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| Fontainebleau | ||
|---|---|---|
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| Region | Île-de-France | |
| Département | Seine-et-Marne | |
| Arrondissement | Fontainebleau | |
| Kanton | Fontainebleau | |
| Koordinaten | 48° 25′ N, 2° 42′ O48.40888888892.7016666666782Koordinaten: 48° 25′ N, 2° 42′ O | |
| Höhe | 82 m (42–150 m) | |
| Fläche | 172,05 km² | |
| Einwohner | 15.268 (1. Jan. 2009) | |
| Bevölkerungsdichte | 89 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 77300 | |
| INSEE-Code | 77186 | |
| Website | fontainebleau.fr | |
| Schloss Fontainebleau | ||
Fontainebleau [fõtɛnˈblo] (früher: fontaine belle eau) ist eine französische Stadt mit 15.268 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009) in der Region Île-de-France. Die Stadt liegt 55 km südlich von Paris und ist Hauptort des Arrondissements Fontainebleau im Département Seine-et-Marne.
Inhaltsverzeichnis |
Die Landschaftsbezeichnung „Gâtinais français“ wurde in früherer Zeit für die Region um Fontainebleau verwendet. Im Juli 1313 fand dort die Heirat zwischen Johanna von Burgund und Philipp von Valois statt, der später als Philipp VI. König von Frankreich wurde.
Am 18. Oktober 1752 fand die Uraufführung der Oper Le Devin du village von Jean-Jacques Rousseau statt. 1753 entstand Daphnis et Eglé, ein Heroisches Werk von Rameau. Am 23. Oktober 1754 wurde die Oper Anacréon von Jean-Philippe Rameau uraufgeführt. Die Kolonie New Orleans ging 1762 im Rahmen des geheimen Abkommens von Fontainebleau an Spanien, was im Pariser Frieden 1763 bestätigt wurde. Von 1806 bis 1814 hielt Napoleon I. Papst Pius VII. in Fontainebleau gefangen.
Am 27. Oktober 1807 musste Spanien im Vertrag von Fontainebleau der französischen Armee Durchmarschrechte nach Portugal zugestehen. Anlass war die Weigerung des portugiesischen Königs Johann VI., nach Napoleons Niederlage in der Seeschlacht von Trafalgar England anzugreifen. Portugal wurde in der Folge besetzt und das Haus Braganza abgesetzt.
1810 wurde das Napoleonische Dekret von Fontainebleau als eines der Folgedokumente des Berliner Dekrets erlassen. Der neue Vertrag von Fontainebleau wurde 1814 geschlossen. Napoleon dankte ab und die Regentschaft der Bourbonen wurde wieder hergestellt.
Im Jahr 1948 wurde hier im Umfeld einer internationalen Konferenz die Naturschutzorganisation IUCN gegründet.
Vom August 1953 bis April 1967 war Fontainebleau Sitz des NATO-Hauptquartiers Allied Forces Central Europe (AFCENT). In der Nähe der Stadt, auf dem Camp Guynemer, war das Hauptquartier des Allied Air Forces Central Europe (AAFCE). Nach dem Rückzug Frankreichs aus der militärischen Integration der NATO im Jahre 1966 wurde AFCENT nach Brunssum in den Niederlanden verlegt, das AAFCE bis 1974 aufgelöst.[1] 1984 fand in Fontainebleau ein Treffen des Europäischen Rates statt, dessen Entscheidungen die Eurosklerose beendeten. Der Britenrabatt beendete den jahrelang schwelenden Finanzstreit innerhalb der Europäischen Gemeinschaft; zwei durch den Gipfel ins Leben gerufende Ausschüsse (Ad-hoc-Ausschuss für institutionelle Fragen, auch Dooge-Ausschuss genannt, sowie der Ausschuss für das „Europa der Bürger“, auch Adonnino-Ausschuss genannt) führten schließlich zur Verabschiedung der Einheitlichen Europäischen Akte, der ersten Änderung der Römischen Verträge. Das Treffen gilt damit als ein Meilenstein der Europäischen Integration.
Partnerstädte von Fontainebleau sind London Borough of Richmond upon Thames in England und Konstanz. Ein Schiff der Autofähre Konstanz–Meersburg trägt deswegen den Namen der Partnerstadt (MF Fontainebleau).
Der Ort hatte von 1896 bis 1953 eine Straßenbahn. Diese war im Zeitraum vom 15. Juli 1901 bis 1913 als Oberleitungssystem ausgeführt.
Avon | Bois-le-Roi | Fontainebleau | Héricy | Samois-sur-Seine | Samoreau | Vulaines-sur-Seine