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| Basisdaten | |
| Amtssprache | Französisch |
| Hauptort | Cayenne |
| FlĂ€che | 83.534 kmÂČ |
| Einwohnerzahl | 229.000 (2009) [1] |
| Bevölkerungsdichte | 2,7 Einwohner pro kmÂČ |
| Arrondissements | 2 |
| Kantone | 19 |
| Gemeinden | 22 |
| PrÀfekt | Denis Labbe[2] |
| PrÀsident des Regionalrats | Antoine Karam |
| PrÀsident des Generalrates | Pierre Désert |
| WĂ€hrung | Euro (âŹ) 1 Euro = 100 Cent |
| Zeitzone | UTC-3 French Guiana Time (GFT) |
| Internet-TLD | .gf |
| Vorwahl | +594 |
| Karte | |
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Französisch-Guayana, auch Französisch-Guyana, französisch Guyane française [gÉ„iËjanfÊÉÌËsÉËz] oder Guyane, ist ein ĂberseedĂ©partement (mit der Ordnungsnummer 973) und eine Region Frankreichs und liegt im Norden von SĂŒdamerika am Atlantischen Ozean zwischen Brasilien und Suriname bei 4° nördlicher Breite und 53° westlicher LĂ€nge.
Französisch-Guayana ist ein vollintegrierter Teil des französischen Staates und damit auch Teil der EuropÀischen Union und der NATO. Der Euro ist gesetzliches Zahlungsmittel.
Inhaltsverzeichnis |
Das DĂ©partement umfasst eine FlĂ€che von etwa 83.534 kmÂČ und ist damit fast so groĂ wie Ăsterreich. Es hat eine 378 km lange KĂŒste am Atlantik sowie 730 km[3] Grenze zu Brasilien und 510 km zu Suriname.
Das Gebiet hat Anteil am Guayanischen Bergland, das sich ĂŒber 1,5 Millionen kmÂČ im Nordosten des sĂŒdamerikanischen Kontinents erstreckt. Dieses Hochland weist aufgrund seiner klimatischen Isolation vom Regenwald eine endemische Tier- und Pflanzenwelt auf. Geologisch ist Französisch-Guayana durch seine steilen Tafelberg-Klippen charakterisiert, von denen sehr groĂe und mĂ€chtige WasserfĂ€lle herabstĂŒrzen.
Die höchste Erhebung ist der Mont Bellevue de Inini mit 850 m Seehöhe. Im SĂŒden des Landes erstreckt sich ein kleineres Mittelgebirge mit maximalen Erhebungen um 800 m, das Massif Tabulaire. Die wichtigsten FlĂŒsse sind von West nach Ost der Maroni, der die Grenze zu Suriname bildet, der Sinnamary, der Approuague und der Oyapock, zugleich die Grenze zu Brasilien.
Französisch-Guayana weist das gröĂte zusammenhĂ€ngende Waldgebiet Frankreichs und der EuropĂ€ischen Union auf. 90 % des Landes sind mit tropischen RegenwĂ€ldern bedeckt. Der weitaus gröĂte Teil der Bevölkerung lebt an der KĂŒste, wo sich die gröĂten StĂ€dte befinden. Diese sind:
Das Klima ist tropisch. Ăber das gesamte Jahr hinweg gibt es konstante Temperaturen, die im Mittel um 28 °C liegen. Von August bis Dezember herrscht Trockenzeit, in den ĂŒbrigen Monaten â ausgenommen MĂ€rz â ist Regenzeit. Die durchschnittliche relative Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 80 und 90 %. Die KĂŒstenregion profitiert von den Passatwinden des Atlantiks und der KĂŒhle des Regenwaldes im SĂŒden und Westen. Anders als in der Karibik gibt es keine Zyklone.
| Flughafen Rochambeau (Aéroport de Cayenne - Rochambeau) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm (ErklÀrung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Flughafen Rochambeau (Aéroport de Cayenne - Rochambeau)
Quelle: Météo-France
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â Hauptartikel: Geschichte Französisch-Guayanas
Bereits 1498 entdeckte Christoph Kolumbus die KĂŒste Guayanas. Aber erst etwa hundert Jahre spĂ€ter siedelten sich dort europĂ€ische Auswanderer an â zunĂ€chst NiederlĂ€nder und ab 1604 Franzosen und EnglĂ€nder. Als Reparation des im Orangen-Krieg unterlegenen Portugals wurde dieses Gebiet Portugiesisch-Brasiliens 1801 im Friede von Badajoz (1801) an Frankreich abgetreten.
1946 wurde Französisch-Guayana als ĂberseedĂ©partement ein integraler Bestandteil Frankreichs und erhielt so eine eingeschrĂ€nkte Selbstverwaltung. In der französischen Nationalversammlung und im Senat ist das DĂ©partement seitdem mit zwei Mitgliedern vertreten.
Bekannt wurde Französisch-Guayana fĂŒr den âArchipel der Verdammtenâ auf den Ăles du Salut, zu denen auch die Teufelsinsel gehört, eine französische Strafkolonie, die von 1852 bis 1951 bestand. Bis zu 70.000 Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten waren dort inhaftiert.
1968 bauten die EuropĂ€er in Kourou ein - geografisch gĂŒnstig, weil Ă€quatornah liegendes - RaketenabschussgelĂ€nde Centre Spatial Guyanais, das im Laufe der Zeit stĂ€ndig erweitert wurde. Der Erfolg des Ariane-Programms und eine geschickte Unternehmensstrategie der Betreibergesellschaft Arianespace trugen erheblich dazu bei.
Die Einwohnerzahl von Französisch-Guayana lag im Januar 2006 bei rund 206.000 Einwohnern[1]. Sie wĂ€chst sehr schnell, noch bei der letzten VolkszĂ€hlung 1999 hatte das ĂberseedĂ©partement 157.000 Einwohner. Diese starke Zunahme kommt vor allem aufgrund der hohen Geburtenrate zustande. So ist Französisch-Guayana das französische DĂ©partement mit der höchsten Geburtenrate. Zudem ist die Bevölkerung mit durchschnittlich 28,6 Jahren sehr jung.[4] Das Bevölkerungswachstum betrĂ€gt 3,3 % und liegt damit fast so hoch wie das von Neukaledonien.
Die Bevölkerung wĂ€chst zudem auch durch Einwanderung. Die meisten Einwanderer kommen aus nahen Staaten wie Guyana, Suriname, Brasilien und Haiti; bedeutende Immigration wird auch aus SĂŒdasien verzeichnet.
Die Bevölkerung ist ethnisch sehr durchmischt. Die Mehrheit der Bevölkerung machen die Kreolen und Schwarzen aus, die in der Kolonialzeit von Westafrika nach Französisch-Guayana kamen. Die Nachfahren der europĂ€ischen Einwanderer machen 12 % der Einwohner aus. Weitere bedeutende Minderheiten sind die indigenen Ureinwohner (Indianer) mit etwa 5â10 %, und die SĂŒdostasiaten, es sind vor allem Laoten und Vietnamesen aus der ehemaligen französischen Kolonie Indochina.
Eine Besonderheit stellen die Bon oder BushinguĂ©s. Sie sind Nachfahren entflohener afrikanischer Sklaven, die seit Jahrhunderten abgeschieden in den UferwĂ€ldern des Maroni leben. Man unterscheidet vier Ethnien, die die Bevölkerungsmehrheit entlang des Maroni stellen: Alukus, Djukus, Paramakas und die Saramakas. Die einst entflohenen Boni fanden in den UrwĂ€ldern nahezu die gleichen Lebensbedingungen wie in der Urheimat, den RegenwĂ€ldern Zentral- und Westafrikas, von wo sie zuvor verschleppt wurden. Sie konnten daher ihre ursprĂŒngliche Lebensweise mehr oder weniger unverĂ€ndert auf dem neuen Kontinent fortfĂŒhren, obwohl die neue Heimat tausende Kilometer von der alten Heimat entfernt lag.
Wie alle anderen Départements ist auch Französisch-Guayana in der französischen Legislative durch Volks- und Gemeindevertreter prÀsent, so besitzt es in der Nationalversammlung und im Senat je zwei Mandate.
Alle französischen Gesetze finden in Französisch-Guayana Anwendung. Jedoch kann nach Artikel 73 der französischen Verfassung auf lokale Besonderheiten RĂŒcksicht genommen werden.
Französisch-Guayana bildet seit den Dezentralisierungsgesetzen von 1982 zugleich ein Département und eine Region Frankreichs. Guayana gliedert sich in zwei Arrondissements, eines um Cayenne, das andere mit der UnterprÀfektur Saint-Laurent-du-Maroni. Weiter ist das Gebiet in 19 Kantone und 22 Kommunen gegliedert.
Die BĂŒrger wĂ€hlen alle sechs Jahre den Conseil gĂ©nĂ©ral (fĂŒr das DĂ©partement) mit 19 Mitgliedern und den Conseil rĂ©gional (fĂŒr die Region) mit 31 Mitgliedern. PrĂ€fekt ist seit 28. August 2006 Jean-Pierre LaflaquiĂšre.
Bei einer vom französischen Staat initiierten Volksabstimmung ĂŒber mehr Autonomie des DĂ©partements vom 10. Januar 2010 stimmten bei einer Wahlbeteiligung von 55 Prozent 69,8 Prozent der Abstimmenden dagegen.[5] Bei einer weiteren Abstimmung am 24. Januar 2010 stimmte eine Mehrheit mit 57,58 % fĂŒr eine Zusammenlegung von Departement und Region. Allerdings lag die Wahlbeteiligung nur bei 27,44 %.
Französisch-Guayana ist Teil der EuropĂ€ischen Union. Daher sind die Grenzen zu Suriname und Brasilien zugleich EU-AuĂengrenzen.
Siehe auch: Liste der PrÀsidenten des Regionalrates von Französisch-Guayana seit 1983
Die französische Armee unterhĂ€lt in Rochambeau u.a. einen Luftwaffen-MilitĂ€rstĂŒtzpunkt. Eine Einheit der Fremdenlegion (3° REI) ist in Kourou stationiert, zu deren primĂ€ren Aufgaben die Sicherung der Grenze und des Weltraum-Bahnhofs in Kourou gehört. Soldaten der Fremdenlegion kamen von dort im MĂ€rz 2004 zu einem Einsatz nach Haiti. In RĂ©gina, etwa 70 km sĂŒdlich von Cayenne, befindet sich die âDschungelkampfschuleâ (Centre d'entraĂźnement Ă la forĂȘt Ă©quatoriale, C.E.F.E.) der Fremdenlegion, in der auch Spezialeinheiten anderer Staaten (z. B. deutsches KSK, Navy Seals u.v.a.m.) in einem Kurztraining ausgebildet werden.
| Arrondissement | Einwohner 1999 |
FlĂ€che kmÂČ |
Bev.dichte Ew./kmÂČ |
Kantone | Gemeinden |
|---|---|---|---|---|---|
| Cayenne | 119.660 | 42.589 | 2,81 | 16 | 14 |
| Saint-Laurent-du-Maroni | 37.553 | 40.945 | 0,92 | 3 | 8 |
Die ESA betreibt zusammen mit der Französischen Raumfahrtbehörde CNES in Kourou den Weltraumbahnhof Centre Spatial Guyanais. Dort startet Arianespace die TrĂ€gerraketen vom Typ Ariane mit Kommunikationssatelliten und anderen Nutzlasten. Der Weltraumbahnhof wurde ausgebaut, um seit Dezember 2011 auch Sojus- und Vegaraketen von Kourou aus starten zu können. Durch die NĂ€he zum Ăquator benötigen die Raketen bei einem Start von hier weniger Treibstoff als von Europa, um eine Nutzlast auf eine bestimmte Bahnhöhe zu befördern.
Der Weltraumbahnhof ist der wichtigste Pfeiler der Wirtschaft von Französisch-Guayana. Mittlerweile ist auch das RaumfahrtgelÀnde in Kourou zu einem touristischen Motor der Binnenwirtschaft geworden.
Die Forstwirtschaft ist auf Grund des tropischen Regenwaldes ein wichtiger Wirtschaftszweig des Landes. Landwirtschaft wird nur in KĂŒstennĂ€he betrieben. An ĂŒbrigen Wirtschaftszweigen sind lediglich die Krabbenfischerei und der Abbau von Gold erwĂ€hnenswert.
Wichtigste Handelspartner sind das französische Mutterland, Trinidad und Tobago und Italien. Exportiert werden vor allem Fisch, Reis und Gold, wichtigste Einfuhrprodukte von Französisch-Guayana sind u. a. Maschinen und Fahrzeuge. Das beim (hĂ€ufig illegalen) Goldabbau verwendete Quecksilber wird in den GewĂ€ssern von den Fischen aufgenommen, was bei Teilen der indigenen Bevölkerung, die sich hauptsĂ€chlich von Fisch ernĂ€hren, zu Krankheitssymptomen Ă€hnlich der Minamata-Krankheit in Japan fĂŒhrt. Bis jetzt hat die Französische Regierung noch nichts dagegen unternommen.
Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der EU ausgedrĂŒckt in Kaufkraftstandards erreicht Französisch-Guayana einen Index von 57,6 (EU-25:100) (2003).[6] Damit ist Französisch-Guayana die Ă€rmste Region Frankreichs. Jedoch muss hierbei auch die hohe Quote an Selbstversorgern betrachtet werden, welche bei der Ermittlung des BIP nicht berĂŒcksichtigt werden.
01 Ain | 02 Aisne | 03 Allier | 04 Alpes-de-Haute-Provence | 05 Hautes-Alpes | 06 Alpes-Maritimes | 07 ArdĂšche | 08 Ardennes | 09 AriĂšge | 10 Aube | 11 Aude | 12 Aveyron | 13 Bouches-du-RhĂŽne | 14 Calvados | 15 Cantal | 16 Charente | 17 Charente-Maritime | 18 Cher | 19 CorrĂšze | 2A Corse-du-Sud | 2B Haute-Corse | 21 CĂŽte-dâOr | 22 CĂŽtes-dâArmor | 23 Creuse | 24 Dordogne | 25 Doubs | 26 DrĂŽme | 27 Eure | 28 Eure-et-Loir | 29 FinistĂšre | 30 Gard | 31 Haute-Garonne | 32 Gers | 33 Gironde | 34 HĂ©rault | 35 Ille-et-Vilaine | 36 Indre | 37 Indre-et-Loire | 38 IsĂšre | 39 Jura | 40 Landes | 41 Loir-et-Cher | 42 Loire | 43 Haute-Loire | 44 Loire-Atlantique | 45 Loiret | 46 Lot | 47 Lot-et-Garonne | 48 LozĂšre | 49 Maine-et-Loire | 50 Manche | 51 Marne | 52 Haute-Marne | 53 Mayenne | 54 Meurthe-et-Moselle | 55 Meuse | 56 Morbihan | 57 Moselle | 58 NiĂšvre | 59 Nord | 60 Oise | 61 Orne | 62 Pas-de-Calais | 63 Puy-de-DĂŽme | 64 PyrĂ©nĂ©es-Atlantiques | 65 Hautes-PyrĂ©nĂ©es | 66 PyrĂ©nĂ©es-Orientales | 67 Bas-Rhin | 68 Haut-Rhin | 69 RhĂŽne | 70 Haute-SaĂŽne | 71 SaĂŽne-et-Loire | 72 Sarthe | 73 Savoie | 74 Haute-Savoie | 75 Paris | 76 Seine-Maritime | 77 Seine-et-Marne | 78 Yvelines | 79 Deux-SĂšvres | 80 Somme | 81 Tarn | 82 Tarn-et-Garonne | 83 Var | 84 Vaucluse | 85 VendĂ©e | 86 Vienne | 87 Haute-Vienne | 88 Vosges | 89 Yonne | 90 Territoire de Belfort | 91 Essonne | 92 Hauts-de-Seine | 93 Seine-Saint-Denis | 94 Val-de-Marne | 95 Val-dâOise | 971 Guadeloupe | 972 Martinique | 973 Französisch-Guayana | 974 RĂ©union | 976 Mayotte
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1 Wird kulturgeographisch meist Nord- und Mittelamerika zugerechnet.