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| Franke Artemis Group | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1911 |
| Sitz | Aarburg, Schweiz |
| Leitung | Michael Pieper (CEO) Thomas A. Erb (VR-Präsident) |
| Mitarbeiter | 10‘552 (24. Mai 2011)[1] |
| Umsatz | 2,419.6 Mrd. CHF (2011)[1] |
| Branche | Küchen-, Sanitär-, Industrietechnik, Kaffemaschinen, Foodservice Systeme, Getränketechnik |
| Website | www.franke.com |
Die Unternehmensgruppe beschäftigt etwa 10‘552 Mitarbeiter[1] und erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von 2,4196 Milliarden Schweizer Franken.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Die industriellen Tätigkeiten der Franke Artemis Group umfassen Franke Kitchen Systems Group und Franke Commercial Systems Group. Franke Kitchen Systems Group ist der weltweit führende Anbieter von Küchensystemen (Spülen, Abzugshauben, Armaturen, Herdmulden, Öfen etc.). Franke Commercial Systems Group umfasst Franke Foodservice Systems (Küchensysteme und Dienstleistungen für Quick-Service-Restaurants), Franke Washroom Systems (Waschraum- und Sanitärsysteme im öffentlichen und halböffentlichen Bereich), Franke Coffee Systems mit einem breiten Produktprogramm von vollautomatischen, professionellen und semi-professionellen Kaffeemaschinen, Franke Beverage Systems (Getränketechnik) sowie die Industrietechnik. Zudem bewirtschaftet die Franke Artemis Group ein umfangreiches Immobilienportfolio (Franke Artemis Real Estate Group) in der Schweiz und im Ausland und hält diverse strategische Beteiligungen an börsenkotierten Schweizer Unternehmen (Franke Artemis Asset Management Group).
Die Franke Artemis Group beschäftigt weltweit rund 10’500 Mitarbeiter und ist mit gegen 70 Tochtergesellschaften in mehr als 40 Ländern verankert. Die Franke Artemis Group erwirtschaftete im Jahr 2010 einen konsolidierten Umsatz von CHF 2.4 Milliarden
1911 gründete Hermann Franke einen Spenglereibetrieb in Rorschach (Schweiz). Der wirtschaftliche Aufschwung in Industrie und Baugewerbe Ende der 1920er Jahre führte zur Angliederung einer Sanitär-Installationsabteilung. Franke begann mit der Fabrikation von Ofenaufsätzen, Dachfenstern und Dachgauben. In den 1930er Jahren wurden die ersten Spültische in Nickelin, Metall und später in rostfreiem Stahl hergestellt. Franke baute eine neue Fabrik mit Büros und Wohnhaus in Aarburg (Schweiz). Es folgte die ersten Serienfabrikationen sowie der erste vollständig geschweisste, fugenlose Spültisch. Hermann Franke starb am 25. Januar 1939. Sein Sohn Walter Franke übernahm das Geschäft. Der Zweite Weltkrieg führte zu grossen Schwierigkeiten in der Materialbeschaffung. In den Nachkriegsjahren baute Franke die Fabrikanlagen aus und stellte komplette Küchen her. Franke begann mit dem Export von Produkten in die europäischen Nachbarländer.
Franke weitete das Geschäft aus und wurde zum Marktführer von modernsten Spülen. In 1950 wurde die Produktegruppe Waschraum- und Sanitärsysteme mit einem umfassenden Programm von Produkten für den öffentlichen und halböffentlichen Bereich fest verankert. Erstmals wurden auch Bestandteile für Triebwerke gebaut. Franke tätigte seine erste ausländische Investition in Deutschland und hatte im Jahr 1955 500 Angestellte. In den späten 1950er Jahren verdoppelte Franke die Produktion. Die Fabrikanlagen wurden weiter ausgebaut. Der Bereich “Grossküchen” wurde gebildet. 1961 arbeiteten 750 Mitarbeiter für Franke. In den nächsten zwölf Jahren erfuhr Franke eine weitere Expansion: 13 neue Tochter- und zwei Lizenzgesellschaften wurden gegründet. 1972 baute und installierte Franke die erste Küche für McDonald’s in München. 1974 zählte das Unternehmen 2’600 Mitarbeiter. 1975 wechselte Franke den Eigentümer. Walter Frankes Freund und Geschäftspartner Willi Pieper übernahm das Unternehmen. Vier Tochter- und zwei Lizenzgesellschaften kamen hinzu. 1979 wurde das Franke Kompaktspülensystem lanciert. Ende der 1980er Jahre wurde Franke in Divisionen aufgeteilt.