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Kalbach-Riedberg | |
|---|---|
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| Koordinaten | 50° 11′ 21″ N, 8° 38′ 22″ O50.18916666678.63944444444Koordinaten: 50° 11′ 21″ N, 8° 38′ 22″ O |
| Fläche | 6,9 km² |
| Einwohner | 9463 (31. Dez. 2010) |
| Bevölkerungsdichte | 1371 Einwohner/km² |
| Postleitzahl | 60437, 60438, 60439 |
| Vorwahl | 069 |
| Website | www.frankfurt.de |
| Gliederung | |
| Ortsbezirk | 12 – Kalbach-Riedberg |
| Stadtbezirke |
|
| Verkehrsanbindung | |
| Autobahn | |
| U-Bahn | U2 U8 U9 |
| Bus | 24 28 29 251 n3 n4 |
| Quelle: Stadt Frankfurt am Main: Einwohnerzahlen. Abgerufen am 21. Januar 2012. | |
Kalbach-Riedberg ist ein nördlicher Stadtteil von Frankfurt am Main. Er besteht aus dem historisch gewachsenen Stadtbezirk Kalbach und dem neuen Stadtbezirk Riedberg. Die beiden Stadtbezirke bilden zusammen den Ortsbezirk Kalbach/Riedberg.
Inhaltsverzeichnis |
Die ehemals eigenständige Gemeinde Kalbach wurde 1972 zusammen mit Harheim, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach nach Frankfurt eingemeindet. Das Gebiet des Stadtteils umfasst eine Fläche von 6,9 km² und hatte Ende 2009 8.482 Einwohner, davon 5.036 im Stadtbezirk Kalbach und 3.446 im Stadtbezirk Riedberg. Der Name Kalbach stammt von „Kalter Bach“ ab; der Riedberg ist eine Erhebung im Süden von Kalbach. Die Einwohnerzahl wird aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Erschließung des Riedbergs in den nächsten Jahren weiter steigen.
Nach der Überlieferung rastete 754 der Leichenzug des Heiligen Bonifatius auf seinem Weg von Mainz nach Fulda nahe dem heutigen Ort Kalbach. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kalbach im Jahr 772, als ein Herr Walprath eben jenen Acker aus Caltebach an dem der Leichenzug rastete an das Kloster Fulda verschenkte. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Leibeigenen und die Güter von Kalbach mehrmals verschenkt, verpfändet, zurückgekauft und vererbt. Unter anderem gehörte die Gemeinde zum Kloster Lorsch, den Herren von Königstein und Falkenstein, dem Johanniterhaus in Frankfurt. Als 1418 die Falkensteinerlinie ausstarb, kam Kalbach in den Besitz des Hauses Eppstein und wurde Teil der Grafschaft Königstein. Am 25. Mai 1535 starb der letzte Graf von Epsstein, Eberhard IV. Sein Neffe Ludwig zu Stolberg erbte per Testament die Grafschaft. Unter seiner Herrschaft wurde die Reformation nach der Kirchenordnung des Grafen Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken eingeführt. Nach dem Tod von Ludwigs Nachfolger Christoph zu Stolberg sah der Mainzer Kurfürst Daniel Brendel von Homburg die Grafschaft als erledigtes Reichslehen an und wandelte sie in das nun zum Kurfürstentum Mainz gehörendeOberamt Königstein um.
1802 fiel Kalbach nach der Auflösung des Kurstaates Mainz an Nassau-Usingen und ward schließlich nach dem Krieg von 1866 preußisch und dem Regierungsbezirk Wiesbaden zugeteilt.
Im Zuge der hessischen Gebietsreform wurde Kalbach zum 1. August 1972 aus dem Obertaunuskreis als Stadtbezirk 650 und Ortsbezirk 12 nach Frankfurt am Main eingegliedert. 2001 wurde der Bebauungsplan der Großsiedlung Riedberg im Süden Kalbachs beschlossen. Bis zum Bauende 2017 sollen dort 15.000 Menschen leben und 3.000 Arbeitsplätze entstehen. Zur Kommunalwahl 2006 wurde der Stadtbezirk 650 (Kalbach) um den Riedberg verkleinert, der Ortsbezirk 12 um den aus Teilen Kalbachs und Niederursels neu gebildeten Stadtbezirk 651 (Riedberg) vergrößert und in „Kalbach/Riedberg“ umbenannt.
Die bis in die 1990er Jahre reichende dominante landwirtschaftliche Nutzung der Kalbächer Gemarkung ist durch umfangreiche Gebietsabtretungen für das Gewerbegebiet "Am Martinszehnten" und die Siedlung Riedberg stark zurückgegangen, von einstmals ca. 20 Haupterwerbsbetrieben (auch mit Milcherzeugung) sind 2012 nur noch zwei Betriebe und drei Rinder vorhanden.
| Stadtbezirk | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kalbach | 5.741 | 5.974 | 4.818 | 4.821 | 4.885 | 4.999 | 5.036 |
| Riedberg | 1.558 | 1.874 | 2.347 | 2.883 | 3.446 |
Die 19 Sitze des Ortsbeirats sind nach der Kommunalwahl 2011 wie folgt verteilt:[1]
Der Ortsbezirk Kalbach/Riedberg hat mehrere größere Straßen und das seit 2002 entwickelte, 86,9 ha große Gewerbegebiet „Am Martinszehnten“, ausgewiesen auf ehemaligen landwirtschaftlichen Flächen im Norden Kalbachs. Hier eröffnete als erster großer Beleger bereits im Juni 2004 das von der ehemaligen Frankfurter Großmarkthalle im Ostend hierhin verlagerte Frischezentrum Frankfurt, in dem Obst und Gemüse, dazu Fleisch, Fisch und Backwaren für Frankfurt am Main und einige Umlandgemeinden angeliefert und auf den Einzelhandel umgeschlagen werden. Für eine gewisse Unabhängigkeit des Gewerbegebiets sorgen ein Budgethotel, eine Tankstelle, ein Schnellrestaurant, eine Außenstelle des TÜVs, ein Reifen- sowie ein Feuertechnikhandel, Lkw- und Motorradwerkstätten, Handwerksfirmen und andere Dienstleister.
Hauptbeleger des mittleren Areals sind große Logistikzentren und vermietete Lagerkapazitäten, Nutzfahrzeugniederlassungen (Iveco, DAF (Automobile), Mercedes-Benz), sowie abgeschirmte datentechnische Einrichtungen, wie seit 2008 das größte außeramerikanische Rechenzentrum der Citibank oder das künftige Technik-Dienstgebäude der Deutschen Bundesbank. Das Gewerbegebiet ist mit baumgesäumten Straßen erschlossen; längs durch das leicht abschüssige Gelände zieht sich über 1,1 Kilometer ein 30–60 Meter breiter Regenrückhaltegraben; in Richtung A5 schließt sich ein 3 Hektar großer Terrassenpark an. Ab Frühjahr 2012 wird eine weitere Fußgängerbrücke über die L3019 die Verbindung nach Kalbach (zum Heckenrosenweg) herstellen.
Im östlichen, alten Teil Kalbachs befindet sich seit 1992 das große Sport- und Freizeitzentrum. Es besteht aus mehreren Hallen und Außenanlagen.
Die Sporthallen fallen weithin durch ihre Architektur auf. Um auf Stützsäulen innen verzichten zu können, wird das Gewicht des Daches über Ausleger an den Seiten der Halle und Drahtseile auf Bodenanker übertragen. Die optische Wirkung dieser Ausleger wird noch durch die Entlüftungsrohre verstärkt, die zwischen den Auslegern montiert sind. Die Frontseiten wurden aus verspiegeltem Glas gebildet. Architekt war das Architekturbüro BLFP Frielinghaus.
Das Sport- und Freizeitzentrum war mehrfach Schauplatz diverser deutscher Hallenmeisterschaften. Nördlich schließt sich ein privater 9-Loch-Golfplatz mit überdachter Driving Range an.
Der Stadtteil Kalbach-Riedberg ist an die Frankfurter Buslinien sowie an das U-Bahn-Netz angeschlossen. Im Bereich Kalbach fahren die Buslinien 24, 28, 29 und Nachtbus-Linie N4; im Bereich Riedberg die Linien 29, 251 und Nachtbus-Linie N3. Der Betrieb der Buslinie 26 wurde eingestellt und durch den Verlauf der Linie 29 ersetzt. Die U-Bahn-Linie U2 verbindet Kalbach mit der Innenstadt bis zum Südbahnhof. Die neu gebauten Verbindungen der Linien U8 und U9 wurden am 12. Dezember 2010 durch eine feierliche Eröffnung durch OB Petra Roth zum Verkehr freigegeben und verbinden den Bereich Riedberg mit der Innenstadt über Heddernheim bis zum Südbahnhof (Linie U8) sowie mit den Stadtteilen Nieder-Eschbach (über die Haltestelle Kalbach) und Ginnheim (Linie U9).[3]
Altstadt | Bahnhofsviertel | Bergen-Enkheim | Berkersheim | Bockenheim | Bonames | Bornheim | Dornbusch | Eckenheim | Eschersheim | Fechenheim | Flughafen | Frankfurter Berg | Gallus | Ginnheim | Griesheim | Gutleutviertel | Harheim | Hausen | Heddernheim | Höchst | Innenstadt | Kalbach-Riedberg | Nied | Nieder-Erlenbach | Nieder-Eschbach | Niederrad | Niederursel | Nordend-Ost | Nordend-West | Oberrad | Ostend | Praunheim | Preungesheim | Riederwald | Rödelheim | Sachsenhausen-Nord | Sachsenhausen-Süd | Schwanheim | Seckbach | Sindlingen | Sossenheim | Unterliederbach | Westend-Nord | Westend-Süd | Zeilsheim
Innenstadt I (01) | Innenstadt II (02) | Innenstadt III (03) | Innenstadt IV (04) | Süd (05) | West (06) | Mitte-West (07) | Nord-West (08) | Mitte-Nord (09) | Nord-Ost (10) | Ost (11) | Kalbach/Riedberg (12) | Nieder-Erlenbach (13) | Harheim (14) | Nieder-Eschbach (15) | Bergen-Enkheim (16)