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Preungesheim | |
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| Koordinaten | 50° 9′ 20″ N, 8° 41′ 50″ O50.15555555568.69722222222Koordinaten: 50° 9′ 20″ N, 8° 41′ 50″ O |
| Fläche | 3,66 km² |
| Einwohner | 14.022 (31. Dez. 2010) |
| Bevölkerungsdichte | 3831 Einwohner/km² |
| Postleitzahl | 60435 |
| Vorwahl | 069 |
| Website | www.frankfurt.de |
| Gliederung | |
| Ortsbezirk | 10 – Nord-Ost |
| Stadtbezirke |
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| Quelle: Stadt Frankfurt am Main: Einwohnerzahlen. Abgerufen am 21. Januar 2012. | |
Preungesheim ist ein Stadtteil von Frankfurt am Main.
Inhaltsverzeichnis |
Preungesheim liegt 140 m über NN, ca. 5 km nordöstlich der Frankfurter Innenstadt, im Ortsbezirk Frankfurt-Nord-Ost.
Der Kern des Stadtteils liegt im Winkel von Gießener- und Homburger Landstraße. Die zusammenhängende Wohnungsbebauungen wird – nördlich von der Homburger Landstraße – durch die A 661 abgegrenzt, westlich durch den Stadtteil Frankfurter Berg. Nördlich der "Homburger Landstraße" erstreckt sich ein großes Gewerbegebiet, südlich stehen Gebäude der Bundespolizei. Die moderne Siedlungsentwicklung verlief vom historischen Dorfkern mit der Kirche in Richtung Frankfurter Innenstadt. Den größten Teil der Bebauung machen heute Siedlungen aus: Die Walter-Kolb-Siedlung grenzt im Süden an Bornheim, während die Karl-Kirchner-Siedlung relativ zentral liegt. Eine dritte Siedlung für 5.000 Bewohner entsteht derzeit im sogenannten Frankfurter Bogen, einer Kurve der A 661.
Die angrenzenden Stadtteile sind im Westen Eckenheim, im Nordwesten Frankfurter Berg, im Norden Berkersheim, im Osten Seckbach und im Süden Bornheim.
Der Name „Preungesheim“leitet sich von dem Gründer des Dorfes ab, einem Franken namens Bruning ab. Die älteste erhaltene Erwähnung von Bruningesheim stammt aus dem Jahr 772 und ist in einer Schenkungsurkunde enthalten, die der Lorscher Kodex verzeichnet. Im Hochmittelalter gehörte Preungesheim zum Gericht und späteren Amt Bornheimerberg.
Im Norden von Preungesheim, im Bereich der Straße "Hinterm Bachberg", befinden sich Reste der Burg Bachberg, einer ehemaligen Niederungsburg, die einem örtlichen Adelsgeschlecht, den Herren von Preungesheim, gehörte, die aber noch im 14. Jahrhundert ausstarben.
Seit 1215 ist eine Kirche im Dorf bezeugt. Das Kirchenpatronat stand ursprünglich dem Reich zu und wurde als Lehen an die Herren von Falkenstein vergeben, die es 1275 mit dem Deutschen Orden gegen die Kapelle in Rödelheim tauschten. Zum Kirchspiel von Preungesheim gehörten Berkersheim und Eckenheim. Kirchliche Mittelbehörde war das Archidiakonat des Propstes von St. Peter in Mainz, Dekanat Eschborn.
1320 verpfändete König Ludwig IV. den Bornheimerberg – und so auch Preungesheim – an Ulrich II. von Hanau. 1336 gestattete der Kaiser dann der Stadt Frankfurt, den Bornheimerberg an seiner Stelle von Hanau einzulösen. 1351 aber erneuerte Kaiser Karl IV. die Pfandschaft für Hanau. 1434 wurde Graf Reinhard II. von Hanau von Kaiser Sigismund sogar mit dem Bornheimerberg belehnt. Bei der Teilung der Grafschaft Hanau 1458 kam der Bornheimerberg zur Grafschaft Hanau-Münzenberg.
Das widersprüchliche Verhalten des Reichs führte selbstverständlich zum Streit zwischen Frankfurt und Hanau, zumal Frankfurt sich so von Hanauer Gebiet „umzingelt“ sah. Alle Versuche Frankfurts, dies zu verhindern, scheiterten. Zwar wurden die Ansprüche Frankfurts auf die neunzehn Dörfer des Amtes nach einem über hundert Jahre dauernden Prozess vom Reichsgericht bestätigt, jedoch verfügten weder Frankfurt noch das Reich über die Macht, das Urteil durchzusetzen. So ließ sich die Stadt Frankfurt schließlich 1481 auf einen Vergleich ein: Hanau verzichtete zugunsten Frankfurts auf alle Ansprüche auf die Dörfer Bornheim, Hausen und Oberrad und erhielt das Amt Bornheimerberg im übrigen exklusiv. Preungesheim wurde damit endgültig hanauisch.
Die Reformation setzte sich in der Grafschaft Hanau-Münzenberg in der Mitte des 16 Jahrhunderts zunächst in ihrer lutherischen Ausprägung durch. 1548 wurde erstmals ein evangelischer Pfarrer in Preungesheim genannt. In einer „zweiten Reformation“, wurde die Konfession der Grafschaft Hanau-Münzenberg erneut gewechselt: Graf Philipp Ludwig II. verfolgte ab 1597 eine entschieden reformierte Kirchenpolitik. Er machte von seinem Jus reformandi, seinem Recht als Landesherr Gebrauch, die Konfession seiner Untertanen zu bestimmen, und setzte dies für die Grafschaft weitgehend als verbindlich durch.
Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., 1736 erbte Landgraf Friedrich I. von Hessen-Kassel aufgrund eines Erbvertrages aus dem Jahr 1643 die Grafschaft Hanau-Münzenberg und damit auch den Preungesheim. Seit dem gehörte der Ort zur Landgrafschaft Hessen-Kassel.
1803 wurde die Landgrafschaft Hessen-Kassel zum Kurfürstentum Hessen erhoben. Während der napoleonischen Zeit stand Preungesheim ab 1806 unter französischer Militärverwaltung, gehörte 1807-1810 zum Fürstentum Hanau, Amt Bergen, und dann von 1810 bis 1813 zum Großherzogtum Frankfurt, Departement Hanau. Anschließend fiel es wieder an das Kurfürstentum Hessen zurück. Nach der Verwaltungsreform des Kurfürstentums Hessen von 1821, im Rahmen derer Kurhessen in vier Provinzen und 22 Kreise eingeteilt wurde, gehörte Preungesheim zum neu gebildeten Landkreis Hanau. Nach dem Krieg von 1866 stand Kurhessen auf der Verliererseite und wurde von Preußen annektiert. In Preußen gehörte Preungesheim nun zum Regierungsbezirk Kassel der Provinz Hessen-Nassau und ab 1886 zum Landkreis Frankfurt im Regierungsbezirk Wiesbaden. Am 1. April 1910 wurde Preungesheim mit zwölf weiteren Dörfern des Landkreises Frankfurt, der aufgelöst wurde, in die Stadt Frankfurt eingemeindet.
Die Hauptstraße des Stadtteils und zugleich Frankfurts längste Straße ist die Homburger Landstraße, die Preungesheim in Süd-Nord-Richtung durchzieht. Entlang der Homburger Landstraße liegt der alte Ortskern. Zur Entlastung der alten Hauptstraße wird der Durchgangsverkehr über die breit ausgebaute Gießener Straße – ab der Friedberger Landstraße – parallel geleitet. Sie schließt sich an ihrem nördlichen Ende – unmittelbar vor der Kreuzung mit der A 661 – an die Homburger Landstraße an. Die Gießener Straße wird auch von der U-Bahnlinie U5 ab Marbachweg, auf eigenem Gleiskörper, befahren. Die Verlängerung der U-Bahnlinie zur S-Bahn-Station Frankfurter Berg ist vorgesehen. Seit 2009 wird eine Straßenbahnstrecke (künftig: Linie 18) von der Konstablerwache kommend nach Preungesheim Ost, Gravensteiner-Platz, gebaut. Die Eröffnung ist für Dezember 2011 vorgesehen, so dass der Frankfurter Bogen und der östliche Bereich Preungesheims eine schnelle Anbindung zur Innenstadt erhalten.
Die heute evangelische Kreuzkirche ist die Pfarrkirche des ehemaligen Dorfes Preungesheim mit romanischem Chorturm und spätgotischen Maßwerkfenstern. Der Bau stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde mehrfach verändert, so in den Jahren 1716, 1744 und 1754, wobei das ehemalige nördlichen Seitenschiffes zum heutigen Saalbau umgestaltet wurde. Die romanischen Fresken an den ältesten Mauerteilen wurden 1935 freigelegt. Im Innenraum ist ein romanisches Taufbecken erhalten. Zwei Spitzbogenarkaden über einer Säule aus dem 14. Jh. Sind noch zu erkennen. Seit 1963 existiert zudem die für den südlichen Bereich von Preungesheim die Festeburggemeinde, die 1969 ein eigenes Kirchengebäude erhielt.
1959 wurde in Preungesheim auch eine eigene römisch-katholischen Gemeinde, die St. Christophorusgemeinde, gebildet, die ihre Kirche 1962 weihen konnte.
Neben zahlreichen Horten und Kindergärten befinden sich in Preungesheim die
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