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Karl Bender (eigentlich Franz Karl Andreas Bender; * 1880 in Lahr; † 1970 in Karlsruhe) war ein deutscher Politiker (Zentrum). Er war von 1922 bis zum 9. April 1933 Oberbürgermeister von Freiburg im Breisgau.
Inhaltsverzeichnis |
Nach dem Gymnasium studierte Bender in Freiburg, Berlin und Heidelberg Jura. Bereits mit 28 Jahren wurde er Bürgermeister von Bühl (Offenburg). Während des Ersten Weltkrieges erlangte er den Rang des Hauptmanns der Reserve. 1919 wurde er Ministerialrat im Stuttgarter Innenministerium. Drei Jahre später wurde er zum Oberbürgermeister Freiburgs gewählt. Der Verwaltungsfachmann Bender reorganisierte die städtische Verwaltung, die Kommunalfinanzen und gab zum Ausbau der Kultur und Infrastruktur der Stadt wesentliche Impulse. 1931 wurde er erneut zum Oberbürgermeister gewählt.
Nach einer systematischen Hetze des NSDAP-Kreisleiters Franz Kerber und des Kampfblattes Der Alemanne gab Bender am 9. April 1933 sein Amt auf. Auch die Unterstützung des gesamten Stadtrates, der Universitätsrektoren Josef Sauer, Wilhelm von Möllendorff sowie des Erzbischofs Conrad Gröber konnten ihn nicht von diesem Schritt abbringen.[1][2] Anschließend tauchte Bender im Kloster Beuron ab. Fortgesetzte Angriffe führten dazu, dass auch seine Familie die Stadt verlassen musste.[3] Bereits am 10. April 1933 werden durch den Innenminister auf Grundlage der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes die Amtsgeschäfte bis auf weiteres auf Franz Kerber übertragen.[4] Bender ließ sich später als Rechtsanwalt in Karlsruhe nieder. Dort starb er im Alter von 89 Jahren.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Emil Thoma | Oberbürgermeister von Freiburg im Breisgau 1922-1933 |
Franz Kerber |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bender, Franz Karl Andreas |
| ALTERNATIVNAMEN | Bender, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (Zentrum) |
| GEBURTSDATUM | 1880 |
| GEBURTSORT | Lahr |
| STERBEDATUM | 1970 |
| STERBEORT | Karlsruhe |