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Als Gösch (im engl.: Jack) wird die Bugflagge von Schiffen bezeichnet.
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Die Bezeichnung wird auf die Geusen, die niederländischen Freiheitskämpfer des 16. Jahrhunderts, zurückgeführt. Es besteht aber der Widerspruch, dass die Flagge an dieser Stelle zu Zeiten der Geusen nicht geführt wurde. Erst nach 1600 sind Flaggen auf dem Bugspriet bzw. am Sprietmast mit Quellen zu belegen. Zu diesem Zeitpunkt sind aber die Geusen nicht mehr vorhanden.
Heutzutage ist die Gösch insbesondere bei Kriegsschiffen in Verwendung. Sie wird üblicherweise gehisst, wenn das Schiff im Hafen liegt. So auch bei der Deutschen Marine, bei der, wenn das Schiff anlegt, die Gösch am Bug und die Bundesdienstflagge der Seestreitkräfte am Heck gesetzt wird. Legt das Schiff ab, werden die beiden Flaggen eingeholt und die Bundesdienstflagge am Mast gesetzt. Bei einigen anderen Seestreitkräften wird die Gösch auf See am Bug und die Seekriegsflagge im Hafen am Heck gezeigt.
In der Handelsschifffahrt war früher das Setzen einer Gösch im Hafen und auf Revierfahrt auf Schiffen im Liniendienst üblich. Heute geschieht dies zumeist auf Passagierschiffen und traditionell zu besonderen Anlässen wie etwa dem Hamburger Hafengeburtstag.
In vielen Staaten ist die Gösch identisch mit der Handels- oder (See-)Kriegsflagge. Andere Staaten verwenden Variationen in Größe oder Seitenverhältnis (Norwegen hat zum Beispiel eine quadratische Variante) oder benutzen Flaggen mit einem eigenen Design, wie beispielsweise Spanien oder die USA. Seltener wird als Gösch auch die Flagge des Heimathafens gesetzt.
Gösch der Deutschen Marine (entspricht der Bundesdienstflagge der Seestreitkräfte)
Gösch der Deutschen Handelsmarine auf Schiffen mit Heimathafen Bremen, Bremer Flagge Staatsflagge
Gösch der US-Marine (First Navy Jack)
Gösch der Republik China (historische Flagge der Kuomintang)
Spanische Marine (Armada Española)