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Frühmittelalter

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Innenansicht der Kirche von San Vitale im italienischen Ravenna, Mitte 6. Jahrhundert

Mit dem Begriff Frühmittelalter oder Frühes Mittelalter bezeichnet man den ersten von drei großen Abschnitten des Mittelalters, bezogen auf Europa und den Mittelmeerraum. Die beiden folgenden Zeitabschnitte sind das Hoch- und das Spätmittelalter. Dem Frühmittelalter selbst geht die Spätantike voran.

Beginn und Ende des Frühmittelalters werden in der historischen Forschung unterschiedlich datiert. Es dauerte von ca. 500 bis etwa 1050 n. Chr. Eine exakte zeitliche Abgrenzungen existiert jedoch nicht. Das gilt auch für die geografische Abgrenzung: In erster Linie betrifft der Begriff das christlich-lateinische West- und Mitteleuropa. Daran schließen sich die benachbarten Räume an, nämlich das langsamer christianisierte Nord- und Osteuropa, die christliche oströmische Welt (Byzanz) sowie der Kulturkreis des Islam.

Moderne Historiker haben den Zeitabschnitt sowohl als eigenständige Epoche als auch als Übergangszeit von der antiken Welt zum Mittelalter angesehen. Typisch für das Frühmittelalter ist die Völkerwanderung mitsamt der Entstehung neuer Reiche im Westen, die anschließende Umformung der vormals römischen Welt im Westen in eine germanisch-romanische Welt und die Etablierung einer neuen Gesellschaftsordnung, ferner die sich ausbreitende Christianisierung.

Inhaltsverzeichnis

Begriff und zeitliche Abgrenzung

Das Mittelalter selbst wird der Einfachheit halber oft mit den Zeitangaben ca. 500 und 1500 nach Christus eingegrenzt. Der Begriff steht für Europa als relativ einheitliches „christliches Abendland“ und lässt sich daher nicht oder kaum auf die außereuopäische Geschichte anwenden. Die zeitliche Abgrenzung des Frühmittelalters zur Spätantike und zum Hochmittelalter ist – wie Epocheneinschnitte allgemein – Gegenstand der geschichtswissenschaftlichen Diskussion und bis zu einem gewissen Grad willkürlich. Nach dem Ende der Antike steht das Frühmittelalter für den Beginn eines Zeitabschnitts, das in der älteren Forschung oft als eher „dunkle Periode“ betrachtet wurde, beginnend mit dem Geschichtsmodell der Aufklärung im 18. Jahrhundert, in der diese Form der Periodisierung vorherrschend wurde und Geschichtsabläufe in einem bestimmten Sinne (einer „mittleren Zeit“ zwischen Antike und Neuzeit) gedeutet wurden. In der modernen Forschung wird auf diese Problematik hingewiesen und für eine differenzierte Betrachtung plädiert.[1]

Für den Beginn des Frühmittelalters sind viele Zeitpunkte und Ereignisse vorgeschlagen worden, je nachdem, welche wissenschaftliche Perspektive gewählt wurde:

Die frühen Datierungen werden in der neueren Forschung in der Regel nicht mehr vertreten. Vielmehr betrachtet man nun die Zeit von ca. 500 bis ins frühe 7. Jahrhundert als relativ fließende Übergangszeit von der Spätantike ins frühe Mittelalter, wobei diese regional sehr unterschiedlich verlief und auch durchaus antike Elemente übernommen wurden.[3] Oft wird in diesem Zusammenhang von Mittelalterhistorikern bereits die Entwicklung in der Spätantike ab dem 4. Jahrhundert betrachtet.[4] Statt wie in der älteren Forschung vor allem den Bruch zwischen Antike und Mittelalter zu betonen, wird in der modernen Forschung außerdem auf die Kontinuitätselemente verwiesen und diese stärker herausgearbeitet.[5] Das in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegene Forschungsinteresse an der Übergangszeit von der Spätantike ins Frühmittelalter drückt sich in einer Vielzahl neuer Publikationen aus, wobei die Forschungsansätze variieren.[6]

Auch das Ende des Frühmittelalters und der Beginn des Hochmittelalters wird an keinem einzelnen exakten Datum festgemacht. Als Eckpunkte gelten unter anderem der endgültige Zerfall des Karolingerreiches und die Bildung der Nachfolgereiche um und nach 900, die Adaptierung der weströmischen Reichsidee durch Kaiser Otto I. (962) (die schließlich vom Ostfrankenreich zum später so genannten Heiligen Römischen Reich führte), das Ende des ottonischen Kaiserhauses (1024) oder allgemein die Zeit um 1050. Die zeitliche Untergliederung in der deutschsprachigen Forschung für das Ende des Frühmittelalters, die vor allem an der Dynastiegeschichte orientiert ist, deckt sich jedoch nicht völlig mit der englischen, französischen oder italienischen Forschung.[7] Dies ist vor allem auf die unterschiedliche Wissenschaftstraditionen zurückzuführen. So gilt zum Beispiel in England die Zeit der Eroberung England durch die Normannen (1066) als einschneidend.[8] Die Daten variieren daher in der einschlägigen Fachliteratur (auch in den „europäisch“ ausgerichteten Überblicksdarstellungen[9]) zwischen ca. 900 und der Mitte des 11. Jahrhunderts.

Die politische Geschichte

Voraussetzungen: Rom in der Spätantike

Hauptartikel: Spätantike

Das europäische Mittelalter, das ein Resultat der Auflösung des weströmischen Reiches im Jahr 476 ist, ist ohne das römische Erbe nicht vorstellbar. Latein blieb die zentrale Verkehrs- und Gelehrtensprache, römische Ämter existierten noch lange nach dem Ende Westroms in den germanisch-romanischen Nachfolgereichen fort, die materiellen Hinterlassenschaften und nicht zuletzt die Idee des Imperiums als wichtiger geschichtlicher Faktor prägten das gelehrte Denken nachhaltig.

Das römische Reich zum Zeitpunkt des Todes Theodosius I. 395 n. Chr.

Das Römische Reich selbst durchlief in der Spätantike einen Transformationsprozess, der erst in der modernen Forschung differenzierter analysiert worden ist.[10] Beginnend mit den Reformen Kaiser Diokletians, organisierte Konstantin der Große Verwaltung und Heer zu Beginn des 4. Jahrhunderts weitgehend neu. Ebenso von Bedeutung war die von Konstantin betriebene religionspolitische Wende, die oft als Konstantinische Wende bezeichnet wird: Die prinzipielle Religionsfreiheit im Imperium und vor allem die nach 312 deutliche Privilegierung des Christentums. Die auf Konstantin folgenden Kaiser waren, mit Ausnahme Julians, alle Christen. Diese Entwicklung gipfelte in der Erhebung des Christentums zur Staatsreligion im Imperium Ende des 4. Jahrhunderts durch Theodosius I. Die paganen (heidnischen) Kulte konnten sich noch bis ins 6. Jahrhundert halten, verloren im Imperium aber spätestens nach 400 zunehmend an Bedeutung und wurden nur noch von einer immer kleiner werdenden Minderheit praktiziert.[11] Im Gegensatz dazu gewann die christliche Reichskirche immer stärker an Einfluss, wenngleich die verschiedenen innerchristlichen Streitigkeiten (siehe Erstes Konzil von Nicäa, Arianismus, Nestorianismus, Monophysitismus) teilweise erhebliche gesellschaftliche und politische Probleme verursachten. Bereits im 3. Jahrhundert entwickelte sich zuerst im Osten des Reiches das Mönchtum, das dann im Mittelalter noch großer Bedeutung war.

Im Gegensatz zur älteren Lehrmeinung wird die Entwicklung des römischen Staates und der römischen Gesellschaft in der Spätantike nicht mehr als ein Niedergangsprozess begriffen.[12] Vielmehr zeigten Wirtschaft, Kunst, Literatur und Gesellschaft Zeichen spürbarer Vitalität, wenngleich regional unterschiedlich ausgeprägt. In der spätantiken Kultur wurde zwar das „klassische Erbe“ gepflegt, gleichzeitig wurde parallel dazu der christliche Einfluss stärker. Es entstanden Werke von Paganen wie Libanios, Themistios, Claudian (der vielleicht auch Christ war), des Gelehrtenkreises um Virius Nicomachus Flavianus und Quintus Aurelius Symmachus sowie verschiedener Neuplatoniker (die teils ebenfalls Christen waren) sowie verschiedene pagane Geschichtswerke, vor allem das des Ammianus Marcellinus, des Zosimos und die anonyme Historia Augusta. Es entstanden ebenso eine ganze Reihe Werke christlicher Autoren, zu nennen sind unter anderem Augustinus von Hippo, Ambrosius von Mailand, Prudentius, Corippus, Boethius oder Prokopios von Caesarea. Rechtsgeschichtlich von großer Bedeutung war der im Mittelalter so genannte Corpus Iuris Civilis. Der römische Staat war seit Konstantin zentralisierter als zuvor, mit den nun rein zivilen Prätorianerpräfekten an der Spitze der Bürokratie,[13] doch kann nicht von einem Zwangsstaat gesprochen werden, zumal die Verwaltung im modernen Sinne mit ihren rund 30.000 Beamten für alle ca. 60 Millionen Einwohner als unteradministriert gelten muss.[14]

Im militärischen Bereich wurden verstärkt Germanen und andere „Barbaren“ für das Heer rekrutiert; eine Sonderrolle spielten dabei die genannten Foederaten, die nur indirekt römischen Befehl unterstanden. Außenpolitisch verschlechterte sich die Lage des spätantiken Imperiums mit dem Beginn der Völkerwanderung (siehe unten) um 375. Bereits zuvor hatten Germanen an Rhein und Donau sowie vor allem das neupersische Sassanidenreich, Roms großer Rivale im Osten, für Druck gesorgt, doch blieb die Lage bis ins späte 4. Jahrhundert relativ stabil. Nach der Reichsteilung von 395 waren beide Reichsteile verstärkt von Angriffen von Germanen und Hunnen ausgesetzt. Das ökonomisch stärkere und bevölkerungsreichere Ostreich, das ab dem 6. Jahrhundert allerdings in längere Kriege mit den Sassaniden verwickelt war (siehe Römisch-Persische Kriege), sollte jedoch die externen und internen Problemen besser lösen können als das Westreich, in dem außerdem die Heermeister zunehmend an politischen Einfluss gewannen und am Ende sogar die Kaiser faktisch kontrollierten.

