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Fulvio Pelli

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Fulvio Pelli

Fulvio Pelli (* 26. Januar 1951 in Lugano) ist ein Schweizer Politiker (FDP. Die Liberalen). Er ist seit 2009 erster Präsident der Partei und war zuvor seit 2005 letzter Präsident der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP), einer der Vorgängerparteien der FDP. Die Liberalen.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach dem Besuch der Volksschulen und des Gymnasiums in Lugano studierte Pelli an den Universitäten Bern und Zürich Rechtswissenschaft. Er erwarb 1974 das Lizenziat in Zürich und promovierte drei Jahre später bei Arthur Meier-Hayoz. 1977 erwarb er zudem das Anwalts- und Notariatspatent. Während vier Jahren war er stellvertretender Staatsanwalt des Sottoceneri. 1981 trat er in die Anwaltskanzlei seines Vaters Ferruccio Pelli ein. Heute ist er Inhaber dieser Kanzlei. Ausserdem ist er Verwaltungsratspräsident von fünf Unternehmen, darunter der Tessiner Kantonalbank.

Pelli ist verheiratet und hat drei Töchter. Er lebt in Sorengo.

Politik

Fulvio Pelli, amtierender Präsident der FDP.Die Liberalen.

Von 1980 bis 1990 war Fulvio Pelli Mitglied des Gemeinderats der Stadt Lugano. Von 1983 bist 1995 gehörte er dem Tessiner Kantonsrat an. Von diesem Amt trat er zurück, als er 1995 in den Nationalrat gewählt wurde. Diesem gehört er seither ununterbrochen an. 2002–2005 präsidierte er die Freisinnig-Demokratische Fraktion in der Bundesversammlung. Bei den Eidgenössischen Wahlen 2007 wurde er mit dem besten Resultat aller Kandidaten des Kantons Tessins in seinem Amt bestätigt, vier Jahre später hingegen bei den Wahlen vom 23. Oktober 2011 nur äusserst knapp mit 58 Stimmen Vorsprung wiedergewählt.

Fulvio Pelli ist ausserdem Mitglied der Neuen Europäischen Bewegung Schweiz (nebs), wo er zeitweise auch Präsident der Tessiner Regionalsektion war.[1]

Parteipräsident der FDP

Vom 5. März 2005 bis zur Fusion mit der Liberalen Partei der Schweiz am 1. Januar 2009 war Pelli letzter Präsident der Freisinnig-Demokratischen Partei. Seit der Fusion der beiden Parteien zur FDP.Die Liberalen ist er erster Präsident der neuen Partei. Dies ist bereits sein zweites Präsidialamt: von 1988 bis 2000 stand er der Tessiner FDP vor. Pelli kündigte seinen Rücktritt als Parteipräsident auf den April 2012 an.[2]

Fokussierung auf Kernthemen

Als Präsident der FDP steht Pelli für eine klare Sachpolitik. Er will mit den anderen Parteien je nach Thema Allianzen schliessen. Insbesondere tritt er für eine allgemein grössere Abgrenzung zur SVP ein. In seiner Amtszeit ist es ihm gelungen die Partei wieder auf einen einheitlichen Kurs einzuschwören. Ein Erfolg seiner Bemühungen ist zum Beispiel die Festlegung auf drei Kernthemen, auf die sich die Partei besonders konzentrieren will.[3]

Bundesratswahlen

Ein weiterer Erfolg seiner Amtszeit war die Erneuerung der FDP-Vertretung im Bundesrat. Unter Pellis Führung ist es der Partei gelungen den Angriff der CVP bei den Ersatzwahlen 2009 auf den Sitz von Bundesrat Pascal Couchepin abzuwehren und die FDP-Vertretung mit Didier Burkhalter zu sichern. Diesen Erfolg konnte die Partei ein Jahr später bei der Ersatzwahl für den zurückgetretenen Hans-Rudolf Merz wiederholen, als mit Johann Schneider-Ammann erneut ein FDP-Vertreter in die Landesregierung gewählt wurde. Pelli selbst wurde im Vorfeld der beiden Ersatzwahlen als potenzieller Kandidat der FDP gehandelt.

Bei den ordentlichen Bundesratswahlen 2011 gelang es der Partei die nicht unbestrittene Doppelvertretung im Bundesrat zu verteidigen.

Veröffentlichungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Die politische Mitte vor der EU-Remedur. In: Neue Zürcher Zeitung vom 9. Juli 2010
  2. ↑ Fulvio Pelli: «Im April trete ich zurück». In: Berner Zeitung vom 24. Oktober 2011
  3. ↑ Die drei Kernthemen der FDP.Die Liberalen. In: fdp.ch, abgerufen am 31. Dezember 2011

Weblinks

 Commons: Fulvio Pelli â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Vorgänger Amt Nachfolger
— Präsident der FDP. Die Liberalen
seit 2009
—
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