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Als Funktionsverbgefüge (FVG; auch: Schwellform, Streckform) werden in der Linguistik komplexere Verbkonstruktionen bezeichnet, die meist entweder
bestehen.
In der deutschen Gegenwartssprache wird am häufigsten das FVG mit einem Präpositionalobjekt belegt. Funktionsverben sind dabei Vollverben, die ihre ursprüngliche Bedeutung innerhalb des Funktionsverbgefüges weitgehend eingebüßt haben und das Prädikat nicht länger alleine bilden können.
Beispiele für FVG mit Präpositionalobjekt
Beispiel für FVG mit Nominativobjekt
Beispiele für FVG mit Akkusativobjekt
Beispiel für FVG mit Dativobjekt
Beispiel für FVG mit Genitivobjekt
Funktionsverbgefüge können häufig nicht ins Passiv gesetzt werden. Die Negation bei FVG mit Präpositionalobjekt wird mit "nicht" gebildet.
Funktionsverbgefüge sind ein sehr produktiver Mechanismus der Prädikatsbildung. Vor allem unterschiedliche Aktionsarten lassen sich mit Hilfe von Funktionsverbgefügen feiner abstufen. Auf der anderen Seite führt der übermäßige Gebrauch - zum Beispiel in der Verwaltungssprache - zu hölzernen und wenig lebendig wirkenden Texten.