Von der Antike ins Mittelalter: Die Völkerwanderung

Hauptartikel: Völkerwanderung

Die Völkerwanderung (ca. 375 bis 568) bildet ein Bindeglied zwischen der Spätantike und dem Beginn des europäischen Frühmittelalters.[15] Im Verlauf dieser Zeit unternahmen unterschiedlich zusammengesetzte Gruppen von zumeist germanischen Stämmen Züge an der Grenze bzw. in das Römische Reich. Teils im Zusammenspiel und durch Verträge mit der römischen Regierung, zumeist aber mit militärischer Gewalt gewannen sie Siedlungsland innerhalb des Imperiums. In diesem Zusammenhang kam es zu einer beträchtlichen Destabilisierung des Weströmischen Reiches, das schließlich 476 zusammenbrach, wobei mehrere Faktoren eine Rolle spielten. Währenddessen entstanden unabhängige germanisch-romanische Reiche auf dem Boden des westlichen Imperiums, in denen die Germanen nur einen Bruchteil der Bevölkerung ausmachten.

Grundzüge der Völkerwanderung

376 baten die Goten an der Donau um Aufnahme im Osten des Imperiums. Die bald auftretenden Spannungen führten jedoch 378 zur Schlacht von Adrianopel, in der Kaiser Valens und ein Großteil seines Heeres fielen. In den folgenden Jahrzehnten agierten diese gotischen Gruppen, die man im weitesten Sinne als Westgoten bezeichnen kann, im Imperium; mal als Partner, mal als Gegner Roms. Unter ihrem König Alarich I. forderten sie vom Westkaiser Flavius Honorius Siedlungsland; als es zu keinen Verhandlungen kam, plünderten sie 410 Rom, das zwar längst nicht mehr Hauptstadt, aber doch ein wichtiges Symbol des Imperiums war. 416/18 wurden diese Goten schließlich in Aquitanien angesiedelt. Sie agierten in der folgenden Zeit als römische Foederaten und kämpften etwa unter dem mächtigen weströmischen Heermeister Flavius Aëtius 451 gegen den Hunnenkönig Attila. König Eurich brach 466 den Vertrag mit dem geschwächten Westreich und betrieb eine expansive Politik in Gallien und Hispanien. Aus diesen Eroberungen entstand das neue Westgotenreich, das bis 507 weite Teile Hispaniens und den Südwesten Galliens umfasste.[16]

Für Westrom wurde die Lage durch den Rheinübergang von 406 und die dadurch ausgelöste Entwicklung immer bedrohlicher: Zum Jahreswechsel 406/07 überschritten mehrere Gruppen den Rhein, vermutlich im Raum Mogontiacum (Mainz).[17] Es handelte sich dabei um die Vandalen, Sueben und Alanen. Die römische Rheinverteidigung brach zumindest vorübergehend zusammen und „barbarische Gruppen“ fielen plündernd in Gallien ein, bevor sie nach Hispanien weiterzogen. An den Rhein stießen außerdem die Burgunden vor, die sich kurzzeitig in die römische Politik einmischten (siehe Jovinus),[18] bevor sie am mittleren Rhein ein bis 436 bestehendes Reich errichteten. Anschließend wurden die Burgunden in das heutigen Savoyen umgesiedelt, wo sie ein neues Reich errichteten, das in den 530er Jahren von den Franken erobert wurde.[19] Die Vandalen wiederum setzten unter ihrem König Geiserich 429 von Südspanien nach Nordafrika über, wo sie bis 439 ganz Africa, die reichste weströmische Provinz, eroberten und mit ihrer neuen Flotte zu einer ernsten Bedrohung für Westrom wurden.[20] 455 plünderten sie Rom und wehrten 468 eine römische Flottenexpedition ab. Im Inneren erwiesen sich die Vandalen durchaus als Anhänger der römischen Kultur, die weiter in Africa gepflegt wurde. Allerdings sollte es religionspolitisch zwischen den arianischen Vandalen und den katholischen Romanen zu erheblichen Spannungen kommen, die nicht überwunden wurden, bis 533/34 oströmischen Truppen das Reich eroberten. In Britannien ging währenddessen die römische Ordnung und auch Kultur bereits in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts unter. Um 440 fielen hier Sachsen, später auch Jüten und Angeln ein und gründeten eigene Kleinreiche, nachdem Westrom die Insel praktisch sich selbst überlassen hatte. Nur vereinzelt gelang es römisch-britannischen Truppen, den Invasoren Widerstand zu leisten, doch sind Details darüber nicht bekannt (siehe unten).

Die (später so genannten) Ostgoten waren nach 375 unter hunnische Herrschaft geraten.[21] Unter Attila erreichte das Hunnenreich an der Donau seinen größte Machtentfaltung: Sowohl West- wie Ostrom bemühten sich um möglichst gute Beziehungen.[22] Nach dem gescheiterten Vorstößen nach Gallien (451) und Italien (452), zerfiel nach Attilas Tod 453 und der Schlacht am Nedao 454 das nur sehr locker organisierte Hunnenreich. Die Ostgoten profitierten davon, nachdem sie in der Schlacht an der Bolia 469 gegen Gepiden und Skiren siegreich blieben. Zunächst in Pannonien, dann in Thrakien lebten die Ostgoten als römische Foederaten, bis Kaiser Zenon 488 dem Ostgotenkönig Theoderich, später „Theoderich der Große“ genannt, eine Invasion Italiens vorschlug. Auf Italien war bis 475 das immer weiter schrumpfende restliche weströmische Reich beschränkt, nachdem Westrom zuvor Africa, Hispanien und Gallien an die verschiedenen expandierenden germanischen Gruppen verloren hatte. Damit waren ganz erhebliche steuerliche Einbußen verbunden, was sich auf die militärischen Ressourcen auswirkte; gleichzeitig hatten in den letzten Jahrzehnten Westroms nur „Schattenkaiser“ regiert, während die wahre Macht bei den Heermeistern lag und die Armee von den Kaisern nicht mehr effektiv kontrolliert werden konnte. Das nun fast vollkommen barbarisierte weströmische Heer hatte 476 Land von der weströmischen Regierung gefordert; als die Forderung nicht erfüllt wurden, meuterten die Truppen. Ihr Anführer Odoaker setzte den letzten römischen Kaiser in Italien, Romulus Augustulus, im August 476 ab.[23] Damit blieb nur noch der Kaiser in Konstantinopel aus Oberhaupt des Imperiums übrig, das auf das Ostreich reduziert war. 489 fiel Theoderich in Italien ein und besiegte und tötete Odoaker (493).[24] Anschließend bemühte sich Theoderich, im Einvernehmen mit den Römern zu herrschen und nutzte dazu die Kenntnisse der senatorischen Führungsschicht in Italien. Das Land erlebte noch einmal ein Aufblühen der spätantiken Kultur, wie die Beispiele Boethius und Quintus Aurelius Memmius Symmachus zeigen, doch begann nach Theoderichs Tod 526 eine Krisenzeit. Ostrom nutzte dies aus, um im so genannten Gotenkrieg ab 535 das ehemalige Kernland des Imperiums zu erobern. Dies gelang bis 552, doch war Italien anschließend verwüstet. Der Einfall der Langobarden 568, die von Pannonien aus aufgebrochen waren und bald schon Oberitalien beherrschten, setzte hierbei nur den Schlusspunkt.

