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Friedrich August von Oldenburg (* 16. November 1852 in Oldenburg; † 24. Februar 1931 in Rastede) war als August II. der letzte regierende Großherzog von Oldenburg.
Inhaltsverzeichnis |
Mit seinen vollen Titeln: Großherzog Friedrich August Erbe zu Norwegen, Herzog von Schleswig, Holstein, Stormann, der Dittmarschen und Oldenburg, Fürst von Lübeck und Birkenfeld, Herr von Jever und Kniphausen.[1] Er wurde als ältester Sohn des Großherzogs Nikolaus Friedrich Peter von Oldenburg und der Elisabeth, geborene Prinzessin von Sachsen-Altenburg geboren. Sein jüngerer Bruder war Georg Ludwig.
1878 heiratete er Elisabeth Anna von Preußen (1857–1895), die Tochter des „roten Prinzen“ Friedrich Karl von Preußen, Neffe des deutschen Kaisers.
Die Regentschaft von Friedrich August begann am 13. Juni 1900, dem Todestag seines Vaters. Friedrich August galt als konservativ und als typischer Vertreter des Wilhelminismus. Seine persönlichen Interessen lagen überwiegend im technischen Bereich. So zeigte er eine große Vorliebe für die Seefahrt und die Marine. Friedrich August förderte ferner den Ausbau der Wasserwege und baute die oldenburgischen Häfen an der Weser aus. „[…] Er war beliebt bei der Bevölkerung, alles schmunzelte, wenn sein Auto mit Trari trara durch die Straßen fuhr. Aber eigenwillig war er auch. Die alten Soldaten im Lande verdachten es ihm noch, dass er als Leutnant ein Soldatenschinder gewesen war. […]“[2]
Während seiner Amtszeit ließ er das Elisabeth-Anna-Palais in Oldenburg errichten, welches nach seiner ersten Frau benannt wurde, die noch während der Bauarbeiten verstarb.
Als Teil des Deutschen Reich nahm das Großherzogtum Oldenburg unter ihm am Ersten Weltkrieg teil. Während seiner Regentschaft befehligte er auch die Oldenburger Dragoner. Die Friedensresolution des Reichstages wies er 1917 entschieden zurück. Im Zuge der Novemberrevolution und der damit verbundenen Abschaffung der Monarchie in Deutschland, trat er am 11. November 1918 zurück und zog sich auf das Schloss Rastede zurück.
Am 24. September 1914 stiftete Friedrich August das Friedrich-August-Kreuz in zwei Klassen als oldenburgischen Militärorden.
Er erwarb an der von ihm geförderten Seefahrtsschule in Elsfleth ein Kapitänspatent, führte gern selber Schiffe und wurde für die persönliche Rettung von Schiffbrüchigen von der italienischen Regierung mit der Goldenen Rettungsmedaille ausgezeichnet. Wegen seiner herausragenden seemännischen Fähigkeiten ernannte ihn Kaiser Wilhelm II. als einzigen deutschen Bundesfürsten zum Admiral der Kaiserlichen Marine.[3] Seine Yacht „Lensahn“ führte er persönlich auf vielen Reisen in Ostsee und Mittelmeer.[4]
Friedrich August erfand einen durch DRP 157706 und viele Auslandspatente geschützten Schiffspropeller, den „Niki-Propeller“. Friedrich August bat den führenden Hersteller von Schiffspropellern, die Hamburger Firma Theodor Zeise, diesen Propeller für ihn zu bauen. Zeise weigerte sich, da er im „Niki-Propeller“ ein Konkurrenzprodukt erkannte, das seinem eigenen Geschäft abträglich erschien.[5]
Am 14. Januar 1914 wurde in Geestemünde das Segelschulschiff Großherzog Friedrich August auf seinen Namen getauft. Es steht heute noch in Norwegen als Statsraad Lehmkuhl in Dienst.
Seit ihren Gründungsjahren um 1900 fungierte er als Ehrenvorsitzender der Schiffbautechnischen Gesellschaft und übte dies bis 1930 aus. In diesem Zusammenhang wurde ihm um 1910 auch der Titel Dr.-Ing. E.h. verliehen.[6]
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Peter II. | Großherzog von Oldenburg 1900–1918 |
– |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Friedrich August |
| ALTERNATIVNAMEN | Friedrich August von Oldenburg; August II. |
| KURZBESCHREIBUNG | letzter Großherzog von Oldenburg |
| GEBURTSDATUM | 16. November 1852 |
| GEBURTSORT | Oldenburg |
| STERBEDATUM | 24. Februar 1931 |
| STERBEORT | Oldenburg |