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Friedrich Wilhelm Ludwig Grützmacher (* 1. März 1832 in Dessau; † 23. Februar 1903 in Dresden) war ein deutscher Cellist und Komponist.
Der ältere Bruder von Leopold Grützmacher war ein Schüler von Friedrich Schneider. 1849 wurde er Erster Cellist am Gewandhausorchester Leipzig und Cellolehrer am Leipziger Konservatorium. Seit 1860 war er Königlicher Kammervirtuose am Hoforchester Dresden.
Friedrich Grützmacher war Schüler seines Vaters und von Karl Drechsler. Er schrieb eine Hohe Schule des Violoncellspiels und komponierte neben zahlreichen Cellostücken ein Cellokonzert, Ouvertüren und Fantasien für Orchester, kammermusikalische Werke, Klavierstücke und Lieder. Heute ist Grützmacher vor allem dadurch bekannt, dass er das Cellokonzert Nr.9 B-Dur G 482 von Luigi Boccherini einer massiven Umarbeitung unterzog, indem er die Solostimme brillanter gestaltete, Teile von anderen Werken Boccherinis in das Konzert einfügte und so den Notentext erheblich veränderte. Diese Version ist bis heute sehr populär geblieben und wird häufig gespielt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grützmacher, Friedrich |
| ALTERNATIVNAMEN | Grützmacher, Friedrich Wilhelm Ludwig (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Cellist und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 1. März 1832 |
| GEBURTSORT | Dessau |
| STERBEDATUM | 23. Februar 1903 |
| STERBEORT | Dresden |