Siegelring mit dem Bildnis Childerichs I. und Aufschrift CHILDERICI REGIS

Eine wichtige Rolle im Rahmen der Völkerwanderung und im weiteren Verlauf des Frühmittelalters kommt dem Frankenreich zu. Die Franken, ein Zusammenschluss verschiedener germanischer Kleinstämme, fungierten zu Beginn des 5. Jahrhunderts als römische Foederaten im Nordosten Galliens. Sie sollten vom Zusammenbruch der römischen Herrschaftsordnung in Gallien letztendlich am meisten profitieren. Der in Tournai residierende salfränkische Kleinkönig Childerich I. half vermutlich dem gallo-römischen Feldherrn Aegidius, der sich 462/63 gegen die weströmische Regierung (und vor allem dem mächtigen Heermeister Ricimer) erhob, die Westgoten abzuwehren. Ebenso kämpfte Childerich, vielleicht mit dem römischen Befehlshaber Paulus, gegen sächsische Plünderer, die unter Adovacrius in Gallien eingefallen waren. Aegidius errichtete im Raum von Soissons einen unabhängigen Herrschaftsbereich, nach seinem Tod folgte ihm nach kurzer Zeit sein Sohn Syagrius. Die Merowinger sollten in der Folgezeit die fränkische Expansion sehr erfolgreich vorantreiben. Childerichs Sohn Chlodwig vernichtete die fränkischen Kleinreiche (unter anderem Ragnachars und Chararichs). 486/87 eroberte Chlodwig das Reich des Syagrius. 507 wurden die Westgoten in der Schlacht von Vouillé besiegt und faktisch aus Gallien verdrängt. Gegen die Alamannen ging Chlodwig ebenfalls vor, während er mit den Burgunden ein Bündnis einging. Der ursprünglich pagane Chlodwig trat zu einem nicht näher bestimmten Zeitpunkt (wahrscheinlich aber eher gegen Ende seiner Herrschaft) zum Christentum über. Entscheidend war, dass er sich für das katholische Bekenntnis entschied und somit Probleme vermied, die sich bisweilen in den anderen germanisch-romanischen Reichen zwischen Eroberern und der römischen Bevölkerung ergaben. Das geschickte und gleichzeitig skrupellose Vorgehen Chlodwigs, der 511 starb, sicherte den Franken eine beherrschende Stellung in Gallien und legte das Fundament für die erfolgreichste Reichsgründung der Völkerwanderungszeit.[25]

Im Gegensatz zur älteren Forschung, wird heute auf die Problematik des Begriffs Völkerwanderung hingewiesen. Nicht ganze Völker „wanderten“, es waren vielmehr unterschiedlich große, heterogen zusammengesetzte Gruppen, die im Laufe der Zeit zu Verbänden zusammenwuchsen. In diesem Kontext spielt der Prozess der Ethnogenese eine wichtige Rolle, also der Entstehung neuer Gruppen, die nicht biologisch, sondern politisch und sozial begründet ist. Die Völkerwanderung war zudem mehr als nur ein Abwehrkampf des Römischen Reiches, sondern vor allem eine Transformation der bisherigen römischen Mittelmeerwelt hin zu einer germanisch-romanischen Welt im Westen und einer griechisch-römischen Welt im Osten, wo das Oströmische Reich fortbestand. Die teils dramatischen Veränderungen am Ende der Spätantike, dürfen hierbei nicht übersehen, aber auch nicht überschätzt werden, denn ebenso lassen sich zahlreiche Kontinutitätelemente ausmachen.[26]

Die sich im Laufe der Völkerwanderung gebildete „post-römische Welt“ war in vielerlei Hinsicht noch immer mit der Antike verbunden, wenngleich sie sich gleichzeitig immer mehr veränderte. Johannes Fried fasste dies folgendermaßen zusammen:

„Die Antike also schrumpfte und schwand in einem langestreckten ungleichmäßigen Transformationsprozeß. [...] Doch hinterließ das Schwindende gleich abgeschmolzenen Gletschern allenthalben seine Spuren...“

– Johannes Fried: Das Mittelalter. Geschichte und Kultur. München 2008, S. 33.

Nach und nach verschwanden im Westen immer größere Teile der gewohnten römischen Institutionen, zunächst (bereits im 5. Jahrhundert) die Armee, dann die römischen Verwaltungsordnung. Römische Bildung und kulturelle Traditionen befanden sich ebenfalls im Niedergang, aber keineswegs überall (wenn man vom Spezialfall Britannien absieht, wo es recht rasch zu einem Zusammenbruch kam): Vor allem in Nordafrika, im Westgotenreich sowie in Italien und teilweise in Gallien florierte die spätantike Kultur vielmehr noch bis weit ins 6. Jahrhundert hinein. Eine wichtige Vermittlerrolle kam in diesem Zusammenhang der Kirche zu, in deren Klöster antike Texte aufbewahrt und später kopiert wurden.[27] Ebenso funktionierte die römisch ausgebildete Verwaltung in diesen Gebieten noch längere Zeit, bevor es zu einem Einbruch kam. Die ohnehin verschwindend kleine Minderheit der Germanen glich sich außerdem der einheimischen romanischen Bevölkerung mit deren überlegener römischer Zivilisation oft an, war aber religiös von den Romanen weitgehend abgesondert. Die Germanen waren mehrheitlich arianische Christen, die Bevölkerung hingegen römisch-katholisch, was oft zu Spannungen führte (vor allem im Vandalenreich sowie teils im ostgotischen Italien). Die Franken hingegen vermieden mit der Annahme des katholischen Bekenntnisses unter Chlodwig diesbezügliche Probleme.

Die Mittelmeerwelt im Wandel: 6. bis 8. Jahrhundert

Das Restaurationswerk Justinians

Der oströmische Kaiser Justinian I. (reg. 527–565) hat das 6. Jahrhundert maßgeblich geprägt. Im Inneren betonte er die christliche Komponente seines Kaisertums, betrieb er eine bisweilen durchaus harte Religionspolitik sowie eine energische Bau- und Rechtspolitik, während er außenpolitisch recht beeindruckende Erfolge vorweisen konnte. 533/34 gelang die rasche Eroberung des Vandalenreichs in Nordafrika, 535 bis 552 wurde nach harten Kämpfen das Ostgotenreich in Italien erobert und sogar in Südspanien fasste Ostrom vorläufig Fuß. Nur im Osten gegen das Sassanidenreich musste das Imperium Rückschläge hinnehmen und 562 schließlich Frieden schließen. Als Justinian 565 starb, war das Imperium von den langen Kriegen im Westen und im Osten zwar geschwächt, dennoch war es unter dem Einsatz aller Ressourcen gelungen, weite Teile des verlorenen Westreichs zurückzuerobern.[28] 100 Jahre hatte das Oströmische Reich mehr als die Hälfte seines Territoriums und seiner Bevölkerung verloren, während gleichzeitig an der Ost- und Südküste des Mittelmeers eine neues Reich mit einem neuen Glauben entstanden war: das Kalifat, gegen das das nun vollständig gräzisierte Byzanz ums Überleben kämpfte.[29]

Um 600 existierte außer dem sassanidischen Persien keine politische Macht, die dem Imperium gefährlich werden konnte. Nachdem es in der Regierungszeit Justins II. wieder zum Krieg mit Persien gekommen war, gelang es Kaiser Maurikios von einem Konflikt um die persische Thronfolge zu profitieren und mit König Chosrau II. 591 Frieden zu schließen. Die Ermordung des Kaisers im Jahr 602 nahm Chosrau jedoch zum Vorwand, um in oströmisches Gebiet einzufallen. Von 603 bis 628 tobte der „letzte Krieg der Antike“.[30] Persische Truppen eroberten bis 619 Syrien und Ägypten, die Kornkammer des Reiches, und belagerten 626 zusammen mit den Awaren (die Ende des 6. Jahrhunderts im Balkanraum ein Reich errichtet hatten) sogar Konstantinopel. Der Gegenschlag des Herakleios in den Jahren 622 bis 628 rettete das Reich zwar und führte zum Rückzug der Perser, doch das Imperium war von diesen schweren Kampfhandlungen extrem geschwächt und im Inneren religiös zerstritten (siehe Monotheletismus). Herakleios, der im Inneren die Gräzisierung des Staates abschloss und als einer der bedeutendsten Kaiser der byzantinischen Geschichte gilt, gelang es nicht mehr, das Reich neu zu konsolidieren; seine Dynastie regierte bis 711.[31] Als in den 630er Jahren die Islamische Expansion begann,[32] war das Imperium nicht mehr in der Lage, sich dem effektiv zu widersetzen. Das Sassanidenreich brach 651 vollständig zusammen, während die muslimischen Araber weite Teile der oströmischen Orientprovinzen (636 ging Syrien verloren) sowie Ägypten (642) besetzten; bis 698 folgte ganz Nordafrika. Das oströmische Reich, das um 700 auf Kleinasien, Griechenland, Konstantinopel samt Umland und einige Gebiete in Italien beschränkt war, wandelte sich zum griechischen Byzanz des Mittelalters.[33] Die Zeit von der Mitte des 7. bis ins späte 8. Jahrhundert war weitgehend von schweren Abwehrkämpfen geprägt, wobei Konstantinopel aber gehalten werden konnte. Mitte des 7. Jahrhunderts wurde ein neues System von Militärprovinzen eingerichtet, die sogenannten Themen, die wohl maßgeblich dazu beitrugen, dass sich Byzanz behaupten konnte. Unter Kaiser Leon III., der 717 an die Macht kam, ging Byzanz wieder in die Offensive (siehe unten).

In Hispanien und Südgallien hatte sich Ende des 5. Jahrhunderts das Westgotenreich etabliert, das nach der schweren Niederlage in der Schlacht von Vouillé gegen die Franken 507 Gallien bis auf die Region um Narbonne geräumt hatte. Toledo wurde die neue Hauptstadt der Westgoten. Rekkeswinth erließ 564 ein einheitliches Gesetzbuch für Goten und Romanen, wie überhaupt im Laufe des 6. Jahrhunderts sich eine westgotische Reichsidee entwickelte. Dennoch kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen dem König und einflussreichen Adeligen kam. Erschwerend kam hinzu, dass die Westgoten Arianer waren, was zu Konflikten mit der katholischen Mehrheitsbevölkerung führte. Dieses Problem löste König Rekkared I., der 587 zum katholischen Glauben übertrat, indem er 589 auf dem 3. Konzil von Toledo den Übertritt der Westgoten erreichte. Dies begünstigte den ohnehin recht großen Einfluss der Westgotenkönige auf ihre Reichskirche. Die Oströmer wurden zu Beginn des 7. Jahrhunderts aus Südspanien vertrieben und die Franken stellten keine unmittelbare Bedrohung mehr dar. Dennoch gelang es den folgenden westgotischen Königen nicht, eine dauerhafte Dynastie zu begründen. Es kam ebenfalls immer wieder zu Rebellionen und Machtkämpfen zwischen rivalisierenden Adelsgeschlechtern, wobei der Hofadel besonders einflussreich war. Dennoch gelang es einzelne Könige durchaus sich zu behaupten, so etwa Chindaswinth. Kulturell erlebte das Reich um 600 noch eine Blütezeit, deren wichtigster Repräsentant Isidor von Sevilla war. Das Westgotenreich erlangte, nicht zuletzt durch die Tradierung des Wissens in den dortigen Klosterschulen, eine beachtliche kulturelle Strahlkraft. Im frühen 8. Jahrhundert wurde das Reich von den Arabern erobert, die 711 König Roderich in der Schlacht am Rio Guadalete schlugen und bis 725 den westgotischen Widerstand brachen.[34]

Die Aufteilung des Frankenreichs nach Chlodwigs Tod

Das Frankenreich war nach dem Tod Chlodwigs 511 unter seinen vier Söhnen Theuderich, Chlodomer, Childebert und Chlotar aufgeteilt worden, wobei jeder einen Anteil an dem fränkischen Stammland in Nordgallien und den eroberten Gebieten im Süden erhielt.[35] Für Verwaltungsaufgaben hatte bereits Chlodwig die gallo-römische Oberschicht und Bischöfe (wie Gregor von Tours, dessen berühmtes Geschichtswerk die wichtigste Quelle zur fränkischen Geschichte des 6. Jahrhunderts ist) herangezogen und das System der vor allem in Südgallien verbreiteten römischen civitates genutzt, wo sich noch längere Zeit gallo-römischer senatorischer Adel nachweisen lässt. Dadurch wurde andererseits die politische Rolle der Bischöfe innerhalb der Reichskirche erhöht. Die Verwaltung orientierte sich zunächst noch weitgehend an spätrömischen Institutionen, doch gewannen Grafen (comites) und Herzöge (duces) später an Einfluss. Die fränkische Expansion wurde von den folgenden Merowingern weiter vorangetrieben: 533 wurden die Thüringer und 534 die Burgunden unterworfen, außerdem nutzten sie den Gotenkrieg in Italien, um Teile des ostgotischen Territoriums zu besetzen. Theuderichs Sohn Theudebert I. sah seine Stellung im Osten des Merowingerreiches als so gefestigt an, dass er angeblich sogar mit dem Gedanken gespielt haben soll, Kaiser Justinian herauszufordern. Gleichzeitig flammten aber auch im Inneren immer wieder Kämpfe zwischen den einzelnen merowingischen Teilherrschern auf; ohnehin sorgte die recht verbreitete Meinung, den Herrschaftsbesitz nach dem Tod eines Königs unter den Söhnen zu teilen, für eine Zersplitterung der königlichen Zentralgewalt. Nach dem Tod Chlothars I. 561 entbrannte ein merowingischer Bruderkrieg, der erst 613 mit der Wiedervereinigung des Gesamtreiches unter Chlothar II. endete. Dagobert I., der 623 die Herrschaft in Austrasien antrat und von 629 bis 639 über das Gesamtreich herrschte, gilt allgemein als der letzte starke Merowingerkönig, bevor die königliche Macht immer mehr verfiel und die wahre Macht in den Händen der Hausmeier lag. Nach der Schlacht bei Tertry 687 begann der endgültige Aufstieg der später so genannten Karolinger. Diese kontrollierten fortan die Regierungsgeschäfte im Reich und errangen schließlich 751 die fränkische Königswürde, nachdem der letzte Merowingerkönig Childerich III. von Pippin dem Jüngeren abgesetzt wurde.

Die angelsächsischen Königreiche und Stammesgebiete

Über die Vorgänge in Britannien nach dem Abzug der Römer zu Beginn des 5. Jahrhunderts liegen kaum schriftliche Zeugnisse vor. Die Angelsachsen, die von römisch-britischen Gruppen um 500 zu einem vorläufigen Siedlungsstopp gezwungen wurden, drängten in der folgenden Zeit die Romano-Briten zurück.[36] Zwar sind Einzelheiten nicht überliefert, doch gelang es den Angelsachsen offenbar, bis zum Ende des 7. Jahrhunderts weite Teile des Gebiets südlich des Firth of Forth unter ihre Kontrolle zu bringen; einzelne britische Gebiete konnten jedoch ihre Unabhängigkeit bewahren, so Wales und das heutige Cornwall. In dieser Zeit bildete sich auch die sogenannte Heptarchie aus, die sieben bis zum Wikingereinfall im 9. Jahrhundert dominierenden angelsächsischen Königreiche (Essex, Sussex, Wessex, Kent, East Anglia, Mercia und Northumbria), wovon Mercia und Northumbria die mächtigsten waren und es immer wieder zu Kämpfen um die Oberherrschaft kam. Die südlichen angelsächsischen Reiche gerieten in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts endgültig in die Abhängigkeit Mercias, das unter Offa zum mächtigsten Reich in England aufstieg, während Northumbria aufgrund des mercischen Widerstands nach Norden expandierte. Erst im 9. Jahrhundert sollte Wessex zur neuen Führungsmacht aufsteigen (siehe unten).

Die unter ihrem König Alboin 568 nach Italien eingebrochenen Langobarden profitierten von dem erschöpften Zustand des Landes nach dem Gotenkrieg und den nur wenigen kaiserlichen Besatzungstruppen im Land.[37] Nur vereinzelt wurde den Eroberern Widerstand geleistet, so dass Mailand schon 569 fiel, Pavia allerdings erst 572. Die langobardische Eroberung erwies sich jedoch als verheerend für die Reste der antiken Kultur in Italien und die lokale Wirtschaft. Bereits in Cividale del Friuli hatte Alboin kurz nach Beginn der Invasion ein Dukat (Herzogtum) errichtet; diese Form der Herrschaftsorganisation (eine Zusammenführung spätrömischer Verwaltung und der langobardischen Militärordnung) sollte typisch für die Langobarden in Italien werden. Die Königsmacht verfiel bereits nach der Ermordung Alboins 572, die langobardische Herrschaft zersplitterte in relativ selbstständige Dukate. Die Oströmer/Byzantiner konnten mehrere der Seestädte halten, außerdem Ravenna, Rom und Süditalien. Die Spannungen zwischen den zumeist arianischen Langobarden und den katholischen Romanen blieb eine Belastung für das gegenseitige Verhältnis, wenngleich auch katholische Langobardenkönige herrschten. Erwähnenswert ist unter den Langobardenkönigen des 7. Jahrhunderts etwa Rothari, der 643 die langobardischen Rechtsgewohnheiten aufzeichnen ließ. Liutprand (reg. 712–744) wirkte als Gesetzgeber und konnte seine Macht sogar gegenüber den Duces von Spoleto und Benevent, den beiden südlichen langobardischen Herrschaften, zur Geltung bringen. Die Langobarden waren zu diesem Zeitpunkt endgültig katholisch geworden und traten wieder expansiv auf, so gegen Byzanz, und intervenierten auch in Rom. 774 wurde König Desiderius von den Franken geschlagen, die das Langobardenreich eroberten.

Vom Karolingerreich zu West- und Ostfranken

Ausgehend von der fränkischen Geschichtsschreibung des späten 8. und frühen 9. Jahrhunderts (so den Reichsannalen und Einhards Vita Karoli Magni),[38] war die Übertragung der fränkischen Königswürde auf die Karolinger im Jahr 751 nur eine folgerichtige Entwicklung der Machtlosigkeit und dem eher lächerlichen Erscheinungsbild der letzten Merowinger. Aus diesem Grund und in Absprache mit Papst Zacharias, wurde Pippin der Jüngere als erster Karolinger zum fränkischen König erhoben (reg. 751–768). Allerdings wird in der neueren Forschung bisweilen bezweifelt, dass die letzten Merowingerkönige wirklich so machtlos waren, wie es die spätere karolingische Geschichtsschreibung impliziert; es ist möglich, dass dies der Legitimation des Dynastiewechsels diente.[39] Sicher ist, dass die Karolinger nach dem gescheiterten Versuch Grimoalds des Älteren im 7. Jahrhundert lange Zeit davor zurückschreckten, die Merowinger zu entmachten, sei es aufgrund sakraler Königsvorstellungen oder aufgrund eines verwurzelten dynastischen Denkens. Die Salbung Pippins durch den Papst im Jahr 754 diente offenbar ebenfalls der Legitimation und legte das Fundament für die Rolle der fränkischen Könige als neue Schutzherren des Papstes in Rom.

Die frühen karolingischen Könige erwiesen sich als durchaus fähige Herrscher.[40] Pippin intervenierte in Italien, wo er gegen die Langobarden vorging, führte Feldzüge in Aquitanien und sicherte die Pyrenäengrenze. Er genoss bei seinem Tod im Jahr 768 weit über die Grenzen des Frankenreichs hinaus Ansehen. Das Reich wurde unter seinen beiden Söhnen Karlmann und Karl, später Karl der Große genannt, aufgeteilt. Zwischen den Brüdern bestanden offenbar starke Spannungen; nach dem unerwarteten Tod Karlmanns 771, ignorierte Karl die Erbansprüche der Söhne Karlmanns (die später vermutlich auf Karls Befehl beseitigt wurden) und besetzte dessen Reichsteil.

Die Eroberungen Karls des Großen

Karl der Große gilt als der bedeutendste Karolinger und als einer der bedeutendsten mittelalterlichen Herrscher (reg. 768–814).[41] Nach Sicherung der Herrschaft im Inneren, begann Karl ab dem Sommer 772 Feldzüge gegen die Sachsen. Die daraus resultierenden Sachsenkriege dauerten mit Unterbrechungen bis 804 und wurden mit äußerster Brutalität geführt. Ziel war nicht nur die Eroberung Sachsens, sondern auch die gewaltsame Christianisierung der bis dahin paganen Sachsen. Zeitgleich dazu intervenierte Karl auf päpstlichen Wunsch hin 774 in Italien und eroberte das Langobardenreich, das er mit dem Frankenreich vereinigte. Weniger erfolgreich verlief der Spanienfeldzug im Jahr 778 gegen die Mauren, wenngleich später zumindest die Spanische Mark errichtet werden konnte. Karls diplomatische Kontakte reichten bis zum Kalifen Hārūn ar-Raschīd. Im Osten seines Reiches beendete er 788 die Selbstständigkeit des Stammesherzogtums Bayern. Es kam außerdem zu Kämpfen mit den Dänen und mehreren Slawenstämmen sowie zum letztendlich erfolgreichen Reichskrieg gegen die Awaren (791–796). Damit hatte Karl in jahrzehntelangen Kämpfen die Grenzen des Reiches erheblich erweitert und das Frankenreich zu neuen Großmacht neben Byzanz und Kalifat etabliert. Er machte Aachen zu seiner Hauptresidenz, setzte die Grafschaftsverfassung durch sowie nutzte und förderte die von ihm geförderte Kirche. Die sogenannte Karolingische Renaissance (die besser als „karolingische Bildungsreform“ bezeichnet werden sollte) sorgte für eine kulturelle Neubelebung des christlichen Westeuropas, nachdem es seit dem 7. Jahrhundert zu einem Bildungsverfall im Frankenreich gekommen war. Karl war offenbar kulturell nicht uninteressiert und versammelte an seinem Hof angesehene Gelehrte (so Alkuin, Einhard, Petrus von Pisa, Paulus Diaconus und Theodulf von Orléans). Der Höhepunkt von Karls Regierungszeit stellte seine Kaiserkrönung zu Weihnachten des Jahres 800 durch Papst Leo III. in Rom dar. Die Details dazu sowie zu den Vorgängen im Vorfeld der Kaiserkrönung sind in der Forschung umstritten.[42] Fest steht, dass damit aus Sicht der Zeitgenossen das Kaisertum erneuert worden war, was allerdings zu Problemen mit Byzanz führte (Zweikaiserproblem). Für die Geschichte des Mittelalters ist dieses Ereignis von großer Bedeutung, da es den Grundstein für das westliche mittelalterliche Kaisertum legte. Karl hinterließ bei den folgenden Generationen einen bleibenden Eindruck. Im anonymen Karlsepos wird der Kaiser sogar als pater Europae, als Vater Europas, gepriesen und galt im Mittelalter als ein Idealkaiser. Damit begann bereits die Mythenbildung um Karl, was bis in die Neuzeit unterschiedliche Geschichtsbilder zur Folge hatte.

Nach Karls Tod im Januar 814 folgte ihm sein Sohn Ludwig der Fromme nach, der bereits 813 zum Mitkaiser gekrönt worden war.[43] Die ersten Regierungsjahre Ludwigs waren vor allem von seinem Reformwillen im kirchlichen und weltlichen Bereich geprägt.[44] Programmatisch verkündete er die Renovatio imperii Francorum, die Erneuerung des fränkischen Reiches. Ludwig bestimmte 817, dass nach seinem Tod eine Reichsteilung erfolgen sollte. Sein ältester Sohn Lothar sollte jedoch eine Vorrangstellung vor seinen anderen Söhnen Ludwig (in Bayern) und Pippin (in Aquitanien) erhalten. Verkompliziert wurde die Lage jedoch, als Kaiser Ludwig 829 auch Karl, dem Sohn aus zweiter Ehe mit der am Hof einflussreichen Judith, einen Anteil am Imperium zusicherte. Bereits zuvor hatte es Gegner der neuen Reichsordnung gegeben, die dem Kaiser nun offen Widerstand leisteten.

Die fränkischen Reichsteilungen von 843 (Vertrag von Verdun) und 870 (Vertrag von Meerssen)

Mit der Erhebung der drei ältesten Söhne gegen Ludwig den Frommen im Jahr 830 begann die Krisenzeit des Karolingerreiches, die schließlich zur Auflösung des Reiches führte.[45] Die Rebellion richtete sich zunächst vor allem gegen Judith und ihre Berater, doch führte sie 833 zur Gefangennahme des Kaisers auf dem sogenannten „Lügenfeld bei Colmar“, wobei das Heer Ludwigs zum Gegner überlief. Anschließend musste Ludwig einer demütigenden Bußhandlung zustimmen.[46] Damit war aber der Bogen überspannt und die drei älteren Brüder Ludwigs zerstritten sich wieder. 834 wandten sich mehrere Anhänger von Lothar ab, der sich nach Italien zurückzog. Während das Reich von außen zunehmend von Wikingern, Slawen und Arabern bedrängt wurde, blieben die Spannungen im Inneren bestehen. Ludwig war bestrebt, Karls Erbteil zu sichern; nach Pippins Tod 839 wurde Karl der Kahle mit dem westlichen Reichsteil ausgestattet, doch war die Lage bei Ludwigs Tod im Jahr 840 weiterhin ungeklärt. Im Ostteil hatte Ludwig der Deutsche seine Stellung gesichert,[47] ähnlich Karl der Kahle im Westen, so dass der Druck auf Kaiser Lothar stieg. Karl und Ludwig verbündeten sich gegen Lothar und besiegten ihn in der Schlacht von Fontenoy am 25. Juni 841. Im Februar 842 bekräftigten sie ihr Bündnis mit den Straßburger Eiden. Auf Drängen der fränkischen Adeligen kam es 843 zum Vertrag von Verdun, womit die Teilung des Reiches im Grunde bestätigt wurde: Karl regierte den Westen, Ludwig den Osten, während Lothar ein Mittelreich und Italien erhielt.[48] Nach Lothars Tod 855, erbte sein ältester Sohn Lothar II. das Mittelreich. Nach dem Tod Lothars II. 869 kam es zum Konflikt zwischen Karl und Ludwig um dessen Erbe, was 870 zur Teilung im Vertrag von Meerssen führte. Damit formierten sich endgültig das West- und Ostfrankenreich, während in Italien von 888 bis 961 separat Könige regierten. Die Idee der Reichseinheit hatte zwar weiterhin noch einige Anhänger, und unter Karl III. war das gesamte Imperium für wenige Jahre noch einmal vereint, doch blieb dies eine Episode, zumal er Ostfranken Ende 887 an Arnulf von Kärnten verlor.[49] Der Zusammenbruch des Karolingerreichs machte sich auch kulturell bemerkbar, vor allem in Ostfranken, wo es zu einem spürbaren Rückgang der literarischen Produktion kam. Im Osten starb der letzte Karolinger Ludwig das Kind im Jahr 911; ihm folgte Konrad I. nach. Konrad war bemüht, Ostfranken zu stabilisieren, wobei er sich gegen den mächtigen Adel behaupten und gleichzeitig die Ungarneinfälle abwehren musste. Am Ende war seine Herrschaft, die durchaus an karolingischen Traditionen orientiert war, nur eine Übergangszeit zu den Ottonen, die von 919 bis 1024 die ostfränkischen Könige stellten. In Westfranken regierten die Karolinger formal noch bis zum Tod Ludwigs V. 987, hatten jedoch schon zuvor ihre wahre Macht an die Kapetinger verloren, die anschließend bis ins 14. Jahrhundert die französischen Könige stellten.

West- und Mitteleuropa

Gesellschaft und Wirtschaft

Im Frühmittelalter lebten über neunzig Prozent der Menschen auf dem Lande und von der Landwirtschaft. Insbesondere nördlich der Alpen gab es nur wenige städtische Siedlungen. Zwischen den Menschen galt eine Vielzahl von Abhängigkeiten, die von Historikern mit dem Begriff Hörigkeit zusammengefasst werden. Bei diesem Frondienst konnte es sich um eine geringfügige Abgabe handeln, die jemand an einen Herrn abliefern musste, zum Beispiel zwei Hühner und ein Maß (1–5 Liter) Korn pro Jahr. Oder aber die Bauern mussten einen erheblichen Prozentsatz ihrer Arbeitsleistung zur Verfügung stellen.[50]

Oftmals wird der antiken Sklaverei das mittelalterliche Lehnswesen gegenüberstellt. Jedoch gab es in Europa noch im 10. Jahrhundert Sklaverei,[51] wobei in der Regel nur Andersgläubige versklavt wurden. Andererseits gab es bereits in der Antike viele Formen der Abhängigkeit. Im Lehnswesen gehen Lehnsherr und Lehensnemher ein Abhängigkeitsverhältnis ein. Der Lehnsherr belehnt jemanden beispielsweise mit einem Stück Land, der es Nutzen darf und einen Teil der Erträge dem Lehnsherrn überlässt. Der Lehnsherr ist dem Belehnten zum Schutz verpflichtet, der Belehnte dem Lehnsherrn zu Rat und Hilfeleistung. Dies hat unter Umständen auch eine militärische Seite: Das Lehnswesen ist die Grundlage für das Rittertum, das vielen als Inbegriff des Mittelalters erscheint.

Sozialer Aufstieg war selten, und die geringen Überschüsse damaliger Landwirtschaft konnten auch nur eine geringe Oberschicht ernähren. Im Frankenreich waren vielleicht nur zwei oder drei von hundert Einwohnern adlig. Eine Art Mittelschaft stellten die Freien mit Besitz dar, eine Schicht darunter waren kleine, zu Abgaben pflichtige selbstständige Bauern oder Landarbeiter und Handwerker am Hofe eines Herren. Ganz unten befanden sich die verkaufbaren Sklaven; letzteres Phänomen verschwindet allerdings mit dem Frühmittelalter.[52]

Vielleicht die bedeutendste Neuerung des ausgehenden Frühmittelalters ist die Dreifelderwirtschaft. Sie begann auf den Königsgütern der Karolinger im 8. Jahrhundert, und im 12. Jahrhundert erreichte sie auch die Gebiete östlich der Elbe, also im heutigen Nordostdeutschland.[53] Ferner wurden Erfindungen gemacht wie das ledergepolsterte Kummet für das Zugpferd, mit dem das Tier mehr als doppelt so stark ziehen konnte. Die verbesserte Landwirtschaft war schließlich die Grundlage für ein enormes Bevölkerungswachstum, das um 1000 nach Christus einsetzte und mit der Großen Pest im 14. Jahrhundert ein vorläufiges Ende nahm.[54]

Politik und Religion

Karl der Große (links) und sein erster Sohn Pippin der Bucklige, Miniatur aus dem 10. Jahrhundert, Kopie einer verlorenen, zwischen 829 und 836 in Fulda hergestellten Miniatur

Die alte römisch-christliche Welt und die neue germanische gingen oftmals ineinander über, so auch wenn römische und germanische Oberschichten miteinander verschmolzen. Die neuen Herrscher hatten nicht selten romanische Ratgeber. In der Völkerwanderungszeit erschien ein germanischer Häuptling, beziehungsweise seine Sippe, dem Volk als Vermittler des Heils der Götter. Nach Karl Bosl übernahm die katholische Kirche diese archaische Sichtweise, womit die fränkische Spätantike zum Mittelalter wurde. Als in der Mitte des 8. Jahrhunderts im Frankenreich die Verwaltunger aus dem Haus der Karolinger auch formell nach der Macht griffen, ließ Pippin der Jüngere sich im Auftrag des Papstes mit heiligem Öl salben. Ferdinand Seibt: „Die kirchliche Weihe ersetzte das archaische Geblütsrecht.“[55]

Die Söhne Pippins, voran Karl der Große, nannten sich dann dei gratia rex, König von Gottes Gnaden. Von dieser religiösen Legitimation abgesehen wurden sie aber von den fränkischen Großen gewählt. Die Legitimation zeigt die Verbundenheit von Papsttum und Karolingern; die Missionierung Norddeutschlands erhielt ihre große Wirkung erst durch die Unterstützung durch die Karolinger. Sie halfen den römischen Päpsten auch dabei, ihren Machtanspruch in Rom selbst durchzusetzen, daraus entstand schließlich der Kirchenstaat.[56]

Karl der Große, der sich 800 nach Christus zum römischen Kaiser krönen ließ, eroberte große Gebiete an den Rändern des Frankenreichs (etwa in den Sachsenkriegen). Mit seinem Königshof, dem engsten Führungsstab, reiste Karl durch sein Reich und hielt sich in den Pfalzen auf; die Hofkapelle übernahm die Kanzleiarbeiten, denn damals konnten fast nur Geistliche lesen und schreiben.[57] Überdeutlich ist der König in dieser Zeit die überragende Kraft, er setzte auch die Geistlichen in ihre Ämter ein. Erst nach dem Frühmittelalter änderte sich das Verhältnis von weltlicher und geistlicher Herrschaft im Investiturstreit.

Kunst

In der Baukunst bildet die Vorromanik einen Übergang zwischen spätantiken und romanischen Architekturformen. Musik und Theater des Frühmittelalters bleiben aufgrund spärlicher Überlieferungen nach wie vor im Dunkeln. Die Schriften des Boëthius wie des Martianus Capella (5./6. Jahrhundert) finden erst am Anfang des Hochmittelalters wieder größere Beachtung. Dem Niedergang des Schulwesens folgte erst allmählich eine klösterliche Bildungskultur. Die Benediktiner bemühten sich seit dem 6. Jahrhundert um die Gründung von Klosterschulen, die Ende des 8. Jahrhunderts dann zu allen Klöstern gehörten.

Viele Hinweise zeigen, dass sich spätantike Traditionen im Osten besser halten konnten als im Westen. Die Ikonenmalerei wird zu einem Höhepunkt frühmittelalterlicher Kunst. Auch die byzantinische Buchmalerei konnte antike Kontinuitäten bewahren. Der Byzantinische Bilderstreit im 8./9. Jahrhundert bedeutete dagegen einen Unterbruch und hatte zahlreiche Verluste zur Folge. Die Makedonische Renaissance seit dem 9. Jahrhundert beeinflusste wiederum den Westen.

Die Karolinger besannen sich in der sogenannten Karolingischen Renaissance auf spätrömische Tradition, und der klösterliche Kirchengesang der Gregorianik versuchte seit dem 8. Jahrhundert eine, wie man meinte, frühchristliche römische Tradition zu erhalten. Die Bemühungen, in diesem Zusammenhang auch die Musik zu fixieren, führen im 9. Jahrhundert zu den ersten musikalischen Aufzeichnungen in Neumen. Mittelalterliches Theater zeigt sich dagegen erst seit dem 10. Jahrhundert in kurzen Dialogen, die sich aus dem Ostertropus entwickelten.

Die kulturellen Zentren befanden sich zunächst im Osten. Die frühe islamische Philosophie konnte bereits im 8./9. Jahrhundert an antike Vorbilder anknüpfen, so die Schule der Muʿtazila. Die Akademie von Gundishapur aus dem 3. Jahrhundert hatte das Ende der oströmischen Welt überstanden und war ein Vorbild für das Haus der Weisheit in Bagdad, das seit 825 die antiken Kenntnisse von Medizin und Mathematik verbreitete.

Nord- und Osteuropa

Siehe auch: Wikingerzeit
Runenstein von Björketorp in Südschweden, 7. Jahrhundert

Aus Sicht der klerikalen Historiographen in Nordwest-Europa erschienen die Ende des 8. Jahrhunderts an den Küstenregionen einfallenden Krieger-Piraten aus Skandinavien als Strafe Gottes. Die Wikinger genannten Räuber waren aber auch Entdecker und Siedler. Die Forschung sieht als Erklärung für die Raubzüge ein Bevölkerungswachstum und die Erbteilung in Skandinavien.[58]

Die Wikinger erkundeten oder eroberten zahlreiche Gebiete, bis hinein ins Mittelmeer und über die Flüsse tief nach Russland hinein. Letztlich erlagen aber auch sie trotz einer eigenen reichen Kultur dem Christentum. Karl Barz: Dessen Psychologie und Moral war „der schlichte Naturgötterglaube der Nordmänner nicht gewachsen.“ Zweihundert Jahre lang hatten sie kriegerischen Erfolg, aber keinen politischen, konnten nur regional Staaten gründen. Das Abendland erweiterte sich um den Norden Europas.[59]

Osteuropa jenseits des Römischen Reiches hatte nur wenige Kontakte zum Mittelmeerraum, und dies erst seit den letzten vorchristlichen Jahrhunderten. Im frühen zweiten Jahrhundert nach Christus eroberte Rom Gebiete im heutigen Rumänien, dies blieb lange Zeit die Grenze. Zwar waren Germanen auch in den Osten Europas gezogen, so die Goten. Ihre Staaten wurden allerdings von den Hunnen zerstört, und die Hunnen selbst lebten vom Beutezug, nicht von Gewerbe und Handel. 451 kam es zur Schlacht auf den Katalaunischen Feldern zwischen dem Weströmer Flavius Aëtius und dem Hunnenkönig Attila: Beide Heere bestanden vor allem aus Germanen. Die Niederlage der Hunnen schwächte die Ostgermanen entscheidend, so Gerhard Schatt. Awaren, Ungarn und Slawen füllten den frei gewordenen Raum[60]

Ostrom

Hauptartikel: Byzantinisches Reich
Teilung des Römischen Reiches 395 nach Christus

Das Römische Reich erlebte noch in der Spätantike verschiedene „Teilungen“, in denen Feldherren um die Herrschaft kämpften oder Herrscher gemeinsam die Macht ausübten. In diesem Sinne sollten in der Tetrarchie um 300 nach Christus zwei Kaiser und zwei Unterkaiser herrschen. Nach dem Tod Kaiser Theodosius’ I. wurde das Reich dann 395 in eine westliche und eine östliche Hälfte geteilt, wenngleich die formale Idee der Reichseinheit nicht aufgegeben wurde. Nach der Absetzung des letzten Kaisers in Italien im Jahr 476 konnte im 6. Jahrhundert der Ostkaiser Justinian I. Gebiete im Westen zurückerobern und damit das Reich teilweise wieder einen.

Das Oströmische Reich wird in der Forschung als Byzantinisches Reich bezeichnet, abgeleitet von der Hauptstadt Konstantinopel (der alten griechischen Stadt Byzanz). Unter zahlreichen Angriffen von außen (unter anderem Araber, Bulgaren und Slawen) existierte es noch bis ins Spätmittelalter (Fall Konstantinopels 1453). Byzanz führte als verbleibender Teil des antiken Imperiums die politische Tradition des Römischen Reiches fort. Die Kaiserkrönung Karls des Großen 800 durch den Papst wurde kritisiert, 812 aber notgedrungen anerkannt (siehe Zweikaiserproblem).

Die politische Spaltung war auch eine religiöse. Schon in der Spätantike gab es in der Christenheit unterschiedliche theologische Ansichten; ferner gab es fünf altkirchliche Patriarchate, darunter Konstantinopel und Rom. Der römische Patriarch entwickelte sich schließlich zum Papst. Die Ostkirchen sind heute als Orthodoxe Kirchen bekannt.

Islam

Hauptartikel: Islam

In Arabien entwickelte Mohammed im frühen 7. Jahrhundert im Kontaktfeld christlicher und jüdischer Einflüsse den Islam, eine Offenbarungsreligion mit einem strengen Ein-Gott-Glauben. In der Zeit nach seinem Tod 632 eroberten seine Nachfolger von Arabien aus große Teile des Vorderen Orients. Die römischen Provinzen Syrien, Palästina, Ägypten und Nordafrika wurden ebenso erobert wie das persische Sassanidenreich sowie das Westgotenreich auf der iberischen Halbinsel (siehe Islamische Expansion).

Siehe auch

Literatur

Gesamtdarstellungen und Überblickswerke
  • The New Cambridge Medieval History. Hrsg. von Paul Fouracre u.a. Bd. 1–3. Cambridge University Press, Cambridge 1995–2005.
    (Die wohl umfassendste Darstellung des Frühmittelalters mit umfangreicher Bibliographie.)
  • Arnold Angenendt: Das Frühmittelalter. Die westliche Christenheit von 400 bis 900. 3. Aufl., Kohlhammer, Stuttgart, Berlin und Köln 2001, ISBN 3-17-017225-5.
    (Zuverlässige Gesamtdarstellung mit dem Schwerpunkt Kirchen- und Mentalitätsgeschichte.)
  • Roger Collins: Early Medieval Europe 300–1000. 3. Aufl. Palgrave, New York 2010, ISBN 0-230-00673-6.
    (Aktuelle wissenschaftliche Einführung.)
  • Johannes Fried: Die Formierung Europas 840–1046 (= Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 6). 3. Aufl. Oldenbourg, München 2008.
  • Hans-Werner Goetz: Europa im frühen Mittelalter. 500–1050 (= Handbuch der Geschichte Europas 2). Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-2790-3.
    (Wissenschaftliche Einführung mit dem Schwerpunkt Strukturgeschichte.)
  • Matthew Innes: Introduction to Early Medieval Western Europe, 300–900: The Sword, the Plough and the Book. Routledge, London u. a. 2007.
  • Theo Kölzer, Rudolf Schieffer (Hgg.): Von der Spätantike zum frühen Mittelalter: Kontinuitäten und Brüche, Konzeptionen und Befunde (= Vorträge und Forschungen, Bd. LXX). Thorbecke, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-7995-6870-8 (Rezension)
  • Walter Pohl (Hrsg.): Die Suche nach den Ursprüngen - Von der Bedeutung des frühen Mittelalters (= Forschungen zur Geschichte des Mittelalters, Band 8). Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien 2004, ISBN 3-7001-3296-4.
  • Friedrich Prinz: Von Konstantin zu Karl dem Großen. Entfaltung und Wandel Europas. Artemis und Winkler, Düsseldorf und Zürich 2000, ISBN 3-538-07112-8.
    (Fundierte und gut lesbare Darstellung, die vor allem die Kontinuitäten und Brüche der Spätantike zum Mittelalter hin herausarbeitet.)
  • Peter Sarris: Empires of Faith: The Fall of Rome to the Rise of Islam, 500–700. Oxford University Press, Oxford 2011, ISBN 0-19-926126-1.
  • Chris Wickham: The Inheritance of Rome: A History of Europe from 400 to 1000. Penguin, London 2009.
    (Aktuelle und gut lesbare wissenschaftliche Gesamtdarstellung des Frühmittelalters.)
Literatur zu einzelnen Themenbereichen
  • Johannes Fried: Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024 (= Propyläen Geschichte Deutschlands 1). Propyläen Verlag, Berlin 1994.
    (Umfassende und gut lesbare, aber unkonventionelle Darstellung.)
  • Guy Halsall: Barbarian Migrations and the Roman West, 376–568. Cambridge University Press, Cambridge 2007.
    (Gut lesbare und aktuelle Darstellung der Völkerwanderungszeit.)
  • Hugh Kennedy: The Prophet and the Age of the Caliphates. The Islamic Near East from the sixth to the eleventh Century. 2. Auflage. Pearson Longman, Harlow u. a. 2004, ISBN 0-582-40525-4.
    (Gute Einführung in die frühislamische Geschichte.)
  • Ralph-Johannes Lilie: Byzanz – Das zweite Rom. Siedler, Berlin 2003, ISBN 3-88680-693-6.
    (Gut lesbare und recht aktuelle Gesamtdarstellung der byzantinischen Geschichte.)
  • Anton Scharer, Georg Scheibelreiter (Hrsg.): Historiographie im frühen Mittelalter. Oldenbourg, München-Wien 1994.
  • Reinhard Schneider: Das Frankenreich (= Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 5). 4. Aufl. Oldenbourg, München 2001.
  • Julia M. H. Smith: Europe after Rome. A New Cultural History 500–1000. Oxford University Press, Oxford 2005.
    (Aktuelle kulturgeschichtliche Darstellung.)
  • Chris Wickham: Framing the Early Middle Ages. Europe and the Mediterranean, 400–800. Oxford University Press, Oxford 2005.
    (Grundlegende wirtschafts- und sozialgeschichtliche Darstellung.)

Weblinks

Anmerkungen

  1. Vgl. mit weiteren Literaturangaben: Alfred Haverkamp: Perspektiven des Mittelalters. In: Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte. Band 1. Stuttgart 2004, S. 31ff.
  2. Nach: Peter Hilsch: Das Mittelalter - die Epoche. Konstanz 2006, S. 13.
  3. Vgl. ausführlich Paul Fouracre (Hrsg.): The New Cambridge Medieval History: Volume 1, c. 500–c. 700. Cambridge 2005.
  4. Vgl. beispielsweise Roger Collins: Early Medieval Europe 300–1000. 3. Aufl. New York 2010; Friedrich Prinz: Von Konstantin zu Karl dem Großen. Entfaltung und Wandel Europas. Düsseldorf und Zürich 2000; Chris Wickham: The Inheritance of Rome: A History of Europe from 400 to 1000. London 2009.
  5. Vgl. Hans-Werner Goetz: Europa im frühen Mittelalter. 500–1050. Stuttgart 2003, S. 280–284.
  6. Vgl. als Überblick den Rezensionsartikel von Roger Collins: Making Sense of the Early Middle Ages. In: English Historical Review 124, 2009, S. 641–665.
  7. Alfred Haverkamp: Perspektiven des Mittelalters. In: Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte. Band 1. Stuttgart 2004, S. 45.
  8. Vgl. Gerhard Lubich: Das Mittelalter. Paderborn 2010, S. 107.
  9. Siehe NCMH, Roger Collins, Hans-Werner Goetz, Chris Wickham oder das Handbuch der europäischen Geschichte. Band 2. Stuttgart 1987.
  10. Aus der reichhaltigen Literatur zum spätrömischen Reich seien hier nur das grundlegende Werk Arnold Hugh Martin Jones: The Later Roman Empire 284–602. A Social, Economic and Administrative Survey. 3 Bde. Oxford 1964 (Nachdruck in zwei Bänden, Baltimore 1986) sowie einige neuere Überblicksdarstellungen genannt: Alexander Demandt: Die Spätantike. Handbuch der Altertumswissenschaft III.6. 2. Auflage. München 2007; Stephen Mitchell: A History of the Later Roman Empire. AD 284–641. Oxford u.a. 2007; Philip Rousseau (Hrsg.): A Companion to Late Antiquity. Malden (Massachusetts) u.a. 2009.
  11. Aktueller Überblick für die Entwicklung im 4. Jahrhundert bei Alan Cameron: The Last Pagans of Rome. Oxford/New York 2011, der die Bedeutung der paganen Kulte bereits für das späte 4. Jahrhundert relativiert.
  12. Überblick über die moderne Forschung bei Philip Rousseau (Hrsg.): A Companion to Late Antiquity. Malden (Massachusetts) u.a. 2009.
  13. Grundlegend ist der detaillierte Überblick von Arnold Hugh Martin Jones: The Later Roman Empire. Zusammenfassend Stephen Mitchell: A History of the Later Roman Empire. AD 284–641. Oxford u.a. 2007, S. 155ff.
  14. Vgl. Arnold Hugh Martin Jones: The Later Roman Empire. Oxford 1964, S. 1057.
  15. Einführend zur Völkerwanderung siehe unter anderem: Guy Halsall: Barbarian Migrations and the Roman West, 376–568. Cambridge 2007; Walter Pohl: Die Völkerwanderung. 2. Auflage. Stuttgart u. a. 2005; Peter J. Heather: Empires and Barbarians: Migration, Development and the Birth of Europe. London 2009; Verena Postel: Die Ursprünge Europas. Migration und Integration im frühen Mittelalter. Stuttgart 2004.
  16. Vgl. mit weiterer Literatur: Gerd Kampers: Geschichte der Westgoten. Paderborn 2008; Roger Collins: Visigothic Spain 409–711. Oxford 2004.
  17. Peter J. Heather: Why Did the Barbarian Cross the Rhine?. In: Journal of Late Antiquity 2, 2009, S. 3–29; Michael Kulikowski: Barbarians in Gaul, Usurpers in Britain. In: Britannia 31, 2000, S. 325–345; Phillip Wynn: Frigeridus, the British tyrants and the early fifth century barbarian invasions of Gaul and Spain. In: Athenaeum 85, 1997, S. 69–117. Vereinzelt wird auch für eine Datierung 405/06 plädiert, was aber zusätzliche Probleme aufwirft.
  18. Vgl. Ralf Scharf: Iovinus – Kaiser in Gallien. In: Francia 20, 1993, S. 1–13.
  19. Reinhold Kaiser: Die Burgunder. Stuttgart u.a. 2004.
  20. Helmut Castritius: Die Vandalen. Stuttgart u. a. 2007.
  21. Vgl. allgemein Herwig Wolfram: Die Goten. 4. Aufl. München 2001.
  22. Timo Stickler: Die Hunnen. München 2007.
  23. Zum Prozess der Auflösung des weströmischen Reiches siehe Peter J. Heather: The Fall of the Roman Empire. London u.a. 2005; Dirk Henning: Periclitans res Publica. Kaisertum und Eliten in der Krise des Weströmischen Reiches 454/5–493. Stuttgart 1999.
  24. Zu Theoderich siehe Frank M. Ausbüttel: Theoderich der Große. Darmstadt 2004; Wilhelm Enßlin: Theoderich der Große. 2. Auflage. München 1959. Zur Rezeption siehe Andreas Goltz: Barbar – König – Tyrann. Das Bild Theoderichs des Großen in der Überlieferung des 5. bis 9. Jahrhunderts. Berlin-New York 2008.
  25. Guter aktueller Überblick zur frühen fränkischen Geschichte und Chlodwig bei Matthias Becher: Chlodwig I. Der Aufstieg der Merowinger und das Ende der antiken Welt. München 2011.
  26. Zu diesem Wandlungsprozess vgl. auch Thomas F. X. Noble (Hrsg.): From Roman Provinces to Medieval Kingdoms. London-New York 2006.
  27. Friedrich Prinz: Von Konstantin zu Karl dem Großen. Entfaltung und Wandel Europas. Düsseldorf und Zürich 2000, S. 251ff.
  28. Zu Justinian siehe nun Hartmut Leppin: Justinian. Das christliche Experiment. Stuttgart 2011.
  29. Einen guten Überblick zur Entwicklung vom 6. bis ins frühe 8. Jahrhundert bietet immer noch Franz Georg Maier: Die Verwandlung der Mittelmeerwelt. Frankfurt am Main 1968, S. 172ff. Vgl. dazu auch: Roger Collins: Early Medieval Europe 300–1000. 3. Aufl. New York 2010, S. 114ff.; Chris Wickham: The Inheritance of Rome. London 2009, S. 111–202 und S. 255–297.
  30. Geoffrey B. Greatrex, Samuel N.C. Lieu: The Roman Eastern Frontier and the Persian Wars. Part II AD 363–630. A narrative sourcebook. London und New York 2002, S. 182ff. Vgl. dazu allgemein James Howard-Johnston: Witnesses to a World Crisis. Historians and Histories of the Middle East in the Seventh Century. Oxford 2010.
  31. Zu Herakleios siehe Walter E. Kaegi: Heraclius – Emperor of Byzantium. Cambridge 2003.
  32. Dazu siehe Hugh Kennedy: The Great Arab Conquests. Philadelphia 2007.
  33. Grundlegend dazu John Haldon: Byzantium in the Seventh Century. The Transformation of a Culture. 2. Auflage. Cambridge 1997.
  34. Allgemein zum Westgotenreich ab dem 6. Jahrhundert siehe Gerd Kampers: Geschichte der Westgoten. Paderborn 2008, S. 173ff.; Roger Collins: Visigothic Spain 409–711. Oxford 2004, S. 38ff.
  35. Zum Folgenden siehe Eugen Ewig: Die Merowinger und das Frankenreich. 5. Aufl. Stuttgart 2006, S. 31ff.; Ian N. Wood: The Merovingian Kingdoms. London 1994, S. 88ff.
  36. Harald Kleinschmidt: Die Angelsachsen. München 2011; Frank M. Stenton: Anglo-Saxon England. 3. Aufl. Oxford 1971.
  37. Zu den Langobarden siehe unter anderem Peter Erhart, Walter Pohl (Hrsg.): Die Langobarden: Herrschaft und Identität. Wien 2005; Wilfried Menghin: Die Langobarden. Stuttgart 1985.
  38. Annales regni Francorum, anno 749; Einhard, Vita Karoli Magni 1f.
  39. So z. B. Johannes Fried: Das Mittelalter. Geschichte und Kultur. München 2008, S. 53.
  40. Für die Zeit ab Pippin dem Jüngeren siehe Pierre Riché: Die Karolinger. Eine Familie formt Europa. Stuttgart 1987, S. 87ff.; Rudolf Schieffer: Die Karolinger. 4. Auflage, Stuttgart 2006, S. 50ff. Allgemein siehe auch Jörg W. Busch: Die Herrschaften der Karolinger 714-911. München 2011; Rudolf Schieffer: Die Zeit des karolingischen Großreichs (714–887). Stuttgart 2005.
  41. Siehe einführend Dieter Hägermann: Karl der Große. Herrscher des Abendlandes. Berlin 2000; Wilfried Hartmann: Karl der Große. Stuttgart 2010; Rosamond McKitterick: Charlemagne. The Formation of a European Identity. Cambridge 2008 (dt. Karl der Große, Darmstadt 2008).
  42. Aktueller knapper Überblick bei Jörg W. Busch: Die Herrschaften der Karolinger 714-911. München 2011, S. 79ff.
  43. Egon Boshof: Ludwig der Fromme. Darmstadt 1996; Mayke de Jong: The Penitential State. Authority and Atonement in the Age of Louis the Pious, 814–840. Cambridge 2009.
  44. Egon Boshof: Ludwig der Fromme. Darmstadt 1996, S. 108ff.
  45. Siehe dazu etwa Johannes Fried: Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024. Berlin 1994, S. 366ff.; Pierre Riché: Die Karolinger. Eine Familie formt Europa. Stuttgart 1987, S. 195ff.; Rudolf Schieffer: Die Zeit des karolingischen Großreichs (714–887). Stuttgart 2005, S. 136ff.; Rudolf Schieffer: Die Karolinger. 4. Auflage, Stuttgart 2006, S. 139ff.
  46. Zur Rebellion gegen Ludwig siehe Egon Boshof: Ludwig der Fromme. Darmstadt 1996, S. 182ff.
  47. Zu Ludwig siehe Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002.
  48. Zu dieser Zeit siehe zusammenfassend auch Carlrichard Brühl: Die Geburt zweier Völker. Deutsche und Franzosen (9.–11. Jahrhundert). Köln u.a. 2001, S. 115ff., besonders im Hinblick auf die Anfänge der „deutschen“ und „französischen“ Geschichte, wobei dies als ein sich längere Zeit hinziehender Prozess zu verstehen ist.
  49. Vgl. Simon MacLean: Kingship and Politics in the Late Ninth Century: Charles the Fat and the End of the Carolingian Empire. Cambridge 2003, speziell S. 123ff.
  50. Ferdinand Seibt: Glanz und Elend des Mittelalters. Eine endliche Geschichte. Goldmann, Berlin 1992 (1987), S. 123-125.
  51. Ferdinand Seibt: Glanz und Elend des Mittelalters. Eine endliche Geschichte. Goldmann, Berlin 1992 (1987), S. 125.
  52. Peter Hilsch: Das Mittelalter - die Epoche. UVK Verlagsgesellschaft mbH, Konstanz 2006, S. 124.
  53. Ferdinand Seibt: Glanz und Elend des Mittelalters. Eine endliche Geschichte. Goldmann, Berlin 1992 (1987), S. 201, S. 204.
  54. Nach: Peter Hilsch: Das Mittelalter - die Epoche. UVK Verlagsgesellschaft mbH, Konstanz 2006, S. 124.
  55. Ferdinand Seibt: Glanz und Elend des Mittelalters. Eine endliche Geschichte. Goldmann, Berlin 1992 (1987), S. 28.
  56. Peter Hilsch: Das Mittelalter - die Epoche. UVK Verlagsgesellschaft mbH, Konstanz 2006, S. 43/44.
  57. Peter Hilsch: Das Mittelalter - die Epoche. UVK Verlagsgesellschaft mbH, Konstanz 2006, S. 44/45.
  58. Paul Barz: Wikinger - Bauern, seefahrende Räumer, Händler. In: Hermann Pleticha (Hrsg.): Weltgeschichte in 12 Bänden. Band 4: Kreuz und Halbmond. Europa und Asien im Frühen Mittelalter. Bertelsmann, Gütersloh 1996, S. 156-173, hier S. 156-158, 164.
  59. Paul Barz: Wikinger - Bauern, seefahrende Räumer, Händler. In: Hermann Pleticha (Hrsg.): Weltgeschichte in 12 Bänden. Band 4: Kreuz und Halbmond. Europa und Asien im Frühen Mittelalter. Bertelsmann, Gütersloh 1996, S. 156-173, hier S. 172/173.
  60. Gerhard Schatt: Süd- und Osteuropa von der Völkerwanderung bis zum Tod Boleslaw Chrobrys. In: Hermann Pleticha (Hrsg.): Weltgeschichte in 12 Bänden. Band 4: Kreuz und Halbmond. Europa und Asien im Frühen Mittelalter. Bertelsmann, Gütersloh 1996, S. 174-194, hier S. 174/175.
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