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| Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (MA 49) | |
|---|---|
| Leiter | Dipl.-Ing. Andreas Januskovecz [1] |
| Geschäftsgruppe | Geschäftsgruppe Umwelt [2] |
| http://www.wald.wien.at | |
Der Magistratsabteilung 49 – Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (MA 49) obliegen Verwaltung und Bewirtschaftung der im Eigentum der Stadt Wien stehenden Forst- und Landwirtschaftsflächen. 41.500 Hektar Wald inklusive Almen und Felsen und 2.500 Hektar landwirtschaftliche Nutzflächen werden von der MA 49 verwaltet. Die Stadt Wien ist österreichweit nach der Republik die zweitgrößte Waldbesitzerin der öffentlichen Hand.[3] Die Abteilung zählt zur Geschäftsgruppe Umwelt des Magistrats der Stadt Wien.
Inhaltsverzeichnis |
Das Erhalten der stadtnahen Erholungswälder und das Gestalten von Erholungsgebieten und Grünverbindungen mit neuen Wäldern und Wiesen in den Stadterweiterungsgebieten sind zentrale Aufgaben der MA 49 (siehe auch Wiener Grüngürtel). Die Gebietsbetreuung umfasst unter anderem das Planen, Errichten und die Pflege von Wanderwegen, Spielplätzen, Lehrpfaden, Informationseinrichtungen, Aussichtswarten und Tiergehegen. Als Gremiumsmitglied in der Biosphärenpark Wienerwald GmbH[4] und der Nationalparkgesellschaft Donau-Auen GmbH[5] legt die MA 49 mit ihren Partnern überregionale Naturraummanagementziele fest. Der stadteigene Wald im Raum Wien wird von den Forstverwaltungen Lainz und Lobau betreut.
"Naturerleben mit allen Sinnen“ ist Motto der Umweltbildungseinrichtungen der MA 49. Seit der Gründung der Ersten Wiener Waldschule 1998[9] in Wien, damals die erste waldpädagogische Einrichtung dieser Art in Österreich, entwickelte die MA 49 mehrere Modelle, um umwelterzieherische Inhalte zu vermitteln. Das Angebot reicht dabei vom Kinderbauernhof am Cobenzl bis hin zum Nationalparkcamp in den Donau-Auen. 2007 eröffnete die MA 49 ein Nationalparkhaus in der Lobau.[10] Im Obergeschoss des Hauses ist heute die Zweite Wiener Waldschule des Forstamtes untergebracht.
Die MA 49 kooperiert mit mehreren wissenschaftlichen Institutionen, unter anderem der Universität für Bodenkultur, der Universität Wien und dem Bundesamt und Forschungszentrum für Wald. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit der Bio Forschung Austria, ehemals Ludwig Boltzmann Institut für biologischen Landbau. Die außeruniversitäre, gemeinnützige Forschungseinrichtung beschäftigt sich unter anderem mit Fragen der Kompostanwendung, des Pflanzenbaus, des Pflanzenschutzes bis hin zum Klimaschutz. Die Erkenntnisse aus der Forschung finden auf den stadteigenen Flächen Anwendung.
Die MA 49 verwaltet rund 2.500 Hektar Anbaufläche in Wien und Niederösterreich. Etwa 2.000 Hektar Ackerfläche, davon zirka 1.000 Hektar Biofläche, und 48 Hektar Rebfläche werden von ihr selbst bewirtschaftet. Innerhalb Wiens werden die stadteigenen Ackerflächen nach Richtlinien des biologischen Landbaus bewirtschaftet. Für die Flächen gelten die Bestimmungen des „Bioverbandes Bio Austria“[11], Kontrolle und Zertifizierung werden durch die Bio-Kontrollstelle „Austria Bio Garantie“[12] gewährleistet. Am Weingut Wien Cobenzl, das sich seit 1907 im Besitz der Stadt Wien befindet, werden traditionelle Wiener Rebsorten angebaut. Rund drei Viertel der Weine sind Weißweine wie Grüner Veltliner, Riesling, Weißburgunder und der Wiener Gemischte Satz. Bei den roten Sorten dominieren Zweigelt und Pinot Noir. Die Verwaltung der stadteigenen Landwirtschaftsflächen erfolgt durch die Stadtgüter Laxenburg/Wallhof, Lindenhof/Eggenburg, das Biozentrum Lobau und das Weingut Wien Cobenzl.