Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ist ein internationaler Friedenspreis. Die Auszeichnung wird jährlich anlässlich der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche (Frankfurt am Main) an eine Persönlichkeit verliehen, „die in hervorragendem Maße vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen hat“.[1]
Der Friedenspreis wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergeben und ist mit einem Preisgeld von derzeit 25.000 Euro dotiert. Die Ehrung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse, der größten Buchmesse der Welt, ist mit internationaler Publizität verbunden.
Der Friedenspreis geht auf die Initiative weniger Schriftsteller und Verleger im Jahr 1949 zurück und wurde 1950 erstmals als „Friedenspreis deutscher Verleger“ in Hamburg verliehen. 1951 wurde er zu einem Preis des gesamten Buchhandels durch den Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Er wurde 1972 erstmals auch postum verliehen. Die Preisträger werden vom Stiftungsrat bestimmt. Vorschläge können von jedermann kommen und müssen hinreichend begründet und belegt sein.
Stiftungsrat
2009, Magris und Honnefelder
Preisträger
1950 bis 1959
1960 bis 1969
1970 bis 1979
1980 bis 1989
1990 bis 1999
2000 bis 2009
seit 2010
Kritik
Detlev Claussen hat den Friedenspreis als „grosses deutsches Staatstheater“ kritisiert. „Die Republik stellt sich selbst dar, sie bespiegelt sich – als Spiegel dient der Geist. Die Repräsentanten der Macht und ihre Gäste hören zu. Die Intellektuellen, die als Denker und Dichter auftreten, geniessen Narrenfreiheit, solange sie eben diesen Repräsentationsdienst leisten.“[2]
Literatur
- Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels 1825-2000. Ein geschichtlicher Aufriss. Hrsg. im Auftrage der Historischen Kommission von Stephan Füssel, Georg Jäger und Hermann Staub in Verbindung mit Monika Estermann. Buchhändler-Vereinigung, Frankfurt am Main 2000.
Einzelnachweise
- ↑ Das Statut abgerufen am 27. Oktober 2011
- ↑ Detlev Claussen, Deutschland. Ein Wintermärchen, Tages-Anzeiger (Zürich), 21. Dezember 1998, http://www.trend.infopartisan.net/trd0299/t040299.html, abgerufen am 20. Mai 2010
Weblinks