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Friedhelm Loh (* 16. August 1946) ist ein deutscher Unternehmer, Inhaber und Vorsitzender der Friedhelm Loh Group und seit September 2006 Präsident des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) und Vizepräsident des BDI.
Inhaltsverzeichnis |
Loh hat zwei Söhne und eine Tochter.
Nach einer Lehre zum Starkstromelektriker studierte er im Zweiten Bildungsweg Betriebswirtschaftslehre und arbeitete dann in Unternehmen der Metallverarbeitung und Elektroinstallationsindustrie (1971 – 1974 Firma Merten, Gummersbach). 1974 übernahm er die Geschäftsführung der Familienunternehmen Rittal und Ritto mit damals ca. 200 Mitarbeitern. Heute führt er die daraus entstandene Friedhelm Loh Group mit rund 11.600 Mitarbeitern (davon 10.000 in der Fa. Rittal) weltweit. Darüber hinaus gründete Loh mehrere Unternehmen und stärkte den Unternehmensverband durch weitere Firmenzukäufe.
Im Jahr 2007 belegte er in einer Aufstellung des Manager Magazins Platz 84 der 300 reichsten Deutschen [1] und 2008 Platz 1062 der Liste der weltweit reichsten Menschen, die vom Forbes Magazine erstellt wurde.[2] 2011 stieg Loh auf der Forbes-Liste mit einem geschätzten Vermögen von 2,7 Milliarden Dollar auf Platz 420 auf.[3] Unter den reichsten Deutschen verbesserte sich Friedhelm Loh auf Rang 29.
Friedhelm Loh leitete das Unternehmen lange Zeit gemeinschaftlich mit seinem Bruder Joachim Loh. Seit 1989 bestehen zwei Firmengruppen:
Als Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group und BDI-Vizepräsident gehörte er im August 2010 zu den Unterzeichnern des Energiepolitischen Appells unter dem Namen „Mut und Realismus für Deutschlands Energiezukunft“.[4][5] Der Appell wird als Lobbyinitiative der vier großen Stromkonzerne für die Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke angesehen.
Friedhelm Loh ist Vorstand im Bibellesebund und Stiftungsratsmitglied der Stiftung Volkenroda. Er engagiert sich für evangelikale christliche Veranstaltungen, z. B. im Kuratorium von ProChrist und Christival.[6] Er ist Vorsitzender der Stiftung Christliche Medien und engagiert sich im Kuratorium der Internationalen Martin Luther Stiftung.[7]
In seiner Region engagiert Loh sich als Botschafter für die Region Mittelhessen und unterstützt Schulen und Ausbildungsstätten wie zum Beispiel StudiumPlus.
Seit September 2006 ist Friedhelm Loh Präsident des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) und Vizepräsident des BDI.
Seitens von Gewerkschaften wird Friedhelm Loh des Öfteren kritisiert. Beispielsweise kritisierte die IG Metall ihn 2010 bezugnehmend auf die Situation von Leiharbeitern. [13] Auch die Bundestagsabgeordnete Priska Hinz von Bündnis 90/Die Grünen kritisierte Rittal in diesem Zusammenhang. Andererseits nahm der Betriebsrat des Unternehmens die Geschäftsführung und Loh persönlich in Schutz und warf der IG Metall eine "Neiddebatte" vor. [14]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Loh, Friedhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Unternehmer |
| GEBURTSDATUM | 16. August 1946 |