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Die Frühromantik, ein Zeitabschnitt der Romantik, auch genannt die "Ältere Romantik", dauerte von 1795/98 bis 1804.
Inhaltsverzeichnis |
Fichte knüpft unmittelbar an Kant an und widmet sich philosophisch einer auf dem Ich fundierten Theorie von Erkenntnis. Das Ich (= die schöpferische menschliche Persönlichkeit) schafft sich mit Hilfe der schöpferischen Phantasie das Nicht-Ich (= Außen-/Umwelt), an dem es sich sittlich betätigen kann. Das Nicht-Ich ist daher nichts Fremdes, sondern eine Schöpfung des Ichs!
Schelling schließt kritisch an Fichtes Wissenschaftslehre an. Natur und Geist bilden eine Einheit. Sie sind zwei Offenbarungen desselben Prinzips, der „Weltseele“. Alles im Universum ist beseelt. Die Kunst ist die höchste Gestaltung alles Irdischen.
Wissen und Glauben, Wissenschaft und Kunst, Philosophie und Religion sind für die Romantiker eins → romantische Universalpoesie → Schleiermacher: Religion ist Einssein des Einzelnen mit dem Unendlichen.
Vorlesungen, Übersetzungen (u.a. hat August Wilhelm Schlegel zusammen mit seiner damaligen Ehefrau Caroline (später: Schelling) und Ludwig Tieck Shakespeare ins Deutsche übersetzt)
Der Dichter schafft mit Hilfe der Phantasie Werke ("Genie" = Steigerung einer allen Menschen angeborenen Fähigkeit). So, wie das menschliche Ich das Nicht-Ich schafft, ist Dichten Umsetzung des Geistes um dichterische Bilder: 1. Akt der dichterischen Phantasie = Gegenstände zu erschaffen; 2. Akt der dichterischen Phantasie = diese Gegenständlichkeit in Gleichnisse und dichterische Bilder aufzulösen. → Der Dichter deutet die Welt neu. Er kann das von ihm Geschaffene jederzeit wieder zerstören (Zerstörung einer zuvor geschaffenen Illusion = romantische Ironie)