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Bergen-Enkheim | |
|---|---|
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| Koordinaten | 50° 9′ 18″ N, 8° 45′ 11″ O50.1558.75305555556Koordinaten: 50° 9′ 18″ N, 8° 45′ 11″ O |
| Fläche | 12,5 km² |
| Einwohner | 18.098 (31. Dez. 2010) |
| Bevölkerungsdichte | 1443 Einwohner/km² |
| Postleitzahl | 60388 |
| Vorwahl | 06109 |
| Website | www.frankfurt.de |
| Gliederung | |
| Ortsbezirk | 16 – Bergen-Enkheim |
| Stadtbezirke |
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| Verkehrsanbindung | |
| Autobahn | |
| Bundesstraße | |
| U-Bahn | U4 U7 |
| Bus | 42 43 551 MKK-23 MKK-25 MKK-28 n5 |
| Quelle: Stadt Frankfurt am Main: Einwohnerzahlen. Abgerufen am 21. Januar 2012. | |
Bergen-Enkheim ist der östlichste Stadtteil von Frankfurt am Main.
Er setzt sich zusammen aus den ehemals selbständigen Orten Bergen und Enkheim, die aber schon seit dem Mittelalter oft als Einheit betrachtet wurden. Seit 1936 sind sie auch offiziell eine Einheit.
Inhaltsverzeichnis |
Im Westen grenzt Bergen-Enkheim an Seckbach, im Süden an Fechenheim, im Osten an Bischofsheim im Main-Kinzig-Kreis und im Norden an die Stadt Bad Vilbel, Wetteraukreis, sowie die Gemeinde Niederdorfelden, ebenfalls Main-Kinzig-Kreis.
Die Topografie des Stadtteils ist durch den Übergang des Maintals in die ansteigende Wetterau geprägt, den sogenannten Berger Hang. An dieser Geländekante, die in West-Ost-Richtung verläuft, liegen Gartenanlagen und Streuobstwiesen. Bergen ist aufgrund seiner Aussicht über das östliche Rhein-Main-Gebiet bis zum Odenwald und Spessart als Wohnsitz sehr beliebt.
Bergen war innerhalb der Grafschaft Hanau-Münzenberg ein bedeutender Ort.
Enkheim war demgegenüber von geringerer Bedeutung.
Als 1936 aus Bergen und Enkheim die Gemeinde Bergen-Enkheim gebildet wurde, gehörte der Ort noch zum Landkreis Hanau. 1968 erhielt er Stadtrecht. Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurde Bergen-Enkheim zum 1. Juli 1977 der Stadt Frankfurt zugeschlagen. [1]
Bergen-Enkheim vergibt seit 1974 den bedeutenden Literaturpreis „Stadtschreiber von Bergen“. Verliehen wird er am Freitagabend vor der Eröffnung des Berger Markts durch die Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim. Erster Stadtschreiber 1974-75 war der deutsche Schriftsteller Wolfgang Koeppen (1906-96).
Ein beliebter – in Bergen-Enkheim gebürtiger – Mundartdichter war Martin Dietz (19. September 1901 bis 23. November 1955): „Wann ich muol sterwe …“ u. a.
Conrad Weil (1893 bis 1960), ein Heimatdichter, schrieb das volkstümliche Theaterstück Der Schelm von Bergen.
Über den Schelm von Bergen und das gleichnamige Rittergeschlecht der Schelme von Bergen, gibt es verschiedene Sagen und literarische Arbeiten. Das älteste Gedicht stammt von Isaac von Sinclair (1811), des Weiteren gibt es sowohl ein Gedicht von Heinrich Heine als auch ein Stück von Carl Zuckmayer dazu.
Bergen hat einen durch historische Bauwerke geprägten Stadtkern. Hervorzuheben ist das gotische Rathaus von Bergen, in dem seit 1959 das Heimatmuseum Bergen-Enkheim untergebracht ist. Es wurde seit 1300 in verschiedenen Bauphasen errichtet.
Ein Zeugnis der alten Stadtmauer Bergens bildet der Weiße Turm, ein spätgotischer Wehrturm, der 1472 zusammen mit der Berger Stadtmauer errichtet wurde.
Unterhalb des Berger Hangs liegt das sogenannte Enkheimer Ried eine ehemalige Moorlandschaft. Die Stadt Frankfurt hat dieses etwa achteinhalb Hektar große Gebiet als Naturschutzgebiet erhalten und die Gemeinde Bischofsheim hat es 1976 erweitert. Das Enkheimer Ried liegt in einem Altarm des Mains.
Der „Quellenwanderweg“, der in Seckbach beginnt und über den Lohrberg nach Bergen-Enkheim führt ist Teil des Frankfurter Grüngürtels.
Die 19 Sitze des Ortsbeirats sind nach der Kommunalwahl 2011 wie folgt verteilt:[2]
Im Gewerbeverein Bergen-Enkheim sind 140 Unternehmer organisiert. Jedes Jahr richtet der Verein eine Gewerbeschau und den Weihnachtsmarkt aus.
In Bergen-Enkheim findet der einzige Viehmarkt der Großstadt Frankfurt statt. Er ist Bestandteil des Berger Marktes, der jeweils am Wochenende vor dem ersten Dienstag im September beginnt. Das Festzelt wird auch zur Krönung der Apfelweinkönigin genutzt.
Mit dem Hessen-Center befindet sich ein überregional bedeutendes Einkaufszentrum in Bergen-Enkheim. Es liegt zwischen den hier oberirdisch verlaufenden U-Bahn-Gleisen und dem A 66-Anschluss. Es ist eines der größten Einkaufszentren der Stadt.
Es gibt ein Hallen- und Freibad, das Riedbad.
Den nächstgelegenen Bahnhof, ist der Bahnhof Frankfurt-Mainkur. Er liegt an der Bahnstrecke Frankfurt–Hanau zwischen dem Frankfurter Ostbahnhof und dem Haltepunkt „Maintal West“, bereits auf der Gemarkung des Frankfurter Stadtteils Fechenheim. Er soll aufgegeben werden, wenn die Nordmainische S-Bahn in Betrieb geht, und durch einen neuen Haltepunkt etwa einen Kilometer weiter westlich ersetzt werden.
Sehr viel bedeutender für den ÖPNV in Bergen-Enkheim ist die Anbindung mit der U-Bahn. Sie verbindet Bergen-Enkheim seit 1992 direkt mit der Frankfurter Innenstadt. Es verkehren die U7 und seit Dezember 2008 jeder zweite Zug der Linie U4.
Bergen hatte von 1913 bis 1992 Anschluss an die Frankfurter Straßenbahn, Enkheim seit 1957. Die Enkheimer Strecke wurde 1992 Teil der U-Bahn-Linie. Die Berger Anbindung wurde lediglich durch Busse ersetzt.
In Bergen-Enkheim endet (derzeit), von Hanau kommend, die A 66. Verschiedene Buslinien des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) erschließen den Stadtteil.
Bergen-Enkheim hat zwei Grundschulen (Schule am Hang und Schule am Landgraben), sowie eine kooperative Gesamtschule (Gymnasial-, Realschul- und Hauptschulzweig ab Klasse 5) mit gymnasialer Oberstufe (Schule am Ried).
Nach dem Stadtteil Bergen-Enkheim ist der Asteroid (221516) Bergen-Enkheim benannt, der 2006 am Observatorium Bergen-Enkheim entdeckt wurde.
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