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| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Frühling für Hitler |
| Originaltitel | The Producers |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1968 |
| Länge | 88 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Mel Brooks |
| Drehbuch | Mel Brooks |
| Produktion | Sidney Glazier |
| Musik | John Morris |
| Kamera | Joseph F. Coffey |
| Schnitt | Ralph Rosenblum |
| Besetzung | |
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Frühling für Hitler (deutscher Alternativtitel: Total verrückter Broadway) ist eine US-amerikanische Filmkomödie des Regisseurs Mel Brooks aus dem Jahr 1968.
Inhaltsverzeichnis |
Zunächst massenhaft Geld bei Investoren einsammeln, dann mit minimalen Kosten ein todsicher zum Scheitern verurteiltes Theaterstück auf die Bühne bringen, sich mit dem Differenzbetrag nach Brasilien absetzen und die Geldgeber leer ausgehen lassen: Mit diesem nicht ganz legalen Plan versuchen der mittlerweile notorisch erfolglose Broadway-Produzent Max Bialystock und der windige Buchprüfer Leo Bloom zu Geld zu kommen. Nachdem mit dem durchgeknallten Drehbuchautor und Altnazi Franz Liebkind, dem als Regisseur völlig überforderten Roger De Bris und dem Hippie und Möchtegernmimen Lorenzo St. DuBois (dessen Initialen L.S.D. kommen nicht von ungefähr) das notwendige Personal gefunden worden ist, scheinen die Voraussetzungen für einen Flop optimal erfüllt zu sein. Doch dann kommt alles anders als vorgesehen. Die als Rechtfertigung des Nazi-Diktators gedachte Musikrevue Frühling für Hitler erweist sich als ausgesprochener Erfolg. Und zwar vor allem deshalb, weil sie vom Publikum als gelungene Farce empfunden wird, die die Zeit des Nationalsozialismus kräftig durch den Kakao zieht. Womit Bialystock und Bloom natürlich ein Problem haben, das sie dadurch zu lösen versuchen, gemeinsam mit Liebkind, der dabei noch die Zünder (Langzeit gegen Kurzzeit) vertauscht, das Theater in die Luft zu sprengen. Und so landen alle drei schließlich im Gefängnis, was sie aber nicht davon abhält, dort mit den gleichen Geschäftsmethoden ein weiteres Stück unter dem Titel Gefangene der Liebe zu produzieren.
Neben Sein oder Nichtsein und Der große Diktator gilt Frühling für Hitler heute als einer der gelungensten Versuche, sich in komödiantischer Weise mit dem deutschen Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Anders als der Lubitsch-Film von 1942 und Chaplins Hitlerparodie von 1940 hat Mel Brooks sich dieses Themas jedoch in einer derb-überdrehten Form angenommen. Dass dieser Film in deutschsprachiger Fassung mit Benno Hoffmann als Stimme für Zero Mostel und Harald Leipnitz als Sprecher von Gene Wilder erst im Jahr 1976[1] – also mit acht Jahren Verspätung – zu sehen war, hat in erster Linie aber nicht daran gelegen, dass der recht zotige Humor, der auch für Brooks’ spätere Produktionen typisch ist, nicht mit einem speziellen deutschen Humorverständnis kompatibel gewesen wäre. Wie auch das Beispiel der bis zur Mitte der 1970er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland aufgeführten deutschen Fassung von Casablanca zeigt, gab es seinerzeit noch Vorbehalte gegen entsprechende Filmstoffe.
Auf der Grundlage dieses Films entstand im Jahr 2001 das Broadway-Musical The Producers, für das Mel Brooks ebenfalls das Buch geschrieben hat. Dieses Musical hat 2001 insgesamt 12 Tony Awards (sog. Bühnen-Oscar) gewinnen können, womit der bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Rekord von Hello, Dolly! aus dem Jahr 1964 übertroffen worden ist.
Dieses Musical bildete die Vorlage für die Neuverfilmung The Producers aus dem Jahr 2005.
Frühling für Hitler | Die zwölf Stühle | Der wilde wilde Westen | Frankenstein Junior | Mel Brooks’ letzte Verrücktheit: Silent Movie | Mel Brooks’ Höhenkoller | Mel Brooks – Die verrückte Geschichte der Welt | Mel Brooks’ Spaceballs | Das Leben stinkt | Robin Hood – Helden in Strumpfhosen | Dracula – Tot aber glücklich