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Franz Joseph Emil Fischer (* 19. März 1877 in Freiburg im Breisgau; †1. Dezember 1947 in München) war ein deutscher Chemiker. Mit Hans Tropsch entwickelte er 1925 die Fischer-Tropsch-Synthese zur künstlichen Herstellung von Treibstoffen.
Nach dem Studium unter anderem in Freiburg, München und Gießen, wo er 1901 unter Karl Elbs promoviert wurde, folgte 1904 die Habilitation und anschließend wissenschaftliche Mitarbeit bei Emil Fischer an der Humboldt-Universität. In Berlin wurde Fischer 1911 auch als Professor an die Technische Universität berufen. 1913 wurde er Gründungsdirektor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr. Nachdem Fischer 1933 der NSDAP beigetreten war, blieb er bis zu seiner Emeritierung 1943 im Amt. Sein Nachfolger wurde der spätere Nobelpreisträger Karl Ziegler.
Darüber hinaus zählte Fischer im Jahre 1919 zusammen mit dem Essener Oberbürgermeister Hans Luther, dem Bauingenieur und technischen Redakteur Heinrich Reisner und dem Bankier Wilhelm von Waldthausen zu den Mitbegründern der noch heute bestehenden "Gesellschaft für Wissenschaft und Leben im rheinisch-westfälischen Industriegebiet" als neue "Dachgesellschaft für die wissenschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Bestrebungen". Auf deren Initiative entstand 1927 das Haus der Technik in Essen.
1959 wurde in Mülheim an der Ruhr eine Straße nach Franz Fischer benannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fischer, Franz |
| ALTERNATIVNAMEN | Fischer, Franz Joseph Emil (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Chemiker |
| GEBURTSDATUM | 19. März 1877 |
| GEBURTSORT | Freiburg im Breisgau |
| STERBEDATUM | 1. Dezember 1947 |
| STERBEORT | München |