| Freie Presse
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| Beschreibung
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Abonnement-Tageszeitung
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| Verlag
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Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co KG
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| Erstausgabe
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1. Januar 1963
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| Erscheinungsweise
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Montag bis Sonnabend
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| Verkaufte Auflage (IVW 4/2011, Mo-Sa) |
274.314 Exemplare
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| Reichweite (MA 2008[1]) |
0,747 Mio. Leser
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Die Freie Presse ist die regionale Tageszeitung für den Direktionsbezirk Chemnitz. Sie ist mit einer verkauften Auflage von 274.314 Exemplaren[2] außerdem die größte Abonnement-Zeitung Sachsens.
Geschichte
Die Freie Presse galt vor der Wende mit einer Auflage von 663.700 Exemplaren als auflagenstärkste regionale Tageszeitung der DDR. Sie erschien seit ihrer Fusion mit der Volksstimme, SED-Organ im Bezirk Karl-Marx-Stadt, nicht zu verwechseln mit der Magdeburger Tageszeitung gleichen Namens, seit dem 1. Januar 1963 als Organ der SED-Bezirksleitung des Bezirks Karl-Marx-Stadt. Ihren Namen erhielt sie von der vor der Fusion in Zwickau erschienenen regionalen Tageszeitung für die Kreise Zwickau/Stadt und Zwickau/Land.
Die Freie Presse wurde nicht, wie die meisten anderen DDR-Zeitungen, durch die Treuhandanstalt zur Privatisierung ausgeschrieben. Sie ging ohne Ausschreibung für umgerechnet 100 Millionen Euro an die Medien-Union GmbH mit Sitz in Ludwigshafen, welche auch die Tageszeitung Die Rheinpfalz publiziert. Ebenfalls um die Freie Presse beworben hatten sich die Rheinische Post und der Axel Springer Verlag.[3]
Wie der Spiegel recherchierte, ging der direkte Verkauf auf eine Intervention von Bundeskanzler Helmut Kohl zurück, der sich beim damaligen Chef der Treuhandanstalt für den CDU-nahen Verlag mit Sitz in seiner Heimatstadt Ludwigshafen eingesetzt hatte. Kohl sorgte dafür, dass mit dem Verleger Dieter Schaub „ein langjähriger Weggefährte Kohls aus der heimatlichen Pfalz die heute größte ostdeutsche Zeitung einheimste“.[3] Der Fall weist Ähnlichkeiten zum Verkauf der Mitteldeutschen Zeitung durch eine Intervention von Außenminister Hans-Dietrich Genscher auf.
Ausgaben
Verlagsgebäude der Chemnitzer Tageszeitung
Freie PresseDie
Freie Presse gibt 19 Lokalausgaben heraus.
Chefredakteure
Besonderheiten
Überregionale Bedeutung hat die ab 1960 in der Freien Presse erscheinende, seit Jahrzehnten von Manfred Zucker geleitete Schachecke. Die dort als Urdrucke publizierten Schachkompositionen renommierter Autoren aus aller Welt haben ihren Namen durch Nachdrucke der Kompositionen in Büchern und anderen Zeitschriften rund um den Erdball getragen. Allerdings haben die in letzter Zeit nicht mehr wöchentlich erscheinenden Ausgaben dieser Rubrik ihren Einfluss sinken lassen.
Pressefest
Alljährlich zu Beginn der Ferienzeit wird im Chemnitzer Küchwald von der Zeitung das Pressefest veranstaltet. Während die Veranstaltung zu DDR-Zeiten 34-mal stattfand, wurde dieses Fest 1999 wiederbelebt. Seither findet die Veranstaltung wieder jährlich statt. Präsentiert werden einheimische, nationale und internationale Künstler. Mit 160.000 Besuchern war das Pressefest 2009 das größte Volksfest des Freistaates Sachsen.[4]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Mediadaten ostdeutscher Tageszeitungen
- ↑ laut IVW, viertes Quartal 2011, Mo-Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
- ↑ a b Der hat jeden Tag gefragt. In: Der Spiegel. Nr. 11, 1991 (online).</span>
- ↑ freiepresse.de