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Als Furchung bezeichnet man die Zellteilung durch Abschnürung bei Zygoten (befruchtete Eizellen) am Beginn der Embryogenese (Embryonalentwicklung) von vielzelligen Tieren. Dabei vergrößert sich der Embryo nicht. Da also keine Neubildung von Material nötig ist, handelt es sich bei diesen Teilungen um die schnellsten überhaupt, eine Kernteilung kann alle acht Minuten stattfinden. Nach einer großen Anzahl von Furchungen bildet sich so eine dicht mit Zellen gefüllte Kugel, die Morula. Die bei den Furchungen entstandenen Zellen nennt man Blastomeren. Ein Unterschied zu den „normalen“ Zellteilungen ist außerdem, dass die Teilungen alle synchron verlaufen. Des Weiteren ändert sich die Kern-Plasma-Relation ständig, während diese bei einer Zellteilung sonst konstant bleibt. Der Zellzyklus ist verkürzt, er besteht nur aus S- und M-Phase, wodurch sich auch die enorme Geschwindigkeit der Zellteilungen erklären lässt.
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Man unterscheidet drei Furchungstypen: Holoblastische, Meroblastische und Spiralfurchung.[1]
(von griech. holos „ganz“) - vollständige Furchung
(von griech. meros „Teil“) - partielle Furchung
Bei der Spiralfurchung, die für Anneliden und Mollusken (außer Cephalopoda) charakteristisch ist, werden die Furchungsspindeln in einem schiefen Winkel zur Animal-Vegetativ-Achse angeordnet, so dass die Blastomeren spiralig gegeneinander versetzt sind.[3]