zeichnet sich zudem durch seinen einmaligen Fastnachtsruf (Narrenruf) „Hall die Gail“ aus. Der Ruf entstammt der frühen Zeit, als im Fastnachtszug noch viele Wagen mit Pferdegespannen fuhren. Wurden diese Pferde dann wegen der vielen schreienden und winkenden Menschen unruhig, rief man den Pferdelenkern des Öfteren die Aufforderung zu, ihre Pferde fest am Zügel zu halten. Kurz und knapp formuliert: „Halte die Gäule (Pferde)!“ oder eben auf Flerschemerisch: „Hall die Gail“. Um sich von den befreundeten Mainzer Fastnachtern etwas abzuheben, beschloss der Flörsheimer Carnevals Verein (FCV) dies nun künftig durch die Straßen der Stadt zu rufen.[6]
Seit 1980 finden im vierten Quartal eines Kalenderjahres die Gallus-Konzerte statt, eine musikkulturelle Reihe, deren konzertante Aufführungen teilweise als Veranstaltungen des Hessischen Rundfunks geführt werden.[7]
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[8]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
</div> | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 37,8 | 14 | 49,4 | 18 | 48,0 | 18 | |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 28,0 | 10 | 22,8 | 8 | 25,3 | 9 | |
| GALF | Grüne Alternative Liste Flörsheim | 25,4 | 10 | 18,0 | 7 | 22,1 | 8 | |
| dfb | DIE FREIEN BÜRGER | 5,0 | 2 | 4,1 | 2 | – | – | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 3,8 | 1 | 5,7 | 2 | 4,6 | 2 | |
| Gesamt | 37 | 37 | 37 | |||||
| Wahlbeteiligung in % | 49,2 | 61,4 | ||||||
Michael Antenbrink (SPD) wurde in der Stichwahl am 17. September 2006 mit 56,1 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Sein Vorgänger Ulrich Krebs (CDU) beendete seine Amtszeit vorzeitig, da er am 26. März 2006 zum Landrat des Hochtaunuskreises gewählt wurde.
Der Flörsheimer Bahnhof (an der Taunus-Eisenbahn) wird von der S1 angefahren (Wiesbaden–Mainz-Kastel–Frankfurt–Rödermark-Ober-Roden). Das Gebäude von 1839 stammt vom Architekten Ignaz Opfermann, wurde mit Beginn der Taunusbahn errichtet und zählt zu den ältesten erhaltenen Bahnhöfen in Deutschland. 1875 wurde das Obergeschoss als Wohnung für den Bahnhofsvorsteher angebaut. Seit 2001 dient es nach der Renovierung als Stadtbüro der Verwaltung Flörsheim und das Nebengebäude als Kinder- und Jugendtreff.
Mehrere Buslinien fahren außerdem durch/ab Flörsheim:
Bad Soden am Taunus | Eppstein | Eschborn | Flörsheim am Main | Hattersheim am Main | Hochheim am Main | Hofheim am Taunus | Kelkheim (Taunus) | Kriftel | Liederbach am Taunus | Schwalbach am Taunus | Sulzbach (Taunus)