Open-Source-Lizenz
Eine Open-Source-Lizenz ist eine Softwarelizenz, die den Prinzipien der Open Source Initiative folgt und aus diesem Grund den Quelltext der Software zur Verfügung stellt. Eine Erweiterung der Open-Source-Lizenzen stellen die allgemeinen Freien Lizenzen dar, die nicht nur Software, sondern auch Freie Inhalte lizenzieren.
Eine Lizenz gilt als Open-Source-Lizenz, wenn sie von der Open-Source-Initiative nach den Richtlinien der Open Source Definition anerkannt ist. Die Auslegung der Definition von Open Source durch die Open Source Initiative stimmt nicht immer mit der Auslegung der Definition Freier Software der Free Software Foundation überein.
Damit sind Open-Source-Lizenzen nicht automatisch Lizenzen Freier Software (im Sinne der FSF), obwohl sie in der Praxis nahezu deckungsgleich sind. Bisher gab es nur eine Ausnahme (Stand: 2003).
Definition
In der Open Source Definition wird folgendes verlangt:
- Freie Weitergabe − Die Lizenz darf niemanden darin hindern, die Software zu verkaufen oder sie mit anderer Software zusammen in einer Software-Distribution weiterzugeben. Die Lizenz darf keine Lizenzgebühr verlangen.
- Verfügbarer Quellcode − Die Software muss im Quellcode für alle Nutzer verfügbar sein.
- Abgeleitete Arbeiten − Die Lizenz muss von der Basissoftware abgeleitete Arbeiten und deren Distribution unter derselben Lizenz wie die Basissoftware erlauben, sogenanntes Copyleft-Prinzip.
- Integrität des Autoren-Quellcodes − Die Lizenz muss explizit das Verteilen von Software erlauben, die auf einer modifizierten Version des Originalquellcodes beruhen. Die Lizenz kann verlangen, dass solche Änderungen zu einem neuen Namen oder eine neuer Versionsnummer der Software führen und solche Änderungen dokumentiert werden.
- Keine Diskriminierungen von Personen oder Gruppen − Die Lizenz darf nicht einzelnen Personen oder Gruppen die Nutzung der Software verweigern.
- Keine Nutzungseinschränkung − Die Lizenz darf den Verwendungszweck der Software nicht einschränken, z.B. kein Ausschluss militärischer Nutzung o.ä.
- Lizenzerteilung − Die Lizenz muss für alle zutreffen, welche die Software erhalten, ohne z. B. eine Registrierung oder eine andere Lizenz erwerben zu müssen.
- Produktneutralität − Die Lizenz muss produktneutral gestaltet sein und darf sich z. B. nicht auf eine bestimmte Distribution beziehen.
- Die Lizenz darf andere Software nicht einschränken − Sie darf zum Beispiel nicht verlangen, dass sie nur mit Open Source Software verbreitet werden darf.
- Die Lizenz muss techneinlogieneutral sein − Sie darf z. B. nicht verlangen, dass die Distribution nur via Web/CD/DVD verteilt werden darf.
Public-Domain-Software erfüllt diese Bedingungen, soweit der gesamte Sourcecode verfügbar gemacht wurde.
Grundsätzlicher Vergleich
Die folgende Tabelle vergleicht einige wesentliche Eigenheiten der jeweiligen Lizenzen.[1]
Zertifizierungen
Die folgende Tabelle gibt wieder, welche Organisationen die Lizenz als "Open Source"-Lizenz akzeptiert.
Anmerkungen
- Note 1: Nicht überprüft.
- Note 2: Kompatible zur Version 3, aber nicht zur Version 2 der GPL.
- Note 3: Die Originalversion wurde als nicht freie Version definiert.
- Note 4: Aufgeführt als WTFPL.
Eine Liste aller Open-Source-Lizenzen in der Wikipedia ist in der Kategorie:FLOSS-Lizenz zu finden.
Siehe auch
Portal: Freie Software – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Freie Software</div>
Weblinks
- ↑ Rusin, Zack. Open Source Licenses Comparison. Abgerufen am 16. Oktober 2006.
- ↑ Free Software Foundation. Various Licenses and Comments about Them. Licenses. Free Software Foundation.
- ↑ Open Source Initiative. The Approved Licenses. License Information. Open Source Initiative.
- ↑ Debian. Debian - License information. Licenses. Debian.
- ↑ The DFSG and Software Licenses. Debian wiki.
- ↑ Fedora. Licensing - FedoraProject. Licenses. Fedora Project.
- ↑ a b DFSGLicenses.
- ↑ Free Software Foundation. A Quick Guide to GPLv3. Licenses. Free Software Foundation.